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durchbrochen werbe« und zwar an einer Stelle in einer Breite von etwa 6 und einer Tiefe von mindestens 4 Metern. Durch dieses Einfallchor ergießt sich noch heute ein brausender Wasserstromm in den Oberwalb und es ist noch nicht abzusehen, wenn die Wasser soweit gefallen sein werden, daß an ein Ausbessern dieser schadhaften Stelle gedacht werden kann. Wenn wir den durch das letzte Hochwasser an den Uferbauten, Waldwegen und Wald angerichteten Schaden auf 500 Mark Wriren ss ist dies keineswegs zu hoch gegriffen.
' II Fechenheim, H« März. In ihrer letzten Sitzung hat die hiesige Gemeindevertretung den auf 160,000 Mk. sich belaufenden Kostenvorschlag des von der Firma Krämer und Herold in Düsseldorf entworfenen Rathhausneubaueâ einstimmig genehmigt und zugleich beschlossen, die Bauleitung Herrn Baurath Wohlfarth aus Hanau zu übertragen. ^Alle Arbeiten, Lieferungen u. s. w. sollen getrennt öffentliche ausgeschrieben werden, wobei sich die Gemeinde- Vertretung ganz unabhängig von Meist- oder Mindestgebot nach freiem Ermessen den Zuschlag vorbehalten wird. Mit dem Neubau soll alsbald begonnen werden, und ist der anfänglich geplante Abriß des bisherigen Dienstgebäudes der Bürgermeisterei und die provisorische Verlegung der Wohn- und Bureauräume endgiltig aufgegeben, da der Neubau, wiewohl unmittelbar an das alte Dienstgebäude angrenzend, doch ungehindert aufgeführt werden kann. Die Firma Krämer und Herold wird für Lieferung der Detailzeichnungen u. s. w. eine Vergütung von 2,3°/» der Bausumme als Vergütung und Herr Baurath Wohlfarth eine solche von 2,2°/» für Leitung u. s. w. erhalten.
Kns dem Gerèchtssaai.
Sitzung des Schöffengerichts vom 12. März.
Der Gastwirth H. von Niederrodenbach soll einen Hausfriedensbruch begangen haben, dadurch, daß er seiner Mutter, welche ihren Einsitz in seinem Hause hat, für kurze Zeit einige Sachen in die Wohnung stellte, für welche er, weil gerade Kirchweihfest stattfand, in den anderen Räumen keinen Platz hatte. Der Beschuldigte wird freigesprochen. — Der Landwirth I. von Langenselbold lag auf seinem Wagen, der die Dörnigheimer Chaussee passirie, behaglich in Morpheus Armen, aus welcher Ruhe ihn die rauhe Stimme des Gesetzes auf einmal aufschreckte. I. war darüber begreiflicherweise höchst ungehalten und sagte dem Gendarmen einige ausgesuchte Gro )- heilen, die ihn auch noch wegen Beamtenbeleidigung vor die Schranken gebracht haben. Er kommt mit 15 Mk. Geldstrafe davon. — Der Fabrikant S. hier wurde Ende Oktober vorigen Jahres gewahr, daß ein passionirter Cigarrenliebhab.r ihm täglich die Cigarrentasche seines Rockes plünderte. Auch der Freimarkenverbrauch auf dem Bureau war ein sehr hoher geworden, und es wurde daher vermuthet, daß der Clgarren liebhaber und der Freimarkendieb ein und derselbe Langfinger feien. Die Freimarken wurden mit einem Zeichen versehen und als wieder, wie üblich, die Cigarrentasche geplündert war, mußte der im Geschäft thätige Hausbursche O., auf den man Verdacht hatte, seine Taschen ausleeren. Richtig hatte man auch den Langfinger entdeckt. Er trug noch die Cigarren und mehrere gezeichnete Freimarken bei sich. Der Fabrikant berechnet die Abgänge von Freimarken auf mehrere Hundert Mark. O. erhält 14 Tage Gefängniß. — Der Verwalter K. der Hanauer Eiswerke war wegen Übertretung der @ew. Orb. mit einem Strafmandat von 50 Mk. bedacht worden. Er hatte am Sonntag den 6. Januar, nachdem die Kälte eingetreten