Udomlemcnts- Preis: jährlich 9 M. Hatbiährl. 4 -^ 50 ^.
Wcrieljährlich
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Die einzelne Nummer kostet Ib Ä
Zugleich
Kmiliches Organ für $faâf~ unö LanSKreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 167.
Freitag den 20. Juli
Ninrââug». gebühr
für Stadt- und Landkreis Hanau 10 4 die 4gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum.
für Auswärts 15 ^
Im Reklamentheil
die Zeile 20 F, für Auswärts 30 F.
1900
Amtliches.
^tadt&rebp ^anau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Wegen einer au der großen Brückenwaage am Heumarkte der Neustadt vorzunehmenden Reparatur wird dieselbe für Montag den 23. und Dienstag den 24. d. Mts. außer Ge-
brauch gesetzt.
Hanau den 20. Juli 1900.
Der Oberbürgermeister.
J. V.: Bode.
11523
Gesundene und verlorene Gegenstände etcJ
Gefunden: 1 gelbe Manchesterweste, 1 brauner Herrenrock.
Zugelaufen: 1 weißer Foxterrier m. Geschl.
Hanau den 20. Juli 1900.
Die „deutsche" Sozialdemokratie.
Die blutige Frevelthat in Peking, das grausame Abschlachten von Hunderten von Personen, die nach dem Völkerrechte unverletzlich sind, hat einen Schrei der Entrüstung hcr- vorgerufen überall wo zivilisirte Nationen wohnen. Die ganze gesittete Welt ist einmüthig in dem Verlangen, jene Schandthat zu sühnen. Selbst die . Parteien schließen sich
Die geordnete Kriegführung der Mächte, die zur Sühnung „Gefion" : Obermatrose Zimmermann : Schußwunden im der chinesischen Schandthaten nothwendig geworden ist, ist Kopf, Verlust des rechten Auges, Matrose Jannsen: Schuß also in den Augen des „Vorwärts" eine Bestialität und steht in linkes Auge, Heizer Otto: Schuß in den Unterleib; vom auf derselben Stufe wie die heimtückische Ermordung von Ge-, Seebataillon: Scesoldat Kupfer: Unterkiefer zerschmettert sandten, wehrlosen Frauen, Kindern und friedlichen Gewerbe- (Schluckprkeunomie), Seesoldat Jost: Schuß in die linke treibenden, während dem Blatt weitere Ruchlosigkeiten der Wange, Verlust des Gehörs links, Seesoldat Richter: zwei Chinesen selbstverständlich sind. In diesen Anschauungen Schußbrüche des linken Oberarms.
offenbart sich eine Rohheit der Empfindung, die nicht über-! Waffcubvü-erscltakt
- I Waffenbrüderschaft.
troffen werben kann. Was würden wir wohl für Zustände! ^ Schlacht von Tientsin ist die erste, in der Krieger “ derartM Kulturhelden einmal an8 »«J«.aIIer europäischen Mächte dazu nock Amerikaner und > Zwl 'st nun zwar dank der Offenheit de voll kameradschaftlicher Aufopferung gegen einen gemeln-
Dozm demokra :e werter als le â^ gestritten haben. Die Feiten Karl Martells,
es dre Pflicht der vaterland,schen Presse, ihr Gebahren so ber Kreuzzüge und der Türkenkriege, in denen die gesammte lange zu brandmarken, bis der letzte Funke von Achtung - - - -a 3 '
vor jenen Leuten in unserm Volke geschwunden ist.
Die Wirren in China.
Tientsin in den Händen der Verbündeten
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höher gebildete Welt sich gegen die blutige Barbarei zu
sammenschloß, kehren wieder. Aber die Kreuzzüge wurden von den verschiedenen Völkern zu verschiedenen Zeiten unternommen — am größten Zuge, dem ersten, waren beispielsweise die Deutschen nur in verschwindender Zahl bethciligt — und die Türkenkriege, in denen Oesterreich die Unterstützung fast aller christlichen Völker fand, wurden vom „aller- I christlichsten" König, dem der Franzosen, wiederholt dazu be-
Von dem Chef des Kreuzergeschmaders ist nachstehende
Meldung eingegangen: .. .
„Ab Taku 16. Usedom meldet: Infolge der Angriffe ^»»tzt, um dem alten Gegner in den Rücken zu fallen. Die am 13. wurde am 14. früh zum Sturm der umwallten! heuiigen^Franzosen haben ein lebhafteres Gefühl für die Ge- Chinesenstadt durch Japaner, Engländer, L------------ geschritten. Die Stadt ist in den Händen der Verbündeten. Auf der Ostseite am 14. nach-
mittags noch Kampf der Russen um den Besitz des chinesischen, Lagers. Am 15. früh wehen auf der Citadelle in den chinesischen Lagern russische Fahnen, damit ist die Eroberung
. m ■ der Stadt beendet. Usedom meldet über das Gefecht am 13.
