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Hastauer Anzeiger

Seit- 3

* Witttermttnvvcr. ^m Laufe dieses Monats sollst fischen Mainz und Wiesbaden größere G e f e ch i s ü bun g en der benachbarten Garnisonen fiatisindcn. Die Landwirthe der umliegenben Orte sind anfgefordert -worden, diejenigen Gelände, die geschont werden sollen, buy^ Strvh- Wtf$e zu kennzeichnen. Theilnehmen an dem Manöver sollen die Garnisonen Mainz, Kastel, Wiesbaden, Darmstadt unb Frankfurt. Das Hamtreffen erfolgt in der Gegend von Hattersheim, vo» wo aus sich die Operatipmu entwickeln und bis in den Taunus sich hinziehen sollen. Das Manöver wird unter dem Kommando bei Generali v. Lindequist stehen.

* Goldene Hochzeit. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit feiern am 16. Dezember Herr Cäsar Fuchs und seine Gemahlin Johanna, geb. Groß, Beide von hier, nun in Asckmffenburg wohnend.

* WeitznachtSksnzert. Für das nächsten Sonntag Abend im Deutschen Haus ^ttfinbenbe Wcihnachtèkonzert hat

Herr Kapellmeister Schmidt nachstehendes Programm vor­gesehen: 1) Kadetten-Marsch v. Sousa; 2) Spanische Lustspiel- Ouoermre v. Stix; 3) Valse chromatique v. Korke; 4) dem angeflogenen Topf Platz machte, vermuthet die Anklage- Rovitäteu-Polpoarri 6. Anke; 5) Deutsche Lustspiel- Ouvertüre behèrde, daß er von dem Kommenden eine Ahnung hatte und w. Stix; 6) Mente Christo, Walzer v. Kotlar; 7) Weih- mit dem Werfer im Einverständniß handelte. Der R. von nachtsglocken v. R. Eilenberg; 8) Fröhliche Weihnachten, Sireitbcrg, der sich auf Nothwehr beruft, erhält 2 Monate Tougemälde v. Ködel; 9) Deuischer Schutztrnppen-Marsch v. Gefängniß, da das Gericht annimmt, daß er in dem Augen- Rajork; 10) Knecht Rupprecht und das Christkindlein, Qua- blick, wo er stach, nicht mehr angegriffen war, sonach ihm nur drille v. Bräunlich; 11) Soldatenleben, Potpourri v. Apilius; seine maßlose Erregung und auch seine Angst zu Gute ge- 12) Winterfreuden, Galopp v. Michaelis. , ; rechnet wird, der R. von Leisenwald, eben der Werfer des

* * * j Milchtopfs, erhält 6 Monate Gefängniß, der K. wird frei-

O Langenselbold, 13. Dezbr. Bei der am 1. b. M. gesprochen, da von ihm nicht erwiesen sei, daß er mit dem erfolgten Vieh- unb Obstbaumzâhlung wurden dahier R. im Einverständniß gehandelt.

gezählt: 166 Pferde, 1 Esel, 1317 Rindvieh, 416 Schafe,s

1306 Schweine, 543 Ziegen, 5333 Gänse, Enten und Hüh-

Tier, 64 Bienenstöcke, 20 947 Odstbäume.

(?) Langenselbold, 13. Dezbr. Die immer that­kräftiger emporstrebende hiesigeZim^mer-Sch ü tz enge- sellschafl" hielt am Freilag und Samstag vergangener Woche wie am letzten Sonntag in ihrem Vereinslokalezum Adler" ihr diesjähriges Preisschießen ab. Es wurde durch­weg befriedigend geschossen, ein Zeichen, daß es die Herren Schützen nicht an Fleiß hatten fehlen lassen, für diese Tage Auge und Hand so zu schulen, daß nur gute Resultate in die Erscheinung treten konnten. Dieses hat sich denn auch vollkommen erfüllt, denn die 15 zur Vertheilung gelangten Preise fielen auf das gewiß kleine Gebiet einer Schußleistung von 36 bis 31 Ringen. Den 1. Preis eroberte Herr Merling mit 36 Ringen, so blieb genannter Herr auch auf der Ehrenscheibe Sieger. Der 2. Preis wurde ebenfalls mit 36 Ringen erschossen, während die übrigen so zur Per­theilung kamen, daß, wie oben angedeutet, der 15. und letzte Preis noch auf 31 Ringe fiel. Des Preisschießen war in

