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Reparaturen, als auch um solche im Inneren der Kirche, wie vornehmlich um Beschaffung weiterer Sitzplätze, deren Zahl wenigstens für ‘ die Festtage durchaus unzulänglich ist. Bei den langen und sehr eingehenden Berathungen hierüber erwog man auch erstlich den Neubau einer Kirche. In seiner letzten Sitzung hat nun das große Presbyterium den Beschluß gefaßt, von einem solchen, auch von einem in Vorschlag gebrachten Erweiterungsbau der alten Kirche gänzlich abzuseheu, schon mit Rücksicht darauf, daß die Gemeinde Fechenheim wegen der immer mehr im Norden zunehmenden Ansdehnung unseres Ortes dort im Laufe der Zeit eine zweite Kirche beanspruchen darf, was freilich naturgemäß eine Trennung der evgl. Gemeinde zur Folge haben wird. Demzufolge wird also lediglich eine Reparatur der bisherigen Kirche wohl schon im Laufe dieses Jahres sorgenommen werden und zwar, nachdem der Zustand des Kirchthurms von dem durch den Herrn Regierungspräsidenten beauftragten Ksnigl. Bauinspektsr als durchaus unbedenklich begutachtet worden ist, eine Renovirung des Dachgebälkes über dem Schiff und dem Chore der Kirche, sowie eine Verlängerung der Seiteneinporen und der Empore vor der Orgel, um dadurch möglichst viele Sitze zu gewinnen. Die Kosten der Instandsetzung werden aus den Zinsen eines Kapitals von SO 000 Mark bestritten werden, welches die bürgerliche Gemeinde bereits am 1., Januar 1900 zur Ablösung aller bis dah n bestehenden 'Verbindlichkeiten der evgl. Kirchengemeinde gegenüber an diese ausgezahlt hat, und das für den Neubau einer Kirche als Fonds angelegt ist. Diese Auseinandersetzung konnte mit Bezugnahme auf das Kommunalabgabengesetz vom 14. Juli 1893 erfolgen und war für die politische Gemeinde durchaus geboren, um so auch der evgl. Kirchengemeinde gegenüber eine gleich unabhängige Stellung sich zu schaffen, wie sie dieselbe von vornherein einnimmt der kaih. Gemeinde gegenüber, die bereirs nahezu */» der Gesammteinwohnerschaft beträgt.
d Langendiebach, 31. Januar. Die von der Königlichen Regierung infolge angebrachter Beschwerden über ungleiche Gebäude - rc. Steuer-Belastungen empfohlene Umgestaltung der gegenwärtigen Realbesteuerungsverhältnisse von der bisherigen Besteuerung des Nutzungswerthes bet Verwendung der staatlich veranlagten Grund- und Gebäudesteuer zu derjenigen des Gemein- werthes hat unsere Gemeindebehörden seit nahezu einem Jahre andauernd beschäftigt. Man war im Prinzip für die beabsichtigte Umgestaltung und steht auch in der Bürgerschaft vielfach der Absicht sympathisch gegenüber. Die zur Prüfung der Vorlage und des Effektes derselben aus gearbeiteten umfangreichen Unterlagen machen ersichtlich, daß in dem jetzigen Besteuerungsverfahren wesentliche Ungleichheiten zum Nachtbeile des weitaus größten Theils der Besitzenden und zum Vortheil einer geringen Minderheit herrschen. Während bei diesen eine Erhöhung der Steuer bis ^u 5Op/o und darüber nach dem neuen Verfahren eintreten würde, kommt jenen eine Ermäßigung fast durchweg von 10 bis 5Oe/o zu Statten. — Nach wiederholten und eingehenden längeren Verhandlungen in den Gemeindebehörden haben diese kürzlich mit nur einer Stimme Mehrheit leider die Vorlage fallen gelassen. Hoffentlich gelingt es den Einwirkungen aus der Bürgerschaft, noch weitere Mitglieder für die Vorlage zu gewinnen und das beabsichtigte Umgestallungsstaiut doch noch zur Annahme zu bringen.
