Erstes Statt.
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Gedruckt und verlegt in der Buchdrucker« des verein, ev Waisenhauses in Hanau.
General-Anzeiger.
Nichts Organ für Stadt- and Landkreis Kanan.
€’xf±euit täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Ciurâkknttgsgrbühr :
FSr Stadt» und Landkreis Hanau 10 Pfg die fünf» gespaüet!« Petitzeile ober deren Raum, für Auswärts 15 Pfg^ im Reklumemdcil die Zeiie 25 Psg, für Auswärls 35 ßfq.
Verankwortl. Redakteur: IM Schrecke t m fsunau.
«r. 101.
BezirkS-Fernsprechauschluß Nr. 98.
Mittwoch den 1. Mai
Bezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98.
1901
Amtliches.
Stadtkreis Danau.
Der frühere Dienstmavn Joh.nncs Stiibing, w°hn- hast zur Zeit in Groß-Auheim, hat um Rückgabe der von ihm hinterlegten Kaution gebeten. 9
Interessenten werden aufgefordert, etwaige Ansprüche binnen 14 Tagen im Polizeisekretariate — Zimmer Nr. 12 »es Königlichen Landrathsamtes — anzumelden, widrigenfalls die Kaution zur Auszahlung gelangt.
Hanau den 30. April 1901.
Königliche Polizei-Direktion.
P 3649 v. Schenck.
Wi. Die Mederschläge sind spärlich. Vereinzelt treten Ge- .T^peratur hält sich unter dem Mittel. - Niederschläge nehmen zu. Vereinzelt reten Gewitter und Schneefälle ein. Die Temperatur hält sich tief unter dem Mittel. - 18. bis 25. Mai: Die Regen, welche Anfangs lpärlich sind, nehmen gegen die letzten Tage bedeutend zu. Die Temperatur steigt über das Mittel. Es treten ziemlich ausgebreitete Gewitter ein. Der 18. ist ein hitifäer Stamm I. Ordnung, verstärkt durch eine Sonnen, finstermß. - 26. Èiä 31. Mai: Die Niederschläge, welche zuvor spärlich sind, werden in den letzten Tagen recht bedeu- tend. Gewitter treten seltener ein. Die Temperatur hält sich nahe dem Mittel. '
Candkreis Danau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrath samles.
In Groß-Karben und Büdesheim, Kreis Fried- berg i. H., ist die Maul- und Klauenseuche erloschen.
Hanau den 29. April 1901.
* / Naßkaltes Frühjahr. Der Gothaer Metheoroloqe Habenicht schreibt, daß im Nordosten des Kontinents das Frost- gemet den Erdtheil bis heute noch nicht verlassen habe, sodaß gelegentliche Borstöße der Frostgrenze nach Mitteleuropa auch fernerhin wahrscheinlich seien und das Frühjahr sich vorwiegend naßkalt gestalten dürfte. b
(•) Tck Küjfcc ilt schliß. Ein Telegramm unseres Fuldaer Berichterstatters meldet: Freudige Familienfeste veranlassen Sr. Majestät die Wartburg zu verlassen, um Samstag Morgen in unserem benachbarten Schlitz einzutreffen. Wie wir erfahren, findet die verschobene silberne Hochzeitsfeier des gräfl. Goertzschen Paares und zugleich die Verlobung des jungen Erbgrafen mit Prinzessin Thurn und Taxis statt. Die Großmutter des hohen Bräutigams feiert an demselben Tage Geburtstagsfest. Die Feierlichkeiten finden in der Ottoburg statt.
* Hermann Lucas f. Der gestern hochbetagt dahier verschiedene Privatier Herr Hermann Lucas hat sich auch durch gemeinnütziges Wirken in unserer Stadt hochverdient gemacht. Er war lange Zeit Mitglied unserer städtischen Körperschaften und entwickelte in Ausübung seines Mandats eine ersprießliche Thätigkeit. Ehre seinem Andenken!
V 4541
Der Königliche Landrath, v. Schenck.
Stadtkreis Danau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Die Militärpflichtigen hiesiger Stadt werden hierdurch aufgefordert, ihre Loofungsfcheine binnen 14 Tagen auf dem hiesigen Meldeamte in den Bureaustttnden, vormittags von 10—12^2 und nachmittags von 3-5 Uhr, abzuholen.