diesem Jahre nur für die Mitglieder bestimmt, weshalb die

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leinen Grund barm hatte, bap die getroffene Auswahl einer- l MäMier-cktheitulig der Turngememde: Turnen.

seits, wie die sinnige Zusammenstellung der Preise anderer- Verein für Homöopathie und Naturheilkur.de ; Veremsaber.d in de seits in jeder Beziehung als glücklich genannt werden mußten.1 m .. -golder-en Gerste .

Ihre Jahresfeier gedenkt dieZimmer-Schützengesellichaft" in, «-dsahrerverem Hanau« Radspmt 1895- Verernsabend tm R-stamcm der zweiten Hälfte des ko nmenden Monats zu begehen. Nach dem bereits in seinen Haupttheilen feftgelegten Programm zu^ urtheilen, wird diese Veranstaltung diesmal in größerem Stile

vor sich gehen, und aufs Neue beweisen, oaß der Verein nicht nur über tüchtige Schützen verfügt, sondern auch auf dem G.biete der darstellenden Kunst nicht unbegabte Vertreter Hal.

Aus dem lserichtssaa!

Sitzung der Strafkammer II. vom 13» Dezember.

Milch top f und Messer.

Bei dem Wirthe B. zu Leisenwald war Saaleinweihung. Zu dieser wichtigen Festlichkeit, die mit dem gebührenden Auf­wand, insbesondere Tanzmusik, gefeiert wurde, hatten sich auch eine Anzahl Bmschen aus Streicherg eingefunden. Zwischen' den Fienden und den Einheimischen kam gegen Ab'end der unruhiges Wetter mit Mederschlägen wahrscheinlich, übliche Zwist zum Ausbruch, der sich zunächst in allerlei! Spöttereien vo bereitete. Es lag bereits so etwas in der Lust, als der Bauer Johann Georg R. von Streitberg mit! bezeichnendem Blinzeln äußerte:Heut' gibt's noch was!" i Diese Prophezeiung traf denn auch bald ein. Der Wilhelm A. von Leisenwald ging auf den Joh. Georg R. von Streit-! berg los und reizte bitfen durch allerlei handgre fliche Necke­reien, indem er mit den Händen an ihm herumtastete; schließ­lich soll er ihm auch noch eine Ohrfeige gegeben haben. Die Streitberger, welche merkten, daß bei den Leisenwalder Gewitter- stimmung herrschte, verdufteten sich vorsichtshalber Einer nach dem Andern, und auch der Joh. Georg R. von Streitbèrg, > uvn dem sich ein Onkel im Saale befand, der in Leisenwald j wohnte, wurde von Letzterem aufgefordert, mit ihm zu gehen, b w"de etwas gegen ihn beabsichtigt. Der Onkel war er bauer Heinrich L. und dieser begleitete denn auch seinen "da durch das Do:f bis dahin, wo der Weg nach Streii-

^l! abzweigt. Die beiden Leute wurden von dem Wilhelm c ' ^ Lestenmald, demselben, der den Streitberger schon in rötlich angegriffen hatte, verfolgt und der Eorg R. fortwährend von ihm gestoßen und auf den" Der R., dem zuletzt die Geduld riß, zog A Cl besser. Auch der Onkel des R. forderte den

Ä auf h A . ^' Auch der Onkel des R. forderte den ® Somborn, 13. Dezbr. Bei der am 1. d. M. statt- doch nick,« bem Schlagen aufzuhören, der R. habe ihm gehabten Volks-, Vieh- und Baumzählung wurden Wobnu7» 8(8 ssH der Onkel dann nach seiner für Somborn ermittelt: 1926 Einwohner (1895: 1^84, mehr

baite dem A°b> hörte er plötzlich einen Wehschrest; der R? gegen 1895: (42 Seelen), ferner 63 Pferde, 721 Stück in die link. » - """ Verivirrung einen gefährlichen Stich Rindvieh, 203 Schafe, 687 Schweine, 210 Fiegen. 2817 start fnroMA V ^"° versetzt, so daß diesem das Blut so ^ Geflügel, 31 Bienenvölker und 7084 Obstbäume.