Nich aus, die sonst mtt den Maßnahmen ihrer Regierungen cr (ei im Hauptquartier von Alexejew gewesen; be- Nich e-nverstanden M das Va erland, d°nn d.e die Kompagnien Wedding v°-i S M.
Partei! ist ihre Losung. Nun, die „deuffche" ssozialdemo-1 ,@efi9n" „nd 'krene" und Kovv von SMS. kratie erwirbl sich wieder den traurigen Ruhm, als Ausnahme D^? V
Amerikauer: meinsamkeit der Kulturinteressen. Unsere Scebataillone wur- ■ den bei ihrer Ankunft in Port Said von den dort bereits I angelangten französischen Truppen mit freudigem Hurrah be-
grüßt, und am Tage des französischen Natioualfestcs, dem 14. Juli, wurden in den Straßen von Paris Verbrüdcrungs- abzeichen in den deutschen und französischen Farben »ertheilt. Wer hätte das noch vor wenigen Wochen für möglich gehalten? Wenn die Woge edelsten europäischen Blutes, die jüngst die schmutzigen Gassen Pekings purpurn färbte, wirklich den alten Haß, den alten Groll und all die starren,
m den übrigen Landern sich m ersterReihe als Amerikaner, -Ötscher und russischer Infanterie eine ungeheure Explosion Engländer Franzosen re fühlen m Frankreich beispiellos viele Leute umfielen und die Maulthiere der chre SS Sffi^ Gebirgsartillerie durchgingen. General Stoessel
ihre vaterländische ffffM yienen, ven Kreon von 14 o rear etnjtger Leichtverwundeter dabei, konnte nach einer Stunde bauen Francs für die Expeditton nach China zu bewilligen, ^eiterführen. Er äußerte, er habe nie bessere Soldaten Chm'.i-»âM«ü"ZNÄÄâMLL 4^,Ä<*p^)e«fe~ «^ «^6a* -MM V- ,rI»nd h-llmlnzur ^ M» ^ bMMd ». ! Verluste-rlit!-n. liest «n d-m fe^ ,chm»°n spru^En
Sntruitung ober ben et^ ®eflWn »«offen, ojoe V-rlusI-" nur erbiet!
fptoebett, jo entblbbete sich da» »A,â s»Mld-mâu,ch- ^pis Wm WErschir-n nach Ablösung durch friste Steffen «» Shrapnel in d-S Sni" Di ermüd«, > K°up<gn °u «»“tat««« ^ ; 4 ujj â in die Ouariier« Am 14 ,-üh
über das uuschuld.g. Chma h-sallm M»en ^ uffbom mit den zwei Reserpetampagnie», die aber nich
tW*Ä?.“ S^EÄJÄS. Ä -i-imuch, weben, für tafe 8=it in der Chin-i-nstad,, de
, versteinerten Empfindungen, die sich an die Begriffe der Erb- ' feindschaft und der Vergeltung knüpften, hinwcggcspült haben j sollte, dann wäre sie in der That nicht vergebens dahin-
Politik, die lediglich im Dienste eines kleinen Ringes beute- ;
Pouill, oie ieo g icy m ^ieiipe eui» uiuwii in Brand gesteckt und verwüstet war. Der größte
gieriger^ Kapitalisten stehe, sei es welche „dw große chm stich-^^^il an deren Eroberung fällt den Japanern zu. In der
*?n i ' ^^kn Zeit hatte die immer zahlreichere chinesische Artillerie
kundige Falschheit und Verschlagenheit der chinesischen Regierung
sucht man vergebens nach einem Worte d-s Tadels Wte deutsche Konsulat, die Bank, der Klub, w»rin"unf^re
^..Die deutsche Regierung soll, nach soM d-mokraM Berwundeten waren, wurden fast täglich getroffen. Dies Blattern, in China Hand sch - . â t ^^derte das nothwendige Ausruhen zwischen den großen
im Innern nacki auneii abrulenken. Gerade umaekebit Ut es ^. r.r, . ^ ^ < r . JV-' ' - . ... ? °
immer heftiger geschossen, selbst das verhältnißmäßig gut ge-
im Innern nach außen abzulenkcn. Gerade umgekehrt ist es
Marschstrapazen. Der Erlaß vom Kaiser, betreffend Be-
SW M MtaM W.^WW ^TÄm SÄ ® Ä ‘z*®^^ 44'w4.ä^4-4 - - -
Der Erlaß ist
Erregung von Unzufriedenheit im Jnlande, also zu landes- verrälhcrischen Zwecken auszubeuten. Gelingen werden der Sozialdemokratie derartige Machenschaften allerdings nicht, unsere ostasiatischen Truppen wissen genau, wofür sie kämpfen, - „ ■
und es ist vergebliches Bemühen, wenn die sozialdemokratischen > . 1 '
Wühler den Versuch wagen, die Begeisterung unserer Krieger * durch die wahrheitswidrige Behauptung, sie würden einer--- „Abenteurer-Politik" geopfert, zu dämpfen. ' in den weiter zurückliegenden Kämpfen vor und in Tientsin
Zum Beweise, wie tief unsere Sozialdemokratie in ihrer vaterlandslosen Schmähsucht gesunken ist, möge folgende Auslassung des „Vorwärts" dienen. Ueber die Trauer und die Entrüstung, die sich in der gesummten Presse über die Opfer des Blutbades in Peking ausgedrückt hat, äußert sich das Blatt folgendermaßen: „In der bürgerlichen Presse beginnt abermals ein geiferndes Toben. Die Bestialitäten, die von Chinesen verübt worben, sollen durch verzehnfachte Bestialitäten der zivilistrten Mächte gesühnt werden." Den Chinesen bleibe nichts übrig, als „der Rache ihrerseits zuvorzukommen, zu versuchen, durch die Errichtung einer Schreckensherrschaft die Mächte einzuschüchtern."
