W«TNK»eM».
Greis:
Mriich 9 M.
Merkliithrüch
Mssffenfcen Wßaufschla«.
AmMches Grgsn für Slaöf- unö Lauökreis Hansu
Erscheint täglich mit Ansnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
<ixr8#»«g<- ttW
fik Stadt- und Km*» frei! Hanau 10 ^ Mt 4q^paltkN« Garmond- jetie ober beten Rau», für Aurwärt» 15 4
Im Reklaornttheü di, 3«te 20 ^, fi* «utwärt» 30 %.
Nr. 81.
1900
Amtliches.
^anöRrew ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Die Herren Bürgermeister werden unter Hinweis auf meine Verfügung vom 26. März 1885, J. St. 1696, in Nr. 76 des Kreisblattes, veranlaßt, innerhalb 8 Tagen die Nachweifungen der im tztatsjahre 1899 vorgekommenen Wanderlager und Wanderauktionen und der zur Gemeindekasfe eingezogenen Wanderlagersteuern einzureichen oder Fehlanzeige zu erstatten.
Hanau bem 3. April 1900.
Der Königliche Landrath.
J. St. 1304 v. Schenck.
Karl Fritz zu Dörnigheim ist zum Orts- und Ortspolizeidiener der Gemeinde Dörnigheim bestellt und verpflichtet worden.
Hanau den 27. März 1900.
Der Königliche Landrath.
V 2973 v. Schenck.
Heinrich Elsässer III. von Langenselbold ist zum Feldschützen der Gemeinde Langenselbold bestellt und verpflichtet worden.
Hanau den 27. März 1900.
Der Königliche Landrath.
V 2972 v. Schenck.
Andreas Strickstrock von Niederdorfelden ist zum Schweinehirt, Nachtwächter und Wasenmeister der Gemeinde Niederdorfelden bestellt und verpflichtet worden.
Hanau den 23. März 1900.
Der Königliche Landrath.
V 2766 v. Schenck.
----
^faöt&ret# ^banau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Bekanntmach»»«.
Mit dem 1. April d. I. ist die Verwaltung der Latrinengruben-Entleerung vom Stadtbauamt li auf das städtische Sielbauamt übergegangen und sind alle Anmeldungen bei letzterem auf Zimmer Nr. 5 im I. Stock des Hauses Langstratze Nr. 41 zu machen.
Hanau den 30. März 1900.
Der Magistrat.
Dr. Gebcschus. 5686
.........f m—xi l■■^l■ll■■■■
Feuilleton.
Modcbeiicht filier Friihjahrsmodcn.
Bearbeitet und mit Abbildungen versehen sott der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden. Reichhaltiges Modealbum und Schnittmusterbuch â 50 Pfg. daselbst erhältlich.
Die Mode ist Allgemeingut geworden! Die Zeiten, wo nur die oberen Zehntausend Anspruch auf die letzten Modeneuheiten machen konnten, sind längst vