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6 975 290, Birnen 1 778 170, Nüsse 66 875, Zwetschen 2 641 190, ferner Erdbeeren, Trauben, Mandeln, Brombeeren, Schlehen, Quitten, Kastanien, Tomaten, Melonen, gelbe Pilze, grüne Perlbohnen und Johannisbeerwein.
Die Zahl der Anbieter betrug 954, darunter viele Gemeinden, Obst- und Gartenbau-Vereine, landw. Vereine, sowie die meisten größeren Obstzüchter Deutschlands.
Die Nachfrage betrug 15 811 625 Kilo und zwar: Erdbeeren 228 600, Himbeeren 28 150, Heidelbeeren 317 335, Johannisbeeren 209 390, Kirschen 852 000, Reineklauden 295 075, Aepfel 9 325 375, Birnen 1 468 125, Zwetschen 1 951 835 Kilo u. s. w.
Die Nachfragenden sind meistens Konserven- und Gelsefabriken, Aepfelwein- und Beerenwein-Keltereien, Obsthändler And eine große Zahl Private. Hierbei ist auch das Ausland stark vertreten.
Der durch Vermittelung der Zentrale, welche sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer kostenlos ist, erzielte Umsatz betrug, soweit er bekannt geworden ist, im vorigen Jahre 8 315 385 Kilo: Erdbeeren 30 000, Himbeeren 121 000 Heidelbeeren 200 510, Preißelbeeren 62 500, Kirschen 373 555, Mirabellen 60 450, Pfirsiche 45 310, Pflaumen 47 100, Aprikosen 61 050, Reineklauden 80 400, Aepfel 5 406 800, Birnen 444 300, Zwetschen 1 245 735 Kilo u. s. w. ,
Auf dem am 27. September v. I. abgehaltenen Obstmarkt- welcher wie gewöhnlich, sowohl von Käufern als von Ver käufern sehr gut besucht war, waren von 213 Verkäufern angeboten: Aepfel 2180 045, Birnen 205 200, Zwetschen 75 705, Nüsse 10 370, Quitten 4116 zusammen 2 475 436 Kilo; ferner größere Quantitäten Obst- und Beerenweine, Obstgestelle und Verpackungs-Material.
Verkäufe wurden, soweit solche bekannt geworden, 457 abgeschlossen nnd zwar : Aepfel 809 200, Birnen 93 015, Nüsse 3000, Zwetschen 31250, Quitten 1450, zusammen 937 915 Kilo. Obstproben waren auf dem Markt 796 ausgestellt.
Im vergangenen Jahre wurden von der Zentralstelle für Obstoerwerthung und dem Obst-Markt-Komitee von vielen Behörden, Korporationen und Vereinen Gutachten und Auskünfte über alle in die Obstverwerthung einschlagenden Angelegenheiten erbeten, so von dem Verband der landw. Genossenschaften für Niederösterreich in Wien, dem Ministerium des Innern in Budapest, dem Rhein. Bauernverein (Abtheilung für Obst- und Weinbau), dem Landw. Verein Frankfurt a. M., der Landwirthschaftskammer für die Provinz Sachsen in Halle, dem Staatssekretär des Innern in Berlin, vom Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den preuß. Staaten in Berlin, der Zentralvermittlungsstelle für Obstverwaltung in Stuttgart, der Handelskammer Frankfurt a. M., dem Gewerbe- und Verkehrsamt Frankfurt a. M., der Königl. Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M., dem Königl. Ung. Ackerbauministerium in Budapest, der Handelskammer in Mailand, den Obst- und Gartenbauverein für Mittelsteiermark, der Großherzogl. Obstverkaufsstelle in Luxemburg, dem K. K. Oesterr. General-Konsulat dahier, der Königl. Preuß, und Großh. Hessischen Eisenbahn-Direktion in Mainz, dem Würt- temb. Obstbau-Verein in Stuttgart, der Schweizer. Obstverwerthungsstelle, dem Hess. Landwirthschaftsrath in Offenbach, der Obstoerwerthungs-Genossenschaft der Nieder-Oesterr. Landesweinbauschule in Krems a. d. Donau, dem Kreis-Ausschuß Würzburg.