verbreitet. Japanisches Personal in Tientsin hofft Boten für Peking finden zu können. Am 15. und 16. trafen ein:
Etwa 1000 Japaner als erster Theil der in Aussicht ge-
am 16. erster Dampfer mit indischen
Die deutsche Verlustliste
wird durch eine Meldung des Geschwadcrchefs, Viceadmirals Bendemann, ab Taku 10 Juli, wie folgt, ergänzt:
Von den in Kämpfen des Expeditionskorps und in Tientsin Verwundeten sind abgesehen von gemeldeten Offizieren noch jetzt als schwer verwundet anzusehen: Von „Hertha" Matrose Gutschmidt: Schuß in den rechten Oberarm, Matrose Borr-
geströmt.
Für unsere Soldaten in China.
Alle die Muthigen, die sich als Freiwillige nach China gemeldet haben, gehen daselbst schweren Kämpfen und Strapazen entgegen. Es ist daher überaus sympathisch zu begrüßen, daß man auch vielfach von privater Seite bemüht ist, durch Liebesgaben aller Art unseren Soldaten die Beschwerden und Gefahren des ostasiatischen Klimas zu erleichtern. Die Contincntal-Havana-Compagnic Ges. m. b. H. Berlin, W. Mohrenstraße 11/12, hat mit Genehmigung des Chefs des Marinekabinets für die Dauer des Aufenthaltes unserer Krieger in China fortlaufende Sendungen von Cigarren und Cigaretten, wie auch von Rauchtabak als Liebesgabe zur Verfügung gestellt.
Bedrohung unserer Transportschiffe durch chinesische Kreuzer?
Vielfach wird der Besorgniß Ausdruck gegeben, daß unsere Transportschiffe, sobald sie in die chinesischen Meere kommen, durch chinesische Kreuzer bedroht werden könnten und ohne eskortirende Kriegsschiffe nicht im Stande sein würden, sich zu vertheidigen. Das ist an sich nicht unmöglich, denn die Chinesen verfügen noch über eine ganze Anzahl guter und schneller Kriegsschiffe, darunter vor allem vier kleine Kreuzer, die auf dem Vulkan gebaut sind und eine Schnelligkeit von 20 Knoten entwickeln. China hat auch noch güte und schnelle Torpedoboote, wenngleich seine vier besten, die bei Schichau in Danzig gebaut wurden und die bisher nie erreichte Geschwindigkeit von 35 Knoten entwickelten, bei Taku genommen und unter die dort fechtenden Mächte vertheilt worden sind. Daß man mit solchen Schiffen bei einem rücksichtslos kühnen und unternehmungslustigen Offizierkorps wohl einen Handstreich machen und die Transportschiffe der Mächte gefährden könnte, ist an sich nicht zurückzuweisen, auch scheint es nach den-letzten mit China gemachten Erfahrungen nicht angebracht, sich damit zu beruhigen, daß die chinesischen Seeoffiziere sich stets besonders indolent bewiesen haben. Wenn trotzdem an eine Gefahr für unsere Transportschiffe nicht zu glauben ist, so beruht das, wie in der „Kölnischen Ztg." ausgeführt wird, auf folgen-
feen Gründen: Man sagt jetzt hier in Europa, daß man vom Standort der chinesischen Schiffe nichts wisse; wenn das aber für Europa zutreffen mag, so weiß man dafür in Ostasien ganz genau, wo sich die chinesischen Schiffe befinden.
mann: Schußbruch des dicken obersten Kehlhalses; von (.,.... ö—0 o----, — ,-, -- i-ni-; >. •
„Hansa" : Obersanitätsmaat Burmann: Schuß durch Hals Das Gegentheil ist ausgeschtossen, denn m allen Hafen be- und rechte Schulter, Feuerwerksmaat Helwig: Schuß durch finden sich Ausländer und die in ihnen verkehrenden Schiffe die Leber; von „Kaiserin Augusta": Bootsmannsmaat Eckert: können stets leicht feststellen, ob und wie viel Kriegsschiffe Schußbruch des rechten Oberarms, Matrose Fröhlich: Zer- sich im Hafen aufhalten. Zudem muß jetzt das ganze chme- splitterung des rechten Unterarmts, letzterer amputirt; von fische Meer von Kriegsschiffen der Mächte wimmeln, solchen,