Einzelbild herunterladen
 
  

11. Mai__________________________________

? Drabtbericbte desDan. Hnz.

Die Wirren in Chinn.

Berlin, 10. Mai. Graf Waldersee meldet unter dem . d. Mts. aus Peking: Die in die Gegend von Hstwie- liathou entsandte Kolonne Arnstedt ist nach Tientsin zurück- rkehrt, ohne auf größere Räuberbanden gestoßen zu sein. Die »rücke bei Hanku ist seit gestern im Eisenbahnbetrieb.

London, 10. Mai. Reuter meldet aus Simla: Es sind Vorkehrungen getroffen zur sofortigen Rückkehr des indischen avallerie-Regimentes mit dem Belagerungs-Train aus Hong- )ng, des Infanterie-Regimentes aus Wei-hai-wei und des Infanterie Regimentes aus Tientsin nach Indien. Weitere tücksendungen sollen allmählich folgen.

Peking, 10. Mai. (Reuter.) Die amerikanischen Truppen äumten heute die unter ihrer Kontrole gestandenen Distrikte, außer er verbotenen Stadt, welche sie trotz fremder Einwendungen geiler besetzt halten, falls nicht gegentheilige Weisung aus I Lashington erfolgt. Um ein Chaos nach dem Abzüge der Mexikanischen Truppen zu verhindern, benachrichtigte Chaffee lergangene Wocke Waldersee, daß die amerikanischen Truppen äe erwähnten Distrikte heute verlassen würden. Diejenigen âsher von den Amerikanern besetzten Distrikte, welche an die -ritischen grenzen, wurden den Engländern zugewiesen, während >ie übrigen unter deutsche Kontrole gestellt wurden.

London, 11. Mai.Daily Telegraph" meldet aus Peking: England, Deutschland und Japan seien mit dem plane einer Kollektiv-Garantie der Mächte für die chinesische Anleihe nicht einverstanden.

London, 11. Mai. Nach einem Telegramm aus New- York erklärte Conger, er glaube, China könnte die Ent- (chädigung, welche von den Mächten verlangt werde, nicht be­zahlen. Die chinesische Regierung sei gezwungen, eine Anleihe zu machen, aber eine solche werde schwerlich auf dem europäischen - Geldmärkte unterzubringen sein.

London, 11. Mai. Aus Peking wird berichtet: Li- Hung-Tschang habe eine kaiserliche Botschaft empfangen, worin ihm mitgetheilt wird, daß die Entschädigung, welche den Groß­mächten gezahlt werden soll, durch die Zoll-Einnahmen ge­deckt werden muß. Li-Hung-Tschang antwortete, daß die Zoll­einnahmen hierfür vollständig ungenügend seien.

Shanghai, 10. Mai. Reuter-Meldung. Beau, der Nachfolger des französischen Gesandten Pichon, ist hier, auf dem Wege nach Peking, eingeireffen. DieNorth China 'Daily News" meldet, Privattelegramme aus zuverlässiger Quelle aus Singanfu besagen, die reaktionäre Partei, an deren Spitze der Eunuch Siheinping stehe und von Luchualin und Hunghu unterstützt werde, fordere offen die hohen Hof- beamten heraus. Es beständen Befürchtungen betr. einer Palastrevolution. Der Kaiser solle beseitigt und wohl nicht einfach abgesetzt werden zu Gunsten der gesetzmäßigen Thron­erben.

Der Krieg tu Südafrika.

London, 10. Mai. Reuter meldet aus Johannesburg: Trotz der fortgesetzten Kleinkriegtaktik der Buren in verschie- benen Theilen des Landes beginnt die Stadt ihr normales Aussehen wieder anzunehmen. Die meisten Läden sind wieder geöffnet. In den Robinson-Treasury-Minen begann der Be­trieb heute wieder offiziell. Vier weitere Minen sind für die Betriebsaufnahme wieder nahezu bereit.

London, 11. Mai.Daily Mail" meldet aus Johannes­burg: Es verlautet, daß Dewet und Delarey beabsichtigen, ihre beiden Kommandos zu verschmelzen. Es wird weiter mit­getheilt, daß Dewet kürzlich Wuthanfälle gehabt hat, denen eine Periode dumpfen Schweigens folgte, während deren sich ihm Niemand nähern durfte.

