bl Juli
Hanauer Anzeiger
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sahen wir, wie ein fremder Herr bei eintretender Dunkelheit ahnungslos in einen solchen Tümpel trat, nicht nur, daß der Betreffende mit seinen eleganten Modeschuhen unfreiwillig eine Kneipp'sche Kur durchmachen mußte, sondern er fühlte auch einen stechenden Schmerz am Knöchel des einen Fußes. Aber auch für Fuhrwerke und insbesondere für Radfahrer können solche Mißstände verhängnißvoll werden. Wir fragen, soll der jetzige Zustand dieser verkehrsreichen Straße für immer so bleiben? Warum geschieht da von Seiten der Gemeindebehörde keine Abhilfe? Dabei wollen wir noch erwähnen, daß die ordnungsmäßige Beleuchtung der Straßen unseres Ortes noch viel zu wünschen übrig läßt und in dieser Beziehung noch viel geschehen muß. Jedenfalls tragen solche Zustände nicht zur Hebung des Fremdenverkehrs bei, wird doch unser Ort durch Hanauer Bürger gern und häufig besucht. Hier ist dringende Abhilfe am Platze. Wenn die Plasterung der anderen Hälfte der Wilhelmstraße aus irgend einem Grunde sietzt noch nicht geschehen kann, so bessere man zunächst die schlechten Stellen gründlich aus, was zur öffentlichen Sicherheit unbedingt erforderlich ist. Dies kann und muß vom Publikum beansprucht werden. Hoffen wir, daß diese Zeilen dazu beitragen, daß eine gründliche Ausbesserung der Straße alsbald vorgenommen wird, damit Unglücksfälle vermieden werden.
Einige Einwohner zu Langendiebach.
löhner Theodor Kast aus Ettlingen in Baden, welcher wegen gegen andere Personen, nach Ansicht der Behörde, nicht bell stehen. Kriminalkommissarius Klatt kehrt daher Ende dieses
verschiedener schwerer Diebstähle von der Staatsanwaltschaft
zu Karlsruhe steckbrieflich verfolgt wurde, fiel nämlich der Gendarmerie in dem Augenblicke in die Hände, als er sich bei der hiesigen Bürgermeisterei die erforderlichen Papiere zur Weiterreise ausfertigen lassen wollte. Der schmucke Bursche trug einen eleganten Anzug, der freilich, ebenfalls durch Diebstahl in seinen Besitz gelangte. Der saubere Kumpan wurde heute
Monats nach Berlin zurück. Der Könitzer Polizeikommissar
Block geht zum 1. Oktober fort, und zwar soll er in Spandau Anstellung gefunden haben. Martha Hoffmann, die Tochter des so viel genannten Schlächtermeisters Hoffmann, hat sich mit dem Redakteur des antisemitisch gewordenen „Könitzer Tagebla!ts" verlobt. — Jsraelski, der unter dem Verdacht der Mitwisserschaft seinerzeit in Haft genommene Händler, ist auf freien Fuß gesetzt worden. Das Bataillon des 14. Re-
gefesselt über Frankfurt nach Karlsruhe eskortirt.
0 Zellhausen, 30. Juli. Bei einer hiesigen armen Frau wurde vorgestern ein frecher Wäschediebstahl, verübt. Der Verdacht der Thäterschaft ruht auf einer fremden; eine Gefährdung der Ruhe nichr mehr zu befürchten ist. Die Schirmflickergesellschaft, die wohl den Nachweis erbringen' Kosten der Unterhaltung belaufen sich für die Stadt auf wollte, daß Vorsicht nicht blos dem Zigeunervolke gegenüber ( 60000 Mark. — Der frühere Bureauassistent Orda in Za- dringend gerathen ist. ; wodzie halte vor mehreren Wochen eidlich eine bis in die
--------- ! kleinsten Details gehende Erläuterung der Ermordung des Marktberichte. Gymnasiasten Winter in Konitz abgegeben, bei der er zugegen
Frankfurt a. M, 30. Juli. Amtlich- N-tirang der Vieb- ! ^wesen sein will. Er bezichtigte sogar bestimmte Personen narkt-Preise. Zum Verkauf standen: 480 Ochlen, 48 Bullen, 698 der Theilnahme an dem Verbrechen. Nachdem sich jetzt Whe und Färsen, (Stiere und Rinder), 276 Kälber, 99 Schake und : herausgestellt, daß die Aussagen Ordas völlig erlogen find Hämmel unb 1186 Schweine. Bezahlt wurde für 1-0 p. Schlacht ■ und derselbe gar nicht in Konitz gewesen ist, 'wurde er auf Äfy^Ä ÄS;*w.kr «-*-*» ------ ■**•"**. W»
giments verläßt Ende dieses Monats die Stadt, nachdem
gemästete und ältere ausgemästete Mk. 60—62, c. mäiUg genährte ■ verhaftet.