war, mit seinen Arbeitern Eis machen lassen, trotzdem vorher von der Kgl. Polizeidirektion ein Gesuch um Erlaubniß zur Vornahme der Arbeit abschlägig beschieden worden war. Die Polizeidirektion war von der Voraussetzung ausgegangen, daß ein Bedürfniß nicht vorlag. Seitens der Eiswerke wurde jedoch befürchtet, die Witterung könne umschlagen und es wurde auch weitergearbeitet, trotzdem ein Schutzmann zur Einstellung der Arbeit aufforderte. Seitens des Bestraften ist Widerspruch gegen den Strafbefehl erhoben worden und seine Vertheidigung macht geltend, es habe der im § 105 c der Gew.-Ord. vorgesehene Nothfall Vorgelegen, denn Niemand habe voraussehen können, daß die Kälte so lange anhalte. Es müsse daher Freisprechung erfolgen. Das Gericht erkennt aber auf Verwerfung des Einspruchs, denn darüber zu befinden, ob gearbeitet werden dürfe oder nicht, müsse der Behörde überlasten bleiben und dürfe nicht in das Ermessen des einzelnen Unternehmers gestellt werden. — Der Schreiberlehrling L., der beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Neujahrsnacht ertappt wurde, erhielt ein Strafmandat von 10 Mk. Auf seine Bitte um gelindere Strafe wird diese auf 2 Mk. herabgesetzt, weil die Eltern des L. erst kurze Zeit hier waren und er deshalb die hiesigen Bestimmungen noch nicht kannte. — In der Neujahrsnacht ging der Kaufmann D. in Gesellschaft mit zwei anderen jungen Leuten über den Altstâdter Markt. An der Ecke der Metzgergasse forderte er einen halbwüchsigen Burschen auf, mal kräftig „Prost-Neujahr" zu schreien, er werde ihn mit 10 Pfg. belohnen. Der Bursche war bereit, aber „erst die zeh' Pfennig her", weinte er vorsichtig in gutem Hanauer Dialekt. Der Kaufmann war über seinen geringen Kredit bei dem jungen Burschen erbost und schlug ihm mit dem Schirm über den Rücken. In der Marklstraße war der Kaufmann, der bereits kräftig gezecht hatte, wieder übermäßig laut, weshalb ihn ein Schutzmann aufforderte, seine Lust etwas zu dämpfen. Als ihm das wicht paßte, inzwischen auch der kleine Bursche dem Schutzmann sein Malheur miigetheilt hatte, wurde der Kaufmann aufgefordert, seinen Namen zu nennen. Das verweigerte er und wurde deshalb auf die Wache zitirt. Hierbei leistete er Widerstand und beleidigte auch die Schutzleute auf gröbliche Art, sodaß die feuchtfröhliche Neujahrsnacht mit einem erheblichen Appell an seinen Geldbeutel endet, d:nn er muß wegen Mißhandlung, Widerstand, Beleidigung, grobem Unfug eine Geldstrafe von zusammen 55 Mk. blechen. Dazu kommen die üblichen Kosten. — Vier halbwüchsige Burschen, die Taglöhner R., S. und Phil, und Joh. H., die sich vorzugsweise auf das Plündern der Lasen verlegen, erleichterten am 27. Dezember den Schaukasten eines Waarenhuses um 18 NlckeluhrkeUen und mehrere Manscheltenknöpfe. R. â &ântjte
Hanauer Anzeiger
den Kasten auf und die Andern machten kühne Griffe. R. erhält 4 Wochen, S. 14 Tage und die beiden H. je 3 Wochen Gefängniß.
Drabtbenchte des „Dan. Hnz.“
Die Lage in Ghm».
Berlin, 12. März. Waldersee meldet aus Peking vom 11. März: Bei dem gestern gemeldeten Gefecht westlich des Antsulingpastes ist diesseits nur ein Mann leicht verwundet. Die Chinesen flüchteten unter Zurücklassung von 250 Todten. Vier Schnellfeuerzeschütze, bei deren Fortnahme sich Leutnant Giehrl auszeichnete, wurden durch Kavallerie 30 Kilometer weit verfolgt. Das zweite Bataillon des vierten Regiments verbleibt bei Fouphiug und westlich bis zur Mauer, um die Rückkehr chinesischer Truppen zu hindern.