-> Langendiebach, 1. Februar. Wie wir erfahren, ist von heute ab bei dem hiesigen Kaiserlichen Postamte eine öffentliche Ferns prechstel le im Anschluß mit Hanau in Wirksamkeit getreten. Die Neuerung dürfte von dem Publikum mit Freuden begrüßt werden, umsomehr, als mgn bisher auf die Sprechstellen der beiden Fabriken Brüning und Korff angewiesen war und auf das Entgegenkommen dieser Firmen rechnen mußte.
UereiKSnachrichlen für A-imstaa bett 2. Frbruar.
Im S-mle der , Cerärelholle' : Turner- Maskeudall, ü erat stattet von Mitgliedern der Tlrnaememde.
Evang Manner- und Jünizlin^sverem: Unterhaltung (Evang. Vereinshaus)
Christlicher Arbeiterverein: Vereinsabend und Mitgliederaufnahme im Vereinsloko'e zum „Elephanten"
Turngemeinde: Kürturnen und VoUurnerstunde.
Verein „Einigkeit": Vereinsabend in der „grasten Krone".
Kasino „Eintracht" (Vecetnslokal „zum iörauftübV): Vereinsabend, Athlerenklnb „Germania : Verein sabei d (Restauration Wageubach. Paradeplae)
Fußballklub „Vikcoria": Vereinsabend in der Brauerei Weismantel „Hanauer FußbaUgesellschait 1899 : Vereinsaveno im Gasthaus »zum Grafen Philipp Ludwig".
Hanauer Fußball- und Crickettlub: Gemüthliches Zusammensein in „Alemannia".
für Sonntag den 3. Febru ar.
Fußballklub „Viktoria': Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exerzierplatz.
Hanauer Fußball- und Cricketklub : Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exerzier v! atz
Hanauer Fußdallgesellschaii 1899: Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspie! auf dem Exerznrvlatz.
Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittags 3 Uhr: UebungSspiel auf dem Exerzierplatz.
DexKeiAerLNgs- etc KaleNder für Montag den 4 Februar. ~
Holzverst-igerung iw Geweu.dewKv zu Wachenbuchen ; Termin vormittags 10 Uhr, Zusammenkunft: Hohe Tanneu (s. Nr. 27 Han. ^Nachmittags 2 Uhr werden Rami ystraßr 11, parterre, verschied ne Mobiliar- und andere Gegenstände durch den beeid. Taxator und Auttio- nßter Herrn Fr. Kämpfer gegen gleich bame Zahlung versteigert.
Telegraphischer Wetterbericht der btutftfren Sccwarte.
Telegramm aas Hamburg vom 2. Februar.
Ein Maximum lagert über Westrußland, ein Minimum unter 745 mw.am Kanal, über Zentraleuropa stag<rt gleichmäßig vertheilter Luftdruck. Im Deutschland ist das Wetter ruhig und trübe, meist kalter.
Prognose für den 3. Februar: stellenweise Niederschläge, wmuq Aenderung wahrscheinlich.
Hanauer Anzeiger
Bstsmeterftsnd
mittags 12 Uhr am 1. 2
S$r trocken BeKändig
Schon BeËidsvIich
Nsgsu (Wind
Brel Siegen
Sturm
Die städtische Bibliothek
Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnrt.
Gesammtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.
Hus J^ab und fern.
FL Frankfurt a. M., 1. Februar. Die größeren hiesigen Firmen der ßebenè mittel brande sind überein- gekommen, vom 1. Februar ab an Sonn- und Festtagen ihre Geschäfte ganz zu schließe u.
