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Für (mOwSrtige toomittttra mit dmi bettenden Pssiaufschlag.
Die einzelne
Stummer kostet
10
Hamm »seiner
^ General-Anpiger. ^ ^
Amtliches Avgsn für Stâöt- und Landkreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
EiurSckuug». gebühr
für Stabt- und Landkreis Hanau 10 ^ bi« 4gespaltnie Garmond- zeile ob« bereu Raum, für Auswärts 15 ^
Im Reklameutheil die Zeile 20 ^, fä»
Auswärts 30 ^.
Nr. 304
Amtliches.
SkäHIRvsis ^anau.
Bekanntmachungen des Oberb ürgermeisteramtes.
BâNRèMachNng,
Die diesseitige Bekanntmachung über die zu entrichtenden Beiträge zur Invalidenversicherung für den Stadtkreis Hanau vom 14. Dezember 1899 wird in Folge Aenderung der Statuten für die Mitglieder der Hanauer Ortskrankenkasse zu Hanau wie folgt ab geändert:
1. Mitglieder der Hanauer Ortskrankenkasse zu Hanau:
8 io des Statuts
Mitgliederklasse 1 Beiträge der Lohnklasse V zu 36 Pf.
„ 2 u. 3 „ y M IV „ 30 „
ff 4, 5 u. 6 ff n „ III „ 24 „ II * II u II H ri 20 ff W 8 HM If I II 14 M
Für diejenigen Personen, welche als Lohn oder Gehalt eine feste, für Wochen, Monate, Vierteljahre oder Jahre vereinbarte haare Vergütung erhalten, sind Beiträge derjenigen Lohn- ktaffe zu entrichten, in deren Grenzen diese baare Vergütung fällt, sofern diese Beiträge höher sind, als die nach der vorstehenden Bekanntmachung maßgebenden.
Cassel den 14. Dezember 1900.
Der Vorstand der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau.
I. V.: Dr. Schroeder.
Wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Hanau den 31. Dezember 1900.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschu s.
Städtische Sparkaste.
Die Wiedereröffnung der städtischen Sparkaffe findet
Miltimiih den 2. sonnet 1901
statt.
Die Ausfertigung der Einlagebücher für neu hinzutretende Sparer erfolgt kostenfrei.
Hanau den 31» Dezember 1900»
Die Verwaltung. 21033
Montag den 31. Dezember
Bekanntmachung.
Am Dienstag den 1. Januar 1901 fällt der Wochenmarkt wegen des Neujahrstages aus.
Hanau den 29. Dezember 1900.
Städtische Polizei-Verwaltung.
Der Oberbürgermeister.
Dr. Gebeschus. 21079
Handelsregister.
1. Neu eingetragen ist die Firma Karl Petri in Hanau und als ihr Inhaber der Agent Karl Petri daselbst.
2. An Veränderungen sind eingetragen:
a. Bei der Firma M. Hornig in Hanau: Das Geschäft ist auf die unserheiraihcle Johanna Harnig in Hanau übergegangen, die es unter der alten Firma fortführt.
b. Bei der Firma F. L. Bollbracht's Nachf. in Hanau: Aus den jetzigen Gesellschaftern besteht die Gesellschaft seit dem 1. Juli 1898. Dje Prokura des Kaufmanns Karl Schehl in Hanau besteht fort.
3. Gelöscht sind folgende Firmen:
a. Mannheim & Lewin in Hanau.
b. Aug. Petri in Hanau.
c. I. Mahr in Hanau.
d. Johs. Pfälher in Hanau.
e. Leisler & Co. in Hanau.
f. C. Runkel in Hanau.
g. Heinrich Friedg« in Hanau.
4. Die Firma Regine Reinhard in Wackenbuchen ist auf Grund des § 142 des Reichsgesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit von Amtswegen gelöscht worden.
5. Die Firmen A. Noy« Wittwe und S. Rothschild in Hanau sollen von Amtsmegen gelöscht und bei der Firma Horn & Goetz in Hanau soll die Beendigung der Liquidation von Amlswegen eingetragen «erden. Die Firmeninhaber oder deren Rechtsnachfolger haben einen Widerspruch hiergegen bis zum 15. April 1901 geltend zu machen.
Hanau den 28. Dezember 1900.
Königliches Amtsgericht 5. 21031
Der landwirthschaftliche Kreisverein hält am Sonntag den 6. Januar k. I., nachmittags b 3 Uhr, in Ravolzhausen im Gasthaus zum „braunen Hirsch" eine Wandcrsersammluug ab. Hierbei wird der Herr Obergârtncr Huber am Pomol. Garten zu Cassel einen Vortrag über. „Pflanzung und Pflege der Obstbäume" halten, zu welchem die Vcrcinsmiiglicder, sowie die
1900
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Landwirthe von Ravolzhausen und den umliegenden Ort schäften eingeladeu werden.