Hus aller Welt.
Graf Pierrecourt verbessert das Menschengeschlecht. Ein zehnfacher Millionär, Graf de Saint Quen de Pierrecourt, hat der Stadt Rouen sein Vermögen mit einer merkwürdigen Klausel hinterlassen, wodurch dieser Edelmann, dessen Ahnen mit Wilhelm dem Eroberer nach England zogen, die normanische Rasse verbessern will. Die Klausel lautet: „Wenn die Stadt Rouen mein Testament annimmt, so ist sie verpflichtet, einen Jahrespreis von mindestens 100000 Franken |MBM«*»MIHH I.....W-...»^——»——IMW,I„«M!
„Gibt's ja gar nicht," entschieden die kurzer Hand. „Der Sonntag gehört der Familie und der Himmelfahrtstag ist auch ein Sonntag. Ich werde das Weitere besorgen, aber das sa'ge ich Ihnen, meine Beste, nicht ein Mann wird an dieser Herrenparthie theilnehmen."
— — Montag fand der letzte Gesangsabend vor dem Feste statt. Bezüglich des Singens beschränkte man sich auf das Aeußerste, dem „Schlingen" wurde ein breiterer Raum eingeräumt. Natürlich drehte sich das Gespräch um die Frühlingspracht der Herrenparthie.
„Du wirst doch kommen?" forschte Freund Kunze beim Nachbar Walter. „Ich weiß nämlich noch nicht so sicher ob ich theilnehmen werde, denn meine Frau . . ."
Freund Walter zog die Brauen hoch. „Hm, ja," meinte er, ‘ „natürlich, ich komme. Es müßten denn ganz unvorhergeseheneZwischenfälle eintreten: wenn meine Frau . . ."
Sekretär Hamerling hatte der Unterhaltung aufmerksam zugehört. „Es ist was Herrliches um eine Herrenparthie, ich bin da immer der Lustigste. Wie ich mich heute schon darauf freue! Freilich, wenn meine Frau Migräne . . . ."
„Bequem liegt mir die Sache auch nicht," warf Bureauvorsteher Hoffmann ein, „aber ich bin doch ein Mann von der Spritze. Von den Bureaufreunden habe ich mich schon losgeeist. Nach der Richtung hin bin ich also ein freier Mann. Nun steht mir allerdings am Himmelfahrtstage der Besuch einer Kusine meiner Frau bevor . . . ."
„Ich erscheine allfällig," proklamirte Uhrmacher Weithold. „Bei mir gibt's kein „Wenn" und „Aber".
„Ja," dehnte Bäckermeister Kunze, „Sie sind Junggeselle . . . ."
„Und Ihr seid Pantoffelhelden!" gab der Uhrmacher schlagfertig zurück.
Ein Sturm der Entrüstung erhob sich: ein Kampf von zwanzig Ehemännern gegen einen Junggesellen. Der Letztere wurde ganz gründlich „zugedeckt".
--Donnerstag früh 9 Uhr trat Uhrmacher Wetthold in das Vestibül des Wannseebahnhofes. Er hielt bedächtig
Hanauer Anzeiger
zur Ausstattung eines Riesenpaares zu gründen, um die menschliche Raffe zu regeneriren. Neben der Körperlänge soll jedoch auch Stärke und Gesundheit berücksichtigt und von den Aerzten der Stadt genau geprüft werden. Die 100000 Franken sollen zur Hälfte dem Manne, zur Hälfte der Frau zufallen. Dieses originelle Testament, das die Stadt Rouen kaum ausschlagen kann, wird zur Veredelung der Menschheit kaum viel beitragen; denn die Körperlänge tst nur selten das Zeichen eines hervorragenden Menschen. Vermuthlich werden sich die Empfänger seines Preises vor allem in den Jahrmarktsbuden finden.
