1. Februar._________________________________
Preußisches Landrsökonomiekollegium
Das königlich-preußische Landesökonomiekollegium, die offizielle Vertretung der Landwirthschaft in der preußischen Monarchie, begann gestern die dritte Tagung ihrer achten SitzungsPeriode im Landeshause der Provinz Brandenburg. Graf Schwerin-Löwitz eröffnete die Sitzung 11 ^2 Uhr mit einem Gedenkwort an den verstorbenen Vorsitzenden des Kollegiums Landeshauptmann v. Roder und an den Landforstmeifter D. Danckelmann. Die Versammlung erhebt sich zu Ehren der Verstorbenen von den Sitzen. Als Kommissarien aus den verschiedenen Ministerien sind angemeldet: vom Landwirthschaftsministerium: Geh. Ob.-Reg.-Rath Müller, Geh. Reg.-Rath Kapp, Geh. Reg.-Rath Hoffmann und Geh. Rath Großkurth; vom Handelsministerium: Geh. Ob.-Reg.Rath Brauer; vom Ministerium des Innern: Geh. Ob. Reg Räthe Dr. Kruse und v. d. Horst. Auch Ministerialdirektor Thiel (Landw.- Min.) war erschienen. Auf Vorschlag des Geh. Reg.-Raths Reich (Meyken, Ostpreußen) wurden gewählt: zum 1. Vorsitzenden Graf^ Schwerin (Löwitz), zum stellvertretenden Freiherr v. Schorlemer. Generalsekretär wurde Dr. Jürgens (Dessau).
Zunächst berichtete der Direktor der Geologischen Landesanstalt Geh. Ob.-Bergrath Schmeisser (Berlin) über Maßnahmen zur besseren Nutzbarmachung der agronomischen Bohrungen. Er legte dazu eine Reihe geologisch-agronomischer, von der königlichen Bergakademie ausgeführter Karten vor. Nach längerer Diskussion wird folgender Antrag des Ministerialdirektors Thiel einstimmig angenommen: „Den Vorschlägen der Geologischen Landesanstalt inbetreff des Wegfalles der Bohrkarten wird zugestimmt unter der Voraussetzung, daß die Anschaffung der geologisch-astronomischen Karten und die Benutzung der Bohrergebnisse den einzelnen Interessenten in der von der Geologischen Landesanstalt vorgeschlagenen Weise erleichtert wird."
Vom Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten Frhrn. v. H a m m e r st e i n - Loxten sind drei Vorlagen eingegangen, deren erste die Frage betrifft: Wie ist die Prä- miirung landwirthschaftlichen Gesindes und landwirthschaft- licher Arbeiter einheitlich zu gestalten, und in welcher Form soll sie erfolgen? Aus der Vorlage und den ihr beigegebenen Berichten ist ersichtlich, daß de Prâmiirung in immerhin bemerkenswerthem Umfange theils seit längerer Zeit, theils erst neuerdings in einem kleineren Theil der Monarchie zur Anwendung gelangt und zwar unter großer Mannigfaltigkeit der Formen und Ansichten. Die Geldprämien schwanken zwischen 5 bis LOO Mk., werden in manchen Provinzen nur einmal, in anderen wiederholt an dieselben Personen zum Theil als Spareinlagen gegeben. Daneben werden Anerkennungsschreiben, Ehrenurkunden, Diplome ausgestellt. Manche Vereine beschränken sich überhaupt auf diese. Vielfach wird die Form von Kreuzen, Medaillen, Broschen und Ketten, anderswo der Weg der öffentlichen Belobigung im' Kreisblatt gewählt. Als Voraussetzung wird allgemein längerer Dienst an derselben Stelle gefordert, meist 5—25 Jahre. In neuerer Zeit gehen einzelne Vereine und Verbände aber dazu über, schon nach dreijährigem Dienst zu belohnen und nach dreijährigen Zwischenräumen die Prämiirnng zu wiederholen Das gibt den Anschein einer Ueberbietung durch konkurrierende Vereine. Gesinde wird nach kürzeren, Arbeiter werden erst nach längeren Fristen prâmiirt. Die Zweckmäßigkeit der Maßregel wird allgemein anerkannt, sofern die öffentliche Anerkennung treuer Dienste in sich selbst gerechtfertigt ist. Dagegen sei die Wirkung auf die Festigkeit des Dienstverhältnisses nicht hoch anzuschlagen. Gegenüber dem allgemeinen Zuge in die Stadt falle die Prämi- irung kaum ins Gewicht.