junge, gut genährte ältere Mk. 57—59, d. gering genährte jeden! Entsetzlich zugerichtet wurde gestern Vormittag um Alters Mk. 00-00. Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwerther 31/, Uhr in Berlin die 22 Jahre alte Frau Luise Auterbach, Mk. 55—56, b. mäßig genährte urigere und gut genarrte altere Mk. r,pi jfi ^meftrr her NaMnnsien
51-52 e. oerina aenäfirte Mk. -.-. Kühe und Färsen: (Stiere °^ vei ihrer Schwester, der ^rau Bureauvorsteyei Raßmuffen,
Telegraphischer Wetterbericht der deutscheii Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 31. Juli,
(9 Uhr 40 Min.)
Ein Maximum lagert über Frankreich. Ausläufer breiten sich aus über die britischen Inseln, eine Depression über Nord- und Centraleuropa, ein Minimum lagert über Skandinavien. In Deutschland ist das Wetter wolkig, meist kühler, bei schwachen bis frischen westlichen Winden. Prognose für den 1. August : Ziemlich kühles, wolkiges Wetter mit Regenschauern Wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 30./7. 31./7.
Schr Nocken Beständig
Schön Veränderlich
Regen (Wind
Biel Regen
Sturm
Mainwafserwärme heute Vormittag 18 Grad.
Nerrinsnachrichtssk
für Dienstag den 31. Juli.
Allgemeine Kranken-Unterstützungskasse (E. H. Nr. 23): Abends 8‘A Uhr: Generalversammlung im Kassenlokal Mühlstraße 2.
Verein für Geflügel- und Singvögelzucht: Monatsversammlung bei Gastwirth Bailly.
Evang. Männer- und Zünglingsverein: Bibelbesprechung (Ev. Vereinshaus).
Kath. Kasino .Eintracht" (Vereinslokal: .Goldne Gerste"): Vereins- abeud.
Dramatisch-litterarischer Verein Melpomene' (im Gasthaus „zur Sonne"): Geselliger Abend.
Turn- u. Fechtklub: Fechten.
Süddeutscher Klub: Klubabend in der Restauration »Allemania".
Zitherverein Hanau: Probe in der Restauration .Allemania".
Athletenklub .Germania" : Riegenstemmen und Musterriegenaibeiten- (Restauration Wagenbach, Paradeplatz), für Mittwoch den 1. August.
Hanauer Schützenverein: Nachmittags: Schießen auf den neuen Schießständen.
Kurort Wilhelmsbad : Nachmittags von 4 Uhr ab: Großes Militär- Konzert der Jnfanteriekapelle Nr. 166.
Aus Provinz und Nachbargebieten.
Hersfeld, 30. Juli. Einen schweren Unfall, hat «in hiesiger verheiratheter Postbeamter beim Radfahren erlitten. Derselbe wollte Samstag früh über die „Lange Haide in der Richtung nach Oberaula fahren und wurde in der Nahe von Reckerode von einer Kuh, die auf ihn zugekommen war, beim Abspringen (nach einer anderen Version „ beim Sturz) vom Rade derart ins rechte Auge gestoßen, daß man wenig Hoffnung hat, daß dasselbe erhalten bleibt. Der Verunglückte fuhr sofort nach Marburg und begab stch in die dortige
Efchwege, 29. Juli. Gestern Abend brach in dem Dampfsägewerk von O. Junghans Feuer aus, durch we.che das Fabrikgebäude und ein großer Theil der Holzvorrathe verstört wurden.
