Einzelbild herunterladen
 

Seite 4

Hanauer Anzeiger

23 August

Der Verband deutscher Kriegs-Veteranen von 1840-1870/71 v

trat am Samstag in Halle zu seiner diesjährigen General- versammlang, mit der eine Gedächtnisfeier der glorreichen Schlachttage von 1870/71 verbunden wurde, zusammen. Aus allen Theilen Deutschlands waren sie herbeigeeilt, die alten Kämpen, um durch ernste Arbeit das Wohl des Verbandes zu fördern und bei fröhlichen Festen alte Erinnerungen auszu- tauschen und Kameradschaft und Freundschaft untereinander zu fördern.

Das erste Mal vereinigten sich die Theilnehmer am Ver­bandstage am Samstag Abend zu einem solennen Kommers im prächtig dekorirten Saale des Apollstheaters.

Am Sonntag Morgen fand zunächst Empfang weiterer von auswärts gekommener Kameraden und danach Kirchgang statt. In der wieder neu erstandenen Magdalcncnkapelle (Universitäts­kirche) in der alten Veste Moritzburg wurde der Festgottesdienst im Beisein einer zahlreichen Gemeinde abgehalten. Hieran schloß sich die Aufstellung zum Festzug auf demParadeplatze" vor der Moritzburg. Voran die Henkel'sche Musikkapelle bewegte sich der Festzug durch verschiedene Straßen der Stadt, vorbei am 1866er Kriegerdenkmal (Kranzniederlegung) nach dem Marktplatz. Nachdem die alten Soldaten um das be­kränzte Siegesdenkmal von 1870/71 Aufstellung genommen hatten, vollzog sich hier eine einfache aber sehr würdige Feier. Die Kapelle spielte das LiedIch hatt' einen Kameraden", worauf ein stilles Gebet mit entblößtem Haupte folgte. In­zwischen wurde ein Kranz am Fuße des Denkmals nicder- gelegt. Die Musik spielteWie sie so sanft ruhn", worauf der Vorsitzende des Halleschen Ortspaceins, Herr Seebach, das Kaiserhoch ausbrachte. Dann ging es im Zuge weiter, vorbei am Denkmal von 1813/15 nach dem FestlokalApollo- Theater", wo Konzert und später Festmahl stattfand.

Die Verhandlungen der Delegirtcnversammlung wurden vom Verbandsvorsitzenden, Herrn Stadtrath a. D. Arndt- Halle, mit einer recht behcrzigenswcrthen Ansprache eröffnet, die in dem Ersuchen an die Vertreter der Ortsvereine gipfelte, auch in der Folgezeit treu zu Kaiser und Reich, treu zum Verbände zu stehen, damit dieser alle ihm ungerechterweise in den Weg gelegten Hindernisse überwinden könne. In das Hoch auf den Kaiser und die Bundesfürsten stimmten die alten Soldaten dreimal begeistert ein und reichten sich mit dem Rufe:Wier bleiben die Alten" undin Treue fest" die Bruderhand. Der Vorsitzende machte sodann nach Feststellung der Präsenzliste bekannt, daß im Lokal ein Werk aufliege, das die Beachtung aller Patrioten im hohen Maße verdiene. Ein alter Veteran, Herr Rentner H. Grassow sen. in Dessau, welcher 1898 mit die Veteranenreise nach San Remo und die Enthüllungsfeier der zum Gedächtniß für Kaiser Friedrich III. vom Verbände gestiftete Tafel milgemacht, hat seine Reiseerlebnisse in einem großen, mit einer prächtigen Einbanddecke versehenen Album mit vielen Photographien niedergelegt.

AuS dem Geschäftsbericht des Verbandes für 1899 ist folgendes Wesentliche mitzuiheilen: Dem Verbände sind 1225 neue Mitglieder beigetreten, 362 Verbandsmirglieder verstor­ben. Die Errichtung von Provinzialgrnppcn im Verbände hat nicht immer die Hoffnungen erfüllt, die man daran geknüpft hatte. Festgefügt stehen die Gruppen Halle, Halber­stadt, Breslau, Duisburg und Saarbrücken da; in neuer Zeit ist hinzugetreten Gruppe Leipzig und Chemnitz. Die Fahnen­schwierigkeilen sind in Halberstadt geordnet, sie bestehen in­dessen noch in Halle, Webau und Pyritz. Hoffentlich werden die zuständigen Behörden anderer Meinung werden und das Verbot in Bezug auf Führung von Vereinsfahnen wieder aufheben.

