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Hanauer Anz^aer
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Handelsstatistik für 1899. ___
Jin Anschluß an die Anfang Oktober d. Zs. heran-- gegebene Statistik des auswärtigen Handels des deutschen Zollgebiets für 1899 nach Herkunfts- und Bestimmungsländern i^anb 128 der Statistik des Deutschen Reichs) ist jetzt der zweite Tbeil: Die Darstellung nach Waarengattungen (Band 129) veröffentlicht worden. Während also der Sioff im ersten Theil so geordnet ist, daß für die 83 Ländergebiete, welche die Statistik unterscheidet, die Ausfuhr nach und die Einfudr von jedem Einzelnen nachgewicsen ist, wurden hier die Waarengattungen, von denen mehr als 1000 unterschieden sind, nach ihrer Herkunft bei der Einfilhr und den Bestimmungsländern bei der Ausfuhr zahlenmäßig dargcstcllt. Außerdem werden ausführliche Tabellen über bett Veredelungs- vcrkehr, 'Nicderlagcverkebr und die Zollerirägc gegeben. Endlich — während das Tabcllenwcrk sich sonst an die Ordnung des Zolltarifs halten muß — ist eine Tabelle über Ein- und Ausfuhr in systematischer Anordnung der Waaren beigefügt, und zwar nach derselben Systematik, die auch in dem im Kaiserlichen Statistischen Amt bearbeiteten Buche: „Die Deutsche Volkswirthschaft am Schluffe des 19. Jahrhunderts" für die Darstellung des auswärtigen Handels Anwendung gefunden bat. Dem Baude ist auch ein Text beigegeben, der die Hauptergebnisse übersichtlich zusammenfaßt. Ueber den auswärtigen Handel im Jahre 1900 wird im Dczcmbcrhcft der „Monatlichen Nachweise" des Kaiserlichen Statistischen Amts eine vorläufige Zusammenstellung gegeben werden. Dieses Heft erscheint in der zweiten Hälfte Januar.
Politische und unpolitische Nachrichten.
Depeschen-Bureau „^erolb'.
Paris, 26. Lezbr. Las internationale Friedens-Komits sandte eine Note an sämmtliche Regierungen, in welcher die Beschlüsse der Haager Friedens-Konferenz in Erinnerung gebracht werden. Lie Note nimmt besonders Bezug auf die Plünderungen und Zerstörungen historischer und wissenschaftlicher Inventarien bei den chinesischen Wirren.
Paris, 26. Lezbr. Nach einer Bläitermeldung wird das Amnestie-Gesetz morgen im Amisblatt veröffentlicht werden.
Paris, 26. Lezbr. Die Gemahlin des Kommandanten
Cuiznel hat' ârn mi-' Erlaubniß des Justizministers ihrem Durchführung dieses abenteuerlichen Zuges zu schwach und Gauen einen Besuch abgestaiiel. Nachher haue Cuignct eine lallen deshalb die Engländer auf etwarge vu t zur Be- zweiftündige Unterredung mit seinem Anwalt. - Der Unter-! 'h--ligunz sondirt, aber nur kühlste Ablehnung gefunden haben, sutungscaih bat sich noch nicht konstituirt. Lie Angelegenheit D°s Gleiche dürfte ihnen bei sämmtlichen anderen Conlingenten
Cuignct wird morgen in der Kammer zur Sprache gebracht werden.
Malaga, 26. Lezbr. Die „Andalusia" ist mit den Gereiteten der „Gneisenau" abgedampfc. Die Behörden und die Konsuln wohnten der Abfahrt bei. Die im Hafen liegenden Kriegssriffe gaben Salutschüsse ab. Die Bemannung stand in Parade auf Leck.
