2. März
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kürzlich die Bezeichnung der Hinrichtung Ludwigs XVI. als „Mord" zu stürmischen Auftritten und zum Schlüsse der Sitzung. Die antiklerikalen Tumulte Spaniens aber finden gegenwärtig ihre Fortsetzung in P o r t u g a I.
Endlich sei noch erwähnt, daß die Konsuln in Kanea dem Prinzen Georg von Griechenland die Entscheidung des in Rom zusainmengetretenen Komitees über seine Kreta betreffenden Vorschläge miigetheilt haben. Durch diese Entscheidung werden die Vorschläge des Prinzen, Kreta Griechenland einzuverleiben und die internationalen Truppen durch griechische zu ersetzen, rundweg abgelehnt. w.
politische Rundschau.
Die Volksschullehrer und der Einjâhrig-Frei- willigen-Dienst. Die Annahme, daß nur verhältnißmäßig wenig Volksschullehrer als Einjährig-Freiwillige in das Heer eintreten würden, trifft anscheinend nicht zu. In Bayern genügen gegenwärtig 132 Volksschullehrer ihrer militärischen Dienstpflicht, davon 93 als Einjährig-Freiwillige und als Staatseinjährige. In Niederbayern und Schwaben sind sämmtliche Lehrer als Einjährig-Freiwillige eingetreten, in Unterfranken alle mit Ausnahme von zweien. Bei der Auswahl derjenigen Einjahrig-Freiwilligen, welche den Offiziers-Aspi- ranten-Unterricht besuchen dürfen, wurden im 14. Infanterie- Regiment von 88 anderen Einjährig-Freiwilligen nur 28, von den 10 Lehrern aber 9 zugelassen — in Oesterreich besitzt eine erhebliche Anzahl von Volksschullehrern das Offizierpatent, een den Mitgliedern des deutsch-böhmischen Landeslehrer-Vereins z. B. nicht weniger als 95. Aus dem Königreich Sachsen lautet nach der „Lpz. Lehrerztg." die Statistik indessen weit weniger günstig als aus Bayern. In Sachsen sind zur Zeit nur bei 6 Infanterie-Regimentern Lehrer eingestellt. Von den 82 bei den drei Leipziger Regimentern eingestellten dienen nur 7 als Einjährig-Freiwillige und ein ganz ähnliches Verhältniß herrscht auch in den übrigen Regimentern in Dresden und Chemnitz.
Schulreform. Zur Ausführung des königlichen Erlasses über die preußische Schulreform ist in Bezug auf die Durchführung des Grundsatzes der Gleichwerthigkeit der drei Arten höherer Schulen und die Erweiterung der Berechtigungen der Realanstaltcn ein wichtiger, von den Betheiligten sehnsüchtig erwarteter Schritt gethan worden. Der Kultusminister hat im Einverständniß mit dem Staatsministerium für die Zulassung zu den Studien in der philosophischen Fakultät und die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen die unbedingte Gleichberechtigung aller Anstalten ausgesprochen. Die Schüler der Realanstalten werden also hier künftig in vollem Umfange zugelassen, ohne genöthigt zu sein, Ergänzungs-Prüfungen und Ergänzungskurse durchzumachen. Den Nachweis über den Erwerb altsprachlicher Kenntnisse, soweit das betreffende Fach ihn voraussetzt, werden sie in der Lehramts-Prüfung selbst zu führen haben.
Hus aller Alelt.
