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Hanauer Anzeiger
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Jahre 1883 zeichnete er sich zu Kanton als stelloertreten- , Auf etwas anderes würde es aber nicht hinauolaufen, der Dolmetscher und Konsulatsverweser bei den gegen die wenn Deutschlands Streitmacht nur aus den gegcmvartrg in europäischen Kaufleute in Szene gesetzten Unruhen durch China bereits anwesenden Truppen und den brsher angeord- Entschlossenheit, Geistesgegenwart und Taktgefühl derartig; neten Verstärkungen bestünde. Es und dies o) 0> Mann, aus, daß er auf Vorschlag des Gesandten Max v. Brandt' aber auch diese 5000 Mann würden thatsächlich me b-lsammen durch Ernennung zum Legationssekretär und durch Ver- sein. Schon jetzt geigt sich, daß me Verluste un oesecht nicht leihung des Rothen Ädlerordens eine doppelte Anerkennung unbeträchtlich sind. Insonderheit durfte sich, wenn es so sort- erhielt. In Peking war Ketteler, der mit großer gesell- geht, bald ein starker Mangel an Offtzwren Herausstellen, schaftlicher Begabung eine frische, männliche Erscheinung j Weit mehr Leute aber als durch die feindlichen Waffen kampf- 3 L- ^------^unfähig gemacht werden, dürften aus andere Weise der Front
! entzogen werden. Man denke daran, daß jetzt eben die heiße Jahreszeit beginnt und daß es sich um Märsche nicht in den gesegneten Gefilden Frankreichs handelt, sondern in unwegsamen Gegenden, in denen es oft sehr schwer sein wird, die nöthigen Nahrungsmittel aufzufinden. Strapazen und Entbehrungen werden also viel größer sein, als in einem europäischen Kriege, und man muß deshalb der Eventualität ins Auge sehen, daß ein nicht unerheblicher Theil der Truppen in den nächsten Monaten durch Krankheiten kampfunfähig gemacht wird. Nimmt man noch dazu, daß, wenn es sich nicht nur darum handelt, bestimmte Punkte an der Küste zu vertheidigen, sondern zum Zwecke der Herstellung der Ruhe und der Niederzwingung, sei' es der Boxer, sei es der chinesischen Regierung und des chinesischen Volkes, ins Innere vorzudringen, Etappen werden gebildet werden müssen, um die Nahrungsmittelzufuhr zu sichern und die Fühlung aufrecht zu erhalten, so wird man zu dem Schluffe kommen müssen, daß in den nächsten Monaten höchstens 2000 Mann deutscher Truppen an der Offensive werden theilnchmen können.
Daß diese geringe Truppenzahl bei der Bekämpfung Hunderttausender chinesischer Soldaten und Irregulärer keine hervorragende Rolle spielen kann, liegt auf der Hand. Deutschland kann aber umso eher noch etwa 15 000 Mann
verbindet, bald der ausgesprochene Liebling der Damenwelt des dortigen kleinen diplomatischen Kreises, aber auch bei den Herren der weißen wie der gelben Rasse war er in gleicher Weise stets gern gesehen. In den Jahren 1884 Pis 1888 erfreute er sich bei seinen Besuchen in Tientsin und Umgegend der größten Sympathien der deutschen Offiziere, sowohl der Marineoffiziere der nacheinander in Peiho stationirtcn Kriegsschiffe, des Kreuzers „Nautilus" und dès später im Sturm untergegangenen Kanonenbootes
„Iltis", als auch der als Truppeninstrukteure in den 'chinefischen Lagern zu Tientsin, Taku und Tstaoschau thätigen verabschiedeten Offiziere, welche ihn, den alten Kameraden, als Zuschauer bei ihren militärischen Uebungen willkommen hießen. Beim Ausscheiden des Herrn von Brand niurde Ketteler als Legationsrath nach Washington versetzt, woselbst er sich bei seinen deutschen Landsleuten ebenso wie bei den Amerikanern rasch beliebt zu machen verstand. Bei seiner am 24. Februar 1897 zu Detroit erfolgten Verhcirathung mit einer Amerikanerin, Miß