Lonvon, 26. Lezbr. Die bekannte Cheque-Bank Ltd. Zusammenstöße mit chinesischen Truppen und auf wenigstens hierselbst hat ihren Betrieb eingestellt und ist in freiwillige zwei oder drei größere Gefechte gerechnet. Gelegenheit zu Liquidation getreten. Namhafte .Fälschungen von Checks der Letzteren war auch vorhanden und unter deutscher Führung Bank haben di-stn immerhin auffallenden Schritt veranlaßt. Hatten wir dieselben auch unbedingt gehabt; der englische
Lonvon, 26. Tezbr. „Daily Mail" meldet aus dem General Ghaselee aber huldigte wieder anderen Ansichten und
Haag, Prinz Heinrich, der Verlobte der Königin, mache verstand es, die Herren Langzöpfe stets zu zeitigem Abmarsch Schwierigkeiten, seine deutsche Nationalität gegen die holländische zu bewegen. Da hatten denn die ihm unterstellten Truppen- zu vertauschen. Er möchte seine deutsche Nationalität bei- Contingente das Nachsehen. Uebel für uns war zudem, daß
behalten. Diese Frage wird jetzt eifrig fommentirt. wir keine eigene Kavallerie besaßen und auf die englischen
Petersburg, 26. Dczbr. Wie aus Livadia gemeldet Bengal LancerS angewiesen waren, die, was den Aufklärungs- wird, begibt sich der Zar Anfangs Januar nicht nach Zarskoje dienst und schnelle, sichere Meldungen anbetrifft, sich in keiner Selo ionorrn nach Corfu oder Montane zu längerem Aufenthalt. Weise mit deutscher Kavallerie messen können. Selbst als
Bukarest, 26. Lezbr. Gestern fand im Schlosse ein einfache Briefcouriere blieben sie mit ihren Leistungen hinter parlamentarisches Diner statt, an welchem die Minister, die denen zurück, die deutsche Kavalleristen bereits in China Mitglieder der Kammer-BureauS und Kammer-Kommissionen erzielten. Hier ein charakteristisches Beispiel! Nach dem theilnahmen. Letztere überreichten dem Könige mehrere Adreffcn. schneidigen Coup, bei welchem Hauptmann von Blottnitz
Tie Kinder der Schulen von Stabt Tann unb den zum Kirchspiel Tann gehörigen Dörfern kommen bekränzt und je zu Zweien schöne und große Kränze von frischen Blumen und Immergrün tragend, in Begleitung ihrer Lehrer auf den Marktplatz in Tann. Hier roüb ein langer Zug gebildet, der unter Glockengeläute von dem ersten Pfarrer (Ober- pfarrer) und den Lehrern zur Kirche geführt wird, wo die Kinder ihre Kränze am Altar niederlegen. Nach dem Gottes- diensi werden die Kränze in der Kirche aufgehängt. Eine weltliche Feier findet nicht statt.
Unter den zwölf Jahrmärkten in Tann ist der in den Monat Dezember fallende, der sog. Herrsche Klasmarkl, der besuchteste. Dieser Markt fand früher am 6. Dezember (St. Nikolaus) statt, und an diesem war er Brauch, die Knechte und Mâgde zu miethen, zu welchem Zwecke Herrschaften und Dienstboten zum Markt nach Tann kamen. Junge, ledige Leute schlossen sich an und mußten die Burschen den Mädchen Lebkuchen, Zuckerherzen, Bratwurst und Bier kaufen, wogegen die Mädchen des Abends in der Spinnstube mit Hering, Nüssen, Kaffee und Kuchen auswarteten. Obgleich der Markt jetzt auf den dritten Donnerstag im Dezember verlegt ist, so hat er doch den alten Namen „Herrsche Klasmarkt" behalten, und die Besucher sind mit Bezug auf die jungen Leute dieselben geblieben, wenn auch schon jeder Knecht und jede Magd sich mehrere Wochen vorher vermiethet haben. An dem Marktabend kommt auch St. Nikolaus (der Herrsche-Klas) mit umwundenen Erbsenstroh, Kette und Peitsche in die Häuser, um durch Nüsse zc die Guten zu belohnen und durch Schläge die Bösen zu bestrafen.
Der erste Sonntag ix der Fastenzeit (Jnvocavit) wird in der Rhön Hutzelsonntag genannt, weil der Gebrauch herrscht, daß an diesem Sonntag gedörrtes Obst (Hutzel) mit SchweinS- knochen gekocht und des Abends mit Kreppeln (Kröpfchen) ge- geffen werden. Wenn es Abends geworben, ziehen die
Die Lage in China.