Die Verbandskasse hatte eine Einnahme von 7649.42 M. und eine Ausgabe von 6710.10 M. Die Kasse des Ver­bandsorgansDer Veteran" hatte eine Einnahme von 18,419.25 M. Die Unterstützungskasse zeigte eine Einnahme von 3638.10 M. und eine Ausgabe von 2864.80 M. Die Gaben blieben gegen das Vorjahr zurück, cs mußte daher mit den Unterstützungen sparsamer umgegangen werden. Die Museumskasse brachte ein 115.13 M., sie beanspruchte in­dessen für Anschaffungen rc. 276.85 M. Die Gesammt- einnahme und Gesammtausgabe aller dieser Kassen balanciren mit 39,087.42 M. Es war ein Ueberschuß von 7980.24 M. zu verzeichnen. Die Rechnung wurde auf Antrag der Prüfer entlastet.

Es folgten nun Petitionsangelegenheiten. Antrag des Vor­standes:Eine Petition an den Reichstag abzusenden, daß fernerhin solche Veteranen, welche aus der Arbeiter-Jnvaliden- und Altersversicherung Renten beziehen, auf Grund dieser meist sehr geringen Bezüge nicht mehr von den Behörden bei der Notirung zur Beihilfe von 120 Mk. zurückgewiesen werden sollen." Da der Gönner des Verbandes, Graf Oriola, ver­sprochen hat, für die hilfsbedürftigen Veteranen einzutreten, so glaubt die Versammlung von einer erneuten Petition ab­sehen und dem Gönner vertrauen zu können.

Der Antrag Berlin:Dahin zu streben, daß der Ver­band eine in dem Kyffhäuserbunde neben den anderen Krieger­vereinsverbänden gleichberechtigte Stellung erhalte, damit dem Wunsche des Kaisers entsprochen werde, Krieger und Vete­ranen geeint zu sehen; die Zurücknahme des kriegsministeriellen Erlasses ist als nothwendige Folge anzustreben", wurde nach längerer Diskussion abgelehnt.

Die Anträge Duisburg und Quedlinburg betrafen Unter­stützungen an hilfsbedürftige Veteranen, sie waren durch obigen Versammlungsbeschluß erledigt.

Der Antrag Küstrin:Mit Eingaben und Vorstellungen dahin zu wirken, daß der Erlaß des Oberpräsidenten, der den Veteranen die Führung der Standarte bei Begräbnissen untersagte, zurückgenommen wird," wurde dahin erledigt, daß

es den Provinzialgruppen überlassen bleibt, hierin vorzugehen, da die Verhältnisse nicht überall dieselben sind.

Ueber den Antrag Breslau, betreffend die Abhaltung von Vorträgen rc. wurde zur Tagesordnung übergegangen. Der Antrag Oberhausen:Einen Verbandsagitator anzustellen," wurde nach Besprechung des Gegenstandes zurückgezogen.

Da der Verband eine bedeutende Erbschaft anzutreten hat, so ist es nothwendig, daß er die Rechte einer juristischen Person erwirbt. Die Versammlung stimmte diesem Anträge zu und genehmigte die Abänderung des Statuts nach den ge­machten Vorschlägen. Mehrere Anträge befassen sich mit den Ortsgruppen. Es wurde bestimmt, daß an einem Orte nur eine Gruppe bestehen darf. Hier wurden die Ver­handlungen abgebrochen.

Am Montag früh besichtigten die alten Krieger zunächst die weltberühmten Francke'sche Stiftungen und auf dem Wege nach der Dülauer Haide noch so manches andere Sehens­werthe. ImWaldkater" wurde das Frühstück einge­nommen, worauf ein Spaziergang durch den Wald folgte. Die Delegirten begaben sich direkt nach dem vor der Haide belegenenPfälzer Schützenhof", um die Verhandlungen fort­zuführen.

