15 November
Hanauer Anzeiger
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Latte Dachziegel aus die Erde geworfen und war mit einem Mchmtttaav 5*. Uhr: Oefteutliche Sitzunu der Vtadtverordnelen- s Niemand wird zu ihm gelassen, verwarfen. Versammluna. . „ , Krügers Gestmdbeirliktand
Strafmandat bedacht worden. Sein Einspruch wird verworfen. — Der Fuhrknecht H. soll das ihm anvertraute, vor einem Eiswagen gespannte Pferd roh mißhandelt haben und ist deshalb der Tierquälerei beschuldigt. Der Angeklagte wird jedoch freigesprochen, da das Gericht in dem Vorgehen des H. keine Thierquälerei erblickte. — Im vergangenen Monat ging der Tagelöhner B. hier eines Abends ‘über die Kinzigbrücke und hatte einen Sack auf dem Rücken. Dem dort pairouillirenden Schutzniann kam der Sack verdächtig vor und er fragte den B. nach dem Inhalt desselben. Der Schutzmann begnügte sich mit der erhaltenen Auskunft nicht, er ließ den Sack öffnen und es fand sich ein Reh darin vor. B. wanderte mit seinem Sack an einen sicheren Ort und nachher auch seine Komplizen, cher Tagelöhner K. und die zwei Gebrüder A. Die Angeklagten wollten das Reh im Bruchköbeler Walde „gefunden" haben, den Platz, wo es gelegen, hätte ihnen vorher Jemand nugegeben. Die zwei Gebrüder A. erhalten Gefängnißstrafen von 3 und 4 Monaten, B. und K. von 5 und 6 Wochen.
— Per in der Gummifabrik beschäftigte Arbeiter K. entwendete 2 Paar Pneumatikreisen und verkaufte sie zwei Bekannten, F. und H.,. für je 2 Mk. Dieb und Hehler werden für gleich schuldig erachtet und .zu je 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. — Der Schreiber S. hat bei der Liquidirung von Zeugengebühren bemogelt, indem er sich einen ganzen Tag bezahlen ließ, während er in Wirklichkeit einen Theil desselben gearbeitet hatte. Das klei-.e Geschäfichen kommt dem Angeklagten theuer zu stehen, denn er wird wegen Betrugs zn 40 Mk. Geldstrafe verurtheilt. — Der Bauersmann V. IX. von Rückingen erhielt ein Strafmandat, weil er mit seinem Fuhrwerk den Verkehr am Marktplatze gesperrt hatte. Sein Einspruch wird verworfen. — Der Arbeiter S. aus Großauheim beleidigte den dortigen Gendarmen. Ec erhält 10 Mk. -Geldstrafe. — Dieselbe Strafe erhält der Kutscher L. hier wegen Beleidigung eines Schutzmannes. — Der Reisende M. bekam Streit mit einem als Aftermiether bei ihm wohnenden Hausgenossen. M. warf den Aftermicther schießlich hinaus und ist deshalb des Hausfriedensbruchs und der Körperverletzung angeklagt. Er hat sich auch noch wegen Diebstahls zu verantworten, da er gelegentlich der Kirchweih zu Großauheim, die er mit dem Rade besucht hatte, einem andern Radfahrer seine Laterne stahl. Das Gericht erkennt auf eine Gesammtstrafe von 3 Wochen Gefängniß. — Der Spezereihändler St. erhielt ein Strafmandat, weil in seinem Laden für die Abnehmer geistiger Getränke Sitzgelegenheit vorhanden war, wozu er keine Erlaubniß besitzt. Sein Einspruch wird -verworfen.
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Tvmg Männer- und Jünglingsverein: Bibelstunde (Evang. Vereins hau8).
Verein Merkur : Monatsversammlunq.
Techniker-Verein: LereinSavend tu der Restauration Mohr.
Arends'scher Steaograppenverein (gegründet 1897): Vereinsabent in der Restauration „zur großen Krone".
Katholischer Mânncrverein : Veremsabend in der „Restauration Mohr' (Krämer strotze)
Hanauer Fußball- und Cucketklub: VereinSaScnd ich „Frankfurter Bau".
Turn- u. Fechtklub: Fechten.
Lt. Joseph Bauvereiu: VereinSabeud und Kassenauflage im Gasthaus „zur gotdenen ® erste."