Hanau den 27. April 1901.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschns.
Bekanntmachung
, . * Mittelrheinischer Aerztetag. Die Versammlung miMrheiNi,cher Aerzte findet am Pfingstdienstag, den 28. d. M., in Bingen statt. Bis jetzt sind an Vorträgen ange- meibet : 1. Herr Prof. Dr. Rumpf-Bonn: „Ueber funktionelle Herzstörungen". 2. Herr Dr. R Schütz-Wiesbaden: „Ueber dyspeptische Diarrhoeen und ihre Behandlung". 3. Herr Sanitätsrath Dr. Cramer-Wiesbaden: Thema vorbe- hân. 4. Herr Med.-Rath Dr. Reisinger-Mainz: „Be- âr tue im städt. Krankenhause zu Mainz behandelten H-alle von Blinddarmentzündung. 5. Herr Prof. Dr. H.
I r eund - Straßburg: „Die operative Behandlung verschiedener Peritonitisformen". 6. Herr Dr. P. W e hm er-Wiesbaden : Thema vorbehalten. 7. Herr Prof. Dr. Jordan- Heidelberg: „Ueber Sarcome des Magens". 8. Herr Dr. E. Meißen-Hohenhonnef: „Ehe und Tuberkulose". 9. Herr Dr. Sonnenberger-Worms: „Aus dem Gebiete der schweren Verdauungs - Krankheiten". 10. Herr Kreisarzt Dr. E.
I Schaffer-Bingen: „Raynaud'sche Krankheit und Trauma". »Fleischer-Bezirkstag. In Bin gen fand am 28.
April im Hotel „Pariser Hof" der Bezirkstag des Fleischer- Bezirksvereins beider Hessen und Nassau im deutschen Fleischer- verbände statt. Derselbe war von ca. 5—600 Theilnehmern be)ud^t. Um 11 Uhr vormittags eröffnete der Vorsitzende Karl Marx-Frankfurt die Versammlung. Zu Punkt 4 derselben: „Abschaffung der Verbrauchsabgaben (Fleischsteuer) wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: „Der Bezirkstag des Bezirksvereins beider Hessen und Nassau erachtet die Fleisch- steuer als zu. Ungunsten bestehend und bittet den Verband darum, bet den Regierungen vorstellig zu werden, daß diese Steuer adgeschafft wird." Zu Punkt 5: „Besprechung des Antrages der Landwirthe, betr. eine staatliche Schlachtversiche- rnng", wurde beschlossen, den Antrag der Landwirthe zur Berathung auf den nächsten Verbandsiag zu stellen. Der Beschluß zu Punkt 6: „Der Handel nach Lebendgewicht" lautet: „der Bezirksverein beider Hessen und Nassau erachtet die Hvrderung der Agrarier, den Handel bei Schlachtvieh obliga- torisch nach Lebendgewicht einzuführen, als eine einseitige und unge-eiv fertigte und spricht sich gegen jegliche Beschränkung des freien Handels auf den Schlachtviehhöfen aus/'
" Verein zur Bekämpfung der Schwindsuchts- Helsen-Nassau und dem Fürstenthum
Bvatdea. 4. er unter dem Ehrenvorsitz Seiner Excellenz des Herrn Oberpräsidenten stehende, am 3. November v. Js. m Frankfurt a. M. konstituirte „Verein zur Bekämpfung ' r chwi n dsuchtsgefahr in der Provinz Hessen-
N a;; K u und dem Fürst ent hum Waldeck" hat nunmehr auch in unserer Stadt die Agitation begonnen, indem er zunächst eine Reihe maßgebender Persönlichkeiten in besonderen Einladungsschreiben zum Beitritt auffordert. Es ist bei genügender ^Betheiligung die Bildung eines besonderen Zweigvereins für den Kreis Hanau beabsichtigt. Der Verein bezweckt nicht die Errichtung von Lungenheilstätten, sondern er will die in der Provinz bestehenden Heilstätten und Heilstätten- Vereine durch seine Thätigkeit unterstützen, insbesondere durch Bildung eines Freibettenfonds die Heilung derjenigen Leidenden ermöglichen, welchen nicht von Kassen und Anstalten die Kurkosten gewährt werden, aber auch die übrigen vielen wichtigen Aufgaben in Angriff nehmen, welche nicht von den Heilstätten erledigt werden können, aber deren gedeihliche Wirksamkeit bedingen. Hierzu gehört besonders die Verbreitung der Erkenntniß von der Gemeingeführlichkeit dieser schleichenden Volksseuche, aber auch von der Heilbarkeit in den Anfangsstadien; die Einrichtung eines geregelten Aufnahmedienstes im Bezirke der einzelnen Heilstätten, um zu verhindern, daß denselben — wie dies leider seither der Fall war — über 30 Schwerkranke zugeführt werden, denen sie nach ihren Bestimmungen nicht helfen können und die sie deshalb mit L »^“‘i^ ’ schwerem Herzen wieder nach Hause schicken müssen; die Unter- w«^ wwuMr umfafitkaufierptmfcttttto^ io Seiten.