Ledyard, widmete ihm die ganze amerikanische Presse sympathische Kundgebungen. Nach kurzer Verwaltung der Kaiserlichen Gesandtschaft zu Mexiko wurde er am 15. Juli v. I. als Nachfolger des erkrankten Herrn von Heyking auf den in den letzten Jahren wichtig gewordenen Gesandtschaftâ- posten zu Peking berufen. Bei der großen Beliebtheit, deren sich Freiherr von Ketteler aus seiner früheren Thätigkeit her bei den Chinesen erfreut, wäre es in hohem Grade wunderbar, wenn gerade er eines der ersten Opfer des von der Kaiserin-Wittwe zur Befestigung ihrer Stellung seit mehr als einem Jahre geschürten Fremdenhasses geworden wäre. Als am 21. September 1860 die von den Chinesen nach Tungtschau geladenen englischen und französischen Unterhändler mit ihrem Gefolge verrâtherischer Weise überfallen, gefangen genommen und theilweise unter den größten Martern getödtet worden waren, wurden die chinesisch sprechenden Dolmetscher Thomas Wade und Harry Parkes noch am meisten geschont."
Mehr Truppen für China
Daß die Situation in China äußerst ernst ist und energische Maßnahmen erfordert, wird auch bis weit in die Reihen der linksliberalen Gruppen anerkannt. So legt die „Vossische Ztg." dar, daß das Zusammengehen der chinesischen Truppen mit den Boxern entweder mit dem Willen der Regierung erfolgt fei — dann bedeute dies den Krieg mit China —, oder gegen den Willen der chinesischen Regierung — dann bedeute dies die Anarchie. Aus dieser Thatsache zieht das freisinnige Blatt den sehr richtigen Schluß: „Und diese Thatsache zwingt die Mächte, nicht ruhig abzuwarten, wie sich das Chaos lösen werde, sondern Leben und Interessen ihrer Landsleute mit eigener Kraft zu schützen, für das vergossene Blut und zerstörte Vermögen Sühne zu nehmen und der Wiederkehr ähnlicher Greuel ein für alle Mal vorzubeugen.
„Mit eigener Kraft" — diese Worte gefallen uns am besten und wir gestatten uns, sie in dem lins richtig scheinenden Sinne auszulegen. Mit eigener Kraft, d. h. jede Macht mit ihrer eigenen Kraft, wohl in gemeinsamem Zusammenwirken, aber jede gleichwerthig der Anderen. Die Zeiten müssen ein für alle Mal vorbei sein, in denen Deutschland seine Interessen durch fremde Mächte wahrnehmen lassen mußte.
haben, oder sich sonsten ichtwas daran ergern; Sondern Alle frommen Hertz en werden Viel mehr Gott dem Herrn für diß wohlgemeinte Wercklein danckcn, unndt sich dessen, nach eines Jeden gelegenheit, nützlich gebrauchen." Am 11. Februar 1610 schreibt Fabricius, er habe „vernommen, Vögelin zue Heydelbergk habe diß fürhabendc Werck nicht Allein zu drücken schon aufgelegt, sondern habe bey U. G. Herrn supplicando auch angehalten, damits Ja Zue Hanaw nicht gedrücket werden möge."
Noch in anderer Weise ist des Fabricius Name mit der Geschichte des Heidelberger Katechismus verknüpft. An der sog. Dortrechter Synode von 1618 und 1619, die dieses Buch als offizielle Lehr- und Bekenntnißschrift aller refor- mirten Kirchen anerkannte, hat Fabricius theilgenommcn; er sagt im ältesten Windecker Kirchenbuch hierüber: „Den 13. Februar bin ich von hinnen abgereiset, undt von den Hoch Wolgeborenen Grafen Wetterawischer Correspondentz gehn Dordrecht in Hollandt auf den Synodum Nationale» verschicket worden; Von dannen Ich den 15. Maji, aufSambs- tag vor Pfingsten, wiederumb anhero durch Gottes gnedigcn beystandl, glücklich kommen bin." Fabricius ist demnach nur bei den eigentlichen Festsetzungen der Synode, wie es mit der Lehre der res. Kirche zu halten sei, thätig gewesen und hat auch der für die Geltung des Heidelberger Katechismus bedeutungsvollen Sitzung beigewohnt.
