Einrückung»- gebühr
, für Stadt» und Landkreis Hanau 10 -4 bk gespaltene GarinonK» zeilc oder deren Raum, für Auswärts 15 ^
Vie einzeln« stumm« kostet
Zugleich kJ
Amtliches Organ Mr Stadt- unö Lsnökrels Hausn
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Im Reklamcnlheil
Vi« Zeile 20 4, fit* LuSwärt» 30 A
Nr. 127
greitaa den 1. Juni
1900
Amtliches.
Slerötk^srs ^anaxu
Bekanntmachung.
An: 21. d. Mts. kâm einem Lehrlinz auf der Strecke Pforzheim-Monbach in dem abends 8 Uhr hier abgehenden Zug ein Packet mit 106 Pressungen aus Silberblech (Stockgriffe mit Blumenmuster), desgl. ebensoviel kleine Silberplatten sowie Silberloth (Gewicht zus. 2304 Gramm) im Werthe von etwa 200 M. abhanden.
Ich ersuche um Mittheilung von Anhaltspunkten zur Ermittelung des Thäters mit dem Anfügcn, daß auf Beibringung der Gegenstände eine Belohnung von 25 M. ausgesetzt ist.
Pforzheim den 28. Mai 1900.
Der Gr. Staatsanwalt.
Durch den Beschluß der Generalversammlung vom 18. Mai 1900 ist die Firma der Gesellschaft abgeändert in: „Hofbrauhaus Hanau, vormals G. Ph. Nicola,, Aktiengesellschaft".
Hanau den 29. Mai 1900.
Königliches Amtsgericht 5. 8930
Zwangsversteigerung
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung der in der Gemarkung von Großauheim belegenen, im Grundbuche von Großauheim, Band I Artikel 10 Fol. 68, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermcrkes auf den Namen des Goldarbeiters Otto Grün, Wendelins
Wird veröffentlicht.
Anhaltspunkte, welche zur Ermittelung des Thäters führen können, wolle man im Polizei-Direktionsgebäude, Zimmer 14 u. 15 dahier, mittheilen.
Hanau den 29. Mai 1900.
Königliche Polizei-Direktion.
P 4792 J. A.: Valentiner, Reg.-Assesfor.
Genofienschaftsregister.
Bei dem N i ed eri s s ighe i mcr S p a r- und Dar- lehnskassen -Verein, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Niederissigheim^ ist eingetragen avorden:
Wilhelm Noß ist aus dem Vorstande ausge- schiedcn; für ihn ist der Lehrer und Kantor W i l- Helm Fontaine in Niederissigheim zum Mitglied des Vorstandes und zum Stellvertreter des Vereinsvorstehers gewählt worden.
Hanau den 26. Mai 1900.
Königliches Amtsgericht 5. 8929
Handelsregister.
1. Neu eingetragen ist die Firma Friedrich Wilh. Wörner in Hanau und als ihr Inhaber der Bijouterie- fabrikant Friedrich Wilhelm Wörner in Hanau.
2. Gelöscht ist die Firma W w e. Kullmann in Großkrotzenburg.
3. Bei der Firma Hofbrauhaus Hanau, vormals G. Ph. Nicolap in Hanau ist eingetragen worden:
Sohn zu Großauheim, eingetragenen Grundstücke: X 604 im Tümpel auf Spitzenhecken, Garten — V 318/166 vor dem Mäusensee, Acker 8
DD 194 in den langen Aeckern, Acker 4
CC 168 in der Schmalwiese, Wiese —
B 235 im Auverneck, Acker 5
F 292 auf dem Kinzighcimerwcg, Acker 4
J 344 das große Steingerütsch, Acker 4
U 296 in der Hainbach, Wiese —
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W 218 im Waldgarten, Garten —
W 808 im hintersten Hopfengarten, Garten — Z 220 auf die spitzen Hecken, Wiese 5
BB 79 auf der Oberhohe, Acker 3
DD 195 die langen Aecker, Acker 5
EE 406 unter dem alten Weg, Acker 5
AA 43 auf der spitzen Hecke, Acker 5
V 152 vor dem Mäusensee, Acker 3
V 312/155 vor dem Mäusensee, Acker 1
DD 193 in den langen Aeckern, Acker 5
DD 288 auf dem Lattengraben, Acker 2
M 209 vor dem Wald, Äcker 4
V 269/168 vor dem Mäusensee, Acker 3
V 2717170 daselbst, Acker 8
V 322/169 Rachusstraße Nr. 25 3
V 321/168 a. Wohnhaus mit Hofrauui 1
b. Schweinestall am Hause A u. C, c. Scheuer mit Stallung B, d. Wirthschaftshallc
besteht, sollen diese Grundstücke
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04 93 36 57
30 93
60 57 29
11 89
98 41 09 09
31 49 25
45 14 63 97 30
33
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am 19. Oktober 1900, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Der Versteigerungsvermerk ist am 8. Mai 1900 in das Grundbuch eingetragen.
Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur fleit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes aus dem Grund- buche nicht ersichtlich waren, ' spätestens im Versteigeruuas- termine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten an- zumelden und, wenn der Antragsteller widerspricht, glaubhaft zu macheu, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Vertheilung des Der- stcigerungserlöses den übrigen Rechten nachgesetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Versteigerungmtgegcnstchcndes Recht haben, werden aufgèfordert, vor der Ertheilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigernngserlös an die Stelle des versteigerten Kegen- standes tritt. d J
Hanau den 25. Mai 1900.
Königliches Amtsgericht, Abth. 2. 8982
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Großkrotzenburg belegenen, im Grundbuche von Großkrotzenburg, Band 19 Artikel 959 Fol. 185, zur steil der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Ramen'des Müller« Christian Müller und dessen Ehefrau Margarethe, geb. Walther zu Kahl a. M., je zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke:
1) 24 an der Kahlcrstraße, Wiese 13 ar 05 qm
D 25 daselbst, Garten 2 88
D 27 die Naßmühle, Garten 40 ", 57
D 507/28 Naßmühle, Haus Nr. 120 20 „ 61 „
Gebäudesteucrrolle Nr. 163,
a. Wohnhaus mit Mühle u. Hofraum,
b. Scheuer mit Ställ (A),
c. Pferdestall (B),
d. Schweinestall (C u. D), é. Backküchc (F) mit Kesselraum ünd abgesonderter Holzhallc (J) am 26. September 1900, vormittags 91/» Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Die Grundstücke sind mit 46 Mark 89 Pfennig Reinertrag zur Grundsteuer, mit 162 Mark Nutzungswerth zur Gebäudersteuer veranlagt.
Der Versteigerungsvermerk ist am 16. Mai 1900 in das Grundbuch eingetragen.
Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvcrmerkes aus dem Grund- buche nicht ersichtlich waren, spätestens im Verstcigerungs- tcrmine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten an-
Feuilleton
Pariser Originsl-Modenbericht.
Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationale« Schnittmuster-Manufaktur Dresden.
Reichhaltizes Modenalbum und Schnittmusterbuch â. 50 Pfg. daselbst erhältlich.
Wenn man einen der üblichen Pariser Modenberichtc liest,
Modell No. 176 ex
so erfährt man in der Regel, was zu den verschiedensten großen Rennen getragen worden ist, mit welchen Kostümen diese und jene Aristokratin glänzte, was die große Schauspielerin Madame X. für neue Toiletten trug, oder wie sich Madame A, eine bekannte Mondarne, zeigte. Dies ist nun gewiß ganz interessant zu lesen, aber es charakterisiren diese apartesten Kostüme weder die spezielle Pariser Mode, noch geben derartige Berichte kaum irgend welche Fingerzeige für die praktische Ausführung geschmackvoller Modeneuheiten.
