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1, Febzuar.

Hanauer Anzeiger

Seite ö

Die Haltung der Abendbörse war eine ruhige. Die Course zeigten gegen Mittagsschluß wenig Veränderung.^

Berlin, 31. Januar. Produktenmarkt. Weizen per Januar ., per 90*^158.35, per Juli 160.25.

Roggen per Januar., per Mai 141.50, per Juli..

Hafer per Januar., per Mai 137..

Mais amerik. Mixed loco, per Januar 106.60 per Mai 106.50.

RLböl per Januar., per Mai 56.20.

Spiritus, 70er loco 44.20, 50er.-.

Hamburg, 31. Januar. Kaffee good average Santos. Schluß-Course per März 30*/* Pf. per Mai 30*/4 Pf.

Amsterdam, 31. Januar. Roggen per März 128.. per Mai 129..

Telegraphischer Kursbericht.

Frankfurt, 1.

Credit 209.20.

Staatsbahn 142.80.

Lombarden 25.90.

Disconto-Comm. 178.20.

Deutsche Bank 200.60.

Handelsg. 148.40.

Dresdner..

Italiener 95.90.

3 o/» Mexikaner 25-50.

3°/» Portugiesen 24.30.

Tendenz: Gut behauptet.

Februar, 121/* Uhr.

4°/o Spanier 72..

Gotthard 148.80.

Schweiz. Nordost 111.80.

Central 159.80.

Union 99.90.

Jura 100.40.

Harpener 165.50.

Gelsenkirchener 165.75.

Laurahütte 194..

Bochumer 173.75.

New-Aork, 31. Januar. DieNew-Dork Post" meldet, daß der Sterlingkurs den Goldpunkt heute erreichte und Anzeichen bestehen, daß die Goldverschiffunzen nach London vielleicht schon Samstag beginnen.

Washington, 1. Februar. Die Staatseinnahmen be­trugen im Januar 47,520,286 Dollars, die Ausgaben 40,097,000 Dollars.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.

E l m. Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung der in der Gemarkung Elm belegenen, im Grundbuche von Elm zur Zeit der Eintragung des Versteige­rungsvermerkes auf den Namen folgender Personen: 1) des Maurers Andreas Müller (Ludwig's Sohn) und Ehefrau, Eudoxia, genannt Karoline, geb. Fahner, zu Elm, 2) des Johannes Heimbuch (Johannes Sohn) und Ehefrau, Anna Ottilie, geb. Heimbuch, zu Elm, 3) der Ehefrau des Zimmermanns Georg Müller (Konrad's Sohn), Barbara, geb. Heilmann, zu Elm, eingetragenen Grundstücke, sollen diese Grundstücke am 15. März 1901, vormittags 9 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Schlüchtern versteigert werden.

Schiffsbericht.

Hamburg, 30. Januar. Der DampferAlexandria" vo, der Hamburg-Amerika-Linie ist cor gestern in Baltimore eingetroffen.

Bremen, 28. Januar. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd.Mainz" ist gestern in Bahia und der Dampfer Hannover" vorgestern in Baltimore eingetroffen.

Drabtbericbte deshart. Hnz.

Homburg, 1. Februar. (Privattelegramm.) Heute Mittag ist die Kronprinzessin von Griechen­land zum Frühstück bei der Kaiserin Augusta Viktoria hier eingetroffen. Heute Nachmittag trifft der Großherzog und die Großherzogin von Baden hier ein. Dem T r a u e r g o t t e s d i e n st für die verstorbene Königin Viktoria wird die Kaiserin Augusta Viktoria während der Predigt persönlich beiwohnen.

Da von den

Berlin, 1. Februar. DasD. T." meldet: Der Ver- lagsbuchhändler Hugo Spamer ist hier gestorben.