Auf die Kenntniß des Katechismus hat man in jener Zeit bei Jung und Alt großes Gewicht gelegt. 1601 wird im Windecker Kirchenbuch gesagt: „Ist Melchior Schencken Tochter, ohngefehr von 14 Jahren, weil es ein Schülermägdlein gewest und in seinem Catcchisms gar fertig, mit denen Solcinniteten, die man sonsten bei der Alten bcgrebnisscn zu halten pfleget, mit dem Geläute nemlich und Leichpredigt, begraben worden."
seiner Landarmee entbehren, als ja diejenigen Mächte, die in Europa als mögliche Gegner berücksichtigt werden müssen, ebenfalls in Ostasien engagirt sind. Das Kräfteverhältniß zwischen Deutschland und den möglichen europäischen Gegnern wird also durch die Entsetzung auch einer größern Truppenzahl nach China nicht berührt. Dessen aber kann man — und die massenhaften Meldungen zum freiwilligen Eintritt in das Expeditionskorps haben es ja bereits bewiesen — sicher sein, daß unsere wackeren deutschen Soldaten nicht nur deshalb über See gehen würden, weil sie gehorchen müssen, sondern weil trotz aller vaterlandslosen Agitationen das Wort „Mit Gott für König und Vaterland" im Herzen jedes deutschen Soldaten noch so kräftig wiederhallt, wie nur je, und weil der deutsche Soldat frei ist von der Krämerauffassung, daß man für das deutsche Vaterland nur zu kämpfen habe, wenn die schwarz-weiß-rothen Pfähle unmittelbar bedroht sind.
Pretzstimmen über den Gesandten«»-»-.
Die Blätter aller Richtungen widmen dem ermordeten Gesandten ehrenvolle Todesklagen als einen für das Vaterland Gefallenen. Vielfach wird darauf hingewiesen, daß die chinesischen Gesandtschaften, auch die in Berlin, die beruhigenden Nachrichten ausgegeben, das Pekinger diplomatische Korps sei wohlbehalten, und von der Entsendung weiterer Truppen abgerathen haben, zu einer Zeit, als Herr v. Ketteler eben ermordet war und die in Verbindung mit Peking stehenden Vizekönige von diesem Mord schon wissen mußten. Die „N a t i o n a l z t g." urtheilt:
„Durch die Ermordung des deutschen Gesandten gestaltet sich die internationale Lage für Deutschland schwieriger als sie es vor der Bestätigung des Gerüchtes war. Für Deutschland kommt insofern ein besonderer Druck in die Angelegenheit, als es, wenn die endgiltige Abrechnung erfolgen wird, besonders Forderungen als Genugthuung für die Ermordung des Gesandten wird zu erheben haben.
Ferner bestimmt die ref. Kirchenordnung von 1688: „Weilen über das, so wol in denen Städten allhicr, als auf dem Lande, über die grobe Ohnwissenheit der Jugend, und theils alter Leute, wie nemlich eine so gar geringe Erkântnüß Gottes bei ihnen seye, sehr geklagt wird, solche ohnwissenheit aber auß weniger bcsuchung der Kinderlehr herrührt, so sollen hinkünfftig alle Söhne und Töchter, Knechte und Mägde, nit allein fleissig bey gedachter Kinderlâhr erscheinen, sondern es sollen auch die Alten, die sothaner Information annoch nöthig haben, zugleich mit zuhören. Welche von obigen Jungen Leuten aber sich dessen entziehen werden, denen soll kein Heyrath, weniger aber einige Äe- vatterschafft, am allerwenigsten aber zum Nachtmal zu gehen verstattet werden, und das in so lang, biß sie ihren Cate- ehismum, nit nur obenhin hersagen, sondern auch gründlich verstehen können." Während also unter Umständen eine* Minderjährigen auf Grund guter Katechismuskenntnisse die den Erwachsenen zustehenden Ehrenbezeugungen gewährt wurden, sollten des Katechismus Unkundige als Unmündige behandelt werden.