London, 11. Mai. Die tägliche Verlustliste der Eng­länder in Südafrika beläuft sich für gestern auf 2 Todte, 15 Verwundete, 13 an Krankheiten Verstorbene und 26 schwer Erkrankte. 8 Soldaten, welche vermißt wurden, sind wieder ins Lager zurückgekehrt. 38 Offiziere und 719 Mann sind nach der Heimath zurückbefördert worden.

London, 11. Mai. Ein Telegramm des Generals Plumer berichtet, daß die australische Abtheilung unter dem Befehl des Majors Vialls 20 Mann des Kommandos Pre­torius gefangen genommen habe. Die Australier setzten die Verfolgung eines anderen Kommandos fort.

London, 11. Mai. Aus Clarksdorp wird berichtet: Es ist wahrscheinlich, daß Delarey sich demnächst nach Volmarans- stadt begeben wird, wohin die Buren ihre Hauptmacht ver­legen. Das Kommando Delarey, welches vor einigen Tagen das einzige größere, gleichmäßig ausgerüstete Kommando war, scheint wieder in kleinere Abtheilungen getheilt zu sein. Delarey erklärte unlängst, daß seiner Ansicht nach der Krieg noch acht ' Monate dauern könne.

London, 11. Mai. DieTimes" melden aus Pinaars- river vom 6. ds.: Das Ergebniß der vereinigten Operationen im Buschveld ist, daß sich 1300 bewaffnete Kriegführende er­gaben oder gefangen genommen wurden. Den Buren wurde Pietersburg als Operationsbasis entrissen. Nach den Ergeb­nissen der Vorgänge im letzten Monat zeigt sich, daß die Buren den Feldzug im Buschveld weniger als die Engländer ertragen. Die Panzerzüge sind jetzt zur Vollkommenheit ge­bracht und bilden einen höchst interessanten militärischen Studiengegenstand, da sie für die gegenwärtige Art der Kriegs­führung unschätzbar sind.

Die Dentschenhetze in Amerika.

Berlin, 10. Mai. Nach einer Meldung aus Washing­ton steckt hinter der von einem Theile der Iankeepresse gegen­wärtig betriebenen Deutschenhetze ein Konsortium amerikanischer Großkaufleute, deren Geschäfte mit Südamerika, besonders in Brasilien, empfindliche Einbuße erlitten hat. Ein willkommener Vorwand, auf dieses teutonische Schreckgespenst neuerlich hinzu­weisen, bot ein Bericht Murphys, des Vizekonsuls der Ver­einigten Staaten in Frankfurt am Main. Murphy gruppirte die von der deutschen Zentralgesellschaft für Handelsgeographie mitgetheilten statistischen Ausweise, darunter die Angabe, daß in Brasilien eine Viertelmillion Deutsche wohnen, so wirksam, daß die Organe jenes Konsortiums darin sofort den Vorwand

Hanauer Anzeiger

zu packenden Titeln fanden, wie:Brasilien, preußische Kolonie",Der preußische Korporalstock in den südamerikani­schen Republiken" u. s. w. Verhetzungen und Entstellungen wie diese kamen zwischen dem deutschen Gesandten v. Holleben und dem Staatssekretär des Aeußeren zur Sprache.

* *

*

Berlin, 11. Mai. Die Enthüllung des Bismarck­denkmals findet am 3. Juni um 11 Uhr statt. Am Granitpostament der Hauptfigur wird jetzt auf der Rückseite noch die Inschrift in Bronzebuchstaben eingefügt:DemZersten Reichskanzler. Das deutsche Volk." Vorn steht nur das Wort Bismarck". Die Kosten betragen mit der Herrichtung des Platzes rund 1,200,000 Mk. Aus Westfalen wird der Kreuzztg." gemeldet:Der neue Handelsminister Theodor Möller ist dem Kaiser schon aus seiner Kindheit bekannt. Geheimrath Hinzpeter, der Erzieher des Kaisers, wohnt in Bielefeld und ist dem Möllerschen Hause sehr befreundet. So haben denn auch der Kronprinz Friedrich und sein Sohn Wilhelm auf dem Besitzthum Möllers, demKupferhammer" bei Bielefeld, geweilt und dort zur Erinnerung Eichen im Park gepflanzt. Schon Kaiser Friedrich hat den energischen und für alle öffentlichen Angelegenheiten stets lebhaft interes- sirten Theodor Möller sehr hoch geschätzt.

