20. November
Nbg. Bebel führt aus: Die Worte Bülow's böten nichts Neues und seien aus der Thronrede und der Denk- schrist bekannt. Redner fragt das Zentrum, ob es nicht die Schmach empfinde, die die Regierung dem Reichstage anthat. Redner wird deswegen zur Ordnung gerufen. Europa erntet nur, was es selbst in China gesät. Das Missionswesen sei Privatsache, gerade hier hätten Missionare aber den Haß gegen die Christen hervorgerufen und provokatorisch gewirkt. Auch unsere Pachtung in China trug mit zu der Erregung bei. Die Entsendung von Schutztruppen nach fremden Ländern ist völkerrechtswidrig, außerdem griffen Truppen schon angebliche Boxer an, bevor diese noch die Gesandtschaften angegriffen halten, verantwortlich dafür ist der ermordete Ketteler. (Un: ruhe.) Seine Ermordung war ein Verbrechen, aber die ungeheure Erbitterung ist ein mildernder Umstand. Dann kamen die Kaiserreden in Wilhelmshaven, wo direkt von Krieg und Rache gesprochen wurde. Er handelt sich hier um einen gewöhnlichen Eroberungszug. Die Bezeichnung Krieg ist zu anständig. Der russische „Regicrunzsbote" bezeichnete es als unwahr, daß er die Ernennung Waldersce's gewünscht habe. Wozu war ein Generalfeldmarschall überhaupt nöthig, das konnte ein beliebiger Feldwebel auch. Wir sind es bei den deutschen Generalen nicht gewohnt, Photographen und Kinematographen in Bewegung zu setzen wie bei jedem Welt- marschall. Redner bespricht die Grausamkeit der Kriegsführung, ans Soldatenbriefe verweisend, und zieht eine Parallele mt Transvaal. Die Bedingungen, die Bülow mitgelheilt habe, seien unausführbar und für China unannehmbar. Das Zentrum verschulde durch sein Eintreten für die Flottenvorlage diese Weltpolitik. Das Zentrum muß die Folgen tragen. Wir halten diese Politik für verfehlt und willigen ihr keinen Pfennig.
Der Kriegsmini st er erklärt; Die Rede ^e§e[§ zeichnete sich mehr durch Länge als durch Tiefe ^a. (Reiter* seit.) Sie bestand aus einer Reihe unktzatrolirbarer Zitate. (Unruhe links.) Von VerfassungsLruch sei nicht die Rede. Die neuen Formationen seien zunächst nur für den Krieg geschaffen; sollten sie später in irgend einer Form weiter bestehen, so müßte das natürlich mit den gesetzlichen Faktoren, geregelt werden. Redner hebt alsdann hervor, daß Bebel den Europäern die Schuld beigemessen habe; das sei, bei ihm ja natürlich, im All^neinen müsse die Sozialdemokratie doch anerkennen, daH Nan durch Verträge mit anderen Staaten den internat'.onalen Verkehr begünstige; Voraussetzung sei, daß cheidc Theile den Vertrag halten. Bebel solle sich darnach erkundigen, was die Missionare für Schulen und Kranken-
Ser in China gethan hätten. Bebel scheine auch zu über-
1, daß die Chinesen damit anfingen, alle Europäer abzuschlachten. Redner schließt aus den Vorgängen im Osten, daß es ein Unglück für ein Volk ist, wenn es unter die Gewalt extremer politischer Parteien geräth. Als die Schutzwachen in Aktion traten, brannten bereits rings um Peking die christlichen Kirchen. Für die geschehenen Verbrechen müsse es eine Sühne geben. Der Vorredner- als Vorsichter der Volksheere müsse einsehen, wie schnell in China wenige reguläre Truppen große Vortheile gegenüber den Volksheercn errangen. Gerade weil sie einem irregulären Heere gegen- übcrstehen,. würde dieser Feldzug so blutig, daß alte Soldaten ihn ungern führten. Auf frischer That betroffene Aufrührer werden eben nach Kriegsrecht niedergeschossen. Ich möchte Bebel bitten, die Briefe, die über Grausamkeiten berichten, mir auszuhändigen. Das deutsche Volk kennt seinen Kaiser, um ihn seiner ganzen Persönlichkeit nach richtig zu schätzen. Ich kenne keinen Regenten, dem Grausamkeit so fern liegt, wie unserem Kaiser. Er sorgt für sein Volk Tag und Nacht. Wenn der Kriegsherr seine Truppen zum letzten Abschied sieht, die auf sein Geheiß in fernes Land ziehen, weiß er, was sie erwartet. Wenn er sie warnt, wenn er ihnen sagt, welche Verhältnisse sie vor sich haben, so muß ich sagen, eine solche Bewegung ist verständlich und menschlich schön. Waldersee ist jeder Reklame abhold. Eine Verrohrung unserer China- Soldaten ist nicht zu befürchten; der Ernst des Krieges bewirkt nur, daß sie das Leben ernster als bisher ansehen werden. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Morgen 1 Uhr. Fortsetzung der heutigen Tagesordnung. Schluß 6'/t Uhr.
