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Das Haus Brandenburg.

JmW 18. Januar 1901 sind 200 Jahre verflossen, daß der Sohn der Großen Kurfürsten, der seit 1688 re­gierende Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, sich in Königsberg die preußische Königskrone aufs Haupt setzte. Es war ein Tag von unendlicher Wichtigkeit für den Staat des Großen Kurfürsten, aber auch zugleich von weltgeschichtlicher Bedeutung. Kur - Brandenburg war durch den Großen Kurfürsten zu einem schönen und mächtigen Reiche erhoben und genoß mehr Ehre und

schichte eingeführt und auf der soliden Grundlage eines tüchtigen Heeres, einer gesunden Finanzwirtschaft, eines pflichttreuen Beamtentums, eines unter weiser Volks­wirtschaft zu wirtschaftlichem Wohlstände sich entwickelnden, mäßigen und pflichttreuen Volkes aufgebaut, mußte sein Uebergewicht in dem Umkreise der Staaten, seine Unab­hängigkeit und seine politische Macht auch in der äußeren Form zur Darstellung bringen. Er konnte nicht länger als ein Stück des Deutschen Reiches gleich den übrigen sich vom Deutschen Kaiser anstellen und für politische Zwecke, die Brandenburg fern lagen, ausnutzen lassen.

Ueber das mächtige und notwendige Emporgehen

Friedrich I.

(1701 17,3.)

F riedrich Wilhelm I. (,7,3171,0.)

Friedrich Wilhelm II. (,786,797.)

Friedrich II., der Große (,?^o ,786.)

Achtung als manches Königreich der damaligen Zeit. Seine Heere hatten seit mehr als einem halben Jahr­hundert in allen Kriegen, in denen sie als Bundesgenossen fochten, den Ausschlag gegeben und gegen die Feinde des Reiches, gegen Türken und Franzosen, sich als Kerntruppen von deutscher Tapferkeit erwiesen. Der brandenburgische Staat war ein in sich gefügtes Ganzes, gefestigt durch Kurfürst Friedrich Wilhelm, den großen Volkswirt und Neuschöpfer des Staatswesens, der es verstanden hatte, Brandenburg aus den Trümmern des dreißigjährigen Krieges wieder ins Leben zu rufen.

Der Staat der Großen Kurfürsten, einmal in die Ge-

Brandenburgs sagt Friedrich der Große:Man sah das Haus Brandenburg die Bank der Kurfürsten verlassen, um seinen Sitz unter den Königen zu nehmen. Es glänzte auf keine Weise in dem 30jährigen Kriege, aber der West­fälische Frieden verschaffte ihm Provinzen, welche eine gute Staatsverwaltung zu reichen Ländern erhob. Der Frieden und eine weise Regierung bildeten hier eine an­wachsende Macht, welche Europa fast nicht kannte, weil sie im stillen arbeitete und weil ihre Fortschritte nicht schnell, sondern das Werk der Zeit waren. Man schien erstaunt, als sie ansing ihre Kräfte zu entwickeln."