Als Referenten fungiren Rgb. v. Helldorff und Landesökonomierath Winkelmann.
3. Allgemeiner Preußischer Stadtetag. (Schluß.)
Zu dem Punkte der Tagesordnung: „Die Fürsorge für die schulentlassene Jugend und die Zwangsfortbildung" forderte Stadtschulrath Platen-Magdeburg, der erste Berichterstatter, als Hilfe für die schulentlassene Jugend die Zwangs-Fortbildungsschule.
Der Redner empfahl folgende Resolution: „Bei den gegenwärtigen volkswirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen ist die gewerbliche Zwangs-Fortbildungsschule die wichtigste und werthvollste Veranstaltung für die schulentlassene Jugend, und ist deren Errichtung den Gemeinden dringend zu empfehlen." Der zweite Referent, Stadtscbulrath a. D. Dr. Bertram- Berlin erklärte sich in längeren Ausführungen gegen die obligatorische Fortbildungsschule. Eingehend legte er die Gegengründe dar. Man solle nicht zu den alten Autoritäten noch eine neue setzen. Nach längerer Debatte wurde die Resolution des Stadtschulraths Platen zu Gunsten der obligatorischen Fortbildungsschule mit überwältigender Mehrheit angenommen. Es wurde alsdann der Vorstand iviedergewählt und mit Dankesworten der Städtetag um 43/* Uhr geschlossen.
Vom Kurenkrieg.
Wie es in Transvaal anssieht, seit die Engländer es „erobert und annektirt" haben, davon gibt der Kapstadter Berichterstatter des „Manchester Guardian" folgendes packende Bild: „Am 8. Dezember konnte man in der ganzen Stadt Johannesburg nicht einen einzigen Laib Brod kaufen. Worte können das herrschende Elend nicht schildern. Die armen Burenweiber, die von unsern Soldaten aus ihren geplünderten und niedergebrannten Heimstätten fortgeschleppt wurden, leiden natürlich am meisten. Die allgemein herrschende Armuth wird noch dadurch vergrößert, daß wir den Proviant, der requirirt wird, mit unverkäuflichen Requisitionszetteln bezahlen, die erst nach Beendigung des Krieges zahlbar sind. Aber wenn eine Hungersnoth tu Johannesburg schon Anfang Dezember in Aussicht war, bevor die Buren in die Kapkolonie eingedrungen waren, — wie muß es jetzt dort aussehen? Unsere Riesenarmee und die gesammte Zivilbevölkerung der
__________ Hanauer Anzeiger
von uns besetzten Städte des Transvaals sind in Bezug auf Lebensmittel gänzlich von der Eisenbahnzufuhr abhängig, und die meisten Eisenbahnlinien befinden sich entweder im Besitze der Buren oder können von ihnen nach Belieben an unzähligen Stellen unterbrochen werden.