Parlamentarisches.
Der Wunsch der sozialdemokratischen Partei, die Reichstagssession mit einer ihrer politischen Reklame dienenden Znterpcllationsdebatte einleiten zu können, ist nicht erfüllt worden. Die Interpellation ist bis zum Donnerstag zurück- gestellt, für welchen der Herr Reichskanzler im Beginn der gestrigen Sitzung sich zu ihrer Beantwortung bereit erklärte. An die Spitze der Verhandlungen trat demgemäß, der all- gemein-politischen Bedeutung des Gegenstandes entsprechend, die Chinavorlagc, die dem Reichskanzler Grafen von Bülow den Anlaß bot, zu einer bedeutungsvollen programmatischen Darlegung das Wort zu ergreifen. Voranschickend, daß nach wie vor an den Zielen festgehaltcn werde, die in den an die Bundesregierungen bezüglich der chinesischen Wirren gerichteten Cirkular vom 11. Juli d. I. bezeichnet worden sind, wies der Herr Reichskanzler zunächst die Behauptungen zurück, die deutsche Politik habe sich durch die chinesische Krisis überraschen lassen und diese Krists durch den Abschluß des Kiautschou-VertrageS selbst heraufbeschwore«. Ohne gegen den bis in den Tod pflichttreuen ritterlichen Gesandten in Peking den leisesten Vorwurf zu erheben, könne er feststellcn, daß in Berlin die Anzeigen des nahenden Gewitters wohl beachtet worden seien. In Zukunft werde das Augenmerk allerdings darauf zu richten sein, daß das auswärtige Amt schneller als bisher über die Vorgänge in China unterrichtet
________ Hanauer Anzeiger_________________ wurde, nichts aber sei in militärischer oder diplomatischer Richtung deutscherseits unterlassen worden, was den Dingen einen anderen Verlauf hätte geben können. WaS Kiautschou anlange, so- müsse doch festgestcllt werden, daß von allen in China engagirten Mächten Deutschland sich am meisten zurück- gehalten und erst dann zugegriffen habe, als es den Anschein gewann, als sollte ohne Berücksichtigung Deutschlands an eine Auftheilung Chinas in Einflußsphären gegangen werden. Auch sollte nicht übersehen werden, daß unsere Position in China auf völkerrechtlichem Vertragsverhältnisse mit der chinesischen Regierung beruhe und durchaus im Einklänge stehe mit der freundlichen Haltung, die Deutschland nach d^m chinesisch-japanischen Kriege China gegenüber eingenommen habe. In Wahrheit stellen sich die jüngsten chinesischen Ereignisse dar als eine Etappe, welche die europäische Kultur auf ihrem unaufhaltsamen Vordringen mit Nothwendigkeit einmal überwinden mußte. WaS Deutschland in China wolle, sei mit zwei Worten gesagt: wir wollen keine Politik der Abenteuer, aber wir wollen unsere Rechte und unsere Ehre so behaupten, wie es einer großen Nation zukommt. (Beifall.) Wir wollen rasche und gründliche Beilegung der Krisis und Sühne für das Geschehene, weil die Versagung dieser Sache ein Freibrief wäre für neue Verbrechen, Der Abg. Dr. Lieber, der