Die Helden von Tsn-King-Ktvan.
Von dem Kriegs-Berichterstatter deS „8. L.-Ä/-1
Peking, 6. November.
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Mit den Franzosen ist's doch eine ganz eigenthümliche Sache! Auf de« Marsche von Tientsin nach Paotingfu zur gemeinsamen Einnahme, resp. Besetzung genannter Stadt haben sic einfach gemogelt, sie langten dadurch als erste in Paotingfu an unb zeigten sich dort den später cintreffeuden Kontingenten gegenüber keineswegs von ihrer liebenswürdigsten Seite. Den Marsch des deutsch-ilalienisch-cnglischcn Detachements von dort nach Peking am Gebirge entlang im Detachements-Verbande milz» mache», lehnten sie ab, unter dem Hinweis, daß sie sich nur bis Paotingfu einem fremden Oberbefehl unterstellt hätten. Statt dessen machten sie den allerdings vergeblichen Versuch, den Uebrigen wiederum zuvorzukgmmen und womöglich vor ihnen Jtschou zu erreichen. ES war wohl weniger die Stadt, in der wir alle eine stärkere chinesische Truppenmacht vermutheten und demgemäß ein größeres Gefecht erwarteten, was sie dorthin zog, als vielmehr die nahe gelegenen Kaisergräber mit ihren Schätzen, die sie zu heben hofften. Statt dessen erwartete die Herren dort eine arge Enttäuschung! Jtschou war von uns schon »ccupirt, die Kaisergräber abgesucht und an die beiden bedeutendsten, welche die andern Kontingente noch besetzt hielten, wurden die Herren Franzosen, trotz all' ihres lebhaften ProtcstircnS nicht herangelassen.
Unwillig zogen sie weiter südwestlich dem Gebirge zu und begegneten nun dem von der Paßspcrre bei Tsu-King-Kwan nach Jtschou zurückkehrenden Detachement des Obersten Normann, das am Tage vorher mit nur anderthalb Kompagnien Infanterie den für uneinnehmbar gehaltenen Paß gestürmt, die Besatzung — drei chinesische Bataillone nebst Artillerie — zu Paaren getrieben und zwei moderne Geschütze erobert hatte.
Auf das Gefecht komme ich später zurück. Vorläufig möchte ich erst einen Moment bei den neuesten Plänen der Franzosen verweilen, die nach unserem glänzenden Erfolge bei Tsu King-Kwan den Entschluß gefaßt haben sollen, tief ins Gebirge hinein vorzustoßen und eine angeblich an der chinesischen Mauer (?) concentrirte größere chinesische Armee anzugreifen. Allerdings, heißt cs, fühlten sie allein sich zur
blühen. Meine unmaßgebliche Meinung geht übrigens dahin,
daß die Franzosen selbst die Sache sofort aufgeben werden,
sobald sie an das unwegsame, wild zerrissene Gebirge kommen.
Auch uns ist seit unserem Abmarsch von Peking Enttäuschung zu Theil geworden. Wir hatten auf
hcran-
manche häufige
Knaben mit Fackeln ober einer Stange, in der vorn ein dürrer Reisigbesen befestigt, um den Stroh gewunden ist, auf den nâchstgclegenen Berg, und bei Anbruch der Dunkelheit zünden sie die Fackeln an, so daß sie hoch aufflammen. Bald in langer Reihe, bald in Windungen die Fackeln schwingend, geht cs bergab, und vor dem Ort werden dann die Fackeln^ ganz abgebrannt. Dieses sogenannte Hutzelrâdermachen fand früher nur am Rockenstuhl bei Geisa oder auf der Milseburg statt, später geschah es auch allgemein von den Dörfern. Die Bedeutung dieser Sitte ist zweifelhaft. Manche führen sie in die heidnische Zeit zurück, Andere bringen sic mit der Pest oder auch mit der Frühjahrs-Sonnenwende in Verbindung.