Radfahrerverein „Vorwärts": .Zusammenkunft im Gasthaus „zm Sonne".
Erste Hanauer Poulegesellschaft- Preisspiel in der .Stadt Bremen"
Erster Hanauer Fußball-Klub 1893: Klubabend im Vereinslokal (Brauerei Kaiser, Altstadt).
Radfahrerverein Hanan 1883: Klubabend in der „Centralhalle".
Lpcssarl-Touristenverein: Vereinsabcnd im Gasthaus „zum Elephanten".
Telegrafier Wetterßericht der deutscher
Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 15. November.
(9 Uhr 30 Min.)
Ein Maximum lagert über Rußland, eine Depression erstreckt sich vom Ozcan bis Zentraleuropa, eine solche unter 739 mm westlich von Schottland. In Deutschland ist das Wetter mild und regnerisch.
Prognose für den 16. November: Fortdauer der herrschenden Witterung wahrscheinlich.
$r*a$rWtO Waâ AWiM.
Berlin 15. Novbr. Bei der gestrigen Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise Meseritz-Bomst wurden für den konscrvatioen Kandidaten von Gersdorf-Rauchwitz 2526, für den Antisemiten Bruhn 2418, für den Polen Chrzanowski 5831 und für den Sozialdemokraten Mix 78 Stimmen abgegeben. Wahrscheinlich ist Stichwahl zwischen dem konservativen und polnischen Kandidaten erforderlich.
Berlin, 15. Novbr. Dem „Vorwärts" zufolge beansprucht die sozialistische Fraktion je einen Sitz im Präsidium und im Schriftführer-Kollegium. Die Fraktion wird für das Präsidium Singer und für den Schriftführerposten Fischer- Berlin vorschlagen.
Suez, 15. Novbr. Präsident Krüger hat sich seit der Ankunft in Port Syid auf der Brücke nicht sehen lassen.
Sabbathfeier von Samstag den 17. November, Borabend 4 Uhr 30 Min., Frühgotlesdienst 7 Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 4 Uhr.
Sabbathausgang 5 Uhr 30 Min.
Wochengottesdienst von Sonntag den 18.
täglich frisch geschlacht., alles pr. 10 Pfd.-Post- colli, 1 Fettgans od. 2—3 große Enten od.
3—4 Poulards M. 4.80, Naturbutter M. 6, Tafelbutter M. 7, .Blumenhonig M. 5, zur Probe 1 Colli b» Butter, Vi Honig M. 5.75.
D. Sälzer, Tufte, '/gt vin Breslau. 18686 ' nachmittags 4 Uhr 15 Min.
R-vember an morgens 6 Uhr 45 Min.,
.... „ . „-„„—. Der Kommandant erklärtec
Krugers GesundbeitSzustand sei befriedigend. Ein Abgeordneter des Mnrseiüer Empfangs-Komitees mürbe von dem Kommandanten empfangen. Der Bestimmungsort der „Gelderland" ist noch nicht bekannt.
Erkrankring des Streit.
Paris, la. Novbr. Die Meldung von der Erkrankung des Zaren hat hier die größte Erregung hervorgcrufrn, da Jedermann glaubte, der Zar leide an Influenza. Es scheint jedoch festgestellt, daß es in Wirklichkeit Typhus sei. Obgleich der Typhus epidemisch in Rußland herrscht, täuscht sich'Niemand über den Ernst der Lage, wenn auch das Bulletin beruhigend wirken sollte. Das Bulletin lautet: Der Jar verbrachte eine gute Nacht. Sein Zustaitd ist allgemein' befriedigend, die Temperatur beträgt 38, Pulsschlag 72, Kopf- temperatur normal und Kräftezustand befriedigend.
Berti»», 15. Novbr. Das „berliner Tageblatt" meldet aus Kopenhagen: Die Krankheit des Zaren hat am Hofe in Fredensborg, wo die Kaiserin-Wittwe und der Großfürst- Thronfolger sich aufhalten, große Bcsgrgniß hervorgerufen. Die gestrigen Bulletins sollen indessen günstig lauten.
Am 15. November 1900
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Hierauf:
Spielt nicht mit btm Feuer.
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Ende */«10 Uhr.
Anfang 7 Uhr.