Seite 2
Hanauer Anzerqer
i 6 Juni
Die Vorgänge in Ashanti.
„Es ist schwer, nicht zu dem Schluß zu kommen", schreibt die Londoner „St. James Gazette", „daß der Krieg in Südafrika die Aufmerksamkeit der Regierung sowohl, wie die des Publikums in so großem Maße in Anspruch genommen hat, daß die Vorgänge in Ashanti weniger beachtet worden sind. Vor jetzt beinahe zwei Monaten kam Sir Frederic Hodgson zuerst in Schwierigkeiten wegen des „goldenen Stuhles", und obwohl wir bisher verschiedene Berichte über die Entsetzung von Kumasi erhalten haben, so wissen wir heute, daß keiner derselben auf Wahrheit beruhte. So hieß es z. B., daß Kapitän Hall die Stadt in der letzten Maiwoche erreicht hätte, und man glaubte, daß Sir Frederic Hodgson in der ersten Woche des Juni in Cape Coast Castle eintreffen würde. Thatsächlich hatte Kapitän Hall überhaupt keinen Erfolg. Gestern hörten wir, daß das Detachement unter Colonel Carter und Major Williamson einen Tagemarsch nördlich des Prah eine schwere Niederlage mit starken Verlusten erlitten hat. Heute kommt die amtliche Meldung, daß ein Detachement von 700 Eingeborenen unter Major Moris von Norden her nach Kumassi hineinmarschirt ist, aber daß das Entsatzkorps nur bis zum Prah hat vormarschiren können, der augenblicklich angeschwollen ist, während die Brücke durch die Aufständischen zerstört worden ist. Es heißt indessen, daß Colonel Willcocks Verstärkungen von über 1000 Mann mit verschiedenen Maxim- und Feldgeschützen erhalten hat, und die Verzögerung sollte daher nicht lange dauern. Sir Frederic Hodgsons Aufgabe ist eine sehr schwere. Gerade, wie General Baden-Powells Lage in Mafeking durch den Mangel an Lebensmitteln sehr erschwert war, so hat Sir Frederic Hodgson für einige dreitausend Eingeborene zu sorgen. Die Truppen und die Eingeborenen sind bereits auf halbe Ration gesetzt worden, und wenn die Nahrungsmittel und Munition ausreichen, so sollten Major Morris' 700 Mann genügen, um jeden Angriff zurückzuschlagen. Aber die Lage läßt uns nicht ohne Sorge. Es ist auch nicht leicht zu erkennen, warum zwei Monate vergehen müssen, ehe ein genügendes Entsatzkorps zusammengebracht werden kaun, um eine Stadt an der Westküste, die von Rebellen belagert wird, zu entsetzen. Die Regierung hat jetzt beschlossen, fünf Kriegsschiffe zum Schutz der Küstenstädte abzusenden. Bisher war die „Magpie" das einzige britische Schiff an der Küste. Wenn es jetzt nothwendig erscheint, fünf Schiffe hinauszusenden, warum hielt man das vor einem Monat für unnöthig?"
von Farbigen den Ruf zu hören: „Alle Afrikanders müssen aus gerottet werden."
Nach dem Kriege werden die Traumbilder der Farbigen in der Kolonie auch allmählich zerstört werden, der angc- richtete Schaden aber wird in vielen Jahrzehnten nicht aus- getilgt sein; die Kluft zwischen weißer und farbiger Haut, die das Christenthum zu überbrücken bestrebt ist, wird sich stark erweitert haben, weil die Farbigen nach dem Sturze aus dem Himmel ihrer frohen Hoffnungen das Gefühl des Unterdrücktseins mit verdoppelter Bitterkeit empfinden werden und weil dann ihr Haß, in den sich jetzt Engländer und Buren theilen, sich gegen die Engländer, als die alleinigen Herren, auch allein richten wird.
Tagesschau.
Vom Reichstage.