Einige Anträge beschäftigten sich mit den Provinzial- und Unteroerbänden. Es wurde schließlich folgender Antrag des Vorstandes angenommen:Ein Provinzialverband besteht aus mindestens 5 Gruppen; die bereits bestehenden Provinzial­verbände bleiben, auf Wunsch der Gruppen können sich neue Provinzialverbände gründen, wie auf der andern Seite ein Zwang nicht besteht, daß Ortsgruppen einem solchem Verbände beitreten müssen."

Um Mißverständnissen zu begegnen, wurde bemerkt, daß die Ablehnung des am Sonntag verhandelten Berliner An­trages, betreffend das Verhältniß des Veteranenverbandes zu den anderen Kriegervereinsverbänden, erfolgen mußte, um die Würde des Verbandes zu wahren. Diesem war der Wunsch des Kaisers, alles vereint zu sehen, nicht übermittelt worden und war daher der Verband nicht in der Lage, einer Annäherung zuerst Folge zu geben, man erklärte sich aber gern bereit, die Hand zur Vereinigung zu bieten, wenn man dem Verbände, als dem Beleidigten, ein Entgegenkommen zeigte.

Die nächstjährige Generalversammlung wird in Dessau abgehalten. Ein Antrag Garmissen, die Generalversammlungen für die Folge am 1. Juli abzuhalten, wurde abgelehnt, unter Hinweis darauf, daß dazu nur historische Gedenktage genommen werden. Ueber das Museum berichtete Kamerad Buß- Leipzig als Verwalter desselben. Ueber das Verbandsorgan Der Veteran" berichtete der Redakteur Kamerad Matthias- Leipzig.

Die aus dem Vorstande ausscheidenden Kameraden Stadt­rath a. D. Arndt-Halle, Schulhaus-Hanau, Seebach- Halle und Buß-Leipzig wurden wieder- und an Stelle von Kamerad Trolle Kamerad Dr. Leichter-Schenk-Limbach neugewählt.

Damit war die Tagesordnung erschöpft, die Versammlung wurde vom Vorsitzenden mit den üblichen Dankesivorten an alle, die mit thätig gewesen sind, das Werk zu fördern, ge­schlossen. Inzwischen waren die Ausflügler aus dem Walde zurückgekehrt und vereinigten sich mit den Delegirten zum Mittagessen auf demPfälzer Schützenhofe", bei dem es selbstverständlich an Trinksprüchen nicht fehlte.

ImPfältzer Schützenhof" wurde für die alten Veteranen ein Preisschießen veranstaltet, das ganz hübsche Resultate lieferte. Eine von Herrn Büchsenmachermeister Uhlig hier gestiftete silberne Medaille erwarb sich als bester Schütze ein Hanauer Veteran, Herr Schul haus. Er wurde zum Veteranenkönig ansgerufen. Gegen Abend begab sich die zahlreiche Festgesellschaft nach dem Wasser zu einer Saale­fahrt. In derSaalschloßbrauerei" wünschte Herr Sradt- rath a. D. Arndt den auswärtigen Kameraden glückliche Heimkehr und ein frohes Wiedersehen in Dessau. Nach Ein­tritt der Dunkelheit wurden die Gondeln wieder bestiegen und unter Musikweisen und Gesängen des Handwerker-Bildungs­vereins wurde die Rückfahrt angetreten. Das von Herren Gebr. Pfeiffer-Cröllwitz abgebrannte Feuerwerk war großartig und gefiel allgemein, wie auch die bengalische Beleuchtung der Höhen, der Burg Giebichenstein und der Ufer. Mit einem Abschiedstrunk imPfälzer Schießgraben" fanden die Feierlich­keiten ihr Ende.

Vermischte Nachrichten.