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Nachdem der Baufluchtlinienplan für die Waldstratze zwischen Leipzigerstraße und Grüner Weg entsprechend den Beschlüssen der städtischen Körperschaften vom auf
_ 8. 3. 00 '
) Grund des Gesetzes vom 2. Juli 1875 förmlich festgestellt ist, liegt derselbe von jetzt an auf dem Stadtbauamt, Abth. II Langstraße 41, zu Jedermanns Einsicht offen. '
' Hanau den 25. April 1901.
Bauernregeln für Mai. Maimonat kühl, Brach- monat naß füllen beide Boden und Faß. Wenn Anfang Mai noch Reise streut, so bedeutet's Fruchtbarkeit, regnet es zu Anfang Main, soll der Wein gefährdet sein. Kühler Mai bringt allerlei, gut Geschrei, viel Gras und Heu. Abendthau und Kühle im Mai bringen Wein und vieles Heu. Mai mäßigend auch kühl, steckt dem Juni ein warmes 'äiel; doch übermäßig warmer Mai will, daß der Juni voll Nässe sei Hat Urbanus (25.) Sonnenschein, hofft man viel auf guten Wein. Pankraz (12.) und Urban (25.) ohne Regen ner^ prechen reichen Erntesegen. Gewitter in der Frühjahrszeit sind stets mit Abkühlung bereit. Donnert's in das grüne Laub hinein, wird das Brod bald billiger sein. Viel Gewitter im Mai, schreit der Bauer: Juchhei. Pankratius und Serva- uus (13.), der Gärtner sie beachten muß, leicht treten da noch H-roste ein, die allen Pflanzen schädlich sein. Warmer Mai- regen — großer Segen. Abendthau im Mai — bringt viel Heu herbei, - Maienfröste - böse Gäste! Wenn St. Urban lacht, — weinen die Trauben. Maikäferjahr — gutes Jahr Gewitter im Mai - bringt Früchte herbei. Kein Reif nach Servaz, — kein Schnee nach Bonifaz. Bienenschwarm im Main bringt gutes Futter ein. Psingstregen — Weinsegen !
'S
Der Magistrat.
I. A.: S ch m i dt.
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Gefundene und verlorene Gegenstände etc.
Gefunden: 1 große und 1 kleine Milchkanne, 1 kleines fast neues Taschenmesser mit braver Schale, 1 Brille, 1 Korallenkettchen, 1 Hammer mit den Buchstaben K R. Bei Friseur Büttner, Vorstadt 15, 1 Herrenregenschirm stehen ge- blieben; Empfangnahme daselbst.
Verloren: 1 goldener Ring mit 4 Opalen.
Zugelaufen: 1 schwarzer Hund mit weißen Flecken m. Geschl.
Vom Wasenmeister am 30. v. Mts. einqefanqen- 1 Kriegshund m. Geschl,
Hus Stadt und Eand.
Hanau, 1. Mai.
* Oberbürgermeisteramt. Wie uns aus Berlin halbamtlich berichtet wird, ist der seitherige Ober-Bürgermeister der Stadt Hanau, Herr Dr. jur. Eugen Gebeschus, in gleicher Eigenschaft für eine weitere Amtsdauer von 12 Jahren bestätigt worden.
