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Garnisonort durch kaiserliche Verordnung bestimmt werden." Diese Fassung wurde einstimmig angenommen.
In der II. Kommission de- Reichstags wurde gestern § 18 des Gesetzes über das Urheberrecht berathen, der nach der Regierungsvorlage lautet: „Als Nachdruck ist eS nicht anzusehen, wenn aus Zeitungen einzelne Artikel ab- gedruckt werden, die nicht mit einem Vorbehalte der Rechte »ersehen sind; dies gilt jedoch nur, wenn die Wiedergabe sinngetreu erfolgt. Der Abdruck von Ausarbeitungen wissenschaftlichen, technischen oder unterhaltenden Inhalts ist, auch wenn ein Vorbehalt der Rechte fehlt, unzulässig. — Abs. 2: Vermischte Nachrichten thatsächlichen Inhalts und Tagesneuigkeiten dürfen aus Zeitungen oder Zeitschriften stets abgedruckt werden. — Abs. 3: Wer auf Grund der Absätze ] und 2 den Abdruck von Schriftwerken bewirkt, hat die Quelle deutlich anzugeben." — Abs. 1 wurde unverändert angenommen, nachdem ein Antrag des Abg. Dr. Müller- Meiningen (fr. Vp.) statt: Ausarbeitungen „wissenschaftlichen, technischen oder unterhaltenden Inhalts" zu sagen: „belehrenden und unterhaltenden Inhalts" mit sieben gegen neun Stimmen abgelehnt war. Abs. 2 blieb ebenfalls unverändert. Dagegen erhielt Abs. 3 eine Fassung, wonach die Quellenangabe nur nöthig sein soll bei Artikeln mit Vorbehalt, sowie bei Ausarbeitungen wissenschaftlichen, technischen oder unterhaltenden Inhalts.
Die Botschaft des Königs im Parlament.
London, 25. Januar.
Unterhaus.
Das Haus ist stark besetzt. Der Sprecher verlieft zunächst die Beileidstelegramme der Präsidenten der griechischen, serbischen und rumänischen Kammer, die von dem Hause mit Beifall ausgenommen werden. Der erste Lord des Schatzes Balfour legt dann die Botschaft des Königs vor, worauf alle Mitglieder des Hauses das Haupt entblößen. Der Sprecher verliest die Botschaft, worin es heißt, der König sei fest davon überzeugt, das Land werde an seinem schweren Verluste Antheil nehmen. Das Wirken der verewigten Königin für die Wohlfahrt des Landes, sowie die Art ihrer Regierung werde den Unterthanen des britischen Reiches immer in dankbarer Erinnerung bleiben. Balfour beantragt dann, das Haus solle seinem Beileid Ausdruck geben. Er fügt hinzu, die Geschichte des Hauses sei lang und ereignißreich, aber er glaube, daß es niemals unter traurigeren Umständen zusammengetreten sei als heute. Niemals habe es mehr als heute die Pflicht gehabt, dem allgemeinen Trauern Ausdruck zu geben, das in den Herzen aller Bürger des britischen Reiches herrsche, die den Tod der Königin nicht nur als nationalen, sondern als persönlichen Verlust empfinden. Die Trauer werde noch gesteigert durch das allgemein sich geltend machende Gefühl, daß eine große Epoche zu Ende gegangen sei. Im Laufe der Regierungszeit der Königin habe der Einfluß der Krone nicht abgenommen, sondern zugenommen. Der Einfluß der Krone habe zunehmen müssen mit dem Wachsen der Entwicklung der großen selbst- regierenden Gemeinwesen jenseits der Meere, die mit Großbritannien durch die Person des Herrschers verbunden seien, der ein lebendiges Symbol der Einheit des Reiches sei. Ein konstitutioneller Monarch könne nur nach und nach seinen Einfluß geltend machen. Er übe diesen vor Allem durch das große Beispiel aus, das er seinem Volke gebe. In dieser Hinsicht habe die Königin Viktoria als erste aller konstitutionellen Monarchen dagestanden. Als Gattin und Mutter sei sie mit großen Eigenschaften ausgestattet gewesen. Sie sei, umgeben von ihren Kindern und Enkeln, verschieden. Sie habe in der Welt keinen Feind gehabt, denn selbst diejenigen, die England nicht liebten, hatten für sie die größte Zuneigung gehabt. (Beifall.) Bezüglich des Königs fügte noch Balfour hinzu, würde es wie Hohn klingen, wollte er diesen beglückwünschen. Denn im ganzen Königreiche gebe es keinen Menschen, der von größerer Trauer erfüllt sei. Dennoch müßte der König beglückwünscht werden, weil er der Pflicht gehorchend, die große Last der Verantwortlichkeit übernommen habe und von dem
