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Hanauer «ni^r

s Juli

* Goldene Hochzeit. In voller geistiger und körper­licher Frische begingen am Samstag Herr Oberlehrer Stock und Frau im Kreise zahlreicher, von Nah und Fern herbei- gecilicn Freunde ihre goldene Hochzeit. Viele frühere Schüler Stocks brachten dem Jubilar Beweise ihrer Verehrung und Dankbarkeit dar. Herr Pfarrer Fenner ehrte das Jubel­paar durck eine herzliche Ansprache. Die überaus mannig­faltigen, größtentheils sehr werthvollen Geschenke, Gratulations- Telegramme, -Briefe und -Karten beweisen wohl aufs Beste, welch großer Achtung und Verehrung sich Herr und Frau Stock in den weitesten Kreisen erfreuen.

* Jugend! Ein 13jähriger Junge hatte sich vor einigen Tagen von hier entfernt. Am Mittwoch wurde er in Frankfurt aufgegriffen und polizeilicherseits nach Hanau verbracht. Vorgestern bemerkte ein Hausbewohner, daß ihm der Betrag von 28 M. fehlte. Von dem Kriminalbeamten ins Verhör genommen, gestand der Junge, den Betrag vor seiner Abreise nach Frankfurt entwendet und sich damit gute Tage gemacht zu haben. Elterlicherseits wurde der entwendete Betrag wieder erstattet.

* Sich selbst verletzt hat heute Morgen am Nord­bahnhofe der 57jährige Schlosser Karl Konrad Bott, der, geisteskrank, nach dem Landeshospital Haina überführt werden sollte. Er wurde von dem Amtsdiener Herrn Schmidt vom Armenamt transportirt. Als, am Bahnhöfe angekommen, der begleitende Beamte die Fahrkarte lösen wollte, äußerte der Bott das Verlangen, sich nach der Bedürfnißanstalt zu be­geben. Der Beamte betraute einen ebenfalls am Bahnhöfe anwesenden Beamten mit der Aufsicht über den B. Als B. sich jedoch im Abort befand, stieß er sich mit einem spitzen Instrument in den Leib und verletzte sich nicht unbe­denklich, sodaß er ins Landkrankenhaus gebracht werden mußte. Da der B. weder ein Messer noch ein anderes Instrument bei sich hatte, etwas Aehnliches auch am Thatorte nicht ge­funden wurde, so ist es vorerst unerklärlich, mit was er sich die Verletzung bcigcbracht hat.

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4« Fechenheim, 8. Juli. Bei einer in der vergange­nen Nacht von Herrn Polizeikommissar Stein mit den Polizciunterbeamten abgehaltenen Revision der in der hiesigen Gemarkung liegenden Strohhaufen ist es wiederum gelungen, drei zweifelhafte Individuen, die hier ihr Nachtlager gesucht hatten, dingfest zu machen. Es waren arbeitslose Leute, die eingestandenermaßen, allabendlich von Frankfurt kommend, schon öfters hier ihr Nachtquartier gefunden hatten. Heute Früh konnten sie jedoch nach Durchsicht der Steckbriefe re. wieder aus der Haft entlassen werden. Bei einem soweit fertigen Neubau, an dem bereits die absperrende Umzäunung weggenommen war, hatten sich im Laufe des heutigen Vor­mittags mehrere Knaben spielend herumgetrieben, als einem derselben die Lust anwandelte, den zum Erdgeschoß gehörenden Balkon desselben zu erglimmen. Dabei hielt er sich an den Tags zuvor erst frisch auf Cementsäulen errichteten Geländer desselben, das natürlich sofort nachgab, so daß dieses ein­stürzte. Ein etwa 50 Pfund schwerer Stein traf hierbei zivei dabei sitzende Knaben im Alter von 13 bezw. 14 Jahren so unglücklich, daß dem einen die Finger einer Hand und der linke Fuß vollständig zerquetscht wurden, der ander? einen komplizirten Bruch des Oberschenkels davontrug. Der erstere mußte nach Hanau ins Landkrankenhaus verbracht werden.

