85. Januar.
Hanauer Anzeiger
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und deren Damen freien Eintritt haben. Anmeldungen zum Eintritt in den Verein werden jeden Freitag Abend im Vereinslokal „Gasthaus Zur goldenen Gerste" angenommen. Am Sonntag den 27. d. M., nachm. 5 Uhr findet der erste Vortrag und zwar über Zweiwuchs (Englische Krankheit- Rhachitis) statt.
* Vortrag. Einen 2. Vortrag über feine Orientreise wird heute Abend Herr Lehrer Weißmüller im Lereinssaal des kathol. Jünglingsvereins halten. Der große Beifall, welchen der erste Vortrag gefunden, wird nicht verfehlen, auch heute Abend wieder alle jene versammelt zu sehen, Die den höchst interessanten Worten des ersten Vortrags gelauscht haben.
* Ehefreuden. In der Altstadt erneuerte gestern Abend ein Ehemann auf offener Straße das vor dem Altar geleistete Gelübde ewiger Liebe und Treue dadurch, daß er seine Frau durch verschiedene Gassen verfolgte und sie mißhandelte. Der Beendigung seiner Lektion fügte er hinzu, daß es zu Hause noch „Mehr" gäbe!
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gt. Gr.-Auheim, 25. Jan. Am Mittwoch Nachmittag fand in der Restauration „Zur Eisenbahn" die erste diesjährige Bezirkskonferenz für die katholischen Lehrer des Kreises Hanau statt. Nach der üblichen Begrüßung durch den Vorsitzenden Herrn Lehrer Fickert und einem kurzen Referat desselben über Vereinsleben hielt Herr Lehrer Weißmüller-Hanau einen sehr interessanten Vortrag ^über seine Palästinareise im Herbste 1890. Nach Beendigung des ersten Theiles der lebendigen Schilderung brach Redner auf Wunsch der Konferenztheilnehmer ab, um demnächst die Fortsetzung zu bringen. Es fanden sodann verschiedene Vereinsangelegenheiten ihre Erledigung. Als Ort der nächsten Versammlung wurde Fechenheim bestimmt. Herr Lehrer Görge hier übernahm die Ausarbeitung eines Aufsatzes. Am Schlüsse des ernsten Theiles .gedachte der Herr Vorsitzende der beiden patriotischen Feiern dieses Monats und brachte ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus.
+ Bruchköbel, 25. Januar. Die nach der vorgestrigen Nummer des „Hanauer Anzeiger" in dem Artikel „Schöffen- gerichtssitzung" geschilderten Vorfälle am 2. Dezbr. in der B.'schen Wirthschaft bedürfen insofern einer Ergänzung, als die mit einer Katzenmusik verglichenen Gesänge keineswegs eine Produktion des hiesigen Gesangvereins waren. Es waren dies vielmehr jugendliche Leute eines früheren dahingeschiedenen Vereins, die ihren Kehlen in etwas erregter Stimmung freien Lauf ließen.
— Rückingen, 24. Januar. Seit dem 20. d. Mts. hat die Kreissparkasse hier eine N e b enr e n d a n tu r zur Annahme von Spareinlagen errichtet. — Die Rechnungsführung des hiesigen D a r l e h n s k a s s e n - V e r e i n s ist, nachdem der bisherige Rechnungsführer sein Amt niedergelegt hat, in die Hände des Herrn Schuhmachermeisters Wilhelm Hollenbach übergegangen. — Es wird von Interesse sein, zu" erfahren, daß die von der Firma Schönmeyer u. Baumann hier beabsichtigte Telephonverbindung nach Hanau gegen- ^rväriig hergestellt wird. Zugleich mit dieser Anlage erhält Rückingen den seit langer Zeit erwünschten direkien Fernsprech- Anschluß an Hanau und Langendiebach. Die Gesammtanlage wird in den nächsten Tagen benutzbar werden. — Das Kinzig eis steht hier noch so fest, daß bei dem so plötzlich eingetretenen Thauwetter für die Sicherheit unserer hölzernen Kinzigbrücke mit Recht gefürchtet wurde. Die Kreisbauinspektion läßt daher Arbeiten zur Freilegung der erwähnten Brücke vom Eis ausführen, um die Gefahr des Fortgeschwemmtwerdens nach Möglichkeit zu verringern. — Wie sich jetzt, nachdem Thauwetter eingetreten ist, herausgestellt, hat der strenge Frost seit Anfang des Monats dem Wintervorrath an Ge- Gmüsen, mit welchem die hiesigen Landleute den Hanauer Markt zu versorgen pflegen, überaus großen Schaden zugefügt, sodaß der größte Theil vernichtet ist. Da andere Gemeinden wohl ähnlich unter der strengen Kälte zu leiden hatten, dürfen wir uns für den Rest des Winters auf hohe Gemüsepreise gefaßt machen.