Berlin, 1. Februar. DerLok.-Anz." meldet: Die nächste internationale Telegraphenkonferenz findet in diesem Jahre in London statt. Die Eröffnung ist auf den 15. Mai festgesetzt. Die Morgenblätter melden: Ein gefährliches Schadenfeuer brach gestern in der Schillerstraße Nr 13 in Charlottenburg aus, wo der Lagerkeller einer Dekorations­Malerei sich befindet, deren Bestände in Brand geriethen. Mehrere Personen schwebten in der Gefahr, zu ersticken, sie wurden von Hausbewohnern gerettet. Der Materialschaden ist sehr erheblich. - - - ~

Berlin, 1. Februar. DasKleine Journal" meldet aus Moskau: In Bestätigung der Petersburger Gerüchte melden hiesige Blätter, daß Graf Leo Tolstoi wiederum erkrankt ist. Er fühlt sich sehr unwohl und klagt u. A. über starke Schmerzen unter der Herzgrube, sodaß er sich zu Bett legen mußte.

Berlin, 1. Februar. DasKleine Journal" meldet aus Wien: Trotz der stürmischen Vorgänge in der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses hält man in hiesigen Re­gierungskreisen wie unter den Deutsch-Nationalen die Arbeits­fähigkeit des Reichsraths nicht für ausgeschlossen. Die Be­fürchtung, die radikalen Tschechen könnten auch die Vorlesung der Thronrede stören, scheint hinfällig, weil sowohl sie als auch die Schönerianer und Sozialdemokraten sich von dem Akt der Vorlesung fern halten dürften.

Wien, 1. Februar. Josef Ott, der sammt seiner Frau angeklagt war, sein Kind zu Tode gemartert zu haben, wurde nach dreitägiger Verhandlung gestern in später Nachtstunde mit 10 gegen 2 Stimmen schuldig befunden und 'zum Tode durch den Strang verurcheilt. Frau Ott erhielt wegen Beihilfe 12 Jahre schweren Kerker.

London, 1. Februar.Morning Post" versichert, daß König Eduard persönlich an der Eröffnung des Parlaments am 14. Februar präsidiren wird.

^etjripntg der Königin Viktoria

Berlin, 1. Februar. DasBerliner Tageblatt" meldet aus London: Die Straßen, durch welche der Leichenzug gehen, wird, legen bereits den vom König angeordneten violetten Purpurschmuck an. Viele Häuser, die bereits schwarz dekorirt waren, haben den offiziellen Schmuck angelegt. Viele Klubs in der St. James- und Pall Mall-Straße errichten künstlerische Dekorationen in den verschiedenen Schattirungen des Violett. Auf der Station Paddington wird ein Eisen­bahnwagen zur Aufnahme des Sarges vorbereitet. Er wird innen weiß und schwarz ausgeschlagen. Der Zug, der die Leiche der Königin nach Windsor überführt, wird aus 8 Wagen bestehen. Keinem nicht ermächtigten Schiffe wird heute gestattet werden, sich der Linie der Kriegsschiffe zu nähern, bei welchen der Trauerzug vorbei defilirt. Der König hat befohlen, daß bei der Schiffs-Parade, wenn das Wetter es irgend erlaubt, die Seitenwände deS Zeltes, unter welchen der Sarg sich befinden, hochgeschlagen werden, damit die Mannschaft der Schiffe einen letzten Blick auf den Sarg werfen kann. Im Mausoleum zu Frogmore ist Alles zur Aufnahme der sterblichen Hülle der Königin bereit. Nachdem der König und der Minister des Innern die Er­laubniß gegeben haben, die Siegel des Sarkophags zu lösen, in dem Prinz Albert ruht, um den Sarg der Königin hinein­zusetzen, wird der Sarkophag wieder geschlossen und mit der weißen Marmorfigur der Königin geschmückt. Der König ordnete an, daß die Könige, die in dem Leichenzuge nicht zu reiten wünschen, mit den königlichen Prinzessinnen fahren. Die Prinzen, die nicht reiten, nehmen nicht am Zuge theil, sondern fahren auf einem kürzeren Wege nach der Paddington-Station, von wo die Leiche nach Windsor übergeführt wird. Der deutsche Kronprinz hat den Vortritt vor sämmtlichen anderen Prinzen. Alle in der Flottenparade stehenden Schiffe sind jetzt

an Ort und Stelle. Auf Befehl des Königs wurde sämmt­lichen Schulkindern in Windsor auf einem Platz am Schloß eine Stelle angewiesen, von wo sie den Zug ansehen können. Der Buckingham-Palast ist von den Königen und Fürstlich­keiten bewohnt, die vom Kontinent eingetroffen sind. .