-8t. Kilianstädten, 8. Juli. Vom schönsten, jedoch einigemal vom Regen unterbrochenen, Wetter begünstigt, fand gestern in unserem Orte das 19. Bundesfest des Nidderthal- Sängerbundes statt. Nachdem das Fest schon am Samstag Abend durch einen Festkommers eingeleitet war, fand heute Mittag der Festzug von sämmtlichen Bundesvereinen durch die festlich geschmückten Ortsstraßen statt. Nach Ankunft auf dem Festplatz wurde das übliche Bundeslied von sämmtlichen Vereinen gesungen. Nach diesem hielt der Bundespräsident, Herr Graf O r i o l a - Büdesheim, die Festrede. Den Schluß der offiziellen Feier bildeten die schön gelungenen Einzelge­sänge der Vereine, von welchen allgemein das LiedAuf, frisch auf, mein Sang", als exakt gesungen, genannt werden kann. Der hierauf arrangirte Tanz rc. hielt die Festtheil­nehmer noch bis spät in die Nacht zusammen.

L5jähriges Jubiläum des Gaues Offenbach- Hanau.

Auch auf das verlegte Turnfest hat der Himmel nicht mit besonders freundlichem Antlitz herniedergeschaut, er konnte sich zur Spendung eines echten Festwetters als da sind: Sonnen­schein, blauer Himmel und warme Temperatur, um sich im Freien wohl zu fühlen, nicht entschließen. Wenn es auch am Samstag nicht gerade mit solch konstanter Bosheit regnete, wie 8 Tage zuvor, so blies dafür doch ein fatal kalter Wind aus Nordwest, kühlte die Luft und die Gemüther der Fest­besucher ganz wesentlich ab und neidisch schauten Diejenigen, die sich nicht zur Mitnahme einer schützenden Hülle hatten entschließen können, auf die in dieser Beziehung etwas Vor­sichtigeren. Auch die Hallen und das Karrousel hatten dem Festplatz schnöde Valet gesagt, was Alles zusammengenommen eine wesentliche Beeinträchtigung des ganzen Festes darstellte. Trotzdem wies am Samstag der Festplatz noch eine ganz stattliche Anzahl Besucher auf, die sich so gut es eben gehen mochte, gegen die Unbilden der Witterung zu schützen suchten und sich so weit als möglich unter die einzige noch vorhan­dene Weinhalle drängten. Was keinen Platz darunter hatte, versuchte es tapfer auch im Freien. Den gesanglichen Theil des Abends hatte mit bewährter Leistungsfähigkeit der Ge­sangvereinEintracht" übernommen und war mit beifällig applaudirien Chören am Platze, die Musik stellte die Kämpfer'sche Kapelle. Dazu wurden turnerischerseits Barren­turnen und Pyramiden aufgeführt.

Der Hauptfesttag, der Sonntag, brachte eine leidliche Witterung, sodaß der turnerische Theil seine programmgemäße Erledigung finden konnte. Das Einzel-Wettturnen begann 7 Uhr vormittags, woran sich 159 Turner bethei-

ligten. Geturnt wurde am Reck, Barren volksthümliche Uebungen waren bestimmt Hochsprung und Gewichtheben mit einer Die zu erreichende Höchst-Punktzahl betrug Punktzahl 40. ^Es errangen den

und Pferd, als Weithochsprung, Hand (25 kg). 75, die Mindest-

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Preis mit 41V« Punkten Hch. Hummel-Hanau, T.-Gem.

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Aug. Abt-

Hug« Winkler-Ostenbach, T.-B.

Bernh. Winkler-Bürgel, T.-Gem.

Hans Sch ul er mann-Hanau. T.-Gem.

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Kurz nach 11 Uhr trafen die auswärtigen Turner hier und wurden in ihre Standquartiere geleitet. Der erfor-

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Preis mit 71V» Punkten Fritz Peter-Ossenbach, T.-Verein.

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5.0 V, 50V* 50V* 50 50 50 50 49V* 49V* 49V* 49V* 49V, 49 V» 49 V» 49V*' 49 49V« 48V« 48V« 48V« 48 47V« 47 V» 47 46V« 46V« 46 V, 46V« 45V* 41V* 45 44V« 44V« 44 V, 44 V, 44 V, 44V« 43V* 42V* 42V« 42V» 41V« 41-/1 41V, 41V« 41V*

Jean Müller-

Jea« Bohmann-Bürgel, T.-Gemeinde.