Der Vorstand.
Die Herren Bürgermeister in Ravolzhausen, Rüdigheim, Langenselbald, Langendiebach, Rückingen, Marköbel, Hütten- gesâß, Neuwiedermuß, Oberissigheim, Niederissigheim und Bruchköbel wollen obige Bekanntmachung des land«. Kreisvereins in ihren Gemeinden wiederholt in ortsüblicher Weise mit dem Hinzusügcn bekannt machen, daß alle Landwwthe in der Versammlung als Gäste willkommen sind.
Hanau den 30. Dezember 1900.
Der Königliche Landrach.
L 165 v. Schenck.
uigtat Md Miste« MgeMusc etc.
Gefunden: 1 schwarze Schürze. 4 kleine Schlüssel au einem Ring. 1 Hausschlüffel mit der Bezeichnung Nr. 2. 1 Brille. 1 dunkelbraunes Knabcnrädchcn. 1 schwarzer, seidener Damenregenschirm mit weißem Griff, in einem Laden stehen geblieben. 1 schwarzes Loa.
Hana» den 31. Dezember 1900.
Politische «nd rinpolili che Nachrichten.
Twe'cker-Buieeu „§e'«lb".
Berlin, 30. Tezbr. Zu der Meldung, daß die Trei- bundstaaien Vorbesprechungen über die Erneuerung der ^an- delèverlräge gepflogen hätten, schreiben die „Berliner Neueren Nachrichten", tzrac Bülow habe sich über seine Stellung zu den neuen HrndclLtccträzur noch nicht qr^ußerr. Cbenso- weuig habe im^Zundesrath oder im Reichstage eine er.t= scheidende Erörterung der einschlägigen Fragen fiartgefunden. Bevor die Angelegenheit der Erneuerung der Handelsverträge diese Vsrstadien nicht durchlaufen hat, können naturgemäß auch keine Verhandlungen mit den Verlragsstsaten eingeleitet werden.
Berlin, 30. Dezbr. Die Beisetzung des General-Feld- marichallS Grafen von Blumenthal hat gestern Nachmittag im Erbbegräbnis der von Llumcnthal'schcn Familie in Krcmpfer in Anweienheit von OffizicrS-Dcpuianoncn, mehreren Ehren- Kompagnien, Krieger-Vereinen rc. staiigesunden.
Berlin, 30. Tezbr. Wie nunmehr fefiüeht, ist die strafrechtliche Voruntersuchung gegen die Rechtsanwälte Justiz- raih Dr. Sell» und Dr. Werthauer wegen Begünstigung eröffnet worden. Letzterer ist vor acht Tagen, Ersterer gestern verantwortlich vernommen worden.
Berlin, 30. Tezbr. Noch einer Meldung aus Wien ist die Prinzessin Clementine von Coburg, Mutier des Fürsten von Bulgarien, an Bronchitis erkrankt.
Kleines Feuilleton.
Aus Kunst und Leben.
Sittn Jahreswechsel. Seit uralten Zeiten haben die Menschen ©ijlveftcrabenb rind Neujahrstag besonders gefeiert, und da im Begriff der Feier allemal die Freude mitgclegcn ist, sind sie in diesen geweihten Stunden auch immer fröhlich gewesen, fröhlich wie die Volksart, die Sitte, die Stimmung, das Temperament es an die Hand gaben. Die einen lärmten und tanzten, die andern saßen beim Becher und zechten, die dritten redeten und plauderten miteinander über persönliche und öffentliche Dinge, die vierten endlich — gewiß die innerlichsten und tiefsten — sahen nachdenklich, träumerisch mit einer leisen Beimischung von Wehmuth in die verbrennenden und verglimmenden Lichter, ein Bild des Lebens, wie es sich am Sylvester gibt und in einem immerwährenden Wechsel von Aufhören und Anfängen, von Verglühen und Aufflammcu besteht. So haben schon die alten Römer mit Bräuchen und Freuden die Jahreswende gefeiert, und als sic am Rhein mit unsern Vorfahren zusammmtrnfen, fanden sie in ihnen ein Volk, welches die Winter-Sonnenwende mit rührender Poesie und sinnigen Freuden autzzu- zeichnen schon seit Jahrhunderten gewöhnt war. Und als dann das Christenthum seinen Einzug in die deutschen Gaue hielt, veränderte es erst recht die Feier der Winter-Sonnenwende. Die neue Lehre ließ die Freude, das Klaubern, Spielen und Singen, sie gab das Ihre sogar dazu, indem sie das weltliche Treiben sinnig und rein gestaltete. Aber sie führte der volksthümlichcn Freude ihren dunkeln, schönen Bruder zu, ohne den die rechte Freude eigentlich nicht gedacht werden kann, weil sie sich an ihn anschmiegt, den heiligen Ernst. Und so mischen sich seit jenen Tagen bis