„Eine Bitterkeit", sagt Jakob Grimm, „die etwas Unverjahr- bares hat! Im Bauernkrieg stand unter den Beschwerden oben an, daß die Fürsten Wald und Wasser genommen hätten. Dieser Sinn treibt noch heute manchen Wilddieb, der sonst nichts verbricht. Und welchem natürlichen Menschen wird nicht schwul dabei, wenn er Arme darben sieht, die in gemeinem Fluß und Wald den ungefangenen Fisch nicht fangen, das unerlegte Wild nicht erlegen dürfen? „Dürres Laub kehren, Beeren lesen, Vögel sangen dürfen sie noch" schreibt Jakob Grimm 1828; jetzt ist's »och anders und kann bei der Wichtigkeit und Schonungs- bedürftigkeit des schon längst über seine Kräfte angestrengten Waldes auch nicht anders sein. Schon im 14. bis 16. Jahrh, lauten die Weisthümer: „So weisen wir unsern gnädigen Herrn Mann und Bann, Fund und Prunk, den hohen Wald, den Vogel in der Luft, den Fisch in den Wogen, das Wild in den Hecken". Oder: „Olockenklang, Waffergang, den Fisch in den Wogen, das Wild auf dem Land, den Vogel in dem grünen Wald, daß den Niemand soll engen und zwengen ohne Erlaubniß des gebietenden Herrn". Doch das war immer noch nicht allzustreng gemeint. So sagt das Ober-Auler Weisthum : „Auch soll ein Bürger oder Bürgerskind von Aule mit einem Hamen fischen, soweit der Glockenklanz klingt oder schillet, des soll ihm kein Herre wehren". Auch das Urbacher Weis- thum sagt mildernd: „Ging aber ein guter Geselle in der Grafschaft in's Wasser mit Hosen und Schuhen und griffe einen Fisch, äße den mit guten Freunden, soll unverbrochen sein, soll aber nicht mit Garn fangen, oder die Fische zu Markt tragen ; auch ob ein Schäfer mit einem Rüden zu seinen Schafen ginge und ungefähr einen Hasen griff und trägt den offen- barlich auf seinem Halse, kocht ihn nit mit Kohl und Kraut, sondern thut ihm sein Recht, pfistert (spickt) und brät den und lädt den Schultheißen oder Herrendiener dazu, soll auch unver- brschen han (haben), aber er soll nit darnach gehen, nachstellen, den nit schießen noch verkaufen." „Item kann auch ein Bürger oder Bürgerskind einen Hasen gefahen mit einem Hunde oder kann ein Schwein gefahen, das soll ihm kein Herre wehren,
Hassuer Anzeiger
ernsten Willen erfüllt sei, diese Pflichten bis an sein Lebensende zu erfüllen. Balfour bringt dann die Adresse ein. In der von ihm eingebrachten Adresse versichert das Haus den König seiner tiefen Antheilnahme an der Trauer über das Ableben der Königin und bringt dem Könige seine Glückwünsche zur Thronbesteigung dar, verspricht Ergebenheit und drückt die feste Ueberzeugung aus, daß der Köniz während seiner Regierung fich bemühen werde, die Gesetze des Königsreichs aufrecht zu erhalten und für die Wohlfahrt und Freiheit seiner Unterthanen einzutreten. Bannermann unterstützt die beantragte Treffe und fügt hinzu, daß der König in der vom Volke geliebten jetzigen Königin eine werthvolle Stütze finden werde. (Beifall). Der Sprecher erklärt die Adresse für angenommen, wogegen sich kein Widerspruch erhebt. Auf den Antrag Balfours vertagt sich das Haus bis zum 14. Februar.
Oberhaus.
Salisbury legt die Botschaft des Königs vor wie im Unterhause und beantragt ferner die Annahme einer ähnlichen Adresse wie im Unterhause. Salisbury zollt den persönlichen Eigenschaften der Königin «arme Anerkennung und betom besonders die Beziehungen der Königin zu ihren Ministern, die ihre große Einsicht stets bewunderten und ihren Ansichten stets Rechnung tragen mußten. Bezüglich des Königs fügt Salisbury hinzu, dieser habe bei der Thronbesteigung einen großen Vortheil. Er hatte das größte Beispiel vor sich, das er haben konnte. Er habe sich mit dem politischen sozialen Leben seines Landes vertraut gemacht und sei außerordentlich populär im Auslande. Fast ebenso beliebt, bringe das Haus ihm seine Glückwünsche dar. Es sei von der Ueberzeugung durchdrungen, daß er kein unwürdiger Nachfolger der Königin Viktoria sein werde. Kimberley und der Erzbischof von Canterbury unterstützten die beantragte Adresse, die sodann einstimmig angenommen wurde.