München, 12. März. Prinzregent Luitpold erhielt heute vom Kommandeur des zweiten Bataillons des vierten ostasiatischen Infanterieregiments Grafen Montgelas eine telegraphische Meldung über ein Berggefecht am Thor der großen Mauer westlich des Antsulingpastes, wobei vier Geschütze genommen wurden. Darauf sandte der Prinzregent folgende Antwortdepesche: Ihnen, lieber Graf, wie meinen braven Bayern sende ich zu dem errungenen glänzenden Erfolg beste Wünsche, gez. Luitpold, Prinzregcnt.
London, 13. März. Der hiesige japanische Gesandte Baron Hayashi erklärte die kriegerische Meldung aus Japan bezüglich Rußlands Aktion in der Mandschurei für übertrieben. Die Sache sei schon ein Jahr alt, und Rußlands Uebernahme der ganzen Mandschurei die natürliche Folge seiner Occupation von Port Arthur. Es sei sehr zweifelhaft, ob Gewalt gegen Rußland angewendet werden würde, anders wäre es allerdings, wenn ein moralischer Ein fluß, wie ihn Amerika auszuüben suchte, etwas bewirken könnte, jedenfalls würde Japan keinen unüberlegten Schritt thun. Es verlautet, England antwortete der amerikanischen Regierung §’4timme(ib zu deren Note, welche gegen besondere Arrangements zwischen China und einer einzelnen Macht protestirt. Frankreich ist noch unentschieden, aber geneigt, Rußland zu unterstützen. Deutschland wünscht, keine Rußland feindliche Stellung einzunehmen.
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Nom KurrnkrieA.
London, 12. März. (Reuter-Meldung.) Eine Depesche Kitcheners aus Pretoria vom heutigen Tage meldet: Dewet befindet sich nördlich von Brandfort. Fortwährende Regengüsse hemmten die Bewegungen der englischen Truppen. Gorringe, Delisle, Grenfell und Henniker verfolgen in der Kapkolonie zwei Abtheilungen der Buren.
London, 13. März. . Die heutigen Msrgenblätter besprechen immer noch die Friedensverhandlungen. „Daily Mail" sagt, Botha warte nur eine Unterredung mit Dewet ab, bevor er Kitchener eine endgiltige Antwort zukommen lasse. Er hoffe, daß diese Zusammenkunft am nächsten Freilag sta rfinden werde. — Demgegenüber besagt ein Telegramm aus Amsterdam an dasselbe Blatt, daß in dortigen Burenkreisen offen erklärt wird, die Unterhandlungen mit Bo ha winden resultstlos bleiben. Botha bedürfe nur, wie seiner Zeit Cronje, der Ruhe und daraus resultire die augenblickliche Einstellung der Feindseligkeiten. — Wie aus Mombaca gemeldet wird, setzte die englische Expeditions-Kolonne gegen die Somala ifren Marsch fort, nachdem sie noch mehrere Gefechte mit den Eingeborenen gehabt hatte.
London, 13. März. Die englische Verlustliste vom Kriegsschauplatz meldet von gestern: 12 Todte, 18 Verwundete, 5 Vermißte, 3 Gessngme, 30 an Krankheit Verstorbene und 109 Schwerkranke.
Berlin. 13. März. Nach einem Telegramm des „Lokal- Anzeigcrs" aus London wird aus Standerton von verläßlicher Seile gemeldet: General Louis Botha erwartet nur das Eintreffen Dewets, um sich endgiltig über die Kapitulanonsbe- bingungen zu entscheiden. Wenn Dewet ankommt, ist eine Konferenz der Burenführer auf nächsten Freitag anberaumt. Man erwartet den Abschluß eines Waffenstillstandes, der indeß den Fortgang der kriegerischen Operationen im Osten nicht hindert.
Berlin, 13. März. Dem „Berliner Tageblatt" wird aus London depeschirt: Wie die „Westminster-Gazette" erfährt, von einer Persönlichkeit, die anscheinend Beziehungen zum K r i e g s a m t hat, wirb in Regierungskreisen stündlich Bothas offizielle Urbergabe erwartet. Botha soll angenehm von den von Kitchener angebotenen Bedingungen überrascht gewesen sein. Bolha hatte befürchtet, daß die Buren zunächst unter dem Militärgesetz stehen würden. Sie werden aber nur von d r Polizei kontrollirt werden, wofür stch Niemand zu fürchten hat. Die Mehrheit der Generale ist der Uebergabe günstig gesinnt.
