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Hanauer Anzeiger

22 November

ParlamentsveichandlungM nachgklesen und gefunden, baß barin gesagt wurde, Hongkong sei garnichts werth, c5 sei ein Fiebcrncst, ein miserabler Hafen je. Heine verzeichnet es in einem $abre einen Schiffsverkehr von 10 bis 12 Millionen Tonnen. Oine Kolonie kann doch nicht wie eine Blume über Nacht aufsprießen. Die große Bedeutung von Kiautschou für Schifffahrt Handel und Industrie wird sich mehr und mehr dcrausstelle». Meine Herren ! Einen breiten Raum in den Aus­führungen des Abg. Richter Hai eingenommen seine Kritik der Reden Sr. Majestät des Kaisers. Tie Art und Weise, wie Herr Richter diese Reden tritiftn hat, gibt mir Veranlassung, Nach­stehendes zu sagen: Zunächst hat er die Frage aufgeworfen von der Verantwortlichkeit für diese Reden. Ich glaube, es ist Artikel 17 der Verfassung, in dem es heißt, daß der Reichskanzler für Anordnungen und Verfügungen Sr. Maje- slâl die Veraniworiung übernimmt. Reden Sr. Majestät des Kaisers fallen nun unter keine der beiden Kategorien, aber ich möchie nicht einen Augenblick Zweifel darüber malten lassen, daß ich die volle moralische Verantwortung übernehme für Reden Sr. Majestät des Kaisers, welche von der großen Mehrbcii der Nation nicht mißverstanden werden. (Lachen links. Große Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Meine Herren! Ich habe gestern dem Abg. Bebel mit der größten Aufmerksamkeit zugehöri, ich habe ihn nicht einmal durch Heiterkeilsäußerungen unterbrochen, darum märe cs auch mir sehr angenehm, wenn Sie mich anhörlen. Denn eines Man­nes Rede ist keine Rede, man muß sie hören alle beede! (Lebhafter Bcnall im Hause, in den sich Beifallsäußerungen auf der Zuschaueriribüne mischen.) Die Rede des Kaisers in Bremerhaven wurde in einein Augenblick gehalten, wo an­genommen werden mußte, daß alle in Peking eingeschlsstenen Europäer ermorde! seien. Es war durchaus natürlich, daß Seine Majestät in diesem Augenblicke und bei diesem Anlaß in dieser Rede gesvrochen Har als Soldat und nicht als Diplomai. Daß die Diplomatie aber nicht zu kurz komme, dafür lassen Sie mich sorgen! Im klebrigen versichere ich, mir ist der kleine Finger eines braven deutschen Muske- riers lieber als das ganze Lumpengesindel der Boxer. (Leb- haficr Beifall.) Der Abg. Richler hat sich auf die Rede be­zogen, die der Kaiser im Marinekasino in Wilhelmshasen gehalien Hai. In dieser Rede har der Kaiser die Ziele unserer Polilik gekcnnzcichnel, aber der Ausdruck, daß wir uns in großen und für die Zukunft wichtigen Fragen nicht bei Seite schieben lassen wollen, involsirt noch nicht die Tendenzen, daß ww uns in Fragen, die uns nicht angehen, nicht ein- mi'chen wollen. Aus solchen Fragen werden wir auch in Zukunft die Finger herauslassen, aber die Ebenbürtigkeit mit anderen Mächten und das Recht, in der Welt mitzusprechen, werden wir uns nicht rauben lasten. (Lebhasier Beifall.) Es w.:rde ge agt, wir stehen in China nicht allein auf dem Plane, iecks Mächie sind ebenfalls und zum Theil viel stärker engagier ; warum wir denn nun übernehmen müßten, was Andere auf ihre Hörner nehmen ioHten ? Es hat eine Zcii gegeben, wo man Deutschland das Recht auf Einigkcii bestritt und aus Deutschland lediglich einen geographischen Begriff machen wollte, wo man Deutschland den Großmachiskitzel austreiben wollte. Wir sind eine Großmacht geworden und werden es mit Gottes Hilfe bleiben, und wir werden die Meinung behalten, daß eine große Nation sich das Recht auf eine besonnene Weltstellung, auf eine besonnene Dclipoliiik we­der entreißen noch verkümmern lassen wird. (Lebhafter Leifall.)