Hus Stadt und Cand.
Hanau, 26. Januar.
* Mainkanalisirung und Hafenanlage. Diese wichtige und interessante Frage wurde in der Stadtverordnetensitzung vom 24. Januar, wohl infolge der in der Handels- kammersitzuug dargegebenen Aussicht, daß das Hafenprojekt uns erheblich höher zu stehen kommen würde, als bisher angenommen, angeschnitten und darauf einer lebhaften Debatte unterzogen, welche wir unserem Bericht vom 25. d. M. noch folgen lassen.
Auf die Anfrage des Herrn Stadtverordnetenvorstehers Canthal, ob gegen die Fassung der Protokolle aus den beiden vorangegangenen Sitzungen Einsprüche zu erheben seien, führte Herr Kehl jr. aus, daß der Herr Vorsteher in dem dem Protokoll über die erste Sitzung beigefügten Bericht über das verflossene Geschäftsjahr ausgeführt habe, daß mit den für die Vorarbeiten für die Samenanlagen bewilligten 10,000 Mk. die grundsätzliche Zustimmung für die Ausführung dieser Anlage ausgesprochen sei, was er jedoch als Thatsache nicht anerkennen möchte. Auch könne er sich nicht entsinnen, bei der Erstattung des erwähnten Berichts diesen Sinn herausgehört zu haben.
Herr Stadtv.-Vorsteher Canthal beruft sich auf den stenographischen Bericht und vertritt auch heute den Standpunkt, daß mit der erwähnten Bewilligung nicht nur die Genehmigung ausgesprochen sein kann, lediglich in eine Prüfung der Hafenanlage einzutreten, sondern daß man damit im Prinzip der Ausführung des Projekts zugestimmt habe, von welcher Maßnahme die Regierung lediglich die weiteren Schritte für die Kanalisirung abhängig machen könne. Die prinzipielle Zustimmung zu dem Unternehmen sei übrigens schon früher durch den Gemeindeausschuß ausgesprochen worden und glaube er, wäre es der Bürgerschaft wohl nicht erwünscht, wenn bei der Regierung bezw. beim Ministerium die Ansicht Boden gewinnen würde, daß Magistrat und Stadtverordnete nicht thatsächlich gewillt seien, die später für den Hafen benèthigten Mittel ebenfalls zu bewilligen. Es BOTnwmMBBK^ -MW-- -------------------------- BH .....■ IIIHH
sofern daß er den Schweinskop meinem Herren von Ziegenhain schickete."
Stadttbeater in Dan au.
Hanau, 26. Januar.
Gerhart Hauptmanns tiefergreisendeS deutsches Märchendrama „Die versunkene Glocke" hat am Freitag Abend auch an unserer Bühne seinen siegreichen Einzug gehalten, denn unter dem zahlreichen Publikum, das dieser Erstaufführung beiwohnte, dürfte sich kaum ein Einziger finden, auf den der wunderbare Stimmungsgehalt des poesievollen Werkes ohne Eindruck geblieben wäre. Der realistischste unter unseren dramatischen Dichtern, der die Gestalten seiner schöpferischen Phantasie bisher dem rauhen Getriebe des nüchternsten Alltagslebens entnommen, hat sich mit dieser Dichtung in das Wunderland des Märchens geflüchtet und schmückt die einfache ergreifende Handlung feines Dramas mit einer Fülle von Poesie, von Waldeszauber und Tannenduft und belebt sie mit einer Schaar von Geistern und Elfen. Für eine Kapelle hoch oben auf den Bergen hat Meister Heinrich eine Glocke geschaffen, daß sie mit ihrem Klange die stille einsame Bergwelt erfülle. Aber die boshaften Geister, neidisch dem Beginnen des Menschen, verhindern den Transport der Glocke zu ihrem Ziele und stürzen sie hinab in den stillen Bergessee, ihren Schöpfer zugleich auf den Tod verwundend. So findet ihn Rautendelein, ein Wesen von wunderbarer Schönheit, und bringt ihm die erste Hilfe. Sie folgt ihm hinab in das Thal und von ihren Zauberkünsten genesen, verläßt er Weib und Kind, um der goldhaarigen Zauberin wieder hinauf in die Berge zu folgen, mit ihr zu leben und dort das Werk zu schaffen, das seine ganze Seele erfüllt. Den treuen Werner, den Pfarrer, der ihn aus den Schlingen der Hexe lösen möchte und zurückführen will zu Weib und Kinder, verlacht er und feine Vermessenheit kennt keine Grenzen mehr, denn nur der versunkenen Glocke Klang