London, 13. März. Aus Rouxville wirb gemeldet: Gestern Morgen hat die Kolonne Bruce Hamilton Aliwal- North verlassen und ihr Lager in Petruskraal aufgeschlagen, wo sie bis zum Eintreffen eines Proviantzuges verbleiben wird. Bei Grasfontein sand ein Scharmützel zwischen einer englischen Patrouille und einer Anzahl Buren statt. Das Resultat ist noch nicht bekannt. Die Bmenfrauen des Distrikts erklären, der Krieg werde kein Ende nehmen.
Blömfontein, 12. März. In den letzten Tagen sind hier eine große Anzahl im Süden gefangengenommener Buren sowie viel ebenfalls im Süden erbeutetes Vieh eingetroffen. — Plumers Truppen brachten 28 Gefangene hierher. Heute kamen wieder 150 Gefangene an.
London, 13. März. „Daily-Telegraph" meldet aus Kalkutta: Die indische Regierung beabsichtige, zirka tausend Buren^ zu veranlassen nach verschiedenen indischen Provinzen âderzusiedeln, um sich dort mit Ackerbau zu beschäftigen.
Berlin, 13. März. Wie das „Berliner Tageblatt" hört, st den augenblicklich zwi chen Vertretern hervorragender Recchsämter und dem preußischen Staatsministerium Verhand-
_____ 13. März.
lungen über die Aufstellung eines Doppeltarifs für landwirthschaftliche Produkte statt. In den Kreisen, welche gewöhnlich gut unterrichtet sind, nimmt man an, daß einflußreiche Mitglieder der preußischen Staatsministeriums sich mit allem Nachdruck für die Einführung eines solchen Doppeltarifes in dem neuen Zolltarif ins Zeug legen. Bei den in erster Reihe in Frage kommenden Führern der Reichs-Regierung dagegen soll man noch schwanken und sich noch keine bestimmte Meinung gebildet haben. Es liegt indeß, so theilt man dem genannten Blatte mit, die Möglichkeit vor, daß schon heute die Entscheidung über diese so überaus wichtige Angelegenheit fällt.
Berlin, 13. März. In München-Gladbach wurden, wie dem „Lokal-Anzeiger" gemeldet wird, durch starken Schneefall von 700 Fernsprechleitungen 604 zerstört. Nach auswärts waren fast sämmtliche Telegraphen- und Telephon- leitungen unterbrochen. In Hamburg und Umgebung fiel bei Nord-Ostwind reichlich Regen und Schnee, der große Mengen feinen gelblich grauen Staubes enthielt. Eine ähnliche Erscheinung wurde auch in Schleswig-Holstein beobachtet.
Berlin, 13. März. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus NewAork: Die Kapitulation des Generals Dios wird als Beendigung der Insurrektion angesehen. Doch besteht ein geheimer Bund, der alle Filipinos tobten will, die die Amerikaner begünstigen.
London, 13. März. Ein Telegramm aus Kapstadt berichtet, daß dort 11 neue Pestfälle, zwei davon bei Weißen festgestellt worden sind.
London, 13. März. Nach den Voranschlägen des Marinebudgets sollen 1901 und 1902 folgende neue Schiffe gebaut werden : 3 Panzerschiffe, 6 gepanzerte Kreuzer, 2 Kreuzer 3. Klasse, 5 Torpedoboote, 10 Torpedozerstörer, 2 Korvetten, 5 Unterseeboote nach holländischem Modus. Ferner sollen 48 Schiffe verschiedener transatlanitschen Gesellschaften als geschützte Kreuzer Verwendung finden. Der Nacktrags- kredit für den Bau der neuen Schiffe soll dem Unterhause später vorgelegt werden.
Rom, 13. März. Das italienische Kömgspaar wird im Herbst dieses Jahres die Höfe von Petersburg, Berlin und Konstantinopel besuchen.