C Klein-Auheim, 30. Juli. Der schon vor einigen Monaten wegen Verbrechens im Amte (Urkundenfälschung) verhaftete Gemeindeeinnehmer Ott wurde zur Ab- urtheilung vor das Schwurgericht verwiesen, woselbst sich demnächst sein Schicksal entscheiden wird.
J Seligenstadt, 30. Juli. Ein 'g uter Fang gelang gestern der hiesigen Gendarmerie. Der I8)ahrlge Tage
51—52. c. gering genährte Mk. —.—. Kühe und Färsen: (Stiere und Rinder): a. vollfleischige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwerthes Mk. 62—64 b. voll fleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerthes bis zu 7 Jahren Nk. 56 bis 58 c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jungen Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 38 —40, d mäßig genährte Whe und Fäisen (Stiere und Rinder) Mk. 80 —32, e gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 27—29 Be zahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast (Vollm. Mast) und beste Saugkälber 74—78 Pf., b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 66—70 Pf., c. geringe Saugkälber 55 bis . ,, r v, „ ,, .,,, ..
60 Pf., d. ältere gering genährte Kälber (Freffer) -.- Pf. Schafe: i löschte so die Flammen. Nachbarn wickelten die am ganzen a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel 64-66 Pf., b. ältere ‘ Körper Verbrannte in nasse Tücher, um ihre Schmerzen zu Masthämmel 54-58 Pf., c. mäßig genährte Hämmel und Schafe - lindern. Da ein Arzt in der Nachbarschaft nicht zu finden (Merzschafe) 00—00 Pf. Schweine: vollfleischige der ferneren toav ^ rief man gleich einen Koppschen Rettungswagen. Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1*/* Jahren 54-56 ' 1 m ®
Pß, b. fleischige 52—53 Pfg., c. gering entwickelte, sowie Sauen j Da gerade ein Wagen angespannt war, so befand sich die und Eber 00-00 Pf., d. ausländische Schweine (unter Angabe ber Unglückliche bereits 10 Minuten nach dem Unfall in einem Herkunft) —.— Pf. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht: I Krankenhause. Trotzdem wird es kaum möglich sein, sie am
-42 Pfg^ Schweine a. 43-00 Pfg., 2â,l erhalten. Die Haare sind ihr vom Kopfe voll-
»ÄM eU Wr â «--.-und
Frankfurt a. M., 30. Juli. Es nottren je nach Qualität: Beine stellenweise so schwer verbrannt, daß das Fleisch in Weizen, hiesiger und Wetterauer Mk. 16,50—16.75, kurheffischer Mk. Fetzen herabhängt.