Johannesburger Stimmungsbild. Aus Johannesburg erhält die „Pall Mall Gazette" ein Stimmungsbild. Wie in den Tagen zwischen der Bloemfonteiner Konferenz und der zwangsweisen Abreise der Uitlanders aus Johannesburg gegen Ende September 1899, als Niemand gewußt habe, was die Zukunft bringen werde, ob Krieg oder Nachgeben seitens der britischen Regierung, ebenso seufze auch jetzt Jedermann in Johannesburg: „Wie lange, 0 Herr, wie lange?" Jeden Morgen beim Aufstehen vernehme man in den Hügeln, welche die Stadt umgeben, Geschützdonner; kein Tag vergehe, der nicht die üblichen Nachrichten von zerstörten Bahnstrecken, gefangenen Vorposten oder von Beschießung der Patrouillen bringe, und doch scheine nichts zu geschehen. Kein entschlossener Versuch, den Buren zu Leibe zu gehen, werde gemacht. Allgemein herrsche darüber Einstimmigkeit, daß ohne energische Maßregeln das Land in den nächsten 12 Monaten keinen Frieden haben würde. Die Methoden Lord Roberts seien nicht danach angethan gewesen, die Dinge schnell zu Ende zu bringen. Es sei jetzt eine Krisis eingetreten, wo es nothwendig se>, die Beendigung des Feldzuges einem Manne zu übertragen, dessen persönliches Mitleid sich der festen Entschlossenheit, den Krieg unter allen Umständen zu beenden, unterordne. Ohne deshalb Lord Roberts Ruhm zu schwächen, müsse man doch sagen, daß er nicht der Mann dafür sei. Als General und Stratege sei er hervorragend, als Mensch sei er geehrt und geliebt, aber sein Fehler sei, daß er ein zu weiches Herz habe (! ?). Den Charakter der Buren habe er nie verstehen gelernt. Lord Roberts wäre es unmöglich, die Befehle zu ertheilen, die absolut erforderlich seien, jetzt diese Buren auf die Knie zu bringen. Jedermann sehe das ein und freue sich über die Ernennung Lord Kitcheners. — Es wäre interessant zu erfahren, was der Korrespondent der „Pall Mall Gazette" noch für Maßregeln von dem ruhmvollen Khalifenbesieger erwartet, wenn er dem guten alten Roberts den Vorwurf unangebrachter Weichherzigkeit macht.
Hus Stadt und Cand.
Hanau, 1. Februar.
* Der Februar. Der Februar, der kürzeste der zwölf Monate, hat seinen Namen von dem lateinischen februare, d. h. reinigen, sühnen. In Rom war der alte Jahresanfang auf den 1. März festgesetzt. Der vorhergehende Monat war der Reinigungsmonat. Das Volk wurde von Sünde und Schuld gereinigt. Außerdem fanden in diesem Monat alte, heilige Gebräuche statt, um die Seelen der Abgeschiedenen zu versöhnen und umherirrenden Schatten Ruhe zu verschaffen. Der große Frankenkönig Karl gab diesem Monat den Namen Hornung. Das alte Wort Hor bedeutet Kot oder weiche Erde und wurde wohl darum als Name gewählt, weil in dieser Zeit die Erde häufig durch Thauwetter erweicht wird. Auf den echten Wintermonat Januar folgt der „unechte", das bedeutet das altnordische Wort hornungr. Und unecht ist auch in der Regel der Februar. Es ist meist halb Winter, halb Frühling in dieser Zeit. Der Februar hat aber auch eine freundlichere Seite. Er ist der Monat des Jahres, wo Tanz und Mummenschanz, also Karnevalsfestlichkeiten abgehallen werden. Recht deutlich merken wir im Februar, wie die Tage anfangen zu langen. Mit der Zunahme des Lichtes wächst aber auch unsere Hoffnung auf den nahenden Frühling.
* Liederabend. Frau Balser-Landmann gab gestern Abend in der „Centralhalle" einen „Liederabend" vor einem gesangsliebenden Auditorium, das vorherrschend aus Damen bestand. Sie hatte sich eine recht anstrengende Aufgabe gestellt, denn das Programm wies nicht weniger als 17 Gesänge auf, die von der Konzertgeberin vorgetragen wurden. Aus einer vortrefflichen Schule hervorgegangen, wußte Frau Balser-Landmann die Lieder — Kompositionen der besten Meister — durch ihr angenehm klingendes Organ mit Gefühl und rechtem Verständniß in Tempo und Rhythmus gut abwägend zur Geltung zu bringen. Das Publikum lauschte andächtig und spendete der Künstlerin reichen und verdienten Applaus. Die Begleitung der Gesänge von Frl. Else Mann aus Frankfurt a. M. war geschickt und dezent. Auch als Solistin wurde letztere durch eine glatte Technik und durch musikalisches Empfinden ihrer Aufgabe in den von ihr zum Vortrag gebrachten Klaviervorträgen — „Präludium und Fuge" in E-moll von Mendelssohn, „Liebestraum" von Liszt und „Humoreske" von Ashton — gerecht. Die Anwesenden ließen es auch bei ihr an reichen Beifallsspenden nicht fehlen.