Nom, 13. März. Der „Avanti" berichtet von einem Komplott, das die Absicht hatte, den Qurinal in die Luft zu sprengen. Dieses Komplott wurde jedoch rechtzeitig entdeckt. Die Regierung hat alle Depeschen hierüber sistiren lasten.
Genua, 13. März. Däroulöde ist in Begleitung seines ersten Sekundanten Marcel Habert nach Mailand abgereist. Das Duell soll in der Umgebung dieser Stadt ausgelragen werden.
Paris, 13. März. Die Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht betreffend die Annahme eines Nachtrags- Kredites von 75 Millionen Frcs. zur Deckung der Kriegskosten für die chinesische Expedition. Diese Summe soll durch die von China zu fordernde Kriegsentschädigung gedeckt werden.
Marseille, 13. März. Die Arbeitgeber hatten gestern eine Unterredung mit dem Präfekten. Sie weigerten sich absolut, sich mit den Delegirten der Abeiter in Verbindung zu setzen und erklärten, in Unterhandlungen mit ihren Arbeitern erst nach Wiederaufnahme der Arbeit treten zu wollen, den Arbeitern aber irgend welche Zugeständnisse zu machen, sei unmöglich. Die Delegirten des internationalen Hafenarber- Syndikats haben in einer neuen Sitzung beschlossen, den Aus- stand fortzusetzen.
Haag, 12. März. Wie Bureau Reuter erfährt, wird in Folge des heutigen Votums der Kammer bezüglich des Heeresgesetzentwurfs der Kriegsminister seine Entlassung einreichen. Eine Kabinetskrists wird, wie man allgemein glaubt, das Votum nicht zur Folge haben.
Haag, 12. März. Die zweite Kammer nahm in der heutigen Sitzung den Zusatzantrag zum Heeresgesetzentwurf an, wonach die Dienstzeit in der Infanterie auf höchstens Sha, in der Kavallerie auf 18 Monate festgesetzt wird. Der Kriegsminister hatte ein Maximum von 12 Monaten für die Infanterie und 18 Monate für die Kavallerie verlangt. Er hatte die Kammer ersucht, die Fortsetzung der Debatte zu vertagen, bis die Regierung in dieser Frage einen Beschluß gefaßt habe.
Barcelona, 13. März. Gestern Abend fanden in der Stadt Torello lärmende Kundgebungen statt. Die Unruhestifter zerschnitten die Telegraphendrähte, zündeten das Haus eines Industriellen an und schleuderten Steine gegen das Militär. Dies gab Feuer und verwundete mehrere Personen.
Petersburg, 13. März. Mehr als 70 Professoren der Universität Moskau wandten sich in einer Proklamation an die dortigen Studenten, worin sie diese auffordern, sich von Leuten, die in keiner Verbindung mit der Universität stehen, nicht verleiten zu lasten und als Freunde und Kollegen sie zu bitten, ihre Studien wieder aufzunehmen.
Petersburg, 13. März. Das Befinden des Unterrichtsministers Bolzolepow war in den letzten Tagen weniger befriedigend infolge Verunreinigung der Wunde. Nachdem zur Reinigung der Wunde eine Operation vorgenommen und der Eiter entfernt worden war, ist die Temperatur gesunken, das Allgemeinbefinden hat sich gebessert. Die Gefahr ist noch nicht beseitigt.
Sofia, 13. März. Das Befinden des Erbprinzen Doris hat sich derartig gebessert, daß derselbe bereits in der nächsten Woche seine erste Ausfahrt unternehmen wird.
Telegraphischer Kursbericht» Frankfurt, 13. März 12^4 Uhr. 4®/o Spanier 72.50. Gotthard 168.30. Schweiz. Nordost 114 90 „ Central 162.80. „ Union 98.60.
Credit 221.30.
Staatsbahn 147.40.
Lombarden 25.50.
Disconto-Comm. 185.70.
Deutsche Bank 209.—.
Handelsg. 152.50.
Dresdner —.—.
Italiener 96.—.
3 °/o Mexikaner 26.—.
3 °/o Portugiesen 25.60.
Tendenz: Fest.
Jura 100.50.
Harpener 168.50.
Gelsenkirchener 174.—. Laurahütte 203.75.
Bochumer 190.—.