Abenteuer auf der Löwenjagd. In Ostafrika ist kürzlich ein englischer hoher Polizeibeamter, der mit zwei Deutschen auf die Löwenjagd auszog, einem Löwen zur Beute gefallen. Die Sache spielte sich, wie dem Hamb. Korresp. berichtet wird, folgendermaßen ab: Der Engländer, Super­intendent (Oberinspektor) Ryall, kam mit den zwei Deutschen Herrn Hübner und Parenti per Eisenbahn in Machados- station an. Bei der Station hatten sich, wie die Askaris melden, letzthin zwei Löwen gezeigt und waren auch wieder­holt bis direkt an die Station gekommen. Die drei Herren beschlossen, die Bestien zu erlegen. Sie wollten den Salon­wagen Ryals als 'Änstand benutzen und während der Nacht die Ankunft der Löwen erwarten. Bei ihrer Annäherung sollten sie niedergeschossen werden. Der Salonwagen wurde einige hundert Meter aus der Station herausgeschoben, und die drei Nimrods begaben sich in denselben auf Wache. Was später geschah, ist nicht ganz aufgeklärt. Man hat anscheinend sehr vergnügt soupirt, und gegen Mitternacht legten die beiden Deutschen sich schlafen, während Ryall versprach Wache zu halten. Mitten in der Nackt fühlte Hr. Parenti ein großes Thier auf seinem Leibe herumtreten, infolge dessen er erwachte und unwillkürlich seinen Kopf emporrichtete. Hierbei berührte

sein Gesicht den Bauch des Thieres. Der Löwe, denn ein solcher war es unzweifelhaft, hatte in diesem Augenblick seine beiden Vordertatzen auf dem Bette Ryalls, während seine Hinterpfote auf dem Körper Parentis ruhte. In diesem Augenblick hörten die beiden Deutschen Ryall einen furcht- baren Schrei ausstoßen. Parenti versuchte, wie er sagt, ein Gewehr, das auf dem Tische lag, zu ergreifen, aber da er dabei wieder an den Körper des Raubthieres stieß, kroch er vom Bett aus durch das Waggonfenster und versteckte sich im Gebüsch. Dort hielt er sich etwa eine Viertelstunde versteckt und schlich sich dann, als der Weg frei schien, zum Stations­gebäude hin. Von dort aus rief er dann zusammen mit dem Stationsoorstand die Namen seiner Freunde. Nach einiger Zeit kam Antwort von Hübner. Er hatte, als er durch den furchtbaren Nothschrei Ryalls erwachte, zunächst sich selbst in die Küche des Salonwagens gerettet. Von hier hörte er, wie der Löwe Ryall tödtete. Schließlich kamen Eingeborene und Askaris zur Stelle, und jetzt wagte man sich mit großen Fackeln an den Wagen heran. Es zeigte sich, daß der Löwe mit Ryall aus dem breiten Wagenfenster gesprungen war und ihn in den Busch geschleppt hatte; das Innere des Wagens war von unten bis oben mit Blut bespritzt. Am nächsten Morgen sah man ferner die blutige Spur des Weges, den der Löwe, der übrigens in Begleitung von Jungen war, genommen hatte.

Die Typhuserkrankungen in Aachen. Aus Aachen wird berichtet: Die Typhuserkrankungen im 40. In­fanterie-Regiment scheinen ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Insgesammt beträgt die Zahl der Erkrankten nicht über 150, von denen etwa 20 als schwer erkrankt gelten. Im Allge­meinen nimmt die Seuche einen sehr gelinden Verlauf, und es besteht die berechtigte Hoffnung, daß Todesfälle sehr wenig oder gar nicht Vorkommen werden. Die Vorsichtsmaßregeln werden aufs strengste durchgeführt; so sind sämmtliche Stuben in den Kasernen desinfizirt und für Civilpersonen abgesperrt worden. Die in der Stadt wohnenden Mannschaften dürfen nur dienstlich ihre Wohnräu«c verlassen. Der äußere Dienst des Regiments wurde ganz eingestellt, und der Dienst in der Kaserne aufs nöthigste eingeschränkt. Die Behandlung der Kranken wird vom Generalarzt Thiemann und dem Leiter des Mariahilf-Hospitals Professor Wesener geleitet, denen Assistengürzte und Pflegepersonal, die zum Theil a^ aus­wärtigen Garnisonen eingetroffen sind, zur Verfügung stehen. Etwas Bestimmtes läßt sich über die Entstehung der Seuche bis jetzt nicht sagen. Als Thatsache gilt, daß Mannschaften der am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Kompagnien Wasser zum Trinken aus einem in der Nähe des Truppen­übungsplatzes Elsenborn befindlichen Bache und aus stehendem Gewässer entnahmen. Ob darin die Ursache der Seuche zu suchen ist, wird die eingehend geführte Untersuchung ergeben. Die Befürchtung, daß die Seuche sich auf die städtische Be­völkerung ausdehnen könne, ist ganz unbegründet. Die Manöver des ganzen Armeekorps sind zweifelhaft ge­worden.