Berlin, 11. Mai. DieBerl. Pol. Nachrichten" führen die lange Vertagung des Reichstags aus die Nothwendigkeit einer gründlichen Prüfung des Zolltarifentwurfs durch den Bundesrath zurück. Der Zolltarif soll dem Reichstage un­mittelbar nach dem Wiederzusammentritt vorgelegt werden.

Berlin, 11. Mai. DerLokal-Anzeiger" meldet aus Madrid: Es verlautet, die Madrider Regierung wäre geneigt, folgenden Vorschlag der politisch und sozial einflußreichsten Bürgergruppen Barcelonas, größtentheils Industrieller durch eine parlamentarische Kommission prüfen zu lassen; die Steuer­leistung Cataloniens wird derart pauschalirt, daß die Madrider Regierung sich jeder Einflußnahme auf die Art der Vertheilung der Steuerlast in diesem Gebiete Spaniens begibt. Die cata- lonischen Steuerträger sind solidarisch haftbar für die Abführung der zunächst für drei Jahre zu fixirenden Steuerquote, deren Höhe nach den Eingängen der letzten Jahre, jedoch mit Rück­sichtnahme auf den gegenwärtigen Nothstand zu ermitteln ist. Diese Forderung ist die allermildeste unter allen Ansprüchen der separatistischen Gruppen. Mehrere liberale Madrider Journale ermuthigen die Regierung, die gemäßigten Separa­tisten Cataloniens nicht durch allzu schroffes Verhalten ins Lager der Extremen zu treiben. Auf den Balearen macht das Gros der Bevölkerunng gemeinsame Sache mit den gemäßigten Separatisten. Nach einem Telegramm derVossischen Ztg." aus Madrid soll der Kriegsminister Weyler im letzten Mi­nisterrath geäußert haben, es sei das Beste, Catalonien die Selbstverwaltung zu gewähren. Andere Minister sprachen gegen diese Anregung. Sagasta meinte, vorerst müsse die ma­terielle . Ordnung wiederhergestellt werden. Später werden Reformen ausgearbeitet werden.

Berlin, 11. Mai. DerLokal-Anz." meldet aus Bu­dapest : Aus Anlaß des Gastspiels des Berliner Theaters in Bndapest ist zwischen zwei hervorragenden dortigen Kritikern, dem Professor Josef Keßler und dem Mitgliede der drama­turgischen Kommission des Nationaltheaters Zoltan Ambrus ein Konflikt ausgebrochen. Keßler, so wird gemeldet, belobte das Spiel der Berliner Schauspieler. Ambrus erwiderte, Keßler belobe das Spiel besonders in Björnsons Stücken, weil Björnson für Dreyfus eingetreten sei und nur darum werden jetzt die Berliner Schauspieler so warm empfangen, weil Björn­son Philosemit sei. Keßler entgegnete in geharnischter Weise und sagte in einer Zeitungs-Polemik, Ambrus sei kein an­ständiger Mann. Ambrus provocirte Keßler. Morgen dürfte das Duell stattfinden.

Berlin, 11. Mai. Wie aus Wien depeschirt wird, er­klärt ein Telegramm derNeuen Freien Presse" aus Rom nach eingeholter Information im Vatikan, die Nachricht, daß der Papst an den Erzherzog Franz Ferdinand ein Schreiben gerichtet habe, sei unrichtig. Weder vom Papst, noch vom Staatssekretär, noch sonst von einem vatikanischen Würden­träger wurde ein solcher Brief geschrieben. Die Curie ist aber von der That des Erzherzogs sowie von dessen letzten Aeußerungen über die Los-von-Rom-Bewegung sehr befriedigt, umsomehr, als sie bestimmt zu wissen glaubt, daß die höchsten Staatsfaktoren mit dem Erzherzog eines Sinnes sind. Der Nuntius erhielt den Auftrag, dem Erzherzog bei einer sich darbietenden Gelegenheit für dessen unzweideutige That in ver­traulicher Form der dankbaren Gefühle des Papstes zu ver­sichern. DieVossische Zeitung" meldet aus Wien: Die klerikalen Vereine Wiens veranstalten heute ein Fest, das zu Gunsten des katholischen Schul-Vereins im Park des vom Thronfolger bewohnten Schlosses Belvedere stattfindet. In den Einladungen zu dem Fest heißt es: die katholische Bevölkerung muß zeigen, daß sie zum Erzherzog Franz Ferdinand steht. Dr. Lueger wird das Fest besuchen. Man erwarteet auch den Thronfolger.