nach dem Ncichskanzler das Wort nahm, begann mit der Anerkennung bei befriedigenden Eindrucks dieser Darlegungen, deren patriotischen Grundlvn der Zentrumsrcdncr mehrfach we^ klingen ließ. Den Angriffen, die Herr Lieber gegen, hsi Nichtbefragung des Reichstages richtete, war^d'^cy die bezüglichen Erklärungen des Grafen Bülow die. Spitze im Voraus abgcbrocheti, und als Facit der LiebTJchen Rede blieb denn die Bereitwilligkeit des Zentrums zur Nachträglichen Bewilligung unter Ertheilung der „Indemnität". Die hiernach folgende zweistündige Rede des Abg. Bebel war eine begeisterte Vertheidigung der chinesischen Greuel im Namen von „Menschlichkeit und Recht". Gegen die charakteristische Auffassung des sozialdemokratischen Redners, daß im umgekehrten Falle in Berlin dasselbe geschehen würde, was in Peking geschehen ist, verwahrte der preußische Kriegsminister die Würde des deutschen Volks. Im Ucbrigcn verwies Herr v. Goßler gegenüber den von Herrn Bebel in üblicher Weise zusammengcstellten Berichten über „Hunnen"-Thaten der deutschen Soldaten in China auf die unzweideutige« Vorschriften über das kriegsgerichtliche Verfahren, die auch gegenüber einem etwaigen Mißverständniß wohlgemeinter Warnungen des höchsten Kriegsherrn für die Haltung der Truppe maßgebend seien. Die Rede des Kriegsministers wurde von den Sozialdemokraten mit Gelächter und Zwischenrufen beständig unterbrochen. Heute wird die Berathung fortgesetzt.
Die Wirrst» in China.
Eine Unterredung mit Vizekönig Linkunyi.
Der deutsche Generalkonsul in Shanghai, Dr. Knappe, hatte sich Ende der vorigen Woche an Bord des „Kurfürsten Friedrich Wilhelm" nach Nanking begeben, um auf den dortigen Vizekönig im Sinne eines größeren Entgegenkommens gegenüber den Wünschen der Verbündeten cinzuwirken. Ueber den Erfolg dieser wichtigen Mission erhält der „B. L.-A." folgenden Bericht:
Shanghui, 19. Novbr. Im Folgenden sende ich Ihnen einen verläßlichen Bericht über die Unterredung, die der Generalkonsul Dr. Knappe mit dem Vizekönig Liu- kunyi in Nanking hatte. Nach Austausch der üblichen Höflichkeiten sagte der Generalkonsul, Kaiser Wilhelm habe eine hohe Meinung von dem Vizekönig; dann machte er eine Anspielung auf die Gewährung einer Anleihe, falls der Vizekönig Geld brauchen sollte. Dr. Knappe gab ferner seinem Bedauern über den Krieg Ausdruck und fragte den Vizekönig, ob er nicht seinen Einfluß bei der Kaiserin-Regentin zur Geltung bringen könnte, damit sie die Anstifter der Rebellion den Mächten auslicfere. Sollte das nicht geschehen, so würden Deuischland und die anderen Mächte noch mehr Soldaten nach China schicken und der Krieg würde fortdauern. Er fragte auch, ob Liukunyi die Kaiserliche Verordnung erhalten hätte, die ihn zu einem der Friedenskommissare ernennt, und daun zögerte der Generalkonsul, weiter zu sprechen. Darauf