In der letzten (2'09.) Plenarsitzung des Reichstages haben bei der Gesammtabstimmung über die Flottenvorlage vom Zentrum mit Nein geantwortet Aigner, Baumann, Beck (Aichach), Breuer, Cramer, Echinger, Ehrhart, Dr. Heim, Frhr. v. Hodenberg, Hubrich, Kohl, Langer, Lehemeir, Mayer (Landshut), Moritz, Götz von Obenhusen, Ranner, Ritter, Frhr. v. Schele - Schelenburg, Frhr. v. Schelc-Wunstorf, Strzoda, Szmula, Frhr. von Wangenheim-Wake, Werthmann. Von den Konservativen haben v. Bonin-Bahrenbusch und von Treucnfels gegen die Vorlage gestimmt. Krank waren Dr. von Dziembowsky-Pomian, Dr. Lingens, Richter, Schippel, Schmidt (Elberfeld); beurlaubt waren Bindewald, von Bonin- Neumark, Fritz Haußmann (Böblingen), Dr. Heiligenstadt, Dr. Frhr. von Hertling, Hesse, Lerns, Frhr. von Maltzahn, Müller (Waldeck), Payer, Dr. Schaedler, von Strombcck, Frhr. von Wangenheim (Pyritz); entschuldigt waren Graf von Bernstorff (Uelzen), Braun, Graf Carmer, Gamp, v. d. Groeben-Arenstein, Haußmann (Balingen), Knörcke, Roeren, v. Vollmar, Dr. am Zehnhoff. Ohne Entschuldigung haben gefehlt Ahlwardt, Aichbichler, Baron Arnswaldt-Hardenbostel, Beckh (Koburg), Bräsicke, v. Brockhausen, Broekmann, Brückner, Prinz Czartoryski, Delsor, Graf Dohna-Schlobiden, Graf Galen, v. Glembocki, v. Grand-Ry, Haase (Königsberg), Hähnle, Dr. Haenel, Frhr. v. Hammerstein, Hauß, Heine, Herold, Hilpert, Dr. Hoeffel, Jacobsen, Johannsen, Graf Kanitz, Kauffmann (Liegnitz), Kloß, Köhler, Dr. v. Komie- rowski, Dr. Kropatschek, Dr. Krzyminski, Küchly, Graf Kwilecki, von Lama, Lanzinger, Lenzmann, v. Manteuffel, Meier-Jobst, Merot, Dr. Müller (Schaumburg), Rißler, Pauli (Potsdam), Pierson, v. Janta-Polczynski, Fürst Radziwill, Röllinger, Sabin, Schaettgen, Dr. Schmitt (Mainz), Schuler, v. Sperber, Dr. Stephan, Dr. Udo Graf Stolberg- Wernigerode, Träger, Dr. Vonderscheer, Wattendorff, Winterer, Witzlsperger.
Eine Warnung an die Angestellten der Staatseisenbahn
bringt die ministerielle „Berl. Korresp.": Der „Verband der Eisenbahner Deutschlands" veröffentlichte kürzlich im „Vorwärts" einen Aufruf an die Eisenbahner Berlins, in welchem die hiesigen Angestellten der Staatseisenbahnverwaltung unter Bezugnahme auf die Vorgänge bei dem Ausstande der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn aufgefordert werden, sich zur Verbesserung ihrer Lage zu organisiren und zu diesem Zwecke dem genannten Verbände beizutreten. Der Versuch, die Beamten und Arbeiter der Staatseisenbahn für eine unter sozialdemokratischer Führung stehende Gewerkschaft anzuwerben und in weiten Kreisen derselben Unzufriedenheit zu verbreiten, ist nicht neu. Er ist seit dem Jahre 1890 an den verschiedensten Orten, zuletzt noch in Hamburg und Breslau, und in mannigfaltigen Formen wiederholt worden. Die Staatseisenbahn-Verwaltung ist allen diesen Bestrebungen stets mit der bestimmten Erklärung entgegengetreten, daß die Betheiligung an derartigen ordnungsfeindlichen Bestrebungen und Vereinen mit der Beschäftigung im Dienst der Staatsbahn unverträglich sei, und daß daher der Beitritt zu solchen Verbänden sowie die agitatorische Förderung ihrer Zwecke unnachsichtlich die Kündigung des Dienstverhältnisses zur Folge haben würde. Die Beamten und Arbeiter der Staatseisenbahn sind demnach über die für sie maßgebende Auffassung der Verwaltung in weitestem Umfange und in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise unterrichtet. Bis jetzt ist durch die klare Haltung der Staatseisenbahn-Verwaltung erreicht worden, daß der Wunsch der Sozialdemokratie, das gute Verhältniß zwischen den Vorgesetzten und den Untergebenen der Staatsbahnen zu stören, nirgend in Erfüllung gegangen ist. Es ist mit Zuversicht zu erwarten, daß die getroffenen Anordnungen, welche bei gegebenen Anlässen den Beamten stets nachdrücklichst in Erinnerung gebracht werden, auch in Zukunft ausreichen werden, um die Angestellten der Staatseisenbahn von Pflichtverletzungen abzuhalten und vor den hieraus sich ergebenden Gefahren zu bewahren.