Abg. v. Kardorff (Reichsp.): Ich will dem Fürsten Hohenlohe nichts nachreden, aber er bar, indem er die Ein­berufung des Reichstages unterließ, eine ebensolche Unkenntniß der Reichsversassung bewiesen, wie es Unkenniniß der Staats- verlastung verrieth, als er die Beamien, welche im preußischen Landtage als Kanalgegner saßen, maßregelte. Es war un- verantwocilich von ihm, daß er den Reichstag so als quantité négligeable behandelt hat. In den Hunnenbriefen mag ja manches Wahre stehen, sie leiden aber an Uebertreibungen, es ist ja auch erklärlich, daß die Absender der Briefe etwas sehr in blühenden Farben gemalt haben. Auf das Wort Indemnität im $ 3 des Nachtragsetatsgesetzes lege er großen Werth, damit bekundet werde, daß die Regierung bei der Nichieinberusung des Reichstages im Unrecht gewesen sei.

Abg. Rickert (frei). Lgg.) erkennt befriedigt an, daß der Reichskanzler durch seine entgegenkommende Erklärung in der Indemniräissrage dem Reichstage die Arbeit erleichtert habe. Der Vorredner gehe in feinem Angriff auf Hohenlohe zu weit, wenn er behaupte, dieser habe die Verfassung nicht ge­kannt. Jedenfalls aber habe in den Jeßten Monaten ein absolutistischer Standpunkt bei uns geherrscht. Und zweifellos sei die Regierung in allen '.olchen Fällen verpflichtet, Indem­nität nachzusuchen. In unserer offiziösen Presse seien die Zustande haarsträubend. Die Art, wie diese Presse die Nicht­einberufung vertreten habe, war tiefverleyend. Möge der Reichskanzler in dieses Unwesen der offiziösen Presse mit starker Hand eingreifen, er würde sich damit ein Verdienst erwerben. Was die Rede des Kaisers anlange, io meine er: es ist begreiflich, wenn ein Monarch mit so regem Geist un» s» weitreichenden Interessen und so starkem Pflichtgefühl spricht, was ihm der Augenblick eingibt. Aber je weiter die Stimme eines solchen Monarchen dringt, um so mehr muß dafür ge­sorgt werden' daß alles Gesprochene sorgfältig erwogen wird, und daß die Berichterstattung darüber eine einheitliche und korrekte ist. Ueber den Inhalt der Hunnenbriefe müssen wir unser Urtheil suspendiren, da eine offizielle Erklärung des Kriegsministers die Genauigkeit des Inhalts dieser Briefe be­streitet. Redner beruft sich sodann auf unseren früheren Ge­sandten e. Brandt dafür, daß zwar eine gewisse Schuld an den Wirren in China den dortigen Europäern beizumesscn ist, einschließlich der Missionare, daß aber die Erwerbung eines Stützpunktes in China für uns eine Nothwendigkeit war. Dwlz könnten wir daraus sein, daß unsere Militär­

mtb Marincverwaltung dem Auslande den Beweis unserer Schlagfertigkeit erbracht hat. In vollem Einklänge mit der amtlichen Denkschrift wolle er mit seinen Freunden, daß alle Eingriffe in das innere chinesische Leben vermieden würden, und daß wir uns darauf beschränkten, uns in dem in China Erworbenen zu konsolidiren, darüber hinaus aber Halt! Er halte den Gedanken nicht für phantastisch, daß die Waffen­gemeinschaft, in der sich die europäischen Völker jetzt in China befinden, uns auf lange einen europäischen Krieg fern halten werde. Jedenfalls aber werde der Beschluß, den der Reichs­tag in dieser Frage fassen werde, zeigen, daß der Reichstag immer zur Stelle sei, wenn cs gelte, für Ansehen und Ehre des Deutschen Reiches einzutreten. Der Reichskanzler werde stets den Reichstag zur Seite haben, wenn er im Rathe der Völker für Humanität und Zivilisation eintrete.