Man wird mir einwcndcn, daß im Grunde genommen die Pariser Mode ja die Mode aller Welt sei, welche durch Modcubprichte und Modenzeitungen genügend bekannt gemacht werde. Bis zu einem gewissen Grade mag das ja wohl stimmen, denn wir wissen z. B. heule, daß Faltenröcke mit kurzen Schleppen,
Bolerojäckchen und Bloufentaillen an der Tagesordnung sind. Die Art jedoch, wie diese Sachen getragen werden, wie sie ausgestattet werden, wodurch sie ergänzt werden, kurz all' die intimeren Toilettengeheimnisse erfährt man bei solchen Berichterstattungen nicht, und über diese will ich heute einmal auf Grund meiner neuesten persönlichen Beobachtungen plaudern. Es ist nicht zu verkennen, daß für den guten Ton Eindruck einer eleganten Toilette auch die kleinsten Details von Wichtigkeit sind. Dies weiß die Pariserin wohl, und da für sie das oberste Gesetz heißt, „chic und elegant um jeden Preis" so kann man hier mit Erstaunen sehen, wie sie auch den kleinsten Nichtigkeiten die größte Aufmerksamkeit entgegen bringt. Und elegant ist die Pariserin, (nicht zu verwechseln mit der Französin im Allgemeinen) dies müssen wir Deutschen neidlos anerkennen. Mögen ihre sonstigen Eigenschaften sein wie sie wollen, jedenfalls versteht sie es aus dem ff ihrer Person einen eigenen Reiz zu verleihen, welcher sogar nur ziemlich Gesicht unterstützt wird. Dafür ist
licher und eleganter und ihre Füßchen sind fast ausnahmslos die Zierlichkeit selbst. Diese beiden Faktoren bilden denn auch die Grundlagen ihrer Eleganz, besonders die Figur. Nach dem Pariser Geschmack muß die Taille lang und möglichst eng sein und die Hüftweite so eng wie möglich. Hat Mutter Natur einer Pariserin unmoderne Leibesfülle verliehen,
so weiß sie doch immer noch ihrer Gestalt „die Linie" zu geben, d. h^ breite schultern und ausreichende Oberweite, geschweifte Taille mit besonders hinten graziöser Schweifung und vorn sich verlängerndem Taillenschluß. Um dies zu erreichen, kommt ein modernes Korsett zur Anwendung, welches den Leib znsammennimmt und die Fülle nach oben bringt. Dann müssen unbedingt sämmtliche Röcke und Unterkleider vorn ungefähr 20, hinten ungefähr 10 Ctm. unterhalb Taillenschluß getragen werden, woselbst sie durch Haken gehalten werden. Taille und Hüfte bleiben dadurch vollständig frei. Unsere soliden Kollerbünde, mögen sie noch so glatt und saltenlos sitzen, wurden daher das Mißfallen jeder Pariserin erregen und sie meint, vielleicht mit Recht, daß er nicht einen Pfennig mehr kostet, ob man den Rockbund, wie wir, mit einem Kollerbund oder mit einem schmalen Passepoil abschließen läßt. Den gleichen Werth legt sie auf die Ausstattung des unteres Randes des Unterrockes. Wir geben ihm einen guten, soliden Schweif und setzen einen hübschen Volant darauf. Quel horretir, sagt die Pariserin. Der Unterrock ist doch dazu da, den Rock zu stützen, und dazu muß er vor allem viele Volants haben, welche nach hinten aufsteigcn. Querst erhält der eigentliche Rock als unteren Abschlnß an Stelle eines^Schweifes einen Volant; darüber fällt dann entweder ein ^erpentinvolant oder plissirte Volant, welche wieder mit Spitzenvolants überdeckt werden oder, was besonders hübsch aussieht, eine Anzahl nach hinten aufsteigende Volants, welche unten abgcpaspclt sind. Dies sind die einfachen Unterröcke aus Alpakka oder Mohair, welche aber nur für die ganz praktischen Zwecke getragen werden. Sobald man nur ein wenig elegant ist, wird ein seidener Rock unumgänglich nothwendig und der Luxus ist darin so allgemein verbreitet, daß ein tafftseidener Unterrock mit einer Garnitur und zahlreichen Falbeln mit zu den unentbehrlichsten Toilettestückcn gehört, während Röcke zum Preise von 80 biä 100 Fr. für eine