Englische Aufkäufer in Spanien.
Aus Madrid, 12. Juni 1900, schreibt man: Wie jetzt bekannt wird, haben die Engländer während des südafrikanischen Krieges nicht weniger als 40,000 Maulesel in Spanien aufgekauft und nach dem Kriegsschauplätze befördert. Der spanische Landwirth beginnt nun die Folgen ernstlich zu spüren, da die als Zugthiere und Lastthicre benutzten Maulesel ganz ungeheuer im Preise gestiegen sind und für den kleinen Mann unerschwinglich theuer werden. Jetzt beginnen die englischen Agenten auch Schlachtvieh in Spanien für den Kriegsschauplatz aufzukaufen. In den letzten Tagen wurden 11,000 Stück Hornvieh in Gibraltar eingeschifft; wenn das so weiter geht, so werden auch die Fleischpreise unerschwinglich werden und das große Publikum wird darunter zu leiden haben.
Aus Stadt ttnd Landkreis Hana».
Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. Anz." gestattet.
A. Frequenz der städtischen Schulen. Die Frequenz der städtischen Schulen Hanaus gestaltete sich am 1. Mai 1900 folgendermaßen:
Schule.
Gesammrzahl der Schüler.
Konfession.
Heimath.
-vg.
kath.
iSr. 1 freie.
aus Hanau
Von ausw.
Oberrealschule
398
317
37
44
—
294
104
Vorschule der Oberrealschule
140
109
16
13
2
119
21
Höhere Mädchenschule
319
261
27
26
5
287
32
Knabenmittelschule
563
458
93
7
b
524
39
Mädchenmittelschule
522
415
91
7
9
502
20
Knabenvolksschule
1019
774
238
—.
7
1010
9
Mädchcnvolksschulc
1028
777
237
—
14
1027
1
Handelsschule
138
89
22
27
—
111
27
Gewerbliche Fortbildungsschule
475
349
126
_
_
198
£77
Hilfsschule
27
14
13
—
—
27
Zusammen
4629
3563
900
124
42
4099
530
77%
19,4
2,7
0,9
88,5
11,5
* Wettspiel. Sonntag den l7.^Juni findet auf dem hiesigen Exerzierplatz ein Wettspiel zwischen der ersten Mannschaft der „Hanauer Fußballgesellschaft 1899" und der erste« Mannschaft der „Hanauer Viktoria 1894" statt. Da sich beide Vereine schon einmal gegenüber gestanden, und es damals der „Viktoria" gelang, gegen den noch jungen Verein der „1899er" mit zwei zu ein Goal zu siegen, so wird jetzt, nachdem sich die Mannschaft der letzteren auch gut einspielt, der Kampf ein sehr hartnäckiger werden, wobei es noch nicht vorauszusehen ist, nach welcher Seite hin der Sieg sich neigt.