vermöge, ihn von seinem Werk und seiner Liebe zu scheiden. Aber die Geister des Berges sinnen auf sein Verderben und als ihm in seinem Taumel und Licbesraiisch eine Vision seine verlassenen Kinder mit den gesammelten Thränen der Mutter vor Augen führt, da hört er der versunkenen Glocke Schall, deren Töne mit vernichtender Gewalt in sein erwachtes Gewissen fallen. Sein Weib hat den Tod in dem Bergsee, wo die Glocke ruht, gesucht und gefunden und er, von Sehnsucht verzehrt, irrt in den Bergen umher, um die verschwundene Geliebte zu suchen. Die Stelle, wo er von Rautendelein todtivund gefunden wurde, dient nun auch dem letzten Wiedersehen der Beiden; er trinkt den Tod aus einem Becher, den die alte Wittichen ihm bot und sie ist eine sichere Beute des Brunnengeistes Nickelmann, der lang auf sie gelauert. Das
26. Januar
stehe Herrn Kehl nichts im Wege, hier seine persönliche Meinung zum Ausdruck zu bringen, dsch könne damit eine Korrektur des Berichts wohl kaum beabsichtigt sein. Wenngleich in der bezeichneten Vorlage eine prinzipielle Zustimmung zur Erbauung des Hafens nicht «örtlich zum Beschluß erhoben worden sei, so muffe diese doch bei der Bewilligung der Mittel für die Vorarbeiten als ausgesprochen gelten.
Herr Kehl vermag nicht einzusehen, daß, da man „a" gesagt habe, nun auch „b" folgen müsse, eine derartige Auf- fassung sei wohl bei der seiner Zeit erfolgten Abstimmung nicht zu Tage getreten.
Herr Oberbürgermeister Dr. Gebeschus meint, wenn das in beiden Körperschaften ausgesprochene Prinzip zur Schaffung einer Anlage entsprechend dem zu erwartenden Verkehr kein definitives wäre, die für Vorarbeiten bewilligten Mittel in Höhe von 10 000 Mk. als weggeworfen gelten müßten. Allerdings würde an der der Regierung abgegebenen Erklärung festgehalten werden, daß, wenn die Ausführung anstatt einer halben oder einer Million vielleicht zehn Millionen an Kosten verursachen würde, die Stadt sich nicht bereit finden könnte, derartige unerschwingliche Kosten zu übernehmen.
Herr Stadtv.-Vorsteher Canthal schließt sich diesen Ausführungen an, die sich herausstellenden Kosten müßten selbstredend im Einklang stehen mit dem von der Anlage zu erwartenden Nutzen, die prinzipielle Entscheidung halte er für getroffen. Gerade jetzt, wo man mit der Regierung in dieser wichtigen Angelegenheit engere Fühlung genommen habe, halte er es für sehr erwünscht, dieser gegnüber ziemlich bestimmte Erklärungen abgeben zu können. Würde die Auffassung des Herrn Kehl allgemein getheilt werden, so sei dies gleichbedeutend mit einer Art Zurückrufung dessen, was man vorher für erforderlich und zweckmäßig gehalten habe. Magistrat sowohl wie Regierung müßten bei ihren ferneren Maßnahmen die Gewißheit haben, daß die Stadtverordneten hinter ihnen stehen. Es sei sogar zu erstreben und von großer Tragweite, daß gerade jetzt, wo auch im Landtage unsere Wünsche mit in den Vordergrund treten, mit gewisser Energie für die Annnahme des Kanalisi- rungsprojekts eingewirkt werde, wozu man sich jetzt in der günstigsten Lage befände, und wäre es zu bedauern, wenn die bisherigen Sympathien durch die Ansicht des Herrn Kehl eine AbschärfnnZ erlitten, weshalb es zu begrüßen sei, wenn sämmtliche Mitglieder sich auf seinen, des Redners, Standpunkt stellen würden.
Herr Roth erklärt sich mit diesen Ausführungen vollkommen einverstanden.
Herr K e h l dagegen vermißt Nachweise darüber, welche Vortheileder Stadt durch die Hafenanlage in Verbindung mit der Main - Kanalisirung erwachsen würden. Vom Standpunkte der Handelskammer scheine ihm das Unternehmen ja wünschenswwth, in Anbetracht der Hanauer Verhältnisse an sich müsse er sich jedoch sagen, daß gewerbliche und industrielle Unternehmen weit vortheil- haftere Niederlassungen in der Nähe der Stadt, z. B. in Dörnigheim, finden würden, wo das Baugelände weit billiget sei als hier am Platze.