Hierauf erfolgt Vertagung. Persönlich bemerkt

Abg. Richter: Der Reichskanzler bat sich auf einen Artikel der Freisinnigen Zeitung vom 4. Juli berufen. Dann hätte er doch auch den Artikeln Folge leisten sollen, in denen späterhin die Einberufung des Rcichtags verlangt wurde!

Donnerstag 1 Uhr: Fortsetzung: alsdann Interpellation Albrecht wegen der 12000-Mark-Affaire.

Die Erkrankung des Zaren.

Berlin, 21. Nov. Auf der hiesigen russischen Botschaft sind, wie heute Vormittag auf Befragen mitgetheilt wurde, gestern und heute keinerlei Nachrichten über das Befinden des Zaren cingelausen.

Berlin, 21. Nos. DerLokal-Anzeiger" meldet aus London: Der Hof erhielt etwas ungünstigere Nachrichten über den Zaren, jedoch wird hervorgehoben, daß sein "Zustand keine unmittelbare Besorgniß errege. Die Aerzte hoffen zu­versichtlich auf eine baldige Ueberwindung der augenblicklichen Störungen.

Berlin, 21. Nov. Wie ein Telegramm desLokal- Anzeigers" aus Petersburg berichtet, schlief der Zar nach Meldungen aus Livadia während der Nacht zum Dienstag ruhig bis 3 Uhr, später nur mit Unterbrechungen und es stellte sich am Morgen Schweiß ein. Das Allgemeinbefinden ist. ziemlich befriedigend. Montag Abend betrug die Tempe­ratur 39, der Puls 80, Dienstag früh war die Temperatur 38, der Puls 79.

London, 21. Nov. Ein Moskauer Telegramm des Daily Expreß" berichtet, das Befinden des Zaren habe sich verschlimmert. Die ungünstige Wendung in der Krankheit soll einem Diäifehler zuzuschreiben sein.

Petersburg, 21. Nov. Nach den amtlichen Berichten ist das Befinden des Zaren in den letzten 24 Stunden ein stark wechselndes gewesen. Das Fieber ist zeitweilig sehr stark ausgetreten.

London, 21. Nov. DerLokal-Anzeiger" meldet: Lord Roberts sandte der russischen Kaiserin ein Telegramm, worin er sie seiner und seiner Truppen tiefste Theilnahme an der Erkrankung des Zaren versichert und seine besten Wünsche für baldige Genesung ausdrückt.

Die Wirren in China.

In der französischen Kammer

ist vorgestern die China-Debatte im Wesentlichen zum Ab­schluß gekommen. Minister Dclcassë erklärte im Verlaufe seiner Rede, jetzt stehe man an der Schwelle von Verhand­lungen mit China. Mit der Ausbreitung des Handels mit China müsse die Aufrechterhaltung der terriorialeu Integrität dieses Reiches Hand in Hand gehen. Die Regierung wünsche mit den Opfern Frankreichs bald ein Ende zu machen, erst müsse aber die Genugthuung erlangt werden, die sie erwarte. Tie Regierung habe Vertrauen in die Zukunft, sie bedürfe aber auch des Vertrauens der Kammer. Hierauf wurde die Generaldebatte geschlossen. In der Spczialdebatte beantragte Tejeante bei dem KapitelReligiöse Niederlassungen im äußersten Osten" 50000 Franks zu streichen. Minister Del- caffé wies darauf hin, daß die Regierung oft das Interesse bargelegt habe, das die Missionen im Orient bieten. Das Protektorat über die Christen sei für Frankreich eine Tradi­tion und man würde einer Verzicht auf dieses Protektorat, durch den Frankreich sich selbst herabsctzcn würde, im Aus­lande nicht 6er Weisheit Frankreichs zuschreibeir. Der An­trag Dejeantes wurde jnit 343 gegen 160 Stimmen abge- lehnt und darauf die Sitzung aufgehoben.