l6.o0-16.79, norddeutscher Mk. —.—, russischer Mk. 17.75 bis I Erschoffen wurde, wie man aus Danzig meldet, der Plata Mk. "l7.30-17'75. Roggen, hiesiger, Mk. 14 75-15.25,' Kanonier Rigelski vom Fußartillerieregiment Nr. 2 bei einer russischer Mk. 15-15,60. Gerste, geschäfislos. Hafer, Hiestaer Mt. Schießübung auf dein L-chießstand zu Weichselmundc. lltigelski, 14.75—15 50, bayerischer Mk. 14.75—15.50, russischer Mk. 13.75 bis ’ der an der Scheibe stationirt war, hatte das Sicherheitssignal 15.25. Mats mixed Mk. 1190—12.15, Laplata Mk. —.—. unbea^ter gelassen unb war hinter der Scheibe vorbeigelaufen, MVÄ US *Sw Ä -° «r '>."“,ww ^’« 25.50-26.25, feinere Marken Mk. 28.50-29, Nr. 1 Mk. 24.50 “
bis 25, feinere Marken Mk. 25.25—25.75, Nr. 2 Mt. 23.50—24, feinere Marken Mk. 24.25—24.75, Nr. 3 Mk. 21.50—22, feinere Marken Mk. 22.50—23, Nr. 4 Mk. 19.50—20, feinere Marken Mk. 20 50—21, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mt. 24—25. Nr. 1 Mk. 21.50—22.50, Nr. 2 Mk. 15.50—16. Alles per 100 Kilo inkl. Sack loco hier. — Futterartikel unverändert. Es notiren: Weizenschalen Mk. 4.70-4.80, Weizenklete Mk. 4.75—4.90, Roggen- kleic Mk. 5.60—5.75, Futtermehl Mk. 6.50—7.25, Biertreber, getrocknet Mk. 5.35—5.40 je nach Qualität. Alles per 50 Kilo netto
in der Elsasserstraße Nr. 45/46 wohnt. Um Kaffee zu kochen, benutzte sic eine Spiritusmaschine und goß, obwohl vor dieser gefährlichen Unsitte schon so oft gewarnt ist, aus der Flasche Spiritus in die brennende Flamme nach. Die Flasche explodirte und ihr brennender Inhalt setzte die ganze Kleidung der Frau in Flammen. Auf ihr Hilfgeschrei eilte der Reisende Lappe, der ein Zimmer abgcmiethet hat, herbei, goß der Frau einige Eimer Wasser über den Kopf und
tödtete. Der Schütze ist schuldlos an dem Unglück.
Ein Hundertjähriger als Bräutigam. Wie ein Blatt in Konstantinopel, „Terdjumain-Hakitat", berichtet, lebt in dem Dorfe Vodra ein Türke Namens Ismail, der 120 Jahre alt ist und sich noch einer außerordentlichen Gesundheit erfreut. Er ist ein Geflügelzüchter und wandert oft noch selbst nach Bartin, einem sechs Stunden weit entfernten Orte, um Eier auf dem Markte zu verkaufen. Er hat in seinem langen Leben nicht weniger als 34 Frauen gehabt, und die letzte hat er erst vor wenigen Tagen geheirathet. Die Braut ist 60 Jahre jünger als er. Die Hochzeit wurde mit großen Feierlichkeiten, unter dem Klange von Trommeln und 'Pfeifen und unter dem Knattern von Frcudenfchüssen - . - - . . beaanaen. Das ganze Dorf betheiligte sich an dem Feste,
und beschloß in der Erwägung, daß einem weiteren Steigen i^geitgprojeffion marschirte die ganze männliche
der Kohlenpreise nur entgegengewirkt werden könne, wenn den y^chkommenschaft des patriarchalischen Bräutigams; sie be- böhmischen Kohlen durch bie Heranziehung anders 140 Söhnen, Enkeln und Urenkeln. Die Zahl
besondere englischer Koh^n ein verstärkter Wettbewerb ge 1 ^^ ^^^ichen Nachkommen wirb nicht angegeben. — So erschaffen werde, 1. ein Gesuch an die Generaldirektton der - ^ /^sche Blatt. Ob die Hitze auf die Zahlangaben
sächsischen Staatsbahnen, dieselbe möge darauf hlnwirken, daß ^Lu§ ^sgeüÄ hat, läßt sich nicht konstatiren.