Am Fastnachtsabend oder auch Aschermittwoch besteht die Sitte, den Nachbarn oder auch anderen Ortsbewohnern zerbrochene Töpfe und Schüssel wider die Hausthür zu werfen (Schalwcrfcn), damit ihm der Flachs gerathc. Beim Wechsel der Dienstboten wirb dem Abzichenden ein ordentliches Mittagsmahl (Trollsuppe) gegeben; Letzterer geht dann mit dem Schnapikruge in der Hand zu den Nachbarn und Bekannten, um Abschied zu nehmen. Freunde und Freundinnen helfen «andern (schcrzen) und tragen oder fahren dessen Lade, Kleider rc.; die abziehende Person darf nur wenig oder nichts tragen, und es wird dabei von den Begleitern gesungen und gejubelt, damit ihr der Abzug nicht schwer falle.
Schließen will ich nun diese Betrachtung mit dem in der Rhön üblichen Neujahrsspruch:
»Ich wünsch' Euch ein glückliches neues Jahe, $riebe, Gesundheit, Einigkeit, langet Lebe», Ultet, wat nU-lich und gut ist.'
r. e. H.
mit seinen Offizieren und den Reitern seiner Batterie in Tai-i-wang am 18. Oktober den Chinesen iroe: Geschütze, acht Fahnen, zahlreiche Pferde und eine Menge Waffen abgenommen, ging am nächsten Morgen ein Bericht deS Detachements-Kommandos an den Feldmarschall Grafen Waldcrsce nach Peking ab. Die Engländer hatten die Beförderung des Berichts, desgleichen auch meines ausführlichen telegraphischen Referats übernommen. Die betreffende Lancer- Patrouille ritt im Morgengrauen des 19. aus ©anju« nach Peking ab, wo sie am 20. abends, spätestens am 21 früh hätte eintreffen muffen. Wir marschirten indessen nach Paotingfu weiter. Von dort wurde am 22. Oktober früh der Oberleutnant von Wilamowitz vom ostafiatischcn Reiter- Regiment mit einem zweiten Bericht an den FeldmarschaL nach Peking abgesandt, traf dort am 24., 9 Uhr morgens ein, übergab den Brief persönlich und hörte nun, daß der erste Bericht noch nicht angenommen war! . . . Uebrigens ritt der deutsche Reiterofsizier am 26. mittags schon wieder von Peking nach Paotingfu (150 Kilometer) zurück, langte dorc am 28. vormittags an, erfuhr daselbst den Abmarsch unseres Detachements, stieg bereits eine Stunde später abermals in den Sattel und erreichte — Aller auf einem Pferde — unser Detachement am 29. abends um 7 Uhr in dem 110 Kilometer von Paotingfu entfernten Jtschou! Herr o. Wilamowitz hat bereits wiederholt solche „kleine" Daucrritte durch Feindesland gemacht.
Am Nachmittag vor unserem Abmarsch aus Jtschou lag dem deutschen Detachement noch die traurige Pflicht ob, seine bei Tsu-King-Kwan Gefallenen zu beerdigen. Seiber waren zu der anfänglichen Zahl unserer Todten — cs waren zwei — noch weitere zwei, der Musketier Christ von der 8. und der Gefreite Hoffmann von der 7. Kompagnie des II. Ostasia- tischen Infanterie-Regiments hinzugekommen, die schon nach wenigen Stunden ihren schweren Verwundungen erlagen. Die sterblichen Ueberrcste dieser vier Tapferen hatte das Bataillon mit sich geführt; nun wurden sie in Jtschou in ein unter mächtigen uralten Bäumen gelegenes, gemeinsames Grab zur ewigen Ruhe gebettet. Außer ihren deutschen Kameraden gab ihnen auf ihrem letzten Wege auch das mit uns operircnde italienische Detachement das Geleit. Letzteres, mit dem Kommandanten Manusarde an der Spitze, legte auf dem Grabe, das ein einfaches Holzkreuz mit den vier Namen schmückt, einen großen Kranz nieder, auf dessen in den italienischen Farben gehaltener Schleife die Inschrift zu lesen war: „GH Italiani ai lors Compagnie d’armi.“ (Die Italiener ihren tapferen Waffengefährten.)