fragte der Vizekönig, ob er noch etwas auf dem Herzen habe. Der General- konsul^sagte nun offen heraus, daß Agenten der chinesischen Regierung kürzlich in Shanghai von fremden Händlern Waffen gekauft hatten, das dürfe nicht länger angehen, auch wären Lebensmittel und Munition auf dem Dangtse- Fluß verschifft morde«, die für den flüchtigen Hof bestimmt seien. Die Vizekönige müßten ihren ganzen Einfluß daran setzen, diesem Treiben Einhalt zu thun. In seiner Erwiderung bat der Vizekönig den Generalkonsul, dem Kaiser Wilhelm den Ausdruck seiner Bewunderung zu übermitteln. Er wisse, daß Kaiser Wilhelm ein ebenso großer Monarch sei, wie der chinesische Kaiser. Geld brauche er, der Vizekönig, momentan nicht, auch besitze er absolut keinen Einfluß, da die Kaiserin-Regentin gegen ihn sowohl wie gegen Tschangtschitung aufgehetzt worden wäre. Er könne also in keiner Weise etwas thu«. Er sei immer gegen den Krieg gewesen, habe niemals Waffen oder Geld geliefert und bedauere es sehr, daß die Mächte soviel Verluste an Leben und Gut erlitten. Er habe niemals einen Befehl erhalten, der ihn zum Friedenskommissar ernennt, allerdings wäre er indirekt ersucht worden, als solcher zu fungiren. Schließlich fragte er, ob Dr. Knappe auch sicher sei, daß die in Shanghai gekauften Waffen gegen die Verbündeten verwendet werden würden, was Knappe bejahte, worauf Liukunyi erwiderte, er seinerseits glaube, sie seien dazu bestimmt, die Rebellion zu unterdrücken. Z«m Schluß ver-
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sprach er sein Möglichstes zu thun, um den Wünschen der Mächte zu willfahren. Die Unterredung dauerte zwei Stunden, worauf der Generalkonsul na* Shanghai zu- rückkehne.
Der Verlauf der vorstehend geschilderten Unterredung be weist wieder einmal, wie wenig den chinesischen Würdenträgern zu trauen ist. Der Vizekönig von Nanking gehört zu den- jenigen hohen Mandarinen, die den Ausländern vcrhältniß- mäßig noch am wohlwollendsten gegenüberstehen und wiederholt war gemeldet worden, daß sich Ltukunyi von dem Einfluß des kaiserlichen Hofes fieigemacht und seine Bereitwilligkeit ausgedrückt habe, die Mächte in ihrer Friedensarbeit zu unterstützen. Von allen diesen Gefühlen und Absi ten merkt man in den Antworten, die der Generalkonsul Dr. Knappe gab, nicht viel. Sie machen den Eindruck von unvermindertem Selbstbewußtsein, Schlauheit und Unaufrichtigkeit und verrathen das Bestreben, nach wie vor ein Doppelspiel treiben zu können. Man kann gespannt sein zu erfahren, wie sich die Mächte nunmehr zu Liukunyi zu stellen gedenken.
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Telegramme:
Berlin, 20. Novbr. Graf Waldersee meldet aus Peking: Die Kolonne York ist am 15. d. Mts. in Hwaikai eingetroffen, von wo in der Nacht vorher etwa 2000 reguläre chinesische Truppen abmarschirt sind.