Wenn bei der Bestellung des Glöckners und seiner Frau als Lehrpersonen der „Meigdtlcinsschul" zu Windeckcn 1652 gesagt wird, sie seien „fleißiger Anweisung mit lesen, schreiben, beten mit erinnert wordten", so wird man dies „Beten" wohl als den Katechismusunterricht auffassen dürfen, wie ja auch heute noch vielfach in unserer Gegend dieser vom Pfarrer in der Konfirmandenstunde ertheilte Unterricht einfach »das Gebet" genannt wird.
In der Hanauer reformirten Agende von 1688, die den großen und kleinen Heidelberger Katechismus enthält, wird über ihn und seine Behandlung Folgendes gesagt: „Weil solcher Catechismus etwas außführlicher, damit er dem Gemeinen Mann, und angehender Jugend nicht so weitläufftig und schwer für komme, ist derselben zum besten, die Verord-
In der Hauptfrage, der gemeinsamen Ueberwindung der chinesischen Schwierigkeiten, bleibt die Stellung der Mächte und die Stellung des deutschen Reiches unverändert. Der Staatssekretär Graf Bülow hatte iich gestern vor der Bestätigung der Ermordung Kettelers nach Wilhelmshaven begeben, um dem Kaiser Vortrag zu halten. Er hatte vorher, am Samstag Nachmittag, die Botschafter der an den chinesischen Schwierigkeiten beteiligten Mächte empfangen und dabei war die vollständige Einigkeit derselben von Neuem festgestellt worden."
Sehr erregt schreibt die „G e r m a n i a":
„Dieses scheußliche Verbrechen schreit laut um Rache. Deutschland hat jetzt mehr denn je Veranlassung, in China stark und hart zu sein, denn das vergossene kostbare edle deutsche Blut heischt von eiserner Willenskraft diktirte entschlossene Thaten. Hoffentlich wird es die Regierung in dieser Richtung nicht fehlen lassen."
Berlin, 2. Juli. Die offiziöse „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Nach einer Zeitspanne langen Zweifels und sich widersprechender Nachrichten kam endlich die traurige Aufklärung: der deutsche Gesandte v. Ketteler wurde nach den vorliegenden Nachrichten, während er mit dem Dolmetscher zum Tsungli-Iamen ritt, vom Pferde gerissen und ermordet, der Dolmetscher wurde verwundet, konnte sich aber retten. Die Gesandtschaften sind größtenteils niebergebrannt; die übrigen Vertreter der Mächte mit ihrem Personal und kleinen Schutzwachen sind, soweit die Nachrichten reichen, noch im Kampfe um ihr Leben begriffen, doch soll die Munition bereits knapp sein, so daß auch hier das Schlimmste zu befürchten ist. Es ist eine erschütternde Nachricht, die aus der Hauptstadt des chinesischen Reiches kommt und ganz Deutschland wird die Kunde vom Schicksal des Gesandten mit dem Gefühle größter Theilnahme und Trauer, aber auch mit tiefster Empörung aufnehmen. Die „Nordd. Allg. Ztg." gedenkt sodann der rastlosen Energie und der dienstlichen Gewandtheit v. Kettelers, verbunden mit einem offenen sympathischen Wesen, das leicht alle Herzen gewann und ihn auf allen Posten zu einem gern gesehenen Mitarbeiter und Kameraden machte. Das Blatt rühmt seine persönliche Unerschrockenheit und das Hintansetzen der eigenen Person, wenn es galt, ein als gut erkanntes Ziel zu erreichen. Diese selbstlose Aufopferungsfähigkeit dürfte auch die unmittelbare Ursache des tragischen Geschickes gewesen sein; er hat sich augenscheinlich nicht gescheut, sich dem tobenden Pöbel auszusetzen, als er sich am 18. Juni nach dem Tsungli-Damen begab, um seiner Pflicht gemäß dort Vorstellung zu erheben. Der Artikel schließt: Wenn es etwas gibt, was die Verwandten, Freunde und Landsleute des v. Ketteler trösten kann, ist es das Bewußtsein, daß er in treuester Erfüllung seiner Pflicht, wie ein Held auf dem Schlachtfelde gefallen ist.