Die militärische» Matznahmen

der verbündeten Truppen gehen unbeirrt durch das Hin und Her der politischen Stimmungen ihren ruhigen Gang, und im Umkreis von Peking wird ein immer größeres Gebiet von den Boxern gesäubert. Graf Waldersee meldet aus Peking über den weiteren Vormarsch nach Nordwesten: Ein Detachement von zwei Kompagnieen, zwei Geschützen und berittenen Mann­schaften unter Major von Mühlenfels vom 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiment ist über Sankiatien (21 km westlich Peking) abgesandt; Spitzen sollen große Mauer erreichen. Kolonne /)»rk hat am 17. Kiming (25 km südöstlich Hsüenhwa) erreicht und wird auf dem Rückwege mit dem Detachement Mühlenfels Verbindung Herstellen.

* *

Telegramme:

Berlin, 21. Novbr. Ein Telegramm des deutschen Flottenvereins aus Peking besagt: Graf Waldersee wird am nächsten Dienstag den Besuch des V cekönigs er­widern. Vom Nord-Korps unter dem Befehl des Obersten Grafen Aork, das sich bekanntlich auf dem Vormarsch nach Kalgan befindet, traf gestern die Meldung ein, daß die Be­völkerung von Hauf Lai die Stadt ohne Widerstand über­

geben hat. Weiter wird berichtet, das Dork'sche Korps werde zunächst auf keinen Widerstand stoßen. Dagegen sei ernst­licher Widerstand von dem General Ho zu erwarten, der mit 10,000 Mann regulären chinesischen Truppen und zahlreicher Artillerie bei Kalgan steht. Die Nachricht von einem Kampf zwischen Chinesen und dem Jork'schen Korps bei Hsuenkwan bestätigt sich nicht. Graf Aork ist genöthigt, Verstärkungen abzuwarten.

Londo», 22. Novbr. Aus Shanghai wird gemeldet: Ein Telegramm berichtet, daß die Deutschen einen Vormarsch längs der chinesischen Arsenale unternommen haben und die Grenze der fremden Coudessionen überschritten. Die chi­nesischen Beamten sind infolgedessen sehr beunruhigt und haben ihre Häuser verbarrikadirt. Der Tao Tai ist den Offizieren entgegen gekommen und ertheilte ihnen die Erlaubniß, die Stadt zu betreten, die Truppen mußten jedoch draußen bleiben.

London, 22. Noobr. DerDaily Telegraph" meldet aus Shanghai vom 20. ds. Mts.: Eine eingegangene Meldung besagt: Ein geheimes Dekret der Kaiserin, das heute telegraphisch verbreitet wurde, ermahnte alle Vizekönige und Gouverneure, sofort sich zum Kriege gegen die Ver­bündeten in allen Theilen des Landes bereit zu halten.

London, 22. Novbr. DieMorning Post" meldet aus Shanghai vom 20. November: Endlich kommen die Ver­bündeten zu dem Entschluß, schärfere Maßregeln zu ergreifen, um die Sache zur Krists zu bringen. Heute passirte ein Telegramm aus dem Pekinger Hauptquartier Shanghai, welches an den Vizekönig von Nanking gerichtet ist und von demselben verlangt, daß er sich bestimmt über seine Stellung zum Hofe und zur Versorgung desselben mit Lebens­mitteln äußere.Daily News" melden aus Shanghai, daß der Hof in Folge der Entbehrungen und Unbequemlich­keiten, die er in Singaufu erdulden müsse, dringend wünsche, den Ort zu verlassen. Der Hof sei jedoch völlig in den Händen Tungfuhsiangs, welcher entgegen früheren Meldungen, daß er nach Kanfu gegangen sei, sich noch in Singanfu befinde und daselbst über 16,000 Mann verfüge.