Der Zirkus Blumenfeld, welcher gegenwärtig in Freiburg Vorstellungen giebt, ist durch das montägige Un­wetter übel zugerichtet worden. DieFrbgr. Ztg." berichtet darüber Folgendes: Ein grausiges Bild der Zerstörung bot sich Montag Nachmittag den Anwohnern des Stühlinger Platzes. Montag früh traf der Zirkus Blumenfeld hier ein. Der Aufbau der Pferdezelte ging rasch vor sich und gegen 1 Uhr mittags war man auch nahezu mit der Aufrichtung. be§ Hauptzeltes fertig. Die Seitenwände waren noch offen. Gegen halb 2 Uhr fegte plötzlich ein orkanartiger Sturm durch die Straßen und über den Stühlinger Platz. Wie der Blitz fuhr der tolle Geselle Wind durch die Zelte; er hob unb drängte nach unten, riß und zerrte an Pfählen und Stangen und zerschnitt wie mit scharfen Messern die Plane durch. In den Pferdezelten wieherten und stampften die Thiere; einige rissen sich los und konnten nur mit aller Gewalt gehalten werden. Schreie und Rufe mischten in den immer wüster tobenden Sturm; es waren für den hilflos Zu­schauenden gräßliche Augenblicke. Das Hauptzelt ist voll­ständig zerrissen; _ mit Mühe und Noth konnten die Ueber- reste heruntergelassen werden, denn die Stricke und Riemen waren verwirrt in unlösbare Knäuel. Die Arbeit von einem Vormittag war in wenigen Minuten vernichtet. Die Pferde unter dem vorderen Zelte wurden herausgeführt 'und an die Wagen gebunden; der hintere Stall blieb stehen. Als sich der Sturm einigermaßen gelegt hatte, herrschte auf dem Platz ein Durcheinander, wie man es sich bunter nicht vorstellen kann. Der Schaden, der die Besitzer trifft, mag jedenfalls, ba auch die Eröffnungsvorstellung am Montag nicht statt­finden konnte, kein geringer sein.

Ein Duell zwischen Ehegatten. Von einem regelrechten Zweikampfe mit höchst tragischem Ausgange, den ein in der ersten Hälfte der vierziger Jahre stehendes Ehe­paar mit einander ausgefochten, wird aus dem in der Nähe von Philadelphia gelegenen Villenorte Duffryn Mawr be­richtet. Wie bei ihrer cholerischen Veranlagung schon häufig, waren auch am verflossenen Dienstage der Häusermakler Mr. Sinclair und seine Frau aus ganz geringfügigen Ursachen in heftiges Wortgefecht gerathen, das auf dem Punkte stand, in Thätlichkeiten überzugehen. Die Streitenden befanden sich im Vorgarten ihrer Villa, als Mrs. Sinclair, die jeder Art von L-portübungen leidenschaftlich huldigte und selbst ihrer Kleidung einen burschikosen Anstrich zu geben liebte, ihren steten Begleiter, einen geladenen, doppelläufigen Revolver aus der Tasche zog und mit dem Ausrufe:Ich werde Dir eine Waffe von demselben» Kaliber aus Deinem Gewehrschranke holen!" ins Haus stürzte, um unmittelbar darauf wieder auf der Bildfläche zu erscheinen.Jetzt, da wir auf gleichem Fuße miteinander", fuhr sie, ihrem Gatten das Mord­instrument aufdringend, in ihrer Ekstase fort,fordere ich