Bremerhaven, 11. Mai. Der Steward des Lloyd- dampfersKaiser Wilhelm der Große", der seinerzeit die ge­stohlenen drei Goldbarren wieder gefunden hatte, ist seit gestern Mittag verschwunden. Sein Verschwinden ist um so räthsel- hafter, als er heute heirathen wollte.

Beuthen, 11. Mai. Durch herabstürzende Kohlen in der Konkordiagrube wurde ein Bergmann getödtet. In der Luisengrube wurde ebenfalls ein Bergmann getödtet, zwei schwer verletzt.

Höxter, 11. Mai. Der Kirchthum der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Kilianskirche ist vollständig nieder- gebrannt.

Straßburg, 11. Mai. Die für gestern angesetzte Parade ist wegen der ungünstigen Witterung abgesagt worden.

Frankfurt a. M., 11. Mai. Heute Morgen 7 Uhr trafen die Minister Freiherr von Hammerstein und von Pod- bielâki von Berlin kommend hier ein und fuhren sofort nach Straßburg weiter, wo dieselben vom Kaiser im Laufe des Vor­mittags zum Vortrag empfangen werden.

___________Seite

Frankfurt, 11. Mai, 12 Uhr 45 Min. (Privat* telegramm). Nachträglich haben im Rothschildschen Familien- rathe die Anhänger des Fortbestehens des Frankfurter Roch- schildhauses gesiegt, sodaß dasselbe weiter hier verbleiben wird. Der neue Senior kommt aus der Wiener Familie unter Heran­ziehung eines hervorragenden Mitarbeiters aus Wien.

Hildesheim, 11. Mai. Durch eine Explosion schlagender Wetter im KohlenbergwerkLenie" bei Alsfeld wurden 6 Bergleute getödtet, verschiedene verwundet.

Wien, 11. Mai. In der gestern zwischen dem Minister­präsidenten Körber und den Führern der Deutschen, Tschechen und Polen sowie des konservativen Großgrundbesitzes statt­gefundenen Konferenz wurden fast alle Hindernisse, welche sich bisher einer Verständigung in der Wasserstraßensrage entgegen­gestellt, beseitigt. Damit dürfte in der am Montag statt­findenden allgemeinen Obmänner-Konferenz das Kompromiß zwischen der Regierung und den Parteien zu Stande kommen. In Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß dieses wirth- schaftliche Kompromiß gleichzeitig der Vorläufer einer Aus­einandersetzung und Verständigung auf nationalem Gebiete sein wird.

Rom, 11. Mai. Der Papst empfing gestern Ihre Kgl. Hoheit die Prinzessin Friedrich Carl von Preußen.

Barcelona, 11. Mai. Die Ruhe ist wiederhergestellt. Die Straßenbahnen verkehren wieder. Einige Ansammlungen wurden zerstreut. Das Militär kehrt in die Kasernen zurück.

Lille, 11. Mai. Die kollektivistischen Gemeinde-Behörden haben sämmtliche Kruzifixe aus den Sälen des Gemeinde- Spitals entfernen lassen, während die Krankenschwestern am Gottesdienst theilnahmen.

Paris, 11. Mai.Siècle" veröffentlicht die Aussagen Esterhazy's, die er vor dem Generalkonsul in London zu Protokoll gab. Das sehr umfangreiche Schriftstück enthält meist schon bekannte Einzelheiten über den Dreyfushandel. Hervorzuheben ist die Behauptung Esterhazy's, daß der Fälscher Henry Aufzeichnungen gemacht habe, um zu beweisen, daß er Mitschuldige gehabt habe. Was mit den diesbezüglichen Auf­zeichnungen, die dem damaligen Kriegsminister und General Boisdeffre übergeben worden seien, geschehen ist, hat man jedoch nicht mehr feststellen können.