Herr Canthal hält es nicht für geboten, heute über die Einzel fragen hier zu verhandeln. Es habe wohl jeder Einzelne sich sei» Urtheil gebildet und gehe das seinige dahin, daß, wenn das Unternehmen unsere Kräfte nicht in ganz unverantwortlichei Weise in Anspruch nehme, die Stadt den Hafen zur Ansfüh rung bringen müßte. Sollte sich später herausstellen, daß zu Ausführung etwa mehrere Millionen nothwendig würden, so daß man vor der Ausführung zurückschrecken müßte, sei mai ja nicht gebunden. Die Feststellung der Kosten könne eben er' bei der Ausarbeitung präziser Vorlagen und Pläne erfolger Dessen ungeachtet sei wohl das Prinzip für die Hafenanlao selbst in Fleisch und Blut übergegangen in der Erwartung daß die Mainkanalistrung durchgeführt werde. Herr Kek habe sein gutes Recht, seine ablehnende Haftung zu Protoko zu geben, doch hege er die Hoffnung, daß die damit in Ve» bindung stehende Abschwächung nur von einzelnen Persone herbeigkführt sei und daß die große Majorität die Ansiä
sagenreiche Riesengebirge gibt dem Stück den Schauplatz d Handlung, in dessen wundervollem Äusbau sich die Vielsettigk eines Talentes ossenbart, die etwas Ueberraschendes hat. Dl
Verdienst aber, unsern Spielplan mit einem Stück von fold bestrickenden Schönheit bereichert zu haben, gebührt dem Benefiziant« dem dafür auch an dieser Stelle Dank ausgesprochen ju werden vordiei Für das vornehme fein künstlerische Gefühl 'des Herrn Metz spricht tu die überaus sorgfältige Herausbringung des Ganzen der mit den vorhc denen Mitteln auch recht gute dekorative Efjekte erziele» konnte. Die Dl stellung war fein abgetönt und der StimmungSgehalt so weit als n möglich auf das Beste gewahrt. Das Publikum zeigte sich für den botenen Genuß recht dankbar, cs bereitete dem Benefizianten einen re sympathischen Empfang und zeichnete ihn neben den übrigen Hauptdarstelll an den Aktschlüssen durch wiederholten Hervorruf und die üblichen Blum spenden aus. Auch seine darstellerische Leistung des Abends verdiente i diese Aufmerksamkeit. Einfach und edel im Spiel, warm und eindring in Sprache und Ausdruck, war sein Pfarrer eine prächtige lebcuso Gestalt. Eine hochachtbare Leistung war auch der Glockengießer Hein des Herr« Becker. Einfach und natürlich in der Anlage, von warn Ein finden geleitet in der Durchführung seiner schönen Rolle, schuf junge Künstler ein prächtiges Bild des Meisters in seinem sehnsuchtsvo Ringen nach der höchsten Vollendung seines Werkes und der dämonisch Leidenschaft für daS schöne Weib. Die herrlichen Verse deS dritte« A „Nun kling mein Saiten-Glockenspiel* br-.chten Herrn Becker auch verdienten Applaus bei offener Szene. Auch die schmerzliche Tragik di der Rolle geborgen, wußte Herr Becker in seiner Tiefe zu erschöpien. reizendes, goldfarbiges Rautendelein war Frl. Sesulka, die uns mit geschmeidigen Durchführung dieser Parthie völlig überraschte. Auch sie herrschte ihre schöne Aufgabe in allen Theilen und lieh der echten P," des Rautendeleins auch den vollen poetischen Ausklang.^ De» bockbein Gesellen den Waldschrat verkörperte Herr Lindenlaub mit dem nölh boshaften Humor und unentbehrlichen Gelenkigkeit der Glieder und für Wirkung des Rickelmannes setzte Herr Sch mit h sein prächtiges 5 stellungstalent ein. Die alte Wittichen bot Frau Hantke auch eir wieder volle Gelegenheit ihr treffliches Talent für scharf umrisseue ch< teristische Aufgaben zu bethätigen. Frl. Brando w als Magda h zwar nur eine kleine Parthie, aber sie stattete sie mit der ganzen 5 ihrer schauspielerischen Kunst aus, so daß auch sie zu dem hervorrage Erfolg des Abends ihr Bestes beitrug. Auch die übrigen kleinen Par« befriedigten durchweg.