Zum Thonberger Knabenmord wird aus Leipzig noch geschrieben: Man nimmt allgemein an, daß die Mörder des jugendlichen Laufburschen Otto es nicht lediglich auf die 8 Mk. 50 Pfg. Wochenlohn abgesehen halten. Nach Geschäftsschluß hatte dieser noch eine größere Summe zur Post schaffen wissen, ein Auftrag, den er öfters zu erledigen hatte. Man nimmt nun an, daß Otto seinen beiden „Freunden" gegenüber geäußert hat, er pflege das Geld nicht am Samstag, sondern erst am Sonntag auf der Post einzuzahlen, so daß diese am Samstag noch einen weit größeren Betrag bei ihm vermutheten; Otto hatte jedoch das Geld noch am Samstag abgeliefert und das Quittungsbuch, wie es ihm vorgeschrieben war, in einem Verkaufsladen niedergelegt, worauf er sich auf den Heimweg machte. Er begegnete den beiden, die ihn unter dem Vorgeben, in den Gärten hinter dem Johannisfriedhof befinde sich eine Stelle mit jungen Karnickeln, die sie ausnehmen wollten, nach dem Thatort lockten. Kroft scheint nicht
schwarz aufweist, unterscheiden sie sich, wenn versteckt, kaum von dem schwarzen Moorboden, dem fahlen Gras und der rothen Haide, in der sie leben. Ihr Gefieder zeigt je nach der Saison und je nach dem Aufenthaltsort seine Nuancirung. Albinismus ist nicht selten.
Schließlich sind die Grouse auch die genügsamsten Thiere, die man sich denken kann. Sie brauchen weiter nichts als Haidekraut; dieses allerdings in größter Ausdehnung, und von jener Ueppigkeit, wie es auf den Hochmooren Nord-Englands und Schottlands wuchert. Die Haide liefert ihnen Nahrung und gewährt ihnen Obdach und Schutz. Auf Bäume setzen sie sich nicht; sie finden da in Folge der eigenthümlichen Bildung ihrer Tritte keinen Halt. Hingegen sind sie am Boden gute Läufer.
Eine so edle und eigenartige Wildgattung dem vaterländischen Wildbestand hinzugefügt zu sehen, ist gewiß der Wunsch eines jeden Waidmannes. Aber auch vom Standpunkt des Naturfreundes kann man die Einführung der Grouse bei uns nur freudig begrüßen. Jede Vermehrung der Fauna um eine neue SpezieS ist ein Gewinn für Sport, Wissenschaft, Naturschönheit eines Landes. Auch der Volkswirthschaftler wird nichts dagegen haben, wenn Oedländereien, auf denen bei hoher exponirter Lage und sterilem Boden jede Ernte an Gras, Getreide und Holz ausgeschlossen oder doch mit unverhältniß- mâßigem Aufwand verbunden ist, mit Thieren bevölkert werden, deren Vorkommen — wie es in Nord-England und Schottland der Fall — den Besitzern des sonst ertraglosen Terrains wenigstens einen hohen Jagpachtertrag einbringt.
„Denn das ist ein weiterer Vorzug der Grouse, daß sie mit den primitivsten Bedingungen vorlieb nehmen; sie machen keinerlei Schaden an Pflanzungen und Ermen und ver.relbe,: und verdrängen keine andere Thiergattung im Konkurrenzkampf. Sie leben und vermehren sich, wenn sie nur Haide haben, Gras, einige Beerensträucher und freie Luft über sich. Die Sterilität des Bodens, der Winterfrost, Sturm und Kälte sechren sie nicht groß an, sonst würden sie nicht die unwirth-
______ Hanauer Anzeiger.__,_____ der Verführte zu sein, denn er hat den ersten Schlag mit dem schweren Hammer geführt und auch den Leibriemen zur Erdrosselung Ottos geliefert. Auch soll nicht Thärigen, sondern Kroft der Dieb des Paares Stiefeln und des Riemens gewesen sein. Vom Tage des Mordes bis zu seiner Verhaftung hat Kroft in der Schule und zu Hause das gleich- gütigste Wesen zur Schau gaetrgen, als der Verdacht sich auf ihn lenkte, frech geleugnet, dann Thärigen der That bezichtigt und erst zuletzt unter der Last der Beweisgründe ein Geständniß abgelegt. Daß er thatsächlich mehr zu erbeuten hoffte, als die drei Mark, die der ältere Thäringen ihm ließ, dürfte auch daraus hervorgehen, daß er den Mord mit verübt haben will, um eine Ausbesserung an seinem Fahrrad bezahlen zu können, die 6 Mk. 50 Pfg. kostete.!