, * Nud. Falb's Wetterprognosen für Mai. ^Allgemeine Charakteristik des Monats.) In Bezug auf die Regenmenge ist eine Scheidung dieses Monats in einzelne Abtheilungen nicht durchführbar. Die meist spärlichen Regen werden einige Male in gleichen Zwischenräumen recht ergiebig. Doch in der Form der Niederschläge tritt ein Unterschied scharf hervor. Das zweite Drittel ist reich an Gewittern, obgleich sehr tiefe Temperaturen vorausgehen. Die zweite Hälfte des Monats dürfte durchgehends höhere Temperaturen aufweisen, als die erste. Im Ganzen ist der Monat als feucht zu bezeichnen. — Tages-Prognose: 1. bis 6 Mai: In den ersten Tagen sind die Regen bedeutend, sowohl in Deutschland als auch in Oesterreich. Sie stammen meist von Gewittern. Die Temperatur, welche in den ersten Tagen sehr hoch ist, sinkt darauf bedeutend, die Gewitter und Regen verschwinden. Der 3. Mai ist ein kritischer Termin HL Ordnung, verstärkt durch eine Mondfinsterniß. — 7. bis 11.
* Sicherheitshafen. Wie wir bereits f. .3. mit- theilten, verlangt die Regierung von der Stadt Hanau dei Fortführung der Mainkanalisation die Errichtung eines Sicherheits- Hafens. Mit der Ausarbeitung eines diesbezüglichen Planes und Kostenvoranschlages wurde dann, nachdem die städtischen Körperschaften den für die Vorarbeiten erforderlichen Betr ag bewilligt hatten, Herr Regierungsbaumeister Landsberger beauftragt. Derselbe hat seinen Auftrag nunmehr ausgeführt die Pläne des projektirten Sicherheitshafens sind für die Mit-' glieder der Körperschaften im Stadthaussaale aufgelegt. Nach unseren Informationen werden sich die K 0 st e n d e s H a f e n s nebstAnschlußgeleisen an den Ostbahnhof und Uferbauten auf rund IV2 Mill. Mk. stellen,die weiteren Aufwendungen für Zufuhrstraßen werden etwa 3 00 000 M. betragen. Die G r u nd e r w e rb s k 0 st en für etwa 100 000 qm Gelände sind hierbei noch n i ch t berücksichtigt. Somit dürften sich die Gesammtkosten des Hafenbaues auf rund 21/2 Mill. Mk. stellen.
Anleihe. Die von den städtischen Körperschaften qe- nehmigte Anleihe von 600,000 Mark wurde bei der Freiherr v. Stumm'schen Vermögensverwaltung ausgenommen
"Sehr erfreulich ! Sicherem Vernehmen hat der Herr Minister den von der Stadt Hanau nachgesuchten jährlichen Zuschuß von 2090 Mark für die kaufmännische ForE bild un gs sch ule, wie auch die Erhöhung des für die qe- werbliche Fortbildungsschule gewährten bisherigen Zuschusses von 6150 Mark auf 12000 Mark bewilligt
Kanfmännifche Fortbildungs-Schule. Der Magistrat hat beschloßen, den jetzigen Direktor der Handelsschule zu Eibenstock i. S., Herrn Pfeifer, zum Direktor der hiesigen kaufmännischen Fortbildungsschule zu wählen.
* Städtische Badeanstalt. Der Bedürfnißzuschuß für die städtische Badeanstalt beträgt für das abgelaufene Etats- I«hr 3280 Mark. Der Betrag wurde auf die Stadtkasse übernommen. "
* Nothstandsarbetten. Nach der jetzt erfolgten Nech- | nungslegung wurden im verflossenen Winter von Seiten der Stadt für Nothstandsarbeiten 3400 Mark verausgabt der gezahlte Tagelohn betrug 1,80 Mark. Dem Beruse nach wurden mit ?kothstandsarbeiten beschäftigt 39 Tagelöhner, 1 Schreiner 1 Cigarrenmachcr, 1 Zimmermann, 1 Dachdecker, 1 Fuhrknecht'