0 Darmstadt, 1. Februar. An sämmtliche Volksschullehrer des Großherzogthums Hessen, welche vor oder a m 1. April 1896 bis heute in den Ruhestand versetzt wurden, ist seitens mehrerer Lehrerveteranen die Aufforderung ergangen, behufs einer Eingabe an die gesetzgebenden Körperschaften um Pensionserhöhung ihre Perfonalien, Dienst- und Gehaltsver- HLltnisfe rc. alsbald einer besonderen ZVmmiffton in Auerbach einzusenden. Die Petition wird unter Zuziehung mehrerer Lehrer ohne Unterschied der Konfession arrsgearbeitet und demnächst von drei beauftragten Pensionären der Regierung und den Ständekammern überreicht.
FL Darmstadt, 1. Februar. Die hiesigen Kohlenhändler haben beschlossen, mit den Zonenpreisen wesentlich herabzu gehen.
HÄ. Offenbach, 1. Febr. In dem BeleidigungsProzeß Erdmannsdörfer-Hirschel erklärte Letzterer, die Wiederklage zurücknehmen, eine Ehrenerklärung abgeben und sämmtliche auch die außergerichtlichen Kosten tragen M wollen. Hierauf zos Erdmannsdörfer die Klage zurück.
FL ^ßttbat^) (Oberbessen), 31. Januar. Nach Unterschlagung einer größeren Summe zum Nachtheil der Gewerkschaft Eisenburg, Eisensteingruben bei Hungen, ist der Direktor der genannten Gewerkschaft, Heinrich Putsch, d u r ch g e b r a n n t. Putsch, der eine große Masse Privat- schulde» hinterläßt, soll auch die Bücher gefälscht haben.
0 A«S dcrn mittleren MainjrsbieLe^ 1. Februar. Der Krach der Deutschen Grundschuldbank wird bereits von gewissenlosen Elementen zu ihren Gunsten ausgebeutet. Schwindler suchen nämlich im diesseitigen Gebiete die mangelhaft unterrichteten Landbewohner zu überreden, die in ihrem Besitze sich befindenden Grundschuldbank-Obligationen den Händlern zu 9 pCt. zu verkaufen, obgleich dieselben thatsächlich im Kurs von 49 V^ stehen. Nur die Aktien sind auf 9 bis 10 Prozent gesunken; aber die Schwindler reden den leichtgläubigen Leuten ein, daß auch die Obligationen so niedrig stünden. Vor dieser neuesten Bauernfängerei muß dringend gewarnt werden.
Hus aller Alelt.
Die JnMenzagefahr von Amerika her wird jetzt mit besonderem Nachdruck betörn. Wenn eine schwere Krankheit seltener Art über die Erde hinschreitet, so werden heutzutage die weitesten Vorsichtsmaßregeln getroffen, um eine Verschleppung zu verhüten. Die Influenza aber ist leider für fast Jedem zum Vertrauten geworden, und daher können zu ihrer Abwehr nicht ähnliche Maßnahmen herangezogen werden, wie etwa für Pest oder Cholera. Dennoch beschäftigt man sich jetzt mit der Frage, wie man der von New-York her drohenden Influenza Epidemie Einhalt gebieten und ihre Ueber- tragung nach Europa verhindern konnte. Eine Quarantäne gegen influenzaverdächtige Schiffspassagiere einzuführen, ist bei der Häufigkeit der Erkrankungen, bei denen das wirkliche Vorhandensein von Influenza gar nicht sicher festzustellen ist, ganz unmöglich. Andererseits tritt die Krankheit in New-York so bösartig auf, daß man einer Uebertragung auf die europäischen Häfen mit ernster Sorge entgegensieht. Es wird von wissenschaftlicher Seite vorgeschlagen, daß jedes von New-York kommende Schiff, so lange dort die Epidemie anhält, einer gründlichen Desinfektion unterworfen werden sollte.