X Langenselbold, 24. Januar. In dem schön geschmückten Saale seines Vereinslokales hielt am Sonntag der hiesige Schützenverein sein in jeder Beziehung gediegenes Winterfest ab. Die musikalischen Darbietungen sowohl wie die für jedes Ohr passenden Vorträge des Herrn Dietrich fanden bei den ziemlich zahlreich erschienenen, aber durch die tierhöhten Preise gewählten Gästen stürmischen Beifall. Heitere l-und mit Beifall aufgenommene Szenen brachten auch bk von Herren und Damen aus dem Verein aufgeführten Einakter: „Beim Oberförster" und „Oberst Brumm", in denen die Darsteller durchweg sehr Gutes leisteten und Proben ihres Könnens • in der darstellenden Kunst ablegten. Alles in Allem war es eine rechte Schützenfeier, die durch einen Ball einen würdigen Abschluß fand.
Vereinsnachrichten
_ _ , für Freitag den 25. Januar.
Kunstverem: Inder Aulader Könt gl. Akademie: Ausstellung VSU Gemälden rc.
Hanauer Stabtt beeter: Benefiz für Herrn Regisseur Metz: „2)te ber« siirkme Glocks, Märchen-Drama in 5 Akten von Gerhart Hauptmann ; Anfang 7 Uhr.
Wetterauische Gesellschaft für die gelammte Naturkunde: Abends 7V« tnJ Phhsikzimmcr der Oberrealschule: Vortrag des Herrn Oberlehrer Ransenberger über „Die elektrische Einrichtung der Overrealschule".
Eoang. Männer- und Jünglingsverein : Unterhaltungsabend (Evans. VereinshauS).
MerkeS'scher Stenographen - Verein: Fortbildungskursus im Restaurant »zur Sonne".
Kürb der „Harmlosen": Gemüthliche Zusammenkunft im „Frankfurter
Turn- u Fechtklub : Turnen.
Hanauer Schützenverein: Zimmerstutzenschießen.
Bicyeleklub »Hannovta": Klubabend in der „goldenen Gerste".
Mannerabtherlung der Turngemeinde: Turnen.
Verein für Homöopathie und Naturheilkunde: VereinSabend in der „goldenen Gerste".
Radfahrerverein Hanauer Radsport 1895: VereinSabend im »Restaurant zum Karpfen", Rosenstraße
Athletenklub Germania': Riegenstemmen und Ringen der 2. und , 3 Klaffe (Restauration Wagenbach, Paradeplatz).
Gesellschaft „Scharfes Eck': VereinSabend.
DrrstbigermAss- â. Aâ«der
für Samstag den 26. Januar.
Vormittags 11 Uhr wüd im Kämmereilokal, RathhauS 1. Trerpe, Zimmer Nr. 10, ein links des Vaum'schen Wegs belegene Hospital- Grundstück meistbietend verpacht t.
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Secwarte.
Telegramm aus Hamburg vom 25. Januar.
■.....m (9 Führ 40 Min.)
Ein Maximum lagert über Südosteuropa, ein Minimum von 733 mm über b^m norwegischen Meer. Der Barometer ist in Skandinavien stark gefallen. In Deutschland ist das Wetter trübe und mild.
Prognose für den 26. Januar: Trübes, mildes Wetter mit Negenfällen wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 24./1. 25./1.
Sehr trocken Beständig
Schön Veränderlich
Regen (Wrnd
Viel Regen
Sturm
Klus ptab und fern.
Witzenhausen, 23. Jan. Vergangene Nackt um 2 Uhr ertönte Feueralarm. Es brannte in einem Hintergebäude des Gasthauses „zum Rothen Hause". Schnell war die Feuerwehr zur Stelle, doch verging einige Zeit, ehe sie zum Löschen kam, da es anfangs an Wasser mangelte. Als dann endlich der Abfluß des Feuerteiches wieder funktionirte, gelang es, das Feuer bald zu erflicken. Die rasche Aufeinanderfolge der beiden Brände ruft hier Beunruhigung hervor; es wird vielfach die Vermuthung ausgesprochen, daß ein und dieselbe verbrecherische Hand im Spiele sei.
Hd. Darmstadt, 25. Januar. Das in Moskau weilende Großherzogspaar reist heute nit dem auf der Rückreise aus der Krim begriffenen russischen Kaiserpaar nach Petersburg und begibt sich von dort in den nächsten Tagen nach England, um an den Beisetzungs-Feierlichkeiten theilzunehmen.
Kauptvrrsammluug des Deutschen Flottenvereins.
Gestern Vormittag trat in Berlin in dem mit Fahnen und Wimpeln festlich geschmückten Saale des Hotel de Rome der Deutsche Flottenverein unter Leitung des Fürsten zu Wied zu seiner Hauptversammlung zusammen. Dem Thälig- keitsbericht des Präsidiums ist zu entnehmen:
Am 1. Januar zählte der Deutsche Flottenverein 93 991 Einzelmitglieder und 286 körperschaftliche mit einem Personen- bestande von 152890, so daß die Gesammtmitgliederzahl bei Beginn des abgelaufenen Jahres 246 967 betrug. Bis zum 31. Dezember 1900 war die Zahl der Einzelmitglieder auf 269 370 gestiegen, während sich für die körperschaftlichen Mitglieder eine Summe von 329 771 ergab, die in 1010 Vereine und Verbände gegliedert sind. Die Gesammtmitgliederzahl betrug demnach am 31. Dezember 1900 599141. Die Organisation ist in allen Landestheilen gegen das Vorjahr bedeutend erweitert und ausgebaut worden. Dir Zahl der Hauptausschüsse betrug am 31. Dezember 1900 fünfzig gegen sechsunddreißig am Ende des Vorjahres, die Zahl sämmtlicher Geschäftsstellen, ungerechnet eine Anzahl von Vertrauensmännern, die einstweilen provisorisch die Funktionen ordentlicher Geschäftsstellen ausüben, betrug 1479 gegen 464 im Vorjahre. Die erhöhten Anforderungen an die Arbeitsleistung des Kanzleramtes machten im ersten Halbjahr die Anstellung von durchschnittlich 40 Beamten nöthig, deren Zahl nach Annahme des Flottcngesetzes allmählich auf beinahe die Hälfte herabgesetzt wurde. Nach dem Rechenschaftsbericht betragen die Handlungsunkosten einschließlich der Jnventaranschaffungskosten 125 589,51 Mk., b. h. 24 Prozent des gesammten ordentlichen Etats, oder 0,28 Mk. für jedes Mitglied. Die außerordentliche Propaganda während des Kampfes um das Flottengesetz hat die Ausgabe von mehr als 6 Millionen Büchern, Broschüren und Schriften nöthig gemacht, deren Kosten aus den außerordentlichen Einnahmen bestritten wurden. In der ersten Hälfte des abgelaufenen Jahres wurden 3000 Flotten- Vorträge veranstaltet, denen sich in den letztverflossenen Wintermonaten weitere 600 anschlossen, letztere zum größten Theil in Süddeutschland. Die Gesammtkosten hierfür betragen 86 840,24 Mk. Der ordentliche Etat 1900 balancirt mit 537 438,38, der außerordentliche mit 411 812,88 Mk. Der Stand des ordentlichen Vereinsvermögens war am 1. Januar 1901 148171,10 Mk., die laufenden Verbindlichkeiten betrugen 61801,23 Mk. Der China-Unterstützungsfonds hatte am 31. Dezember 1900 die Höhe von 130 923,70 Mk. erreicht ; der Voranschlag für 1901 beträgt 490 000 Mk. Als erfreuliche Thatsache muß festgestellt werden, daß durchschnittlich etwa 64 v. H. der Einnahmen der Hauptausschüsse an die Hauptkasse abgeführt sind, während im Vorjahre nur 49 v. H. abgeführt wurden.