London, 1. Februar. Spaltenlanze Mittheilungen über die Begrâbniß-Feierlichkeiten und die diesbezüglichen Vorkehrungen füllen heute die Blätter. Das amtliche Programm ist fest­gestellt und man glaubt, daß diese Ceremonie ihresgleichen nicht haben wird. Mehrere Blätter stellen fest, daß die natio- nale Trauer eine Arbeits-Verminderung in gewissen Industrie- Zweigen nach sich gezogen habe und daß eine große Anzahl Arbeiter aus diesem Grunde beschäftigungslos geworden sind. Das sei besonders der Fall für Theater-Angestellte, für das Personal der Kaffee-Häuser, Restaurationen re. Mehrere In­dustrielle haben sich in Folge dessen mit Petitionen an den König gewandt mit der Bitte, die Dauer der öffentlichen Trauer nochmals abzukürzen.

Berlin, 1. Februar. DerLskal-Anz." meldet aus London: Der König verlieh dem preußischen Gesandten in Hamburg, Grafen Metternich, das Großkreuz des Viktoria- Ordens. Interesse erregt. der vom Präsidenten Mac Kinley gespendete Kranz aus Lilien und Maiglöckchen, 8 Fuß im Durchmesser. Ein indischer Radjah bestellte hier einen Kranz für 200 Pfund Sterling. Für Benutzung der Fensterfront eines einzelnen Hauses werden 500 Pfund Sterling bezahlt. Unter 5 Pfund ist kein Plätzchen auf elendem Podium zu haben. Die Delegirten der preußischen Regimenter, 1. Garde- Dragoner und 5. pommersche Husaren, reiten im Zuge gleich hinter dem Detachement englischer Kavallerie.

Madrid, 1. Februar. Der KreuzerCarlos V.", der Spanien bei der Flottenparade in Spithead vertreten sollte, mußte nach Ferrol zurückkehren wegen Havarie an der Maschine. Die spanische Regierung sandte sofort ein Ent­schuldigungs-Telegramm nach London mit der Mittheilung, sich an der Flottenschau nicht betheiligen zu können, da ihr augenblicklich kein anderes Kriegsschiff zur Verfügung stehe.

Uom Kurenkrieg.

London, 1. Februar. Die heutigen Morgenblätter stellen es nunmehr als Thatsache hin, daß D e w e t am 30. Januar den Oranjefluß überschritten und in die Kapkolonie eingedrungen ist. Die Blätter sind der Ansicht, daß die verschiedenen Buren-Kommandos, welche die Linie Bloem- sontein-Ladybrand überschritten haben, sich ebenfalls nach der Kapkolonie begeben werden.Daily Mail" weiß aus Kapstadt zu melden, daß das Haupt-Kommando Dewets aus 1500 Mann mit zwei Geschützen besteht, und weist besonders auf die That­sache hin, daß Kitchener wegen Mangel an Mannschaften und besonders an berittenen Truppen lahm gelegt ist. Diese Lage dürfte sich auch kaum vor einem Monat ändern, da bis zu dieiem Zeitpunkte keine Verstärkungen eintreffen können. Morning Leader" erklärt, daß, falls England seine jetzige Politik nicht ändere, in einem Jahr die Schwierigkeiten in Südafrika noch dieselben sein würden.

Haag, 1. Februar. In der Umgebung des Präsidenten Krüger wird versichert, daß die Buren beschlossen haben, auf die von englischer Seite angekündigte Aushungerung der Burenfrauen und Kinder mit der Zerstörung von Johannes­burg und den dortigen Minen zu antworten.

London, 1. Februar. Das Gerücht, Kaiser Wil­helm werde die Vermittelung zwischen England und den Buren übernehmen, wird vom Auswärtigen Amt als gänzlich unbegründet erklärt.

Johannesburg, 31. Januar. (Reuter-Meldung.) Neueren Mittheilungen zufolge ist der von den Buren an den Werken von Madderfonlein unb Vanryn angerichtete Schaden weniger bedeutend, als angenommen wurde. Die Batterien sind unbeschädigt. Es wird angenommen, daß Beyer auf Seiten der Buren das Kommando führt.

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