Eine Treibjagd auf Pfundscheine gab es jüngst in dem Städtchen Nhyl in England. Der Angestellte eines dortigen Rechtsanwalts hatte das Mißgeschick, daß ihm der Wind ein Dutzend 5 Pfund-L>cheine direkt aus der Hand riß und buchstäblich in alle Himmelsrichtungen zerstreute. Glücklicherweise wurden sie ihm, als die Sache bekannt wurde, von den Findern wieder zugestellt. So verfing sich ein Schein in dem Hute einer Dame, die das lästige Dtück Papier von sich werfen wollte, als sie voll Erstaunen bemerkte, daß cs ein englischer Banknotenschein war. Ein anderer landete in dem Gipfel eines Baumes in der Nähe der städtischen Musikhalle und nahm von dort feinen Weg weiter über das Dach eines Hauses. Zum Ergönen der Bewohner des Städtchens wurde keine leine' Treibjagd 'auf die Flüchtlinge arrangirt, an der sich Jung und Alt beteiligte, und die den Erfolg hatte, daß man die Scheine alle glücklich wieder aufgriff.
2. Februar.
Der noble Gast von Tarnopol. In das vornehmste Cafö von Tarnopol in Galizien trat in vorgerückter Nachtstunde ein eleganter Mann. Die Kassirerin war bereits am Buffet eingeuickt, unb auch der Zahlmarqueur saß irgendwo in einer Ecke im Halbschlummer. Um das Dienstpersonal auf die Beine zu bringen, schlug der Gast mit seinem Spazierstock einen Spiegel in Trümmer. Als ein Kellner dagegen protestirte, rief der Gast: „Halts Maul! Was liegt mir daran! Zehn solcher Spiegel zahle ich! Bringe eine Flasche Champagner!" Trank den -Champagner aus und ließ sich die Rechnung geben — 16 Mark der Champagner und 40 Mark der Spiegel — holte aus einer mit Hunderten vollgepfropften Brieftasche einen Hunderter heraus und ließ sich den Rest geben. Dem Kellner warf er einen Fünfer als Trinkgeld hin und ging. Am anderen Tage erwies sich der Hunderter als ein — Falsificat.
Patent- Ertheilungen.
Nr. 118 429. Maschine zum Meicerisiren von Geweben. — M. Beck i. F. Wiesche & Scharffe in Frankfurt a. M., vom 15. April 1900 ab. Kl. 8a.
Nr. 118 389. Verfahren zur Regelung de Drehgeschwindigkeit von in einer Flüssigkeit rotirenden Filtertrommeln. — M. May jun. in Frankfurt a. M., Daru städterland- fhaüe 33, vom 30. April 1899 ab. Kl. 12b.
Nr. 118 354. Presse zum Mustern von Leder. — I. Thomson in Offenbach a. M., vom 24. Oktober 1899 ab. Kl. 28b.
handel, Gewerbe und Verkehr.
Amerikanische Konkurrenz. Wie sehr die amerikanische Konkurrenz auf dem Weltmarkie wächst, dafür führt die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen einige neue Beispiele an. Die Hafendirektion in Kalkutta schrieb vor einiger Zeit eine Lieferung von Lokomoiiven aus. Das billigste englische Angebot lautete auf 9 Monate Lieferfrist und den Preis von 30,880 Mark für die Loko-nonve, das billigste amerikanische dagegen auf 6 Monate und 25,200 Mark. Die amerikanische Firma erhielt darauf den Zuschlag. Die Lieferung eines größeren Postens gußeiserner Röhren für die holländischen Kolonien wurde unlängst einer amerikanischen Firma übertragen, welche das deursche Angebot um fast 25 Prozent zu unterbieten vermochte. Ferner sind in neuerer Zeit größere Lieferungen von Eisenbahnschienen von Holland nach den Vereinigten Staaten vergeben worden. Selbst die englische Regierung sieht sich genöthigt, amerikanische Lieferanten vor den eigenen englischen Werken zu bevorzugen, weil die Amerikaner billigere Preise stellen und kürzere Lieferungsfristen anbieien. Aus d esen Gründen ist der Bau der Ugandabrücken in Ostafrika amerikanischen Werken übertragen worden. Besonders stark wird sich die amerikanische Konkurrenz auf dem chinesischen Markte fühlbar machen, wenn nach -Beendigung der chinesischen Wirren der Handelswetlkampf dort ausgenommen werden wird. Bereits werden eine Reihe neuer Dampfer gebaut, um in den Verkehr von San Franzisko nach Japan und China eingestellt zu werden. In San Franzisko geht man überdies mit dem Plane um, ein Handelsmuseum zu errichten, nach Art des Philadelphia- Kommersial-Museums. Dasselbe wird insbesondere dem amerikanischen Handel nach Ostasien gute Dienste leisten.
