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Für auswärtige Wannemen mit km

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Die elnzelir« !tasi«t kost« 10

SonQuer GMeiaer.

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Nmtkrâs Organ Mr KkaZt- unö Lmârâ Hanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belli triftiüber Beilage

Sinrâckau«». gebühr

für Stadt- und Land­kreis Hanau 10 4 die 4gespaltene Garmand» zeit« »der deren Ramu, jür eiäSoSrt# 15 4

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Nr. 265

Montag den 12. November

1900

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Amtliches.

Bekanntmachung.

Der Betrieb der Stadt-Fernsprecheinrichtung in Bergen (Kreis Hanau) wird am 13» V. Mts., 8 Uhr Vorm«, eröffnet werden.

Cassel den 9. November 1900.

Kaiserliche Ober-Pstzdircktion.

Hoffmann.

^tadiMrew ^anau.

Bekanntmachung.

Gemäß Ziffer 11 und 14 der Ausführungs-Anweisung vom 24. August d. I. zu § 139 d Ziffer 3 und 139 e Ab­satz 2 Ziffer 2 des Gesetzes, betreffend Abänderung der Ge­werbeordnung vom 30. Juni d. J. wird hiermit Folgendes öffentlich bekannt gemacht:

1. Nach § 139c des genannten Gesetzes ist in offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörenden Schreibstuben (Comptoire) und Lagerräumen den Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit »on mindestens zehn Stunden zu gewähren.

In Gemeinden, welche nach der jeweilig letzten Volkszählung mehr als zwanzigtausend Einwohner haben, muß die Ruhezeit in offenen Verkaufsstellen, in denen zwei oder mehr Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt werden, für diese mindestens elf Stunden betragen; für kleinere Ortschaften kann diese Ruhezeit durch Ortsstatut vor­geschrieben werden.

Innerhalb der Arbeitszeit muß den Gehilfen, Lehr­lingen und Arbeitern eine angemessene Mittagspause ge­währt werden. Für Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, die ihre Hauptmahlzeit außerhalb des die Verkaufsstelle enthaltenden Gebäudes einnehmen, muß diese Pause mindestens ein und eine halbe Stunde betragen.

Diese Bestimmungen finden gemäß § 139 d Ziffer 3 an falgenAen 26 Tagen keine Anwendung:

Am 17. Dezember und den folgenden Tagen bis zum 24. Dezember einschließlich, aber mit Aus­nahme der in diese Zeit fallenden Sonntage.

Am Mittwoch, Donnerstag und Samstag vor Ostern.

Am Donnerstag, Freitag und Samstag vor Pfingsten.

Am letzten Wochentage vor Neujahr.

Am Mittwoch und Donnerstag in der Winter meßwsche.

An den letzten 10 Samstagen vor bem 17. Dezember.

2. Die Bestimmungen des § 139e Abs. 1, wonach offene Verkaufsstellen »on 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen, bleiben nach § 139e Absatz 2 Ziffer 2 des Eingangs erwähnten Gesetzes an folgenden 33 Tagen der- gestalt außer Anwendung, daß der geschâft- liche Berkehr bis spätestens 10 Uhr erfolgen darf:

Am 17. Dezember und dm folgenden Tagen bis zum 24. Dezember einschließlich, aber mit Aus­nahme der in diese Zeit fallenden Sonntage.

Am Mittwoch, Donnerstag und Samstag vor Ostern.

Am Donnerstag, Freitag und Samstag vor Pfingsten.

Am letzten Wochentage vor Neujahr.

An den letzten 7 Sanistagen vor dem 17. Dezember.

An den letzten 11 Samstagen vor dem 1. August.

Hanau den 10. November 1900.

Königliche Polizei-Direktion.

P 9900 v. Schenck.

^artö&rew Cartan.

Bekanntmachnugeil des Königlichen Landrathsamtes.

In Rodheim, Nieder-Erlenbach und Petter­weil, Kreis Friedberg, ist die Maul- und Klauenseuche erloschen.

Hanau den 9. November 1900.

Der Königliche Landrath.

V 10606 v. Schenck.

^taöt &ret0 ^artaxt. Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Der Zahlungstermin für Steuer und Schulgeld firo III. Quartal läuft mit

dem 15. d. Mts. ab

und wird hieran anschließend mit Mahnung nnd Zwangsvollstreckung gegen die Säumigen vorgegangen.