Unfall einer fahrenden Votenpost. Auf der langgestreckten Kurischen Nehrung verkehrt während der Zeit, wo die Schifffahrt ruht, zwischen Cranz und Memel eine fahrende Botenpost. Die Beförderung ist in so strengen Wintern, wie in diesem, außerordentlich schwierig. Sobald das Haff zugefroren und das Eis tragfähig ist, nehmen die Bewohner der Nehrung ihren Weg über das Haffeis. Von der Wasserbauverwaltung wird durch Nadelholzzweige eine Bahn abgesteckt. Aber selbst bei sehr starkem Eise ist diese gefährlich, da sich infolge der verschiedenen Strömungen klaffende Risse im Eise bilden, die durch späteren Schneefall verdeckt werden. Am 11. Februar herrschte, so erzählt die „Deutsche Verkehrs-Ztg.", bei heftigem Nordweststurm außerordentlich starkes Schneetreiben. Die Botenpost war genöthigt, zwischen Sarkau und Rossitten ihren Weg über das Haff zu nehmen, hielt sich aber, um bei einem etwaigen Unfälle leichter Hilfe zu erhalten in der Nähe der Nehrung. Bei dem Dorfe Kunzen, kurz vor Rossitten, gerieth das Fuhrwerk in einen mit dem Ufer gleichlaufenden, vom Schnee verwehten Riß. Bei dem Versuche, das Pferd aus dem Spalte herauszubringen, brach der Botenpostbeförderer selbst ein und vermochte sich nur mit großer Mühe auf das feste Eis zu retten. Es blieb ihm schließlich nur übrig, das Pferd seinem Schicksale zu überlassen und Einwohner aus dem Dorfe Kunzen zur Hilfe herbeizurufen. Als er mit diesen zurückkehrte, war das Pferd bereits ertrunken. Eine Beschädigung der Postladung hat nicht stattgefunden. Auch im vorigen Winter, am 8. Januar 1900, ist die gleiche Botenpost auf dem Haffeis eingebrochen. Dabei ertrank ebenfalls das Pferd; der Führer des Fahrzeugs und eine mitreisende Frau vermochten sich zu retten.
Gebrauchs-Muster.
Nr. 146 652. Rahmenvorrichter resp. Schneidvorrichtung für Schuhrahmen, bestehend aus Gleitfläche und parallelen, zur Ebene der Gleitfläche geneigt liegenden Führungswangen, deren Ränder Abstufungen als Auflage des Schneidstahles bilden. Markus Brinkmann in Eschwege, vom 19. November 1900 ab. — B. 15 915. Kl. 71c.
Nr. 146 695. Sicherheitskettchen aus beliebigem Metall, welches mit einem Ende an einen Garderobehalter befestigt und mit dem anderen Ende durch ein Schloß in ein Knopfloch oder dem Aufhänger der Garderobe eingeschlossen wird. Jean Marks in Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 48, vom 25. Oktober 1900 ab. — M. 10 571. Kl. 68b.
Nr. 146 958. Zweischenkliger Fensterfeststeller mit in einander liegenden Schalen. Robert Römhild in Frankfurt a. M., Bergerstraße 222, vom 19. November 1900 ab. — R. 8715. Kl. 68d.
Schiffsbericht.
Hamburg, 28. Februar. Der Dampfer „Hispania" von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgestern in New - Orleans eingetroffen.
Bremen, 28. Februar. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm der Große" ist gestern in New-Dork eingetroffen.
lichen Hochmoore des Nordens bevölkern können. Man findet sie aber auch bis zum südlichen England hinab, freilich in kleineren Beständen, weil dort die Moore seltener und die Haide geringer wird.