Ein heimtückischer Elephant. Ein Zirkus-Elephant hat in Peru, Indien, seinen Wärter auf eigenthümlich gräßliche Weise umgebracht. Das Thier packte, als es im Flusse ein Bad nahm, den Wärter mit seinem Rüssel und schleuderte ihn weit in den Fluß hinein. Der Wärter schwamm ans Ufer zurück und sagte scheltend zu dem Dickhäuter: „Aber Charlie, schämst du dich denn nicht, so etwas zu thun?" Im nächsten Augenblick packte der Elephant den Wärter von neuem, warf ihn in den Fluß und hielt ihn unter seinen Füßen so lange unter Wasser fest, bis der Unglückliche ertrunken war. Als ob er sich seiner Schandthat bewußt gewesen wäre, ergriff der Elephant dann die Flucht und richtete in der Nachbarschaft Zerstörungen an. Das Einfangen gelang nicht. Man warf ihm schließlich einen vergifteten Äpfel zu, den er verschlang; bald darauf verendete er.
San Francisco am Verhungern. In fröhlich „Frisco" — wie man die Stadt gern nennt — streiken die Kellner und Bäcker, die Fleischer haben sich ihnen angeschlossen. Das ist hart dort am goldenen Thore, wo liebe, leichtlebige Menschen förmlich im Restaurant leben. Sie sind alle Bohemiens, kennen kein Heim. Der vornehmste Klub ist der Bohemian. Millionenreiche Leute wohnen oft im Hotel, nennen weder Stuhl noch Tisch ihr eigen. Aber selbst, wer eine Wohnung hat, ißt selten daheim, und ganz natürlich bat dort das Restaurantwesen sich mehr als anderwärts in Amerika entwickelt. Nirgends in der neuen Welt findet man so gute Küche wie im „Pudelhund" und „Puck", Restaurants ganz wie die besten Pariser und die vornehmsten von Frisco. — Unten kleine Räume und kleine Tische. Im Stockwerk darüber Separatzimmer. Höher dann beginnt Friscos Eigenart. Im nächsten Stockwerk hat jedes Zimmer ein Klavier. Eine Treppe höher vermehrt sich die Einrichtung um ein Klavier. Noch höher aber führt vom kleinen Eßzimmer eine Thür in einen Raum, dem nichts am vollständigen Hotelzimmer fehlt.
Verlobungen.
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das Liederbuch in der Hand und wartete auf seine Gesangsbrüder. 9,15 . . ., noch war keiner erschienen. 9,20 .... noch Niemand zu erblicken. 9,25, .... aha, — — wie, er hatte sich geirrt: es war nur ein dem Bäckermeister Kunze ähnlich sehender Herr.
9,28 . . ., 9,30 .... die Passagiere hasteten die steile Treppe hinauf. „Abfahren", kommandirte der Stationsvorsteher, und der Zug glitt aus der Halle.
„Steh ich allein auf weiter Flur ....", stimmte der Uhrmacher an, und als die Bahnbediensteten auf ihn losstürmten, um ihn an die Feiertagsruhe zu mahnen, meinte er: „Nun, das ist doch gerade ein stimmungsvolles Lied für den Himmelfahrtstag !"
* *
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Zwei Mark fünfzig Pfennig Diäten pro Tag, — dabei konnte der Assistent Herrmann in der Fremdenstadt Dresden nicht üppig werden, obgleich er sehr optimistisch veranlagt war. Nun war er auch noch verheirathet .... Liebesheirath! . . ., und auch der Segen der Ehe war nicht ausgeblieben : ein strammer Junge.
Zum Unglück fiel die Himmelfahrt auch noch auf den 16., wo so schon pekuniäre Ebbe eingetreten war. Wenn er am Himmelfahrtstage drei bis vier Mark ausgab, dann kam das einer Konkurserklärung gleich. Trotzdem erklärte er mit voller Bestimmtheit:
„Am Himmelfahrtstage fahren wir aus!"
„Ausfahren?" staunte seine Frau.
„Jawohl", beharrte er, „und zwar per Kinderwagen. Ich schiebe und Du ziehst . . . ."
Frau Agnes wollte ärgerlich werden. Sie besann sich aber sofort eines Besseren und wandte nur ein: „Der Himmel macht aber ein erbärmliches Gesicht, es kann jeden Augenblick regnen."