Streitberner'fr W *av ni^f gleich schreien konnte. Ders O Geltthauson, 13. Dezbr. Beim Sandschöpfen ans

in die ffinLI« ?c "°ch seiner Heimath, der Verletzte wurde der Kinzig fand der Sandschiffer Heinrich Weitzel eine 9nung des Lehrers gebracht, wo dieser ihm einen menschliche Schädeldecke.

Noiyveiband anlegie. Etwa zwei Stunden nach diesem Vor­fall klopfte wieder bei dem Onkel des R-, dem Bauer 2-, er möge aufmachen, man habe ihn was zu tragen. Es war der Schwager des Gestochenen, der Bauer F. von Leisenwald, der den L. aufforderte, zu sagen, wer seinen Schwager A gestochen habe, cs solle sofort ein Bericht gemacht werden. Während der K. vor dem Fenster stand und mit dem,L. unter­handelte, bemerkte des Letzteren Sohn, daß hinter dem K. noch eine Person bei dem Latlenzaun saß und einen der dort hängenden Milchtèpfr abnahm. In demselben Augenblick kam aber auch schon der Milchtopf geflogen und zwar dem alten L. direkt an den Kopf. Der K. hatte seinen Kopf rechtzeitig aus der Flugbahn des Wurfgeschosses gebracht, der alte L. aber sank blutend rückwärts, denn ihn hatte der Topf mit solcher Wucht getroffen, daß die ganze Kopfhaut aufplatzte. Ihm mußte der Kopf vernäht werden. Das Abenteuer Hal den R. von Streitberg auf die Anklagebank gebracht wegen des dem A. versetzten Stiches, ebenso den R. von Leisenwald

wegen seiner Geschicklichkeit im Werfen dox Milchtöpfcn und auch den K., denn da der Letztere so im rechten Augenblick

Körperverletzung.

Das Schöffengericht zu Fulda hatte den Maschinenwärter W. daselbst zu 4 Wochen Gefängniß, den Maurer L. zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil sie in einem Streit mit

einem anderen Arbeiter den Letzteren geprügelt Hatien. Berufung gegen das Urtheil wird verworfen.

für Freitag den 14 Dezember

gxnfl!) erdn IV --»t Aula der Kön gl. Akademie: Aukstelkm-ä vor

Gemälde« rc

Hanauer Stodtthenter: Graf Eff<x', Tragödie in 5 Akten von Hch.

Laube; Anfang 7 Uhr.

tzoang. Männer- und Jünglu gSverein: UnterhaltungSabend (Ev-m-, Vereinshaus!.

Deutschn -tionoler Handlungsgehülfen-Verband: VereinSabend in der Sonne".

Merkes'scher Stenographen - Verein: Fortbildungskursuk im Rcstaurr:: .zur Sonne.

Klub derHarmlosen": Gemüthliche Zusammenkunft imFrankfurter Bau .

Turn u Fechtklub: Turnen. Hanauer Schützenverein: Zimmerstutzenschießen.

zum Karpfen", Rrsenstraße

Athletentlub Germania : Riegenstemmen und Ringen der L, 2. unb 3 Klosse (Rèstau:ar on Wageubach, Paradeplay,-.

GesellschaftScharfes Eck : Lereinsadeud.

MkMpMer Wetterbericht der Mtto Seemm.

Telegramm a«s HaMburg vom 13. Dezember.

(9 Uhr 40 Mm.)