Ariftgesuche können nur dann Berück­sichtigung finden, wenn dieselben vor Ablauf des Fälligkeitstermins einge­gangen sind.

Auf die auf Seite 4 des Steuerzettels angeführten Bestimmungen besonders auf Nr. 3, 4 und 7 wird aufmerksam gemacht.

Die städtische Steuerkasie befindet fich Markt 16, Zimmer 6 und 7, zu ebener Erde.

Hanau den 5. November 1900.

Stadtkasse. ।8234

Die von uns genehmigten Entwürfe zu den Haushalts­plänen

der Gaswerkskasse, der Wasserwerkskasse, der Elektrizitätswerkskasse und der Badeanstaltskasse

für das Rechnungsjohr 1901 liegen vom 13. November d. J. an acht Tage lang im Rathhaus, Stadtsek.etariat, Zimmer Nr. 21, zur Einsicht der Gemeindeangehörigen offen. Hanau den 9. November 1900.

Der Magistrat.

Vr. Gebüsch us. 18502

LitzANg der Stadtverordneten- Versammlmrg

am Donnerstag den 15. November 1900, nachmittags 5'/» Uhr, im oberen Saale des Nathhauses.

Tagesordnung:

1. Mittheilung über die Angelegenheit betr. den Lazareth- ankauf.

2. Reinigung des Mainkonals auf Kosten der Stadt :c. (Aufwendung ca. 5000 M.)

3. Mittheilung von den seitens des Magistrats mit Dr. May bezüglich der Ueberschreitungen beim Bau des Elektrizitätswerks gepflogenen Verhandlungen.

4. Rückzahlung der Kaution an die Gasmotorenfabrik Deutz.

5. Nachbewilligung von 805 M. auf VAl für Rechnungs­jahr 1900 zwecks Einführung der Gasheizung in die Diensträume des Banamts II.

Feuilleton.

Deutschlands Mccisahit.

(5. Orizinal-Vrirf-)

Deutschlands Meerfahrt nimmt ihr Ende auf der Rhede von Takn. Keinerlei Ereignisse waren in der Frist von 42 Tagen eingetreten, welche von dem ursprünglichen Plane, in Taku auszuschiffen, abzuweichen gezwungen hätten. Im Gegen­theil, Peking war inzwischen genommen, unsere Avantgarde auch daselbst cingetroffen, der Weg nach Tientsin und weiter nach Peking sicher, die Eisenbahn bereits bis halbwegs Peking, d. h. bis Iang-thsun wieder herzestellt. Nur die Pehtang- Forts 20 Kilometer nördlich der Eisenbahn Tangku-Tientsin, an der nach Norden zur Mandschurei führenden Bahnstrecke der Russen gelegen, waren noch in Händen der Chinesen. Könnten wir doch mit diesem Waffenerfolge, der Wegnahme der Pehtang-Forts, beginnen, so hörte man allgemein reden! Aber wir waren noch zu unfertig, und selbst die Russen wagten die Unternehmung nicht wegen Mangels an schwerem Geschütz; bie Marine kann nicht helfen, denn sie kann wegen des niedrigen ^Wasscrstandcs nicht heran. So haben wir denn hier dasselbe Schauspiel, wie bei Wusung; eine Schlachtflotte, wie man fie größer und bunter wohl nie wieder sehen wird sind mit Transport-Dampfern an die 80 Schiffe bei Taku

und dazwischen ein chinesischer Kreuzer, den man aber doch wenigstens kampfunfähig gemacht hat. Und auch die Forts von Taku sind ja nicht mehr in den Händen der Chi­nesen; die Flaggen aller Nationen zeigen an, wo die ver­schiedenen Gruppen Besitz ergriffen haben. Unsere Flagge weht auf dem südlichen Fort unweit der Wohnung des deut­schen Lotsen, der denIltis" im Fluß geführt hat während des Bombardements auf die Forts.