die Sätze des Rohstofftarifs für Kohlenbeforderung von. ^ ihrem Hund in den Tod gegangen ist deutschen Seehafen nach deutschem Binnenlande baldigst fest- 55i^ri e ^^ulcin E. aus der Bredowstraße in Berlin,
gestellt werden und 2. an das Ministerium des Innern das « eine leidenschaftliche Thierfreundin, beschloß
Ersuchen zu stellen, zu Bohrversuchen von Privaten auf cinem Unfall von Schwermuth sich das Leben zu nehmen. Feldern, wo ein Kohlenvorkommen vermuthet wird, aus Staats- Gesellschaft ihres Hundes fuhr sie nach Nieder-Schöne- mitteln Beihilfe zu gewähren. ■ roeibe, band sich ihren vierbeinigen Liebling auf den Rücken
; und stürzte sich so in die Spree. Der Leichnam der Lebens- Bermischtr Nachrichten. müden wurde ans Ufer gespült und nach der Leichenhalle in
Unwetter. Geradezuentsetzlich haben die letzten Ge- Coepenick gebracht. Beider Leiche fand 7a'tCe^
Witter in den östlichen Provinzen gehaust. Nicht weniger als, weispapiere erjt durch die Hundefteuermarke des T u ^ das 15 Personen wurden von Blitzschlägen getödtet; eine noc^ "-----"^""" 68 bTC
größere Anzahl ist schwer verletzt worden. Ueberaus groß ist die Zahl der durch den Blitz eingeäscherten Gebäude; nur in einzelnen Fällen konnte ein Theil der Habe der Abgebrannten gerettet werden. In den eingeäscherten Ställen kam fast alles Vieh um. Hagelschlag hat die Ernte ganzer Dörfer zum größten Theil vernichtet. Auch in Hinterpommern gingen Unwetter nieder, doch sind dort verhältnißmäßig wenig Brände zu verzeichnen, um so größer aber sind die Hagelschäden.
Wie zu befürchten stand, ist ein großer Theil der bäuerlichen Besitzer nicht versichert gewesen. — Sonntag Nachmittag ging über einen großen Theil von Ober-Elsaß ein furchtbares Unwetter mit Hagelschlag nieder und richtete auf den Feldern, an den Obstbäumen und den Reben ungeheuren Schaden an. Aus zahlreichen Orten laufen Nachrichten über Unglücksfälle und Brände ein. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen.
effekti» loco hie:.
Volkswirthschastliches
Zur Kohlennoth. Die Dresdner Handelskammer berieth am 27. d. M. über Maßnahmen gegen die Kohlennoth
Der telephonische Verkehr ist vielfach unterbrochen.
Zur Könitzer Mordaffäre. Der fürchterliche Mord, welcher die Gemüther der gesummten Bevölkerung in so hohem Maße beunruhigt, scheint unentdeckt zu bleiben. Der Untersuchungsrichter Dr. Zimmermann hat die Akten abgeschlossen, nachdem das Verfahren gegen den Schlächter- I
mit seiner Herrin den Tod erlitten, gelang es schließlich, die Identität der Selbstmörderin festzustellen.
Lebensrettung durch einen — Gedankenleser. In einer der letzten Nächte unterhielt sich in einem Kaffeehaus in Budapest eine Gesellschaft, in der sich auch ein sogenannter Gedankenleser, ein Herr Vakits beiaud, der die Kunst verstehen soll, die Gedanken seiner Mitmenschen aus deren Augen herauszulesen. Durch diese seine Kunst soll nun, wie „Esti Ujsag" zu berichten weiß Herr Bakits die Rettuna zweier Menschenleben bewirkt haben. Die Sache ging so zu. Die erwähnte Gesellschaft unterhielt sich eben über die eigenthümliche Begnadung Bakits', als ein Herr mit einer Dame das Kaffeehaus betrat. Er ein elegant gekleideter junger Mann, sie eine schöne Brünette mit einem leichten Staubmantel. Den jungen Mann begrüßte ein Herr aus ber Gesellschaft, der in dem Ankömmling den Ministerial- beamten H. I. erkannte, Bakits beobachtete den jungen Mann und das Mädchen längere Zeit, erhob sich plötzlich und wollte sich entfernen. Auf die Frage, wohin er gehe, antwortete er, daß er das Leben der beiden jungen Leute retten wolle, die im Begriffe seien, sich umzubringen. „Ich erkläre Euch", sagte Bakits, „ich habe es in ihren Augen ge-
mAster Hoffmann eingestellt worden ist, und Verdach^momente lesen; sie wollen einen Selbstmord begehen; sie wollen sich in