Wie der Vorsitzende, Fürst zu Wied, mittheilte, sind im Laufe des Jahres 1900 aus geschieden die Vizepräsidenten Erbprinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst und Staatssekretär a. D.
Hollmann. Für diese wurden einstimmig von der Versammlung auf Vorschlag des Präsidiums gewählt: als erster Vizepräsident Fürst Otto zu S a l m - H o r st m a r, als zweiter Vizepräsident Generalleutnant z. D. F r h r. v. Din ck- l a g e - C a m p e, an Stelle des letzteren wurde als Beisitzer zum Präsidium General Heim, und für den ausgeschiedenen Geheimen Kommerzienrath Frentzel Generaldirektor Marx aus Danzig kooptirt.
Hus aller Welt.
Zehn Offiziere und sechzig Mann von einer Lawine verschüttet. . Dienstag unternahm eine Abtheilung vom 6. französischen Alpenjäger-Bataillon einen Eikundungs- marsch von 2300 Metern. - Dabei wurden 10 Offiziere und 60 Mann durch Schneelawinen verschüttet. Mit vieler Mühe ist es gelungen, die Verschütteten aus dem Schnee zu graben und in das Leben zurückzurufen.
Zur Könitzer Mordthat schreibt die „Danziger Zeitung" folgendes: Die Massenhaussuchungen in Konitz scheinen ebenso ergebnißlos geblieben zu sein, als alle früheren Ermittelungsversuche. Die Berliner Kriminalschutzleute sind nach Berlin zurückgekehrt, und nur einige Danziger Kriminalschutz- leute sollen noch in Konitz zurückgeblieben sein. Man führ auch jetzt noch wie bisher vor einem undurchdringlichen Räthsel. Am wenigsten förderlich zu dessen Lösung haben sich die Bemühungen verschiedener Preßberichterstatter erwiesen, die namentlich in Berliner Blätter ihren Spuck treiben und mit mehr oder minder Findigkeit angebliche Verdachtsmomente ausstöbern, welche „neue Spuren" weisen sollen. Es werden dabei in ziemlich leichtfertiger Weise Personen öffentlich verdächtigt, ohne daß die zuständigen Untersuchungsbehörden irgend welches beweiskräftige Material in Händen oder genügenden Grund zum Einschreiten haben. Dies Schicksal widerfuhr neuerdings dem Könitzer Lehrer Weichsel, gegen den in Berliner Blättern allerhand „Verdächtiges" zusammengetragen wurde. Herr Weichsel erklärt im „Könitzer Tageblatt", daß er gegen die Urheber und Verbreiter dieser Verdäch- «tigungen wegen Verleumdung gerichtlich vorgehen werde. Er bemerkt dabei: „Ich bin seitens der Unter suchungsbehörde bis heute noch nicht einem einzigen Verhöre unterzogen; auch hat, wie mir seiner Zeit der Erste Staatsanwalt Settegast und die anderen Untersuchungsbehörden erklärten, ein solcher Verdacht gegen mich niemals bestanden. Falls ich auch nur im Geringsten verdächtig erschiene, so hätte man mich jetzt doch wenigstens vernehmen müssen. Das ist nicht geschehen, obgleich es natürlich gewesen wäre."