Fritz Funk -Hanau, T.-Gemeinde.

Karl Grebe-Offenbach, T.-Verein.

Ph. Adam-Bürgel, T.-Gesellschaft.

C. Böhle r -Hanau, T.-Gemeinde.

C. Senfs-Bürgel, T.-Gesellschaft.

Wilh. Blümel-Bieber, T.-Verein.

Otto Schlegel-Hanau, T.-Gemeinde.

Casp. Sattler-Hausen, Turnverein.

Franz Röhrig-Hanau, T.-Gesellschaft.

H. Lorey -

JuK. Butte-Offenbach, T.-Gemeinde.

Nic. Becker-Obertshausen, T.-V.

C. Di e ter ich-Hanau, T.-Gem.

Fran, Paul-

C. Brückmann-Hensenstamm, T.-V.

Gg. Wolfenstädter-Offenbach, T.-Gem.

Phil. Spahn -Hanau, T.-Ges.

Carl Schröckert-Ostcnbach, T.-V.

Phil. Votker-Neu-'fisenburg,

Willi Hilz-Offenbach, Mart. Sahm-Heujenstamm, Ad. Pfaff-Neu-Dfenburg, Heinr. Becker-Offenbach,

Carl Rebell-Heusenstamm Phil. Strobel-Bürgel, T.-Ges.

Christ. Wildhirt-Offenbach, T.-Eem.

Pet. A, Rebell-Bieber, T.-V.

Pet. Senff-Bürgel, T.-Ges.

Phil. Starck -Hanau, T.-Ges.

Herm. Schrimpf-Vürgel, T.-Ges.

Franz Diescr-Klein-Auheim, T.-Ges.

Joh. Fr. Hainz-Dietesheim, T.-Gem.

Jac. Stock-Hanau, T.-Ges.

Jean Vohwinkel -Hanan, T.-Ges.

Carl Seipel-Groß-Auheim, T.-Club.

Fritz Peter-Bieber, T.-V.

Carl Eckerig-Klein Anheim, T.-Ges.

Gg. Bernhard-Offenbach, T.-Gem.

Ernst Rey-Neu-Nsenburg, T.-V.

Alfr. Stockfisch-Offenbach,

Mich. Wolfenstädter-Offenbach, T.-Gem.

Jos. Spahn-Offenbach, T.-Gem.

Wilh. Senfs-Bürgel, T.-Ges.

Gust. Orth-Hanau, T.-Gem.

Carl Bauer-Bieber, T.-V.

Joh. Simon-Mühlheim, T.-V.

Ad. Kaiser-

Rud. Schmidt-Hanau. T.-Gem.

Friedr. Förder-Offenbach, T.-V.

Chr. Bohil-

T.-Gem.

Jac. Simon-Bürgel, T.-Gem.

Heinr. Mühlschwein-Nen-Mnbnrg, T.-V. Wilh. Linzner-Neu-Menburg, T.-V.

Iss. Kaiser-Mühlheim, T.-V.

Pet. Schneider- Hanan, T.-Ges. Theod. Kämmerer-Bürgel, T.-Gem. Hch. Grützmacher-Offenbach, T.-V. Jos. Kreis-Bieber, T.-V.

Leonh. Koser-Obertshansen, T.-V. Gg. Lipp-Bieber, T.-V.

Jos. Mertc-Ofsenbach, T.-V.

Otto Neuber-Hanau, T.-Ges. Wilh. Passel-Neu-Menburg, T.-V. Gg. Seip-Hauseu, T.-V.

Friedr. Fiedler-Bürgel, T.-Gem. Theod. Stab-Hanau, T.-Ges.

Wilh Di e t e r i ch -Hanau, T.-Ges. Ad. Jos. Heiu-Mühlheim, T.-V. Conr. Becker-Hanau, T.-Gem. Karl Eulenbach-Heusenstamm, T.-V. Theod. Metzler-Ossenbach, T.-V. Anton Klein-Kl.-Auheim, T.-Ges. Gcrh. Kcller-Hensenstamm, T.-V. Jos. Then-Osjenbach, Otto Faller-Bürgel, T.-Ges.