Paris, 11. Mai. Der Abg. Drumont beschloß seine Interpellation über den angeblichen Mordanschlag auf den Bürgermeister Rägis bis nach Beendigung der gerichtlichen Untersuchung zu verschieben, weil Regis bis dahin den Beweis erbringen soll, daß er das Opfer eines vom Präfekten Lutaud angezettelten Komplottes gewesen sei.

Blidau, 11. Mai. Die Gendarmerie verhaftete weitere 23 Araber, die an der Plünderung von Margueritte betheiligt waren. Im Ganzen sind jetzt 144 Personen verhaftet worden.

London, 11. Mai.Daily Mail" meldet aus Peters­burg: Eine große Feuersbrunst ist in Wladiwostock ausge­brochen. Dieselbe wird den Chinesen zur Last gelegt,

Birmingham, 10. Mai. Der Kolonialminister hielt eine Rede, worin er ausführte, England kämpfe nicht um Kleinigkeiten, sondern um den Bestand des britischen Be­sitzes in Südafrika. Wäre England vor dem Kampfe zurück­geschreckt, so wäre das Vertrauen der Kolonien verloren, so wäre es zum Spott und Verachtung der gebildeten Welt ge­worden. Die englische Nation sei aus dem Kampfe in einer Weise hervorgegangen, welche darthue, daß sie ihrer Vorfahren nicht unwürdig sei. Bezüglich des Kohlenaussuhrzolles sagte der Minister, derselbe müsse den auswärtigen Käufern oder den Grubenbesitzern zur Last gelegt werden, die volkswirth- schaftlichen Autoritäten behaupten, er werde vom Ausland ge­tragen.

Sofia, 11. Mai. Der Beisetzung des verstorbenen früheren Ministerpräsidenten Grekow wohnten Fürst Ferdinand, die Mitglieder des diplomatischen Korps und fast die gesammte Bevölkerung bei.

Washington, 11. Mai. Das Schatzamt belegte den argentinischen Zucker mit einem Zuschlagszoll von 10 Cents pro Kilogramm, da er Prämienzucker sei.

Washington, 11. Mai. Ackerbaubericht. Winterweizen 94,1 (g. d. Vorjahr 88,9), Winterroggen 94,6 (g. d. Vorj. 88,5). Schätzung des Winterweizens 438,139,000 gegen 330,883,000, Winterroggen 20,113,000 gegen 23,995,927 B. Das Weizenareal ist 6,7 °/o kleiner als im letzten Herbst, das mit Weizen bestellte Gebiet aber 7,7 °/o größer als das im Vorjahre abgeerntete Gebiet.

Schtffsbericht.

Bremen, 8. Mai. Der Dampfer des Norddeutschen LloydWittenberg" ist gestern in Hongkong und der Dampfer Trave" vorgestern in New-Aork eingetroffen.

Telegraphischer Kursbericht.

Frankfurt, 11. Mai, 12^4 Uhr.

Credit 218.40.

Staatsbahn 147.60. Lombarden 23.75. Disconto-Comm. 189.. Deutsche Bank.. Handelsg. 152 50. Dresdner 148.75. Italiener 96.20.

3 °/o Mexicaner 26.90. 3°/o Portugiesen 25.80.

Tendenz: Ruhig.

4°/o Spanier 72.75.

Gotthard 162..

Schweiz. Nordost 113..

Central 160.75.

Union 97..

Jura 100.90.

Harpener 180.25.

Gelsenkirchener..

Laurahütte 213.25.

Bochumer 196.25.

HicUeüe stil?. Eiaricitugen,

liefert sehr preiswürdig die Hefmöbelfabrik u. Kunstschreinerei von

LUDWIG ALTER in Darmstadt 1

Etablissement allerersten Ranges. 2710

Qrossh. Hess. u. Kaiser!. Rassisch. Hoflieferant.

Permanente Ausstellung von 120 Zimmereinrichtungen.

Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Hauptkollektion.