Ueber die Ausführung des Mordes lassen wir nähere Einzelheiten in nachstehendem Berichte folgen:
London, 2. Juli. Unter der Überschrift „Anarchie in Peking und Ermordung des deutschen Gesandten" bringen die „Times" Telegramme ihres Shanghaier Korrespondenten, die in Uebereinstimmung mit der bereits übermittelten Meldung des britischen Konsuls in Tschifu die Nachricht von der Tödtung des Freiherrn von Ketteler auf Grund amtlicher chinesischer Quellen bestätigen. Andere Blätter bringen die gleiche Meldung, nur das Datum der Mordthat wird verschieden angegeben, theils wird der 13.,, theils der 16., theils der 18. Juni als Todestag unseres Gesandten genannt. Dem „Daily Expreß" zufolge ritt Herr von Ketteler die Gesandtschaftsstraße entlang, als er von einem aus chinesischen Truppen und Boxern gemischten Haufen angegriffen, vom Pferde gezerrt, getödtet und dann in Stücke gehackt wurde, worauf das deutsche und mehrere andere Gesandtschaftsgebäude in Brand gesteckt wurden.
nung geschehen, das etliche und zwar die nothwendigsten Fragen, sampt ihren Antworten, mit diesem sonderlichen Ge- merd* gezeichnet, welche sie Anfangs lernen und fassen, biß sie im Alter und Verstandt zu nehmen, auch zu den übrigen schreiten, und dieselbigen gleichfalls begreiffen mögen.
In den Stätten soll in den Sontäglichen nach Mittags Predigten der Catechismus gehandelt und fürgetragen, und des Jahrs einmal wo möglich zu Ende gebracht und dahin gesehen werden, daß auch die Kinderlehr des Sontags, und auff einem anderen Tage in der Wochen fleissig gehalten, und also Kinder, und unverständige, Jung und Alt, in demselben unterrichtet, und nach Gelegenheit und Verstand einer jeglichen Person, etwas vorgegeben und aufferlegt werde. Also daß der Pfarrer, wann die Kinder der Wort, und Formalien deß Catechismi ^gewiß seyn, in Examination derselben es nicht eben bey den Formalien der Fragen bewenden lassen, sondern mit Zertheilung derselben, wie auch der Antwort, so viel geschehen mag, mit Veränderung und Erklärung der Wort, ihnen den Verstand auffs deutlichste bey zu bringen sich bearbeite."
Auch bei der Predigt sollte der Katechismus nach Möglichkeit zur Verwendung kommen. Deshalb sollten die Prediger „nach dem armen geringen Verstand des gemeinen Volcks, ihre Predigten wissen zu stellen, Also daß der Artickcl des Catechismi, darauff die Lehr, so er für Hat, sich lendet, mit eingeführet, und dem Volck verständlich eingebildet werde." Außerdem sollten die Pfarrer „in ihrem fürhabenden Text, fleissig auf diese drey Stück (von des Menschen Elend, der Erlösung und der Dankbarkeit, wonach der Katechismusstoff geordnet ist) sehen, und also für und für wol acht haben, daß sie die Artzney nach Nothdurfft der Verwandten Gewissen recht gebrauchen." Mit einem Wort: die Predigten sollten „auff den Catcchismum gerichtet werden."
(Schluß folgt.)