sammenhang zwischen dem Traume und dem Sehen besteht, uns zu allen Zeilen iü das Träumen, jenes Erzeugnis unserer seelischen Thätigkeit während des Schlafes, ein Gegenstand des allgemeinen Interesses gewesen. Die Philosophen aller Jahrhunderte haben diese« gcheimuißvollen Vorgang zu erkennen versucht, indes der weniger nach Ausklärung dürstende, pbanta|tiiiier angelegte Nainrmcnsch in der L»«um»cli stet» mit Vorliebe etwas Ilcberirdischcs erblickt hat und bis zu einem gewissen Grade noch sieht. Gibt cs auch heute keine gesetzlich anerkannten Lrauwdeuter mehr, und zieht der Gebildete mit Recht, wie gegen jeden Aberglauben, auch gegen den der Trâu«c ini Fclb, s» hat doch der tha sächliche Zusammenhalts zwischen Sebes und Traum nicht aufgehört. Ja, nach den neuesten Forschuuzcu auf dem Gebiete des Traum« lebens steht bei 85 v»« Hundert der Männer und bei 72 vem Hundert der Frauen, bie träumen, der Inhalt ihrer Träume in Beziehung mit den Thatsachen des täglichen Lebens. Bei Kindern im Alter v»n sechs bis dreizehn Jahren steht bie Häufigkeit der Träume im umgekehrten Verhältniß zu ihrem Alter, lieber die Träume bei normalen erwachscncn Persoucu liegt dagegen folgende interessante Statistik vor: 13 vom Hundert der Männer und 33 v»m Hundert der Frauen träumen immer, 27 vom Hundert der Scanner und 46 vom Hundert der Frauen träumen oft. Selten träumen 50 vom Hundert der Männer und 13 vom Hundert der Frauen, und niemals 9 vom Hundert der beiden Gkicklechicr. (Glauben wir nüchternen Menschen von heute auch nicht mögt an die »arbcdcutcnde Kraft der Träume, so bulbett mir ei aber willig, daß sic tmi ein Läteln, ein Grausen, ein süßes ober schmerzliche» Erinnern atnölhigcn. Darum lauschen wir au* immer wieder mit offenem Ohr dem Dichter, ber, indem er geschickt bie Träume !einer Hel»cu erzählt, wirkungsvoll künftige krcigniffe vorbereitet ober vergangene ausklingen läßt. Ham Traumleben ber SHt»«!*»« -'*»>*-* *‘— - *
heute die Gesichte der Freude und des Ernstes beim Jahreswechsel. Wie ein Räthsel, das Niemand zn lösen vermag, steht das neue Jahr vor uns. Wird es uns Heil oder Unsegen bringen? Das ist die Frage, die alle Herzen gefangen nimmt. Denn jeder Anfang ist ein geheimnisvoller Augenblick, und leise rührt ein Schauer das Gemüth, wenn in die Furchen, welche Menschenhand mit Ernst und Mühe zog, das dunkle Schicksal den Samen streut. In dieser Stille vernimmt das klopfende Herz, bewegt von Furcht und Hoffen, das Rauschen seiner unsichtbaren Aussaat. Bon Mund zu Munde und von Herz zu Herzen geht heute der Wunsch, daß die stichcndcu Schatten beo scheidenden Jahres die Sorgen mitnehmen und reichen Segen dem kommenden Jahre zurücklaffen mögen. Zwar wird in bicfem auch ber Schmerz neben der Freude der Tage Lauf erfüllen, manche Rose wird blühen und neben ihr manche Thräne die Erde bethauen. Schon gemischt, noch ch' wir's bitten, ist für Thronen und für Hütten, Schmerz und Lust im Loose! So wechselvoll aber auch unsere irdische Tagfahrt ist, so ziemt cs sich doch nicht, in der bcdentungsvollcn Scheidcstmrde des Jahres bie lähmenden Gefühle des Verzagtseins auffommen zu lassen. Lehrt doch eine alte Erfahrung, daß auf Rcgcu und Sturm wieder Souucuschciu folgt, und daß die fdjliminen Tage von guten wieder abgelöst werben. So richten wir an bie Leser unsern Neujnhrsgvüß: Sei jeder gestählt und erwarte in Ruh, was das nahende Jahr ihm bereite; wie dem alten einst, rufen auch ihm wir zu: Willkommen! sei Glück dein Geleite!
Vom Träumen» Den Träumen mißt man innerhalb der zwölf Nächte, ven Weihnachten bis zum DrcikènigSiage, in verschiedenen Gegenden immer noch einen gewissen Werth bei. Ric sprechen für manche Leute bie Träume und andere Schicksalszcichkn so deutlich und werden so hastig befragt, wie in dieser Zeit. Es ist ja nicht zu leugnen, daß ein Zu