* Tyroler-Kouzert. Wie uns bekannt wird, spielt nächsten °Sonnlag die Tyroler- Gesellschaft Lechner in dem Restaurant „Wiener Spitze". Wir machen auf die vorzüglichen Leistungen der Gesellschaft schon an dieser Stelle besonders aufmerksam.
)( Umleitung eines v Zuges. Durch den Betriebs-Unfall auf dem Bahnhöfe Elm am 30. Januar war die Strecke Elm-Bollmerz ungefähr 12 Stunden unfahrbar. Der v-Zug 87 München-Hamburg, welcher um 10 Uhr 14 Min. nachts auf Station Elm einlaufen sollte, wurde an jenem Tage über Aschaffenburg-Hanau und von da über Elm weiter geleitet. Durch die Umleitung dieses Zuges über Aschaffenburg erlitt derselbe eine Verspätung von über zwei Stunden.
* Der Main ging gestern stark mit Treibeis, vermuthlich dem letzten aus dem Obermain, woselbst der Strom schmal ist und darum fester zugefroren war. Das Wasser ist infolge des erneuten Eisganges rasch gestiegen. Der Strom dürfte jetzt indessen seiner ganzen Länge nach vollständig eisfrei sein.
Berichtigung. In der gestrigen Notiz, betr. das Stiftungsfest der Post- und Telegraphen-Unterbeamten, muß es heißen: abends 7 Uhr anfangend — nicht wie irrthüm- lich angegeben, 8 Uhr.
* Abgestürzt. Vom Heraeus'schen Neubau am Grünen Weg stürzte gestern Mittag 11 Uhr der Schreinergeselle Heitzenröder vom Dache herab und fiel auf einen Haufen frischau'geworfener Erde. Der Sturz, obwohl aus einer Höhe von 12 m, hat ihm glücklicherweise nur ganz unerhebliche Verletzungen zugefügt.
* Opfer der Kälte. In der Nähe des ForsthauseK Neuhof wurde gestern von Holzarbeitern ein in den 60er Jahren stehender Mann, halberstarrt in einem Haufen Wellenholz liegend, gefunden. Der Oberförster ordnete sofort den Transport des Mannes nach dem Landkrankenhause an, doch war derselbe bei der Ankunft daselbst bereits verschoben. Ueber Name und Wohnort des Verschiedenen konnte nichts in Erfahrung gebracht werden.
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X Bom Lande, 31. Januar. Alljährlich zur strengen Winterszeit wird in der Tagespresse seitens der Thierschutzvereine und zahlreicher Privatpersonen zur Fütterung unserer befiederten Sänger und lieben Freunde in Feld und Wald aufgefordert. Gar Mancher unterzieht sich auch willig und freudig der kleinen Mühe in der zuversichtlichen Gewißheit, im Sommer dafür reichlich belohnt zu werden. Während so einerseits zur Erhaltung unserer kleinen Konzertmeister Alles versucht wird, gibt man' sie anderseits rettungslos dem Untergange preis, indem man ihre sämmtlichen Zufluchtsstätten, Nistplätze rc. schonungslos zerstört. Allenthalben, namentlich aber in jenen Gemarkungen, in denen die Zusammenlegung der Grundstücke perfekt wurde, hat man Hecken, Weiden, Ulmen rc. vernichtet. Kahl liegt gar manche Gemarkung vor unseren Augen. Nirgends entdeckt man einen Ruhepunkt in hübschen Baumgruppen ; nirgends aber auch findet das arme Vöglein ein Plätzchen, wo es sein Nestchen bauen, nirgends einen Schlupfwinkel, wo es den scharfen Klauen se ner gefürchteten Feinde, der Raubvögel, entgehen könnte. Dieser trostlosen Vernichtungswuth sollte — daskann nichthäufig genugbetont werden — mit aller Energie gesteuert werden; denn wenn dem leider bereits überhandnehmenden Unsuge der Gebüsch- und Baumvernichtung nicht rasch Einhalt geboten wird, werden wir uns in der Folgezeit kaum noch vor Ungeziefer an Gemüse und Obst, bei dessen Vertilgung uns bis jetzt die Vogelwelt so treulich half, retten können.