Finanzielle NrrnDschan. Von einem großen Börsengeschäft kann noch immer nicht die Rede sein. Selbst bei Befestigung des Bergwerksmarktes machen die geringen Rückkäufe auf die eigentliche Lebhaftigkeit des Verkehrs sehr wenig aus. Auch kann matt nicht behaupten, daß der Anlagemarkt heute noch seine Festigkeil oder besser gesagt, seine stürmische Nachfrage behauptet hat, die bis noch vor Kurzem ganzen Gebieten der Börse ein verändertes freundliches Aussehen gab. Die Zuflüsse des großen Coupoustermins scheinen entweder erschöpft zu sein oder zahlreiche Kapitalisten halten mit ihren Anlagen noch wegen des bevorstehenden Anleihebeda-fes von Preußen und dem Reiche zurück. Warum man die
großen Bundesstaaten mit ihren Anlehen vorangehen ließ, ist sehr schwer zu sagen. Jedenfalls haben weder Bayern, noch Baden, noch Sachsen Anlaß gefunden, auf Preußen und das Reich irgendwelche Rücksicht zu nehmen. Und da Bayern und Baten sogar zum 4prozenngen Typus übergegangen sind, so ist es nicht einmal anzunehmen, daß sie wegen ihrer Anleihen zuvor in Berlin irgend eine Aussprache herbeigeführt haben. Im Gegentheil, wir glauben, daß, wenn dies einmal geschieht, daraus ein Präjudiz erwachsen würde, das eben die Bundesstaaten bisher noch immer gescheut haben. Jedenfalls kostet uns auch China noch Geld, obgleich kein Zweifel^ darüber bestehen kann, daß fast alle Mächte auf diesem ihrem bisher größten Aussichtsgebiete zum Rückzug blasen. Was das chinesische Anlehen betrifft, mit dem die Großmächte den erlittenen Schaden ihrer Kaufleute und Missionen ersetzt erhalten sollen, so dürfte dies wohl nach französischem Muster geschehen. Als die Franzosen unter Thiers die rasche Räumung des Occupationsgebietes herbeiführen wollten, beschleunigten sie die Milliardenzahlung durch einen Appell an den internationalen Geldmarkt und sogar an den deutschen Markt. Allein das geschlagene Frankreich stand als Kulturstaat noch bei Weitem sicherer da, als das relativ ja bisher noch garnicht allgemein besiegte China. In diesem Sinne würde also ein großes chinesisches Staaispapier entweder unter die Garantie der europäischen Machte fallen müssen, und dann würden die Unterpfänder hierfür den Keim zu neuen Konflikten kaum ausschließen. Oder diese Garantie würde nicht gegeben werden, so hätte man es mit einem spekulativen Rentenpapier zu thun, das zugleich für die Arbitrage zwischen den einzelnen Börsenplätzen äußerst vortheilhaft wäre, aber doch unter keinen Umständen den Preis eines Staatspapieres als Nusgabekurs erhalten könnte; wir sagen eines Staatspapieres etwa wie die letzten garantirten Griechen. Da 4^/r prozentige Chinesen über 81 stehen, so ist kaum anzunehmen, daß ein ähnlicher Kurs bei einer neuen Anleihe zu Grunde gelegt werden könnte. Allerdings ist anzunehmen, daß der Typus eher ein 5 oder gar 6 prozentiger werden könnte. Die Debatten im Reichstage über unsere Handelsverträge haben zu einer starken Deprimi-