„Wenn wir eine Ausfahrt unternehmen, wird's nicht regnen", erklärte ihr Mann auf das entschiedenste, „das wäre geradezu eine Rücksichtslosigkeit gegen die Familie Herrmann. I Wenn ich sage sic volo, so hat das Wetter eben schön zu j
______________________________ 15 Mai
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Gebrauchs-Muster.
Nr. 152 217. Haken für Anhängetäschchen, Schlüssel u. dgl., dessen Sicherungsfeder nach unten derart verlängert und gestaltet ist, daß sie gleichzeitig den Abschluß des Ringhakens bewirkt. Moeller & Schroeder in Offenbach a. M., vom 3. April 1901 ab. — M. 11 304. Kl. 44a. Nr. 152 219. Tasche mit gewölbtem Hohlraum auf der Außenseite für die Aufnahme von Nähutensilien und anderen Gebrauchsgegenständen. Friedrich Scheuermann in Offenbach a. M., vom 6. April 1901 ab. — Sch. 12 453. Kl. 52a.
Nr. 152 004. Korkzieher mit Kugellagerung für Griff und Spindel. Ernst Scharff in Frankfurt a. M., vom 23. März 1901 ab. — Sch. 12 382. Kl. 64b.
Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.
Udenhain. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Udenhain belegenen, im Grundbuche von Udenhain zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Maurers Heinrich Bergmann von Udenhain eingetragenen Grundstücke, am 25. Juni. 1901, vormittags 9 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Wächtersbach versteigert werden.
Schiffsbericht.
Hamburg, 11. Mai. Der Dampfer „Bethania" von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgestern in Baltimore eingetroffen.
Bremen, 12. Mai. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Roland" ist gestern in Oporto eingetroffer«
New-Nork, 12. Mai. Der Dampfer „Rotterdam" von der Niederländisch - Amerikanischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft ist gestern hier eingetroffen.
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sein —", und dabei klopfte er auf sein Portemonnaie, in welchem die letzten paar Markstücke den Chopinschen Trauermarsch klapperten.
.... Die Ausfahrt wurde in Scene gesetzt: Durch die Prager Straße, das englische Viertel, bei den Friedhöfen vorbei, — es war eine Lust zu leben!
Schwarz und drohend erhoben sich einige Gewitterwolken. „Die thun uns nichts", beruhigte der Assistent seine Frau. „Im Nu sind die über die sächsische Schweiz hinweg und hinter Bodenbach, — und, wenn da Alles verhagelt wird, was geht's uns Sachsen an, was drüben in Oesterreich passirt?"
Er drang darauf, daß bis „zur Gustel von Blasewitz" gefahren wurde. Hier wurde Kaffee getrunken und Kuchen geschmaust. Dem Drängen seiner Frau auf baldige Heimkehr setzte er den hartnäckigsten Widerstand entgegen, erst nach zwei Stunden vermochte dieselbe ihren Mann loszueisen, der inzwischen mit einigen Bierbankphilistern die innere Krisis zugleich mit den Wirren in China komplett gelöst hatte.
Endlich wurde die Rückkehr angetreten. Koulissengleich thürmten sich schwarzgelbe Wolken am Horizont auf, mit rapider Schnelligkeit bedeckten sie den ganzen Himmel: ein furchtbarer Windstoß wirbelte den Straßenstaub haushoch auf, — ein blendender Blitz mit krachendem Donnergepolter und Wolken öffneten ihre Schleusen. Es war kein Regen, es war ein Wolkenbruch und binnen wenigen Minuten war das Ehepaar Herrmann bis auf die Haut durchnäßt, die Fra« hatte alle Mühe, das Kindlein in dem Wagen vor den einströmenden Wassermengen zu schützen.
„Siehst Du, das hast Du davon", lamentirte Frau Herrmann. „Mein neues Kleid ist pfutsch, nun gib Geld zu einem neuen!"
„Geld ? Geld?", stöhnte der Mann, krempelte seine Hosentasche um, als Zeichen, daß es mit seinem Mammon zu Ende sei und als ihn ein neuer Regenguß überschüttete, lachte er ingrimmig: „Eine schöne Bescheerung bringt mir der Himmelfahrtstag !"