Drabtbericbte des „Ban. Hnz.“
Berlin, 25. Jan. Der frühereBerlinerOber- bürgermeister Zelle ist gestern g est or b en.
Berlin, 25. Januar. Die Morgenblätter melden : Abends erstickten bei einem Wohnungsbrande in der Hochstädter Straße zwei kleine Kinder, ein Zwillingspaar.
Mülhausen, 25. Januar. (Privattelegramm). Um 1 Uhr nachts e n t g l e i st e ein von (Straßburg kommender Personenzug mit seinen ersten Wagen in der Nähe der Altkircher Brücke in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes. Personen wurden nicht verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend.
Rochefort, 25. Jan. Mehrere unbekannte Individuen versuchten in der vorletzten Nacht den hiesigen Pulverthurm in Brand zu stecken. Der Militärposten feuerte rechtzeitig auf die Attentäter und verwundete anscheinend mehrere von ihnen. Die Thäler sind jedoch entkommen.
Lille, 25. Jan. Kriegsminister Andre besichtigte vorgestern in Begleitung des Generalstabschefs General de la Croix die Festungswerke der Stadt. Nach dreistündiger Inspektion kehrte der Minister nach Paris zurück.
Rom, 25. Jan. Nachdem die vorgestrige Kamm rsitzung zum Zeichen der Trauer um die Königin von England ausgehoben war, stießen mehrere sozialistische Abgeordnete Hochrufe auf die Buren aus. Diese Kundgebung wurde von den übrigen Abgeordneten aufs Schärfte getadelt.
Paris, 25. Jan. „Siscle" veröffentlicht einen längeren Artikel über die „Los-von-Rom-Bewegung."
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Zum Ableben der Königin von England.
Berlin, 25. Januar. Nach einer Meldung aus London ist der T a g d e r B e i s e tz u n g der verstorbenen Königin von England nunmehr bestimmt. Am 2. Februar sollen ihre sterblichen Ueberreste neben dem Sarge des Prinzgemahls in dem Mausoleum zu Frogmore zur letzten Ruhe gebettet werden.
Berlin, 25. Januar. Ueber das Leichenbegäng- n i ß der Königin Viktoria berichtet der „Lokal-Anzeiger" aus London Folgendes: Auf ausdrückliche Anordnung der Königin wird der Sarg auf einer Geschütz-Lafette gefahren werden. Auch die Flotte wird beim Begräbniß eine wichtige Rolle spielen. Das Kanal-Geschwader und alle zur Verfügung stehenden Kriegsschiffe erhielten Befehl, sich am 1. Februar bei Spithead zu versammeln.
Berlin, 25. Januar. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Kiel: Der Kaiser ordnete an, daß die Offiziere und Beamten anläßlich des Todes der Königin von England aus 14 Tage Trauer anlegen. Die Kriegsschiffe verfahren am Beisetzungstage nach dem Trauer-Zeremoniell der englischen Marine. Die „Hohenzollern" und die „Nymphe" wurden auf der Fahrt durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal durch dicken Nebel aufgehalten und konnten daher aus Brunsbüttel ihre Fahrt nach England erst gestern Nachmittag fortsetzen. — Nach einem Telegramm aus Wilhelmshaven erhielten die Panzer „Sachsen" und „Württemberg" und ein Kreuzer Befehl, am Montag nach England in See zu gehen. Sämmtliche deutsche Kriegsschiffe im Auslande wurden angewiesen, aus Anlaß der Beisetzung der Königin von England Salut zu geben und halbmast zu flaggen.
Berlin, 25. Januar. Wie dem „Lokal-Anz." aus London depeschirt wird, fuhr König Eduard um 11 Ve Uhr