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man den industriellen Export, so schädige man auch die «inh- schafliiche, die steuerliche und die Webrkraft des Reiches. Er hoffe daher, daß auch die Rechte zu einem billigen Ausgleich bereit jein werde, Die Reckte werde ihre Ansprüche ermäßigen müssen. Wir brauchen Handelsverträge auf lange Dauer; auch die Landwirtschaft wird davon Vortheil haben. Darum müssen die Agrarier sich mäßigen. Seit zwölf Jahren habe Deutschlands Außenhandel sich um 40 */ gehoben, bei keinem anderen Lande, auch nicht bei Amerika, sei ein Aufschwung in gleicher Höhe zu ver­zeichnen. DaS widerlege hinreichend HahnS Behauptungen von unserem Niedergang.

Abg. Graf Klinckowström (k.) widerspricht dem. Der Landwirthschafl sei eS H zum Tode schlecht gegangen, dafür sei gerade auch die agrarische Agitation ein Beweis. Wir werden, so ruft er den Sozialdemokraten zu, den Tarif auch ohne Sie so gestalten, daß sowohl Landwirihschaft wie Industrie zufrieden sein können, Von den Erklärungen des Kanzlers in der Burcnsachc erklärt sich der Redner befriedigt. Wenn Bebel den Kanzler gestern gefragt habe, was das »jetzt" bedeute, ob Krüger später vielleicht werde empfangen werden, so könne Bebel sich diese Frage selber beantworten. So lange Krüger in politischen Angelegenheiten komme, die unsere internationalen Beziehungen tief berühren, als Staats­oberhaupt mit politischem Zwecke, so lange werde er nicht empfangen werden. Komme er aber als Soldat, als tapferer Held, der bis zum legten Augenblicke tapfer gekämpft, werde er gewiß willkommen sein.

Adg. Fürst Radziwill kommt nochmals auf die Wahl in Bomsi-Mescris zurück und nimmt den Erzbischof in Schutz.

Nunmehr wird ein Scklußantrag angenommen. Nach vielen persönlichen Bemerkungen werden die üblichen Elais- theile der Budgetkommission überwiesen.

Nächste Sitzung: Dienstag, 8. Januar, 2 Uhr. Urheber- und Verlags-Reckr.

Schluß 4*.t Uhr.

Die Wirren in China.

Das internationale Comite,

das für die Verwaltung von Peking gebildet wurde, hat die Aufgabe, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, die sani­tären Verhältnisse zu regeln und Fragen der Armenversorgung zu erledigen; auch die Regelung der finanziellen und Taxations- Aufgaben liegt dem 6»mité ob. Feldmarschall Graf Waldersee ernannte Freiycrrn v. Gayl zum Vorsitzenden eines militärisch- abm.ninranoen Comnös, zu welchem jeder Comingeni einen Drazoman stellt, mit Ausnahme der Franzosen, welche hieran nicht iheilnthmen wollen. Von den Deutschen ist Major v. Brixen Mitglied bei Somitéi. Chenkuilung, der Civil-Gou- verncur von Peking, gehört diesem Comits gleichfalls an, jedoch nur a s Executiobeomicr, nicht als Lciraib. Das Comiiè beschließt über die zu ergreifenden Maßregeln durch abjo.ule Stimmenmehrheit. Der Präsident Hal nur eine Stimme bei ben Berathungen. Die Ausführung der Be­schlüsse liegt bei den städtischen Behörden; die Beschlüsse be­ziehen sich auf die Leitung und Uebeiwachung der militätischen Polizei in den einzelnen Distrikten der Kontingente. Man erwartet, daß biete Uebereinstimmung in den Berwaltungs- grunb lägen der verschiedenen Distrikte (mit Ausnahme des französischen) gute Früchte zeitigen wird.

Zu Sem Zwischenfall Walversee-Chaffee werden nachträglich weitere Einzelheiten bekannt. Nach Tclt- grammen aus Washington hat der Slaairstkretär des Krieges Mr. Roor von General Chaffee einen amtlichen Bericht über den Vorfall erhalten. Es erhellt aus diesem Bericht, daß der General, um seinen Protest gegen daS Plündern seitens der fremden Truppen zu begründen, eine ungebührlich scharfe Sprache gegen den Obcrstkommandircnden führte. Was den Glasen Waldersee bc'ondels verletzen mußte, war die Bemer­kung, daß gerade diejenigen Truppen, die gekämpft und sich den Weg nach Peking mit dem Schwerte in der Hand ge­bahnt hätten, sich nicht am Plündern belheiligten, sondern das denen überlassen hätten, die zu spät gekommen wären und bei den Kämpfen um den Besitz von Peking nicht mil- wirkien. In den amerikanischen Regicrungski eisen wird die Ungehörigkeit des Schreibens des Generals Chaffee be­dauert, obwohl man geneigt ist, ihm insoweit miloernee Um­stände zuzubilligcn, als er angeblich gereizt worden sein soll. Es wird aber betont, daß der General durchaus kein Recht hat, dem Grafen Waldersee überhaupt irgend welche Vor­stellungen zu machen. Zwischen beiden Generalen besteht kein osfijieUe» Band mehr. Seitdem die Vereinigten Staaten den Charakter der in Peking befindlichen Streumacht geändert haben, indem diese nicht mehr ein Erveditionskorps ist, son­dern nurmehr dcn Nachtdienst für die amerikanische Gesanmstast beiorgl, untersteht sie nicht mehr dem Grafen Waldersee, son­dern bildet einen Theil bei Gesandtschaft-personals und hat nur den Weisungen bei Gesandten Conger zu gehorchen. Bekanntlich ist der Zwischenfall mittlerweile dadurch beigelegt, daß General Ehaff e das Jncorrekte seiner Handlungsweise selbst eingesehen und sein Bedauern darüber aurgedlücki hat.

T e l e g r a m mw :

New-Nork, 14. Tezbr.^Die amerikanische Regierung ersuchte ihren Vertreter in Peking, Senger, telegraphi'ch, seinen Einfluß bei den übrigen Verirrtet» da hin geltend zu machen, eine sofortige Eröffnung der FriedenSverhandlungen mit den chinesischen Friedens-Vermittler» zu erziele».

Hanauer Anzeiger

Berlin, 13. Dezbr. DerLokal-Anzeiger" melbet aus Peking von gestern: Die FriedenSverhand- l u n g e u kommen seitens der Verbündeten nach Ueberwin­dung der anfänglichen Schwierigkeiten lebhaft i n G a n g. Es herrscht unter den Gesandten volle Einigkeit. Die Verständigung der chinesischen Unterhändler mit dem kaiserlichen Hofe erfordert jetzt nicht mehr viel Zeit. In dieser Hinsicht ist eS von Interesse, daß eine zusammen­hängende telegraphische Verbindung zwischen Peking und Singanfu über Shanghai besteht. Ein Depeschenwechsel von Peking nach Singairfu und zurück erfordert fünf Tage.

De Wet im Innern des Oranjsstaates. "^ Direkte Beleidigung und Einmischung in die' englisch,.

halten und ihn namentlich an der Uebcrschreitung des Cale­donflusse» zu hindern. Wider Erwarten Überschlitt de Wet den Fluß nicht vor Smithfield, sondern 2025 Meilen

nordlicher. Er befindet sich augenblicklich in Helvetia, unge­fähr in der Mitte zwischen der Grenze der Kapkolouie bei Odendaaldrifr und Bloemfontein, doch scheint er sich nicht nach Dewetsdorp begeben zu wollen, wie man anfangs glaubte, sondern alS vorläufiges Ziel seiner Bewegung Reddersborg anzu- , , r ......,t.....

sehen. Im Kriegsamt zu London glaubt man jedenfalls, wie 15. Januar auf seiner SJa^t begiebt, auch 7einige I lelegraphirt wird, daß der sicigewandte Surengeneral sich in Nizza verweilen.

DoHitänbiger Sicherheit befinde. Ob dies gegenwärtig sein Perlin, 13. Dezbr. '$n einer Reihe von Blâttn, eigentlicher Wunsch ist, oder ob er auf neue Streiche gegen wird über Versuche berlchtet, die Prinz Georg von Griechen- die Engländer sinnt wer weiß es? Bis jetzt hat er noch land bei seiner jüngsten Rundreise unternommen haben ss^ nie ein Zeichen davon gegeben, daß er es auf Ruhe und um die Proklamicung der Unabhängigkeit Cretas durch die Sicherheit abgesehen hat. Zur Zeit befindet er sich in der -" -»t- - - Nähe von Dewetsdorp, der Stätte, die den bedeutendsten

Mächte zu erlangen. In diesem Zusammenhänge wird auch behauptet, daß eine eonbiruttg bei den Regierungen der bei­den Äaijerfhaten erfolgt sei, die sich an ser Einsetzung be« Prinzen Georg als Gouverneur von Creta nicht beteiligte«. Von unterrichteter Seite erfährt dieNational-Zeilung", dag in Berlin jedenfalls eine solche Sondirung nicht statigesundeu hat.

Kriegsgefangenen von de Wet freigelaffen wurde, entnehmenl Hannover, 13. Dezbr. Der Kaiser traf um wir Folgendes: 1 Uhr 16 Min. hier ein und begab sich sofort zur» tauig:

Vie Garnison, welche die Stellung nahe bei der Stadt lichen Schloß, wo er zu Pferde stieg. Darauf ritt er nach vertheidigte, bestand aus einer Kompagnie leichter Hochland- dem Waterloo-Platz, wo bie Garnison bereis Aufstellung Infanterie, drei Kompagnien der 2. Gloucester, einer Kom- nommen hatte. Es erfolgte ein zweimaliger Vorbeiinmsch. pagnie der Royal Irish und einigen Leuten der Oranjefluß- Nachmittags 5'/, Uhr fand ein Gala- Diner im Restdenz- Polizeitruppe mit zwei Geschützen, das Ganze unter Schlosse statt, an dem auch Prinz Rupprecht von Bayern

Erfolg der Buren feit Beginn des Kleinkrieges gesehen hat. Ueber die Einnahme von Dewetsdorp werden jetzt interessante Einzelheiten bekannt. Der Schilderung eines Engländers, der bei der Gefangennahme der britischen Besatzung in die Gewalt der Buren gericth und später mit den anderen

, _ . Schlosse statt, an beut auch Prinz Rupprecht von Bayern

Major ^Masseys Befehl. Der erste Schuß wurde am Abend iheilnahm. Abends wohne der Monarch mit dem Punzen des 17. November gefeuert. Die Garniwn wurde am Rupprecht und Gefolge im königlichen Theater der Aufführanz Morgen des 18. umzingelt und die Buren fuhren im Westen von Shakespearc's König Heinrich IV. bei.

ein Geschütz auf. Sie begannen ein heftiges Gewehrfeuer, > Paris, 13. Dezbr. Aus Konstantinopel wird ge= ohne viele Verluste zu vcrui fachen^ DaS umliegende Ge- meldet, das deutsche SchulschiffMoltke" ist in Peirut ein- .inbe begünstigte einen Angriff, und die Buren kamen näher getroffen. Es überbringt den K anz, welcher auf Anordnuny heran, das Feuer am Tage und den größten Theil der Nacht Kaiser Wilhelms am Grabe Saladin's in Damaskus nieder­ununterbrochen forisktzend. Die Wasserzufuhr wurde am 20. 'gelegt werden soll. Diese Ceremonie fand gestern unter abgescknitlen, mit Ausnahme eines kleinen Vorraths, der nächt- Thellnahme der Schiffs - Offiziere und der otiomanische» lich von Freiwilligen geholt wurde. Die Garnison litt bei ~ her Hitze schrecklichen Durst. Am 22. wurde es klar, daß die von den Hochländern besetzte Stellung unhaltbar war, und sie zogen sich auf die Haupistellung zurück. Während des Rückzuges versuchten die Buren einen Sturm auf die Ver­theidiger, als nur noch 10 Mann in der Stellung waren.

Tie Hochländer riefen sich sofort zu, die Bajonette aufzu- pflanzen, was die Buren in Verwirrung brachte und Zeit zum Rückzüge gab. Tie Garnison war einem Kreuzfeuer ausgesetzt, hatte kein Wasser, und die Leute konnten kaum ihre Gewehre heben. 16 von den 18 Artilleristen waren tobt oder verwundet. Der 23. November war der heißeste Tag der Belagerung. Die Zungen der Leute begannen vor Durst an­zuschwellen und ihr Zustand war bcmiileidenswerih, da die Kugeln des Gegners von allen Seiten her einscklugen. Ma­jor Maffcy war daher der Ansicht, daß es unmöglich sei, den Kampf forizusctzen, und um */ 6 llhr wurde die weiße Flagge gehißt. De Wet und Steijn kamen dann in die Bcriheidigungs- linien und de Wet gratulirte Major Massey zu der tapferen Vertheidigung der Garnison, und Steijn sagte, die Verluste- der Buren an Todten seien größer, als die der Briten an; Verwundeten. Die Gefangenen, die nach Vaalbank gebracht Atts Btadt- Uhb Landkreis HaNÄU. wurden, sagten, die Buren hätten bei Dewetdorp ihre besten Nachdruck unserer Lokalartikel wut mit Quellenangabe ,Ha». 6»' Leute verloren und würden nie wieder wagen, einen befestig- gestattet.

ten

Platz anzugreifen.

Te leg ramme:

ein

* Die Bieh- «nd Obstbaumzâylung am 1. d. 51 erbrachte für die Stabt Hanau folgendes Resultat:

London, 14. Dezbr.Daily Expreß" berichtet, daß Gehöfte mit Viehstand .

Beamter des Kriegsamtcs in dieser Nacht in später Biehbesitzende Haushaltungen .

Stunde in einem Klub seinen Freunden gegenüber erklärt Pferde (einschl. Militâipserde) ....

habe, eS seien ernste Nachrichten auS Süd- Esel.........

Afrika eingetroffen. Die betreffenden Telegramme seien Mittheilungen deS Generals Clemens in Barberion, wonach dieser von einer starken Burentruppe angegriffen worden ist. Die Engländer mußten sich, troydem sie den »reind mehrmals zurückgeschlagen hatten, schließlich wegen Mangel an Munition ergeben. Mehrere Offiziere und zahl­reiche Mannschaften sollen gefallen sein. Der übrige Theil der Garnison, bestehend auS mehreren hundert Mann, soll in Obstbäume (Aepfelbâume, Birnbäume, Pflaumen- Gefang-nschaft gerathen sein.Daily Expreß" suchie noch in und Zwetschenbäume, Kirschbäume) . . 19

späier Nacht eine Bestätigung dieser M.ldung zu erhallen,' G Der Sonderzug Stratzb«rg-Berlin trifft «* was jedoch nicht möglich war, da daS Kriegsami bereit« 22. Dezember er., abends um 7 Uhr 8 Min. auf bem bi'IV8 geschlossen war. AuS Mafeking wird gemeldet, daß

eine englische Abtheilung, die von Buren bei Modder-

tont ein angegriffen wurde, Letzteren große Veiluste bei- brachle. Lord Methuen sandte eiligst Verstärkungen ab, welche gleichfalls von den Buren nochmals angegriffen wurde«. Letztere sollen erhebliche Vertu sie erlitten habe».

14 Dezeul^ ,

London, 14. Dezbr. Unter den in Äapftabt^ den Flüchtlingen herrscht, wie von dort gemeldet großes Elend. Eine große Anzatz/ dei selben suchte Tikal,' ' der englischen Armee zu nehmen, bo^' wußte« dieselben wiesen werden. * i

Paris, I4. Dezbr. Wie die Blätiex éuä 2nb». zu berichten wissen, ist der E n t s ch l u ß d e s sch , rischen NundeSrathS auf die vom englischen unternommenen diplomatischen Schritte zurückzuführen, englische Regierung ließ, wie cs heißt, dem Sunbeireti theilen, saß jede parlamentarische Verhandlung über d i England zu unterbreitende Schied«»erfahren englischersestz

nur Folgen wirthschaftlicher Art.

Politische und unpoliji che Nachrichten.

Depffchen-BurcauHerold".

Berlin, 13. Dezbr. DerLokal-Anzeiger" meldet «uj ' Paris: Nach einer Petersburger Pcioatmcldung würbe da / Zar auf seiner Rückreise von Palermo, wohin er sich oe

Truppen statt.

Marseille, 13. Dezbr. Ein Angestellter der tranj- allantischen Gesellschaft hat vor Kurzem das Modell einet Unterseebootes fertig gestellt, woran er 10 Jahre während seiner freien Zeit gearbeitet hat. Die mit demselben angestellten Versuche sollen sehr zufriedenstellend ausgefallen sein.

London,13. Dezbr.MorningPost" meldetaus Ncw-Dvrk, Mac Kinley habe beschlossen, seine Potilikbeireffsder Philip­pinen zu ändern, ro.il er überzeu >t s.i, daß eine vollstän­dige Unterwerfung des Aufstandes sehr lange Zeit in Anspruch nehmen würde.

Wasffington» 13. Dezbr. Anläßlich der Hundert­jahr-Feier der Gründung Washingtons fand gestern im weißen Hause ein Empfang statt, an welchen sich eine eon Mac Kinley abgehaltene Truppens hau an chloß.Mac Kinley hat dem L-enat den Vertrag mit Spanien zugesandt, in welche« Spanien die verschiedenen Inseln im Archipel der Philippinen, die im Pariser Vertrage nicht einbegriffen waren, an die Vereinigten Staaten abzutreten sich verpflichtet.

* Der Sprechverkehr ist auf Hoppegarten «ui8 gedehnt. Die t^espracksgedübr beträgt 1 Mk.

Rindvieh.......

Schafe.......

Schweine.......

Ziegen.......

Federvieh (Gänse, Enten, Hühner, Truthühner,

Perlhühner) ....

Bienenstöcke......

595 666

1311

1 284 302 251 161

413t 79

Oslbahnhof ein und fährt um 7 Uhr 56 Min. ab. (GeleqM' Heil zum Abendessen ist gegeben.) Auf den Stationen Dm8' bach, Hanau und Elm werden zu diesem Zuge keine Fahr- kaitea auSgegeben. Bei frühzeitiger Bestellung bei der Fähr­karten AuSnabe werben Fahlkarten von Sachsenhausen werden Der Sonderzug trifft am 23. Dezember Vorm- Uhr 50 Min. in Berll» ein.