* Jtalienerkonzert. Dienstag Abend gibt im Saalbau „zum deutschen Haus" dahier die la Banda Musicale di Lanciano (Dirigent: Masstro Professore Cav. Nicola Tatasciore) ein großes Konzert. Die Kapelle, welche aus 30 Künstlern (Italienern) besteht, spielte im Sommer 1897 zum i ersten Male außerhalb Italiens und erzielte in den nach- ■ stehenden Städten eine Reihe glänzender Erfolge: Straßburg , i. Els., Freiburg i. B., Baden-Baden, Zweibrücken, Saarbrücken, Wiesbaden, Offenbach a. M., Cassel, Hildesheim, Braunschweig, Lüneburg, Greifswald, Stralsund, Malmö (Schweden), Kopenhagen (Tivoli) und Stockholm (Ausstellung 4 Monate). In Stockholm wurde die Kapelle und insbesondere der Kapellmeister von Sr. Maj. König Oskar II. von Schweden ausgezeichnet. — Aus den uns vorliegenden Kritiken heben wir die eines Wiesbadener Blattes über ein dort gegebenes Konzert hervor: Gestern Abend debutirte die la Banda Musicale di Lanciano, im „Kurgarten". Die eigenartige Vortragsweise der Italiener riß das Publikum zu lebhaften Beifalls-Bezeugungen fort. Das fein gewählte Programm wurde in allen seinen Theilen vorzüglich erledigt, ein Beweis, daß die Mitglieder der Kapelle tüchtige Musiker sind. In den kleidsamen Uniformen machten diese Südländer von vornherein einen recht vortheilhaften Eindruck.
* Blumen Bindekunst-Ausstellung. Nur 8 Tage trennen uns von der Eröffnung der allgemeinen deutschen Blumen-Bindekunst-Ausstellung in Frankfurt a. M. Nicht mehr Vermuthungen sind es, welche wir heute aussprechen, sondern die Thatsache, daß die Ausstellung zu einer aufs Vorzüglichste vorbereiteten, und im wahren Sinne des Wortes äußerst glanzvollen, nie gesehenen sich gestalten wird. Die Anmeldungen sind sehr zahlreich eingelaufen und die Namen der betheiligten hervorragenden Blumenbinde-Firmen von Nah und Fern bürgen dafür, daß dem Besucher der Ausstellung wohl nur Meisterwerke der Bindekunst vor Augen geführt werden. Tritt zu diesen beiden Faktoren noch als dritter der hinzu, daß die Ausstellung in dem jetzt im schönsten Schmuck prangenden Palmengarten abgehalten wird, so ist das nur ein erneuter Beweis, daß die Ausstellung im Einzelnen wie im Gesummten zu den großartigsten gezählt werden wird. Den Glanzpunkt der drei Tage bildet der 23. Juni, an dem außer den — auch an den übrigen Tagen stattfindenden — Doppelkonzerten, ein abwechslungsreicher Blumenkorso (geschmückte Kinderwagen, Fahrräder und Boote) durch den festlich geschmückten Palmengarten sich bewegen wird und abends die Anlagen in allen Theilen elektrisch, bengalisch, durch bunte Lämpchen und Lampions illuminirt sein wird, was bei den reizvollen Parthieen des Gartens dem Auge des Beschauers entzückende, märchenhafte Bilder darbieten wird.
* Hast. Am vergangenen Mittwoch wurde ein Einwohner aus Fulda unter dem Verdachte der Wechselfälschung verhaftet und ins Landgerichtsgefängniß nach Hanau gebracht.
* Schnell erfüllt. Eine sich noch körperlich rüstig fühlende Frau sprach gestern Abend ihrer Umgebung gegenüber den Wunsch aus, daß sie sterben möchte. Vier Stunden darnach trat eine Lähmung und darauf der Tod ein. Ihr Mann erlitt vor längerer Zeit einen Unfall und mußte einer Heilanstalt übergeben werden.