-r. Dörnigheim, 31. Januar. Am vergangenen Sonntag hielt der hiesige Gesangverein „Germania" seine diesjährige Abendunterhaltung ab. Dem zahlreich erschienenen Publikum wurde ein genußreicher Abend geboten. Der Verein brachte herrliche Gesänge zu Gehör, welche sowohl ihm als auch dem Dirigenten, Herr Wintrich aus Frankfurt, großen Beifall erwarben. Einige vom Dirigenten komponirte Chöre wurden vom Publikum sehr beifällig ausgenommen. Nicht zu vergessen seien aber auch die humoristischen Darbietungen, welche, äußerst gelungen vorgebracht, häufig Beifallsstürme hervorriefen.
)( Langenselbold, 30. Januar. (Hochwasser.) Das am vorigen Montag Morgen sich mit wahrhaft unheimlicher Schnelle eingestellte Hochwasser hatte einige Begleiterscheinungen, die wohl werth sind, noch nachträglich bekannt gegeben zu werden. Den interessantesten Anblick bot die anstürmende Fluth auf dem sogen. „Lachensteg", jener schmalen Ueberführung für Fußgänger über die die Straße zum Staatsbahnhos durchquerende Lache, wo man so recht das rapide Steigen wie die elementare Gewalt der Wassermassen in Muße beobachten konnte, die bald an allen Ecken und Enden gleich Plänklern aus dem Walde hervorbrachen. Tie ersten Wesen, die angeschwemmt kamen, waren eine Masse Maulwürfe, theils schon verendet, theils auch noch lebend. Die schwarzen Gesellen waren in ihren an den Wasserläufen gelegenen Wohnungen so schnell von der Fluth überrascht worden, daß sie sich wohl nur durch eine Flucht nach oben glaubten retten zu können, was ihnen aber leider nicht gelingen sollte. Später trieben auch Hasen durch, die jedenfalls in den Gebüschen an den Kinzigufern ihre Lager hatten und ebenfalls von dem Wasser überrascht worden waren. Ein armer Schelm von Langohr hatte noch soviel Kraft, sich aus die Diele des Steges zu retten. Aber von langer Dauer sollte sein Glück nicht sein, denn die Fluthen schwollen immer höher, bedeckten bald den Steg und rissen den sich zwar noch sträubenden, aber schon fast ganz entkräfteten Graupelz mit in die Tiefe, wo er bald in den schäumenden Wellen verschwand. — Gegen Mittag hatte sich im Ort die Nachricht verbreitet, daß eine Einwohnerin, die in ben Wald gegangen war, um Holz zu sammeln, noch nicht zurückgekehrt sei. Das Gerücht bestätigte sich glücklicherweise nicht, denn die Frau hatte noch zur rechten Zeit den Heimweg angetreten.
— Rüdigheim, 31. Januar. Heule schlachtete der Gutsbesitzer Theodor Neuling ein männliches Schwein, welches das respektable Gewicht von 660 Pfund besaß.
Vereinsnachrichten
für Freitag den 1. Februar.
Hanauer Stadttheoter: Benefiz für Herrn Regisseur Gehrmann: »Bocksprünge", Schwank in 3 Akten von Hirschberger und Kraatz; Anfang 7 Uhr.
Oratorienv«rein: Abends präcis 7 V« Uhr: Probe in der Oerreal schule. , .
Eoang. Männer- und Jünglingsverein: Unterhaltungsabcno t^oang. Vereinshaus-. . , ,
Merkes'scher Stenographen - Verein: Fortbildungskursus im Restaurant
Klub der „Harmlosen": Gemüthliche Zusammenkunft im „Frankfurter Bau.
Turn- u Fechtklub: Turnen.
Hanauer Schützenverein: Zimmerstutzenschlctzen. ,,. ,, -
Bicycleklub „Hannovia": Mudabend m der „goldenen Gerste . Mänuerabtheilung der Turngemeinde: Turnen.
Verein für Homöopathie und Naturheilkunde. Vereinsabend tn der Radfahr'?rv^ Radsport 1895: Vereinsabend im Restaurant zum Karpfen", Nosenstraße
Atbletenklub „Germania" : Riegenstemmen und Ringen der 1., 2. und 3 Klasse (Restauration Wagenbach, Paradeplatz).
Gesellschaft „Scharfes Eck": Monatsversammlung.