Si-Ehrlich
tSeinw*eitl« 9t ei«:
MMch 9 *
Mn|ftnbfli S^m-fschl-^.
Erstes Blatt.
anauer UHMer.
Zugleich G ^'
MnlNches Grgan Mr Stsöt- und Landkreis Hanan.
Schhedit «Mch «E SMmch« der 6enn» mA Qfhcttge, mit beSetristisch« Beilage.
W»rtt#«x|*.
sdr Stadt. und &a*> steil Hanau 10 ^ Ml 4gcspalt«e »arme* z-il« oder berat Sten», für Ludwärt« 16 4
Zm SkeNamentheU * Z-il« 20 ^, |ii aulwär« 30 4
Nr. 162,
Samstag den 14. Juli
1900
Amtliches.
cganö&ret^ ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
In den Gehöften des Landwirths WilhelmReuhl 7. und des Schuhmachers Josef Henkel in Bischofsheim ist die Geflügel-Cholera festgestellt worden.
Hanau den 13. Juli 1900.
V 6475
Der Königliche Landrath, v. Schenck.
In Langendiebach ist die Schweineseuche erloschen. Die angesrdnctcn Spcrrmaßrcgeln wurden aufgehoben.
Hanau den 14. Juli 1900.
V 6474
Der Königliche Landrath, v. Schenck.
^taötUreiö ^hanau.
Bekanutmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Städtisches ©lehtrisitätstoetk.
Zwecks Vornahme von Messungen in der Centrale muß
die Stromzufuhr nach der Stadt am
Sonntag den 15. Juli er., nachmittags von 12 bis 3 Uhr, unterbrochen werden.
Hanau den 14. Juli 1900.
. Städtisches Elektrizitätswerk, v. Gäßler.
11213
Aufgebot.
Der Sensal Karl Koch in Hanau als Pfleger hat beantragt, die verschollene Mar gar eth e Susanne Fink, geboren am 2. August 1837, zuletzt wohnhaft in Hanau, für todt zu erklären.
Die bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf
den 11. Februar 1901, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird.
An Alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu ertheilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
Hanau den 9. Juli 1900.
Königliches Amtsgericht, Abth. 2.
11154
Zwangsversteigerung
Jm^ Wege Zwangsvollstreckung sollen die in der markung von Oberrodenbach belegenen, im Grundbuche dort, Band III Blatt 136, zur Zeit der Eintragung Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau Maurers Andreas Zeller, Georgs Sohn, Margarethe geb. S ch illin g zu Oberrodenbach eingetragenen Grundstücke:
'" am Hellberge, Acker 8 ar 19 qm
die Bützenländer, Garten
Ge- von des des
C 587
B 285
F 371
F
F
G
564
796
55
im Wingert, Acker hinterm Heegholze, Acker am Weinberge, Acker dritte Gewann, Holzung
V
J
131 zweite Bruchgewann, Acker 451/378 am Kunznickelpfad, Acker 311/163 auf der Hainbuche, Acker 537/135 Haus Niederrodenbacherstraße Nr. 25^2 a. Wohnhaus mit
5
4
5
5
5
12
1
tf tf tf tf if ff tf tf ff
33
97
41
93
89
97
30
47
58
tf tf tf tf tf tf tf tf tf
Der Taglöhner Friedrich Schneider von Hanau ist wegen Trunksucht entmündigt worden.
Hanau den 6. Juli 1900.
Königliches Amtsgericht, Abth. 2. 11152
Gefundene und verlorene Gegenstände etc.
Gefunden: 1 weiße Kinderhaube mit blauen Schleifen. 1 Sturmlaterne. 3 weiße Schürzen.
Verloren: 1 goldene Vorstecknadel mit dem Buchstaben A. 1 Herrenregenschirm.
Hanau den 14. Juli 1900.
Situationsberichte aus Egypten,
die allerdings nicht ohne Kritik hingenommen sein wollen,
Die Wirren in China.
Deutsche Rüstungen.
Die Stellenbesetzung für das Ostasiatische Expeditioskorps, zu dessen Kommandeur bekanntlich der Generalleutnant von Lessel ernannt wurde, ist unter dem 9. Juli an Bord S. M. Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II." verfügt und in einer Sonderausgabe des „Militär-Wochenblatts" bekannt gegeben worden. Zum Chef des Generalstabes ist der aus der Infanterie hervorgcgangcnc Oberstleutnant Gündell, bisher beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte eines Abtheilungschefs im großen Generalstab, ernannt worden. Er ist Leutnant vom 13. Oktober 1874 und befindet sich in seinem jetzigen Dienstgrade seit dem 18. April 1900.