Einfach, aber ergreifend gestaltete sich die Beerdigung dieser so jung, fern von der Heimalh Gefallenen. Da kein Geistlicher bei dem Detachement war, widmete ihnen der Regimentskommandeur, Oberstleutnant Pawel, am offenen Grabe tief empfundene markige Abschiedsworte! Bald thürmte sich über den vier herabgelassenen Särgen die Erde. Während die letzten Strahlen der untergehenden Herbstsonne den frischen Grabhügel, die ganze Umgebung, die hohe krenelirtc Stadtmauer und das den Hintergrund bildende hoch anstrebende majestätische Gebirge mit mildem, röthlichem Licht übergossen, dröhnten die Ehrensalven als fletzter, echt kriegerischer Abschiedsgruß durch die stille Abendluft. Uebrigens hat der höchste Mandarin der Stadt Jtschou das feierliche Versprechen abgegeben, das Grab, soweit das in seiner Macht steht, vor jeder Unbill fanatischer Chinesen zu schützen. Hoffentlich hält er sein Versprechen! . . . Warum die beim Detachement des Oberst o. Normann befindliche Eskadron der Bengal lancers weder durch einen ihrer Offiziere noch durch eine Deputation bei der Beerdigung vertreten war, vermag ich nicht zu sagen.
Ich komme nun zu der Heldenthat von Tsu- King-Kwan. Daß zwei Tage vorher jenseits des steilen Gebirgspaffes von Tsu-King-Kwan noch ein kleines Gefecht stattgefunden, in dem die Chinesen mit einem Verlust von ca 20 Todten in die Flucht gejagt wurden, habe ich bereits telegraphisch gemeldet; die vom Feinde Angegriffenen waren aber nicht vereinzelte deutsche Patrouillen, sondern die Feldwache des Leutnants Toelke gewesen, der dann, nachdem er von seiner Compagnie SuccurS erhalten, das Dorf nahm und es schließlich abbrannte. Während beider Gefechtstage wurde übrigens von allen Vorgesetzten mit großer Befriedigung bemerkt, daß unsere sämmtlichen Leute, die dort die Feuertaufe erhielten, sich in keiner Weise zu sinnloser Munitions- verschwendung hinreißen ließen, sondern nur feuerten, wenn sie den Gegner sicher aufs Korn nehmen konnten. Die zahlreichen, an den Hängen und auf dem steil emporsteigenden Saumpfade herumliegenden Chinesenleichen bildeten später die besten Merkzeichen für unser sicheres Schießen. Hätte der Feind auch nur annähernd so gut geschossen, würden unsere Verluste auch ganz andere gewesen sein. Und dann noch eins. Die Langzöpfe oben auf der Kammhöhe befanden sich im Besitz von zwei Schnellfeuerkanonen modernster Konstruktion, mit deren Mechanismus sie auch ganz gut Bescheid wußten. Zum Glück aber vergaßen sic fast immer, in die Geschosse du Zündschrauben einzusetzen. So konnten dieselben nicht krepiren und richteten fast gar keinen Schaden an. Die eine Kanone wurde ihnen noch während des Gefechts durch die Leutnants Richter, Muiher und von Stockhausen gemeinsam abgenommen, die andere hatten sie bei ihrem zum Schluß ziemli v eilig Rückzüge ein kleines Stück Wege« mitgenommen und von versteckt. Sie wurde von unseren, ihnen auf dem Fu» folgende» braven Jungens jedoch bald entdeckt und kbensa erbeutet. Der genannte Leutnant Richter war diesmal einzige Offizier der Batterie von Blottnitz gewesen, ^ Gefecht von Anfang bis zu Ende in der Infanterie schütz linie mitgemacht hatte. Er war schon am Abend vorher der Aoantgarden-Kompagnie zur Rekognoszirung de« I Artillerie kolossal schwierigen WegeS vorgesandt worden so als einer der ersten mit in« Feuer gekommen I . • ♦