Man fährt nach Tangku zum Ausgangspunkt der Eisen­bahn bei Fluth über die Barre des Pciho in den Fluß hinein. RechtS und links an der Mündung liegen die Forts, auch von rückwärts von Wasser umgebene hohe Lehmmauern, besetzt mit den besten Kruppschen Geschützen. Die Chinesen hatten wieder, wie im japanischen Kriege, versäumt, sich auch gegen eine Beschießung vom Lande her zu sichern und daher rührt zumeist der große Erfolg der Beschießung durch die Kanonen­boote der Verbündeten, allen voran unserIltis". Der Fluß windet sich mehrfach auf der halbstündigen Fahrt bis Tangku und ist am rechten Ufer mit elenden Lehmhütten besetzt. DaS Fahrwasser ist ungeheuer belebt, wie man es wohl noch nie gesehen hat. Schiffe aller Konstruktionen und der verschiedensten Nationen wetteifern, ihre Truppen und ihr Armee-Material an Land zu bringen, es ist ein Kampf um jede freie Lade- steTe am linken Ufer in Tangku, an dem die Schienen ent­lang führen. Von dort aus wird Alles mit der von den Ruffen in ordentlichen Betrieb genommenen Eisenbahn nach Tientsin befördert, in Tangku selbst bleiben nur Kommandos z»r Sicherung der Magazine und der Bahn selbst. Es heißt, die Russen wollten uns die Bahn geben, wenn sie zu ihrer größeren Aufgabe in der Mandschurei die Bahn über Pethang nach Norden frei haben. Darüber sind die Engländer sehr^ empört, deren Theilnahme an der große» Expedition ja überhaupt mehr auf der Sicherung dieser einer englischen Finanzgruppe gehörigen Eisenbahn begründet ist.

Obwohl die Eisenbahn über Tientsin hinausgeht, wird doch zunächst Alles nach dieser Stadt befördert der Auf­marsch erfolgt dort. Es ist erstaunlich, mit welcher Schnellig­keit das Bild der Zerstörung in Tientsin verwischt wird, die Chinesen beweisen darin ihre Lebenszâhizkeit, ja auch hier kann man sagenNeues Leben blüht aus den Ruinen". Vollständig als Trümmerhaufe« erscheint aber wohl noch der Stadttheil, welcher zwischen dem Fremdenviertel und der

eigentlichen Chinesenstadt liegt. Letztere ist umwallt und auf den hohen Wachtthürmen haben die Eroberer, Japaner, Amerikaner und Franzosen, Wachen ansgesetzt und natürlich auch ihre Flaggen gehißt. Von einem solchen Thor aus gewinnt man einen vollständigen Ueberblick über die ganze Stadt bis weit hivaus in das Fremdenviertel flußabwärts, an das sich dann daS deutsche Lager außerhalb um die Universität gruppirt anschließt. Die Verbündeten liegen zumeist in der Frewdenniederlassung; sie haben unter Be­nutzung der Baulichkeiten ihre Zelte in den großen Höfen und Gärten aufgeschlagen.

Gesunder «ag es schon int Freien draußen vir der Stadt sein, und das deutsche Lager ist der Zielpunkt der Spazier­gänger aller Nationen, die unsere Musterhafte Ordnung und den praktischen Sinn bewundern, mit dem wir uns einrichten. Wir können aber natürlich auf die Dauer nicht in unsern kleinen Zelten bleiben, trotz Lagerdecken, Matratzen rc., die Zellbahnen halten auch ein dauerndes «nspannen nicht aus. Man hat deshalb Baracken vorgesehen, doch wir hoffen über­haupt auf einen Wechsel, wenn wir erst versemmelt sein werden und Graf Waldersee, der Hichstkomwandirende, das Kommando übernimmt.

Inzwischen haben ja auch unsere Truppen in Peking ein Gefecht gehabt. Verstehen wir eS auch nicht, derartige Waffen- Erfolge gleich den Verbündeten aufzubauschen, so sind doch immerhin an die 1000 Chinesen umzebracht und 5 gute Ge­schütze erobert worden.

Die Deutschen brennen darauf, sich zu bethätigen, das war schon so während der Kämpfe um Tientsin, wv wir leider so schwach vertreten waren. Aber wo immer es etwas zu thun gab, mürbe nach den Deutschen gerufen, und es ist denn auch eine Stimme, daß sich unsere Leute wie in Peking, so bei Taku und Tientsin und nicht minder bei der Expedition des Admirals Seymour ganz hervorragend benommen haben,