Ein Maximum von über 775 mm lagert über Süd­frankreich, ein Minimum unter 745 mm über Nordskan- birauien, nordwestlich von Schottland. In Deutschland ist das Wetter mild, vorwiegend trübe.

Prognose für den 14. Dezember: Mildes, im Norden

mittags 12 Uhr

Tchr trocken

Beständig

Schön

Beriind erlich

Regen (Wind

Drei Regen

Sturm

Barometerstand

am 13. /12.

14., 12.

770.

760

7b0.

740.

730

720

710

.7k.

73u

Aus Provinz und Nachbargebieten.

H Gelnhauson, 13. Dezbr. Beim Landschöpfen aus

(j Wächtersbach, 13. « czbr. ^x Hellpem brannte die Scheune des Weißbinders Oestreich ab. Genau acht Tage vorher wurde im nahe vor Hellstem gelegenen Neuen­schmidten die große, noch ganz mit Heu und Frucht angefüllle fürstliche Hosicheuer eingeäschert. Ein Stromer, der im Verdacht steht, beide Brände angelegt zu haben, ist verhaftet und ins hiesige Amtsgerichisgefängniß eingeliefert worden.

n Schlüchtern, 13. Dez. In M a r j o ß wurde ein frecher Diebstahl ausgeführt. Herr Lehrer Blum daselbst ist Kassirer des dortigen Raiffeisen-Vereins und verwahrte den Schlüssel zum Kassenschrank in einer Tasche seiner Hose. Der Dieb schlich des Nachts in die Wohnung deS Lehrers, legte hier seinen Hut ab, zog seine Stiefel aus, nahm den Schlüssel aus der auf einem Stuhle liegenden Hose und schloß damit den Kassenschrank auf. Diesem entnahm er eine größere Geld­summe von 356 Mark. Beim Schließen des Schrankes wachte der Lehrer auf, worauf der Dieb, unter Hinterlassung seiner Stiefel und seines Hutes, eilends Reißaus nahm. Hoffentlich führt dies zur Ermittelung des DiebeS.

Mainz, 13. Dczbr. Lor ca. 6 Wochen verschwand hier die Frau eines Arbeiters, der, da er einen Unglücksfall ver­muthete, der Polizei Anzeige erstattete. Borgestern traf nun

Die

bei dem noch immertrauernden Garten" ein Brief aus Amerika ein, in welchem ihm seine verschwundene Frau mit- iheilte, daß sie nicht mehr zurückzukehren gedenke; sie be­finde sich sehr wohl bei wem? hat sie verschwiegen und habe auch nichts dagegen, wenn sich ihr Mann wieder verheiraihen wolle.