* Der „Generalagent." In der Person des kürzlich festgenommenen „Generalagenten", P. G. Martin hat die Polizei einem der verwegensten Kautionsschwindler das Handwerk gelegt — und, wie man annehmen darf, auf recht lange Zeit. Martin, der am 30. März 1878 in Freiberg geboren, also erst 22 Jahre alt und verheirathet ist, kam im vorigen Jahre, nachdem er eine Vorstrafe wegen schweren Diebstahls verbüßt hatte, nach Frankfurt und verlegte dann im November seine Thätigkeit zum weitaus größten Theil nach Offenbach. Obschon er mittellos war, gelang es ihm, Vertrauen und Kredit zu gewinnen. — In Frankfurt, und zwar auf der Neuen Zeil gegenüber dem Polizeipräsidium, miethete er sich einen Laden für 2000 Mark, in dem er Ornamente und — Schornsteinaufsätze in traulichem Verein ausstellte — Dinge, die ihm natürlich in Kommission gegeben waren. Als Geschäftsführer setzte er einen Mann ein, der ihm vor Allem Kaution stellen mußte, im Uebrigen aber nur den Laden zu hüten hatte, denn für die Verkaufsobjekte in- teressirte sich kein Mensch. Martin aber, der Inhaber dieses „großen" Geschäfts, glaubte trotzdem, an eine Vermehrung seines Personals denken zu müssen, zumal er auch in Offenbach sich als Generalvertreter für alle möglichen Unternehmungen etablirt hatte. In seinen Inseraten, die er zue größeren Vorsicht durch eine Annoncen-Expedition besorgen ließ, verlangte er nicht gerade viel; eines aber war für alle Bewerber unerläßlich: sie mußten Kaution stellen können- Gab Einer in seinem Offertschreiben an, daß er über «ne Kautionssumme verfüge, dann hatte er bereits 24 Stunden später ein Brieflein, in dem Herr P. G. Martin ihn bestellte, und kam dann der Betreffende an, so wurde das Engagemen auch sofort vollzogen — falls er die Kaution baar in de Tasche mitführte. Und hatte Einer Geld, dann ließ Martin gar nicht wieder los, bis das Engagement P^ war. Dann wurden Verträge vereinbart und notariell 6' glaubigt, und darin wurde vor Allem auch unter Androhung hoher Konventialstrafen betont, daß Keiner der Angestellte mit dem Andern ein Wörtlein über die Art seiner AN^
* Landgeudurmerie. Die Mannschaften der Landgendarmerie erhalten zum Mantel einen Umhang, der auch allein getragen werden darf.
* Jagdschutz. Laut amtlicher Bekanntgabe ist auf Grund des § 103 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 den Forstschutz-Beamten der Oberförstereien Neuhof und Wolfgang die Befugniß zur Ausübung des Jagdschutzes außerhalb ihres Dienstbezirks in den an letzteren unmittelbar angrenzenden Jagdbezirken eingeräumt worden.
* Rennsport. Der „Große Preis von Frankfurt" kommt am nächsten Sonntag auf der Rennbahn am Forsthaus zur Entscheidung und er wird auch diesmal wieder jenes Schauspiel sein, wie er es stets gewesen. Das mit 10 000 Mk. Geld und 3 Ehrenpreisen ausgestattete Rennen wird voraussichtlich von 8 Pferden bestritten werden. Als ziemlich sichere Starter gelten:
Mr. B's Porridge, Mr. Wood.
Hrn. E. Höpker's Balrath, Besitzer.
„ H. Lücke's Stratege, „
„ Lt. v. Kayser's Bigarreau, „
„ Lt. Völcker's Fittleworth, „
„ Lt. Frhr. v. Gayling's Scotch Moor, Lt. Frhr. v. Seldeneck.
„ Lt. H. Suermondt's Kilimandscharo, Besitzer.
„ Eltz's Angebinde, Rittmeister v. Eynard.
Das übrige Programm weist sodann noch eine Steeple chase, das Ariadne-Jagd-Rennen mit 17 Nennungen, das Franken- stein-Hürden-Rennen mit 18 Unterschriften, der Preis v. Mühlberg mit 13 Unterschriften, das Klub-Hürden-Rennen mit 10 Unterschriften, auf. In den Flachrennen werden die Ställe Weinberg, Mariahall und v. Lang sich betheiligen und im Preis von Niederrad treten dieses Jahr zum ersten Mal zweijährige Pferde in Konkurrenz. Zu diesem Rennen sind aus Hoppegarten Herrn Weinberg's Rotte und Gestüt Maria- hall's Gabriele gekommen, denen sich ein oder mehrere Stuttgarter Vertreter gegenüberstellen.