Dem Kommando sind außerdem 4 Gcneralstabsofsiziere und
sprechen von einem Erstarken der antienglischen Gesinnung T.................. ,..„ ....... ., - ,.o........-
im Lande unter dem Eindrücke des sich in die Länge ziehen- 5 Adjutanten beigegeben. Von den Adjutanten sind zwei
den südafrikanischen Feldzugs. Das Prestige der englischen der Infanterie und je einer der Kavallerie, Feldartillerie Waffen sowie der englischen Poliiik soll auf einem bis dato und den Pionieren entnommen. Ferner g"hörcn noch zum unerhörten Tiefstände angelangt sein; die Heranwachsende, Stabe der Kommandeur der Trains Major de la Terrasse Generation wendet sich von allen englischen Einflüssen konse- mit zwei Adjutanten und der Generalarzt Dr. Krosta, bisher quent ab und zieht sich auf die Pflege der eigenen Sprache Korpsarzt des 2. Armeekorps, mit einem Stabsarzt und und Bräuche, unter wohlwollender Tolerirung der franzö- einem Oberarzt.
sischen Kultur, zurück. Als Mann des Tages gilt der Chef! Das Korps ist in zwei Infanterie-Brigaden cingcthcilt, der egyptischen Nationalpartei Mustapha Pascha, der eine von denen jede aus zwei Regimentern zu je zwei Bataillonen große Macht über die Gemüther ausübt und bestrebt ist, in besteht. Die Brigade- und Regimentsstäbe werden sämmtlich allen Ständen und Gesellschaftsschichten das Gefühl der in Berlin formirt. Zu« Kommandeur der 1. ostasiatischen Jnteressensolidarität gegenüber den englischen Herren des Infanterie-Brigade ist der von seiner Thätigkeit bei der Landes zu wecken. Auf sein Betreiben haben sich weitver- Friedenskonferenz im Haag weiteren Kreisen bekannt gewor- zweigte und kapitalkräftige nationalistische Vereine gebildet, dene Generalmajor von Groß gen. von Schwarzhoff, bisher welche ihre Hauptaufgabe in der Organisirung eines rationellen Kommandeur der 33. Infanterie-Brigade in Altona, er- Volksschulunterrichts erkennen. Das Bildungsniveau stand naunt worden. General v. Schwarzhoff ist als Fahnenjunker in Egypten bisher so ziemlich auf dem Nullpunkt. Hierin 1870 beim 2. Garde-Regiment zu Fuß eingetreten, wurde soll nun Wandel geschaffen werden. Die egyptische Bildungs- j während des Feldzuges, den er bei der 12. Kompagnie des liga, wenn dieser Ausdruck statthaft ist, hat die Schaffung Regiments mitmachte, durch Verleihung des Eisernen Kreuzes zahlreicher Volksschulen in allen Gegenden des Landes in j II. Klasse und durch Beförderung zum Leutnant ausgezeichnet. Aussicht genommen. In diesen Schulen soll neben den Ele-; Seine Beförderung zum Generalmajor erfolgte am 18, April mentarkenntnissen auch Handfertigkeitsunterricht eine Stätte dieses Jahres. Zum Kommandeur der 2. Ostasiatischen Jn- sinden. Das Haupthinderniß, auf welches die Durchführung fanterie-Brigade ist der Generalmajor von Kettler, bisher des Planes stößt, ist der Mangel eines hinreichenden und Kommandeur der 5. Infanterie-Brigade in Stettin, ernannt, passenden Lehrpersonals, und diesem Mangel dürfte wohl so In dieser Dienstleistung befand er sich erst seit Wochen, vorher bald noch nicht abgeholfen werden. Bis die Intelligenz der; war er Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 162 in Egypter den Engländern über den Kopf wächst, mag daher • Lübeck. Auch er ist Ritter des Eisernen Kreuzes II. Klasse, noch mancher Wassertropfen nilabwârts fließen. Immerhin! Am 12. April 1866 wurde er zum Leutnant, am 22. März 1897 bleibt das Erwachen des nationalegyptischen Geistes ein be- zum Oberst befördert. Das Kommando der vier ostasiatischcn achtenswerthes Symptom, zumal im Zusammenhänge mit der! Infanterie-Regimenter haben erhalten: Oberst von Norin allen mohammedanischen Lindern zu beobachtenden Ver- mann (bisher Regiment Nr. 119), Oberstleutnant Pavel tiefung der Kluft, welche das morgenländische Denken und (Regiment Nr. 3) und die Obersten Freiherr von Ledebur
-----L— ^^i^is^ k^-i^ ! (Regiment Nr. 72) und Hofmeister (Regiment Nr 60). Das 1. Regiment wird in Danzig, Königsberg und Posen formirt, das 2. in Dresden, Breslau, Magdeburg, Kassel und Frankfurt a. M., das 3. in Altona, Hannover, Stettin, Münster, Koblenz und Stuttgart, das 4. in Straßburg, Karls
Empfinden von dem abendländischen scheidet.
Politische und unpolitische Nachrichten
Depeschen-Bureau Herold.