Berlin, 19. Novbr. Der „Rcichsanzeiger" meldet: Am 18. November übersandte der B e r l i n e r chinesische Gesandte dem Auswärtigen Amt ein telegraphisch hierher übermittelns vom 14. November datirtes Schreiben des Kaisers von China, welches übersetzt lautet: Der große Kaiser der Thatsing-Dynastie entbietet Eurer Majestät, dem Deutschen Kaiser, Grüße. Eurer Majestät Erwiderung auf unser Telegramm haben wir erhalten. SDlit Freude und Hochachtung ersehen wir daraus, daß Euere Majestät von freundschaftlichen Gefühlen für uns beseelt sei und uns für die Vorkommnisse persönlich nicht verantwotlich machen will. In Folge der Mißgriffe, die wir in der Wahl unserer Beamten gemacht haben, ist Eurer Majestät Gesandter ohne sein Verschulden das Opfer der Wirren geworden, was wir auch jetzt noch aufs Tiesste bedauern. Es ist gerecht, daß wir die schuldigen Würdenträger mit besonderer Strenge entsprechend bestrafen, um dem Gesetz und dem allgemeinen Recktsgefühl Ge- nugt^uung zu gewähren. Soeben erhielten wir von dein Gesandten Luehaihuan ein telegraphisches Memorial, daß Eure Majestät bereits geruht haben, Instruktionen behufs Eröffnung von Verhandlungen mit unserem Bevollmächtigten an den Grafen Waldersee und den kaiserlichen Gesandten Mumm zu erlassen. Es geziemt daher, daß wir auch unsererseits Befehle an alle unsere Bevollmächtigten ertheilen, damit die Verhandlungen den Bedürfnissen Rechnung tragend, zu einem befriedigenden lZrgebniß geführt und die friedlichen Beziehungen baldigst wicderhcrgcsteUt werden. .Ar Euer Majestät Erwiderung auf unser früheres Telegramm wird uns gerathen, nach Peking zurückzukchrcn, was wir als Zeichen Eurer Majestät freundschaftlicher Gesinnung für uns auffassen. Sobald die Friedensverhandlungen die gewünschten Ergebnisse gezeitigt haben, werden wir sofort die Zeit unserer Rückkehr bestimmen. Da die christliche Mijsionsthätig seit den Angehörigen verschiedener Staaten vertragsmäßig zugestanden ist, so ist es unsere Pflicht, in Zukunft die höchsten Provinzialbeamten strengstens anzuweisen, diesen Missionen besonderen Schutz angedeihen zu lassen, um alle Streitigkeiten auf immer beizulegen. Indem wir Ew. Majestät nochmals unsere Gesinnungen kundgcben, hoffen wir Allerhöchst derselben Zustimmung zu finoen.
Aus Stadt und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. Anz." gestattet.
* Redaktionell. M' Des Butz und Bettags halber erscheint die nächste Nummer des „Han. Anz." erst Donnerstag den 22. November zur gewohnten Stunde.
)( Hessische Ges immtsynode. Von dem Vorsitzenden des Gesamnusynodal-Vorstandesist die dritte ordentliche Gesammtsynode der evangelischen Kirche im Konsistorial- bezirk Cassel auf Dienstag den 27. November d. Iß. vormittags 11 Uhr einberufen worden. Die Sitzungen dieser Synode werden im großen Saale des evang. Lereins- hauses in Cassel, Kölnische Straße 17, abgehalten werden. Zur Berathung liegen u. A. vor:
1. Entwurf eines Kirchengesetzes betr. RuhegehaltS-Ord- nung für die Geistlichen der evang. Kirchengemeinschaften des Konststorialbezirks Cassel,
2. dcsgl. eines Kirchengesetzes betr. die Bildung von Gcsammtverbânden in der evang. Kirche des Konsistorial- bezirkcs,
3. eines Kirchengesetzes betr. den liturgischen Gebrauch der Perikopen,
4. eines Kirchengesetzes betr. Einführung eines neuen Katechismus für die Gemeinden der unirten Kirchengemeinschaft (Hana«).
Der Eröffnung der Synode wird um '/, 10 Uhr ein feierlicher Gottesdienst in der Martinskirche vorausgehen. Außer den vorher angeführten Entwürfen von Kirchengcsetzcn sind noch 5 Anträge des Konsistoriums der Synode zur Beschlußfassung vorgelegt, denen sich sicher noch mehrere Anträge aus der Synode selbst anschließen werden, sodaß sich die Tagung derselben wohl auf eine 14 tägige Dauer ausdehnen wird.
* Kreistag. Der gestern Mittag abgehaltene Kreistag des Landkreises Hanau beschäftigte sich u. a. mit dem Landwegebau- Etat pro 1901, der mit 81000 Mk. festgestellt wurde. Hierauf erfolgte Abhör der KreiSsparkasse«-Rechnung pro