Fritz Schmalz-Ossenbach, T.-Gem. Rich. Schütz-Bürgel, T.-Ges.

Gg. Müller-Hanau, T.-Gem. Andr. Sattler-Bieber, T.-V. Herm. Sutor-Bürgel, T.-Ges.

Jean B o tz u m-Hanau, Gust. Busch-Mühlheim, T.-V. Jak. Hainz-Dietesheim, T.-Gem. Hch. Roth-Kl.-Auheim, T.-Ges. Mich. Zeilinger-Hanau, Ad. Herzig-Bieber, T.-V.

Joh. Jos. Spahn-Dietesheim, T.-Gem. Karl Daus-Hanau, T.-Ges.

Herm. P i ck r o d t-Hanau, T.-Gem. Franz Jäger-Kl.-Auheim, T.-Ges. Aug. Möller-Hanau, T.-Ges. Wilh. Wolff-Hanau, T.-Gem.

Heinrich Held-Oberrad, T.- u. Fcchtkl. Joh. Senfs-Bürgel, T.-Ges.

Karl Armbruster-Bürgel, T.-Ges. Nicol. Maith- T.-Gem. Karl Schwerer-Ofsenbach, Emil Geist-Hanau, T.-Ges.

Phil. Henne-Oberrad, T.- u. Fechtkl. Christ. Gesser-Bieber, T.-V.

Hch. Kreß-Oberrad, T.- u. Fechtkl. Gottfr. Leim-Bürgel, T.-Geni.

Jak. Abb-Ofsenbach, Jos. Ott-Hausen, T.-V.

Hch. Leckamp-Gr.-Auheim, T.-Klub. Eng. Quandt-Offenbach, T.-V.

Hch. Resch-Hanan, T.-Ges.

Jill. Boley-Ofsenbach, T.-V.

Hch. Schuler-Gr.-Auheim, T.-Klub. Ludiv. Krast-Ofsenbach, T.-V.

Willy Möllinger-Bürgel, T.-Ges.

Konr. Uhrig- ,,

Kasp. H. Keller-Hausen, T.-V. Wilh. Simon-Bürgel, T.-Gem. Karl Staub-R.-Nsenburg, T.-V.

derliche präzise Abgang des Festzuges brachte es dann mit sich, daß einige Vereine sich etwas verspäteten und der Fest­zug dadurch Lücken zeigte. Auf dem Festplatze angekommen, nahm zunächst der 2. Gauvertreter Herr Jean Bailly- Hanau das Wort. Er begrüßte namens der beiden fest­gebenden Vereine und der Einwohnerschaft Hanaus die er­schienenen auswärtigen Turner und gab der Freude Ausdruck, daß trotz der Vertagung des Festes eine solch stattliche Zahl Turner erschienen sei. Sein Wunsch gehe dahin, daß das Jubelfest ein neues Ruhmesblatt in die Geschichte des Gaues einreihen möge. Die beifällig aufgenommene markige Be­grüßungsrede endete mit der Mahnung, daß die Turner auch fernerhin ihre Kräfte für das Wohl und Wachsen des Gaues Offenbach-Hanau einsetzen möchten und einem drei­fachenGut Heil" auf den Gau. Die Turner hatten sich zuvor ausgestellt und nun begannen die Stabübungen, an denen sich 320 Turner betheiligten. Diese Massenübung bot ein prächtiges turnerisches Bild. Von nachmittags 3 Uhr ab vollzog sich das Vereins-Wettturnen, woran 16 Vereine theil­nahmen. Durch gelegentliche Regenschauer wurden die Uebungen etwas beeinträchtigt, doch war es möglich, dieselben zu Ende zu führen. Mit großem Interesse wurde das Turnen verfolgt, das sicherlich jedem Zuschauer die Ueber­zeugung aufdrängte, daß im Kau Offenbach-Hanau das Turnen eifrige Pflege findet und demgemäß auf hoher Stufe steht. Das Resultat des Vereins-Wettturnens war folgendes:

Preis ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff x,uLii.uci.t;m ujvuyiyctm . . . ^ n ff

fünf ersten Vereine (1. Klasse) erhielten je Kranz, Diplom Schleife, die folgenden sechs Vereine (2. Klasse) je Kranz und Diplom, die letzten fünf Vereine (3. Klasse) je ein Diplom. Um 7 Uhr abends folgte die Preisvertheilung und hierauf der Abmarsch der auswärtigen Turner. Trotz­dem sich die Witterung den Veranstaltungen nicht günstig er­wies, wogte doch während des ganzen Nachmittags eine große Menschcnineyge auf und ab und die Kämpfer'sche Kapelle war bemüht, durch prächtige Weisen über manche Unbill hinwegzutäuschen. Am Abend wirkte der Gesangverein Germania" mit. Somit sind die Festtage der Jubelfeier des Gaues verlaufen. Wenn auch leider finanziell "ein Miß­erfolg zu verzeichnen ist, so haben doch die turnerischen Ver­anstaltungen dazu beigetragen, weiten Kreisen das hehre Ziel der Turnerei vor Augen zu führen. Möge der Gau, dem der Silberkranz bescheert wurde, wachsen, blühen und gedeihen, um dereinst noch weiter gekräftigt das goldne Jubiläum feiern zu können.

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Turngesellschafl Hanau. Turnverein Offenbach . Turngemeinde Hanau . Turnverein Bieber . . . Turngemeinde Bürgel . Turnklub Groß-Auheim Turnverein Hausen . .

Neu-Asenburg

Turngesellsch. Klein-Auheim Turngemeinde Offenbach . . Turnverein Heusenstamm. . Turngesellschaft Bürgel. . . Turnverein Obertshausen . Turngcmeinde Dietesheim . Turn- u. Fechtklub Oberrad Turnverein Mühlheim . . .

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VII. Starkenburger Provinzial Fenerwehrtag

0 Klein-Steinheim, 8. Juli.

Daß die Veranstaltungen, die aus Anlaß des hier tagen­den Provinzial - Feuerwehrverbandes getroffen worden sind, sich allseitiger Sympathie unserer Einwohnerschaft zu erfreuen haben, zeigte sich auch äußerlich durch die festlich geschmückten Straßen, deren Eingänge durch mächtige Ehrenpforten markirt worden waren. Somit konnte es nicht Wunder nehmen, daß das sich über die graue Alltäglichkeit der Häuser hinziehende Flaggengewand und das an den Häusern prangende festver- lündende Grün auch für die nöthige Festesstimmung sorgte, wenn auch eine etwas wärmere Witterung sicherlich noch zur Erhöhung der allgemeinen Freude beigetragen hätte.

Am Samstag Nachmittag 3 Uhr wurde zunächst eine Ab- g e or dn e t en -V ers a m m l u n g imHanauer Hof" ab­gehalten, der auch Herr Regierungsrath Wick von Darmstadt anwohnte. Nachdem der Vorsitzende des Provinzialverbandes, der Ortsbürgermeister und der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Klein - Steinheims Begrüßungsworte gesprochen hatten, erfolgte die Berichterstattung über den Provinzial- Verband. Der Provinzialverband zählt 5 Kreisverbände und 116 Wehren. 2 Kreise sind noch ohne Verbände. Der Kreis Offenbach hat die stärkste Zahl, nämlich 22 freiwillige Wehren, dann folgen die Kreise Darmstadt, Dieburg, Groß-Gerau und Erbach. Das freiwillige Feuerwehrwesen innerhalb des Provinzial­verbandes hat seit der 1896 zum letzten Male herausgegebenen Statistik gute Fortschritte gemacht. Auf der Tagesordnung stand nach Erledigung des Geschäftsberichts zunächst die Berathung über die Anfrage der freiwilligen Feuerwehr Urberach- ,Wie verhält es sich mit der Entschädigung bei Unfällen der in den Meldedienst der freiwilligen Feuerwehr eingetretenen Radfahrer bei Uebungen, Alarmirungen re. a) bezüglich des Radfahrers, b) bezüglich dessen zur Verfügung gestellten Fahrrades?" Die Antwort fiel dahinlautend aus, daß der im Meldedienst