Berlin, 13. Juli. Ueber die Stellungnahme des Münster, Koblenz und Stuttgart, das 4. in Stratzbiirg, Karis- Kaisers zur chinesischen Frage berichtet das „Berliner Tage- ruhe, Metz und Bayern (2. Bataillon). Jedem Infanterie- blatt", daß der Kaiser sich an Bord des Panzerkreuzers Regiment sind außer dem Kommandeur 1 Oberstleutnant, „Fürst Bismarck" am Abend der Verabschiedung den Schiffs-' 2 Majors, 8 Hauptleute, 9 Oberleutnants uno ^6 Leutnants Offizieren gegenüber mit aller Bestimmtheit und Entschiedenheit zugetheilt. Aus der Zahl der Oberleutnants wird der e- ------- ' - - — ~ ! gimentsadjutant, aus der der Leutnants werden die beiden ' Bataillonsadjulanten auszuwählen sein. Dem 2. Ostasiatischen Infanterie-Regiment sind 10 Oberleutnants, dafür aber nur 25 Leutnants zugewiesen. Für die aus der preußischen Armee i hervorqeqangenen Hauptleute ist auch die Kompagnie, deren Führung sie zu übernehmen haben, bei eits bestimmt und im „Militär-Wochenblatt" veröffentlicht; für die Hauptleute aus Bayern, Sachsen und Württemberg ist die Bestimmung dar-
für die Unterwerfung des Aufstandes, aber auch für die Aufrechterhaltung des Status quo in China unter Sicherung verläßlicher Bürgschaften gegen die Wiederholung der vorge-
kommenen Greuelthaten ausgesprochen hat.
Berlin, 13. Juli. Wie die „Staatsbürger-Zeitung" mittheilt, wurde heute früh in ihrer Redaktion eine Haussuchung abgehalten. Es handelte sich um die Beschlagnahme von Zeitungen und Manuskripten und Briefen in der Könitzer st. , , Mordangelegenheit. An Zeitungen wurden die noch vor- ! über einstweilen Vorbehalten.> f „, , „. . ,
handenen Exemplare von vier Nummern beschlagnahmt. I Das Kommando des OstasiBffchm J ei er i fit h ,
Berlin, 13. Juli. Ueber die von englischer Seite ge- wie bereits bekannt war, Oberstteutnant V. Arnstedt erhal N meldeten Vorgänge in Kiautschou sind an hiesiger amtlicher^ und zum Stabe ist, wie gleichfalls schon gemeldet, i l Stelle bisher keine Nachrichten eingetroffen. !Frhr. v. Reitzenstein ^kommen. Das 9 eglmen ff
Wiesbaden, 13. Juli. Der Schah von Persien trifft Eskadrons eingeihellt und hat deshalb erhalten ■> Rittmeister, heute Nachmittag mittelst Extrazuges hier ein, um sich in die 3 Oberleutnants und 13 Leutnants, ^ormwt wird e Behandlung des Geh. Sanitätsrathes Dr. Pfeiffer zu begeben. Potsdam beim 1. Garde-Ulanen-Regimenl. .~ .
Der Schah wurde bereits vor zwei Jahren von diesem Arzt Zum Kommandeur des ostastatljchen ar t cru-. i g- behandelt, welcher damals zu diesem Behufe nach Teheran ments ist der Major Hopmann, bisher im ^eldarti - berufen wurde ment Nr. 5, ernannt. Dem auS 4 Batterien und dcnen-
Wien, 13. Juli. Ministerpräsident von Körber reiste sprechenden Kolonnen sowie einer Batterie schwerer Art,ller-e
heute nach Ischl, um dem Kaiser über die Vorbereitungen bestehenden Regiment, dessen formationsort Jüterbog ),■ f
Bericht zu erstatten, welche die Regierung zur weiteren Aus- zugetheilt: 3 Majors ldavon einer beim Mabe), । P ,
gestaltung der politischen und parlamentarischen Lage bisher ......*..........
78
86
E 23 Hofraum
E 24 und Hausgarten
E 537/135 b. Stallung A
am 9. Oktober 1900, vormittags 9'M Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Der Grundsteuerreinertrag der Grundstücke beträgt 2 Mark
28 Pfennig, der Gebäudesteuernutzungswerth 24 Mark.
Der Versteigerungsvermerk ist am 12. Juni 1900 in das Grundbuch eingetragen.
Hana« den 27. Juni 1900.
Königliches Amtsgericht, Abth. 2. - • - ■ „ . . _
Die heutige Nummer umfaßt außer dem Unterhaltungsblatt 14 Seiten
1
tf if
tf tf
sprechenden Kolonnen sowie einer Batterie schwerer Artillerie
10 Oberleutnants und 18 Leutnants.
Jedes der vorstehend genannten sechs Regimenter hat ein
getroffen hat. I Jedes der vorstehend genannten ,ecys prcgimcmcr yu. w
Lemberg, 13. Juli. Die Witterung hat sich gebessert. Personal an Sanitätsoffizieren erhalten, wie es bei den
Das Hochwasser nimmt in Stry und Boryslaw ab. Der, '
Schaden beträgt viele Millionen Gulden. Der Bahnverkehr!
11153 ' ist noch gestört.
preußischen Regimentern im Friedensstande üblich ist.
j An technischen Truppen sind dem Korps zugetheilt ein ostasiatisches Pionier - Bataillon mit dem Formationsort