Frievberg, 12. Dczbr. Im Hotel Trapp tagte heute Nachmittag die 26. Hauptversammlung des THierschutz­vereins im Großherzagthum Hessen. Oberst von Beck führte den Vorsitz. Er begrüßte die zahlreich Er­schienenen und besonders Geh. Rath Dr. Braden. In dem Jahres- und Kaffenbericht für 1900 sehen wir, daß der Verein sich immer mehr Bahn bricht und seine Bestrebungen auch in diesem Jahre wieder bethätigt hat, wurden doch im Ganzen ungefähr 700 Anzeigen wegen Thierquälereien seitens der Genedarmen, Schutzleute, Flurschützen rc. gemacht. Dagegen wurden Dienstboren, die ihre Thiere gut behandelten, mit Diplomen und Geldprämien bedacht. Der hierfür ausgegebene Betrag macht 268 Mark. Die Zahl der Mitglieder ist wiederum bedeutend gestiegen, 90 stieben durch Tod aus, wogegen rund 180 beitraten. Bon aßen Städten des Deutschen Reichs ist es nur die Reichshauplsiadr Berlin, die alljährlich einen nam- ha'ten Beitrag liefert. (Die Einnahmen belaufen sich auf über 6400 Mk., die Ausgaben dagegen auf ücer 5400 Mk., sodaß sich der Kaffcnbestand um genau 987 Mk. erhöht hat.) Dr. Boßler spricht dann über die Thierschutzkalender, die be­sonders für die Jugend bestimmt und, um die Barmherzigkeit gegen Thiere zu wecken. Er dankte besonders den Kreis- schulinspektoren und Lehrern für das Ausiheiien derselben und hofft, daß es mit der Zeit dazu kommen werde, daß jeses Kind ein Exemplar erhält. In Summen wurden innerhalb Hessen 14 500 Kalender an die Schüler verihcilt. Als letzter Punkt der Tagesordnung kommt der Vortrag des Seminar- Oberlehrers Prof. Dr. Frenzel über:Wohnung der Thiere". Derselbe versteht es in außerordentlich interessanter, lehrreicher Weise der Versammlung ein Bild zu geben über das Leben und den Nestbau der Vögel, sowie einiger Sâuaethiere, Jn- sckien, Fische tc. Zahlreiche ausgcbalgie Vögel, selbügcsammelte Nester und Eier, sowie viele Illustrationen führte er den An­wesenden vor Augen. Wohl am spannendsten waren seine Ausführungen über die Salangane (indische Sckwalbe), deren Nester eine Delikatesse der Chinesen sind, unb über die Weber­vögel, deren kunstvolle Nester Jedermann in Erstaunen ver­setzen. Rauschenden Beifall und Anerkennung erntete Dr. Frenzel. Der Vorsitzende sprach namens Aller seinen Dank für den Vortrag aus. Hiernach spielten wieder die Semi­naristen unter Leitung des Musiklehrers Schmidt und fangen mehrere präch igc Volkslieder, von denen besonders Der Wald" undDer Abschied vom Wald" am besten gefielen. Es war gewiß für jeden Theilnebmcr ein lehrreicher Nachmittag.

+ Seligpnstaöt, 13. Dezbr. Der verhcirethetc 56jährige Handelsmann Kallmann KleeblattII. dahier wurde im Früh­jahr vom hiesigen Schöffengerichte wegen Betrugs zu 4 Mo­naten Gefängniß und 600 Mark Geldstrafe und am 9. August a. c. wegen BetruzsversuckS zu 4 Wochen Ge­fängniß veruriheilt. Bei letzterer Gelegenheit wurde er unter dem dringenden Verdachte der versuchten Verleitung zum Meineide verhaftet, am 26. November a. c. vor der Straf­kammer zu Darmstadt dieser Verbrechens überführt uns zu 3 Jahren Zuchthaus, sowie sjährigem Ehrverlüste verurtheilt. Heute sollte gegen Kleeblatt vor dem hiesigen Schöffengerichte wegen Beleidigung eines Rechtskonsulenten verhandelt werben.

Zu diesem Zwecke wurb? er am letzten Moniag von Darm­stadt hierhergeschubt. Seine Ueberfübrung in das Amisgerichts- gefängniß veranlaßte einen bedeutenden Menschenauflauf. Die Neugierde, Kleeblatt heute vor dem Ecrichtsforum zu sehen, sollte sich indessen nicht erfüllen; denn die erwähnte Privat- klagesachc gelangte gestern durch Vergleich zur Etledigung. Heute sollte Kleeblatt wieder nach Darmstadt zurückeèkoidirl werden. Während der Nacht setzte er jedoch seinem Leben mittelst Erhängens in der Gefängnißzelle ein jähes Ende. Gegen den Verunbeilieu schwebte noch eine Reihe von Untersuchungen wegen verschiedener Sttafihaten. Das tragische Ableben dieses überaus wohlhabenden, so häufig genannten Mannes erregt allenthalben bedeutende Sensation. Er hinterläßt eine Wittwe mit 7 Kindern, von denen nur eine Tochter versorgt ist. Der hiesige Fischer Johann Burkard beobachtete gestern am Ufer des hochgehenden Maines eine kräftige Fischotter, schlich sich leise heran und tödtete den schlauen Fischräuber durch einen wuchtigen Schlag mit einem Kahnruder. Burkard erhält vom Fischereiverein eine

> Fangprämie von 6 Mark.