Die Grouse sind nicht die unbedingte Flüchter der Kultur. Viehzucht, die auf demselben Moore mit ihnen getrieben wird, stört sie nicht. Ich habe sie in Nord-England selbst in unmittelbarer Nachbarschaft von Ortschaften getroffen, wenn eben nur genügend große Haideflächen vorhanden waren.
Wenn wir diese Vogelart bei uns einbürgern wollen, so ist die erste Frage: können wir ihr in Deutschland die Bedingungen ihres Gedeihens bieten. Man hat meines Wissens bisher im Riesengebirge und in der Lüneburger Haide Versuche gemacht, Grouse zu akklimatisiren, aber mit geringem Erfolge. Vielleicht sind die Versuche daran gescheitert, daß bei uns das Haidekraut nicht die Art hat, wie in dem Meerklima Großbritanniens.
Die neuesten Einbürgerungsversuche der Grouse im Regierungsbezirk Aachen sollen besser geglückt sein.
Gewiß gäbe es in Deutschland auch anderwärts noch Plätze und Lager, wo sich die Einführung dieses schönen, edlen und nützlichen Thieres lohnte.
Albumblätter.
Wir sind des Lebens Schuldner: jeden Tag Schickt es uns Boten, an die Schuld zu mahnen; Und bis sie ganz getilgt ist, bleiben wir Des Irrthums, unsers Zwingherrn, Unterthanen.
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Die Liebe hängt ihr Leben, Hängt ihr gesammtes Sein, Wie einen Edelstein, Dem Liebling an den Hals,
Dem sich ihr Herz ergeben. E. Daumer.
London, 28. Februar. Der Union-Dampfer „Scot" ist auf der Ausreise gestern in Kapstadt eingetroffen.
Bandel, Gewerbe und Verkehr.
Berliner Marktbericht. Die Tendenz der Getreidemärkte schwankte in der am 27. Februar beendeten Berichtswoche mehrfach. Die Ursachen liegen größtentheils in dem allenthalben eingetretenen Witterungswechsel. Anfangs unterstützten, zum ersten Mal in diesem Winter, sich einstellende Feldstands-Klagen aus Amerika die hier vorherrschende feste Stimmung. Eine weitere Kräftigung erfuhr letztere zeitweise durch regere Konsum-Nachfrage für inländischen Roggen seitens der Mühlen, sowie durch fortdauernde Zurückhaltung des Angebots. Sie konnte sich jedoch nicht bis zum Schluß voll behaupten, wegen der Aussicht, daß etwaige Schäden der Saaten nach dem nunmehrigen Eintritt von Thauwetter wieder ausgeglichen werden. Anderseits aber nahm man darauf Rücksicht, daß jetzt wiederkehrender Frost erhebliche Nachtheile für die Saaten im Gefolge haben könnte. Die Preisnachlässe blieben daher gering und erreichten für Brodgetreide nicht die Höhe der im Laufe der Woche eingetretenen mäßigen Besserung. Sowohl für Weizen wie für Roggen stellten sich die Schlußnotirungen gegen die der vorhergehenden Woche um V* Mark höher. Was Roggen betrifft, so gewährte die Beeinträchtigung des Exports aus Rußland, welche theils durch ungünstige Eisverhältnisse in den Häfen dieses Landes, theils durch Schneeverwehungen verursacht war, den Preisen eine Stütze. Auch scheint es, daß man die Exportfähigkeit Rußlands bezüglich Roggens auf Ernteschätzungen zu hoch veranschlagt hat. Im Allgemeinen ist zu sagen, daß die Spekulation hinsichtlich der Brodfrüchte sowohl in Amerika als in Europa sich abwartend verhält, weil gerade in gegenwärtiger Zeit für die Saaten die Gestaltung des Wetters besonders wichtig ist. Hafer war auch in dieser Woche für geringe Sorten gefragt, Terminpreise gaben nach. Mais behauptete für den laufenden Monat seinen Preis, entfernte Termine gingen infolge der milden Witterung zurück. Die Schlußpreise stellten sich bei Mai-Lieferung wie folgt: Weizen 161,75 Mk., Roggen 144 Mk., Hafer 137,50 Mk., Mais 107,75 Mark.
Preise des städtischen Schlachtviehmarktes (Preise für 100 Pfund Schlachtgewicht): Ochsen beste Qualität 62—65 Mk., geringere 49—61 Mk., Bullen beste Qualität 59—62 Mk., geringere 48—58 Mk., Kühe beste Qualität 52—53 Mk. geringere 42—51 Mk., Kälber beste Qualität 67—69 Mk., geringere 38—58 Mk., Schafe beste Qualität 59—62 Mk., geringere 43—55 Mk., Schweine beste Qualität 56—57 Mk., geringere 50—55 Mk.
Die mexikanische Ziegenzucht. Ziegenzucht wird hauptsächlich im Staate Puebla unb einigen mehr nördlich gelegenen Staaten, besonders Zicateeas, Aguascahientcs und San Luis Potosi getrieben. In Puebla sind es viele kleine Landwirthe, oft Indianer, die sich der Ziegenzucht widmen, aber im Norden gibt cs große Güter, auf denen 100000 Ziegen und mehr gehalten werden. Man läßt die Ziegen drei Mal im Jahre lammen: im April, November und Dezember. Die beste Zeit ist der April, weil dann bald die Regenzeit eintritt und die säugenden Mütter daher frisches Futter finden. Während der Begattungszeit weiden die sonst getrennt gehaltenen Böcke, auf je 100 Ziegen 12 Böcke, zusammen mit diesen 20—25 Tage, sodaß auch die Lammung über einen solchen Zeitraum sich erstreckt. Nach sechs Monaten werden die Zicklein von den Müttern getrennt. Die Thiere werden dann in vier Abtheilungen gesondert: die männlichen Zicklein, die weiblichen Zicklein, die Mütter, die wieder belegt, und die älteren Mütter, die fett gemacht werden sollen. Aus den verschiedenen Abtheilungen werden dann Heerden von je 1300 Stück gebildet, deren jede drei Hirten bekommt, welche die Ziegen tagtäglich zur Weide führen und sie des Nachts bewachen. Die Heerden bleiben eine Zeitlang aus dem Nachtplatz, den sie erst vertauschen, wenn ringsherum das Futter abgemessen ist. Das Weidc- führen wird in sehr planmäßiger Weise vollzogen. Jeden dritten Tag werden die Ziegen an eine Wasserstelle geführt. Ferner müssen die Hirten auch genau darauf aufpassen, daß die Ziegen keine ihnen schädliche Pflanzen fressen, vielmehr möglichst viel von den ihnen zusagenden Futterpflanzen auf ihrem Weidengange finden. Sehr vorsichtig müssen die Hirten auch mit der Darreichung von Salz an die Ziegen sein, das sie in der Regel zweimal im Monat erhalten. Bekommen die Ziegen vor Ablauf eines Monats, nachdem sie besprungen sind, Salz, so verwerfen sie. Die Thiere, die nicht fett gemacht werden, sollen das Salz bei abnehmenden oder schwachem Monde erhalten, weil es dann abführt und dies den Thieren gesund ist. Die zur Mast aufgestellten Thiere sollen es dagegen bei zunehmendem oder starkem Blonde erhalten, weil es dann nicht abführl und das Abführen die Mästung schädigen würde. Im Winter werden die gemästeten Thiere nach den Städten zum Schlachten geschickt. Das Fleisch wird, wenn nicht sofort verzehrt, mitsammt den Knochen getrocknet und dann in den Handel gebracht. Das Fett wird im Lande verkauft, die Felle werden nach Europa verschickt. Eine Ziege hat gewöhnlich 34 kg Fleisch und 6—7 kg Fett, ein Bock aber 40—45 kg Fleisch und 11,3 kg Fett.
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