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Gemciavüßigks.

Nächtliche Hustenanfälle bei kleinen Kindern, wie sie oft krampfartig zugleich mit Erbrechen und Schnupfen auftreten, sind oft für die besorgte Mutter in ihrer Ent­stehung ein Räthsel. Sie können von Darmschmarotzern oder auch von anderen Ursachen stammen; meist aber sind sie die Folge von Schnupfen. Der Husten ist sehr krampfhaft ähn­lich b;m Keuchhusten, und verursacht Uebelkeit und Erbrechen. Diese Anfälle kommen nur nachts vor, wenn das Kind im Bette liegt, niemals, wenn es auf ist, und auch im Bette selten bei Tage. Äuch ist diese Krankheitserscheinung auf ganz kleine Kinder beschränkt, die ihre Nase noch nicht reinigen und den Schleim noch nicht auswerfen können. Die Ursache der Anfälle ist folgende: Der durch den Schnupfen entstehende Nasenschleim fließt nach hinten in den Schlund und veranlaßt dadurch einen Reiz der Schleimhäute im Schlunde und am Kehlkopf, dadurch entsteht der Husten, der deshalb so krampf­haft ist, weil der unten angesammelte Schleim die Athmung erschwert und Erstickungsanfälle verursacht. Der Husten tritt deshalb des Nachts ein, weil dann die Lage des Kopfes den Schleim zum Hinunterfließen in den Schlund veranlaßt. Die Behandlung der Erkrankung besteht darin, daß man drei bis vier Mal täglich Wattepfropfen, die mit Bor-Vaseline ge­tränkt sind, durch die ganze Länge der Nasenhöhle hindurch­führt. Man darf sich nicht dadurch irre führen lassen, daß das Kind dadurch einen Anfall von Niesen erhält, das schadet ihm weiter nichts. Die Vaseline kommt dadurch in den Schlund hinunter, wo sie die Ansammlung von Schleim ver­hindert. Es kann der Vaseline auch ein zusammenziehendes Mittel wie Tannin oder Alaun, auch Antipyrin in kleinen Mengen zugefügt werden.

Die städtische Bibliothek

Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet.

__Hanauer Anzeiger. ____________

Gesammtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.

Albumblätter.

Glaube immer, und Du wirst wohl dabei fahren, daß die meisten Menschen nicht halb so gut sind, wie ihre Freunde sie schildern, und nicht halb so böse, wie ihre Feinde sie aus­schreien. Knigge.

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Ein gutes Lied aus vollem Menschenherzen

Hat eine stille, wunderbare Kraft, Und wenn der Friede in den Tönen flüstert, Kommt auch der Friede in die wunde Brust. Th. Körner.

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„Ich glaube an den deutschen Geist, an die deutsche Kraft, an das deutsche Gemüth." Ernst Wichert.

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Ach, wie unbedeutend erscheint dem Menschen in leiden­schaftlichen Augenblicken Alles, was ihn umgibt, Alles, was ihm angehört. Goethe'

Humoristisches.

Zarte Rücksichtnahme. Fremder: „Warum schießen Sie denn hier mit Luftgewehren ?" — Jagdpächter: „Wissen Sie, unsere beiden Hasen sind etwas nervös, und die können'â Knallen nicht vertragen!"

Ein praktischer Arzt. Hausarzt: „Sie bedürfen also der absoluten Ruhe, wenn Sie von Ihrem Nervenleiden genesen wollen!" — Patient: „Dann muß ich also wohl einen recht abgelegenen kleinen Gebirgsort auserwählen ?" — Hausarzt: „Jawohl. Ganz richtig aufgefaßt. Dorthin senden Sie Ihre Frau Gemahlin!"

____________ Serke 11.

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Das sorgfältig gewählte Feuilleton mit seinen zahl­reichen Original- Aufsätzen erfreut sich allgemeiner An­erkennung. — Dem unterhaltenden Theile steht in jeder Nummer ein weiter Raum zur Verfügung.

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