New-Usrk, 22. Novbr. Ein Telegramm aus Tientsin berichtet, daß in der letzten Zeit Gewehrfeuer in der Nähe der Stadt vernommen worden ist. Infolgedessen verbreitete sich das Gerücht, das deutsche Quartier sei von Boxern an­gegriffen worden. Man verdoppelte daher die Posten. Eine Regiments-Patrouille auf dem jenseitigen Peiho-Ufer und die übrigen Truppen erhielten Befehl, sich auf alle Eventualitäten vorzubcretten. Die Befürchtungen haben sich jedoch nicht be­stätigt. Ein Angriff seitens der Boxer ist bisher nicht erfolgt. Die chinesischen Diener haben ihre europäischen Herrschaften verlassen unter dem Vorwande, sie hätten aus guter Quelle vernommen, daß Boxer gegen Tientsin und Peking vorrückten. Die Engländer und Amerikaner glauben an ein solches Vorgehen.

Aus Stadt- und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeHan. Anz." gestattet.

* Bußtag. Der gestrige Bußtag führte unseren Gotteshäusern eine große Zahl Andächtiger zu, so daß die weiten Räume dichtbesetzt waren. Die weihevolle Stimmung des Tages veranlaßte auch viele unserer Einwohner am Nach­mittag dem Friedhöfe einen Besuch abzustatten, um in Ge­danken bei den Lieben und Treuen zu weilen, die im ewigen Schlafe unter kühlem Rasen liegen, bis der Tag der Ver­heißung gekommen ist.

W. Kirchliches. Großauheim, 22. Nov. Wenn schon an jedem Gottesdienste, der im Betsaal der evangelischen Gemeinde hier abgehalten wird, die Theilnahme der Mitglieder eine recht zufriedenstellende ist, so war am gestrigen Buß-, Bet- und Danktage der Besuch aber ein so umfangreicher, daß noch in letzter Stunde für eine erkleckliche Anzahl Sitz­plätze gesorgt werden mußte, um die Andächtigen alle unter­bringen zu können; erfreulicher Weise ein Zeichen, daß die Räumlichkeit dcs bereits vergrößerten Betsaalâ bald nicht mehr ausreichen wird. Die Stimmung im Saale war eine feierlich­ernste und hinterließ die Predigt des Herrn Geistlichen einen sichtbaren Eindruck. Zu weiterer Erhöhung der Feier hatte der Leiter des gemischten Gesangvereins, Herr Lehrer Hofmann, zwei recht geeignete Chöre eingelernt und zum Vortrag bringen lassen, dessen erster: Psalm 95, Vers 6, Kommt laßt uns beten und knien vor dem Herrn rc." vor der Predigt und der zweite:Hcrr, deine Güte reicht so weit, so weit der Himmel ist rc." nach der Predigt gesungen mürbe. Auch diese für den verhältnißmäßig kleinen Verein recht zu­friedenstellend ausgeführten Gesänge verfehlten ihre weihevolle Wirkung nicht.

* Stavttheater. Eines der ergreifendsten Dramen von Richard Voß,Schuldi g", wird morgen nach längerer Zeit wieder aufgeführt. Der menschlich rührende Konflikt, die kraftvoll gesteigerte Handlung des trefflichen Schauspiels haben ihm stets den besten Erfolg verschafft. Die tragenden Rollen werden von den Damen Brandow und Gypen, sowie den Herren Lindenlaub, Bartak, Becker, de Giorgi, Schmith und Kehrmann dargcstellt. In der nächsten Sonntags-Novität, dem VolksschauspiclDie Passi onsspieler von Oberammergau" ist das gesammte Personal beschäftigt.

* Im Rausche. Ein älterer Handelsmann, NaKUls W., stieß gestern llèachmiltag auf der französischen Allee mit dem Kopse gegen einen Baumstamm und verletzte sich. Schutz­leute brachten ihn in seine Wohnung, woselbst er jedoch nicht geblieben ist, denn heute Morgen wurde er, halbverfroren, auf dem Sandeldamm liegend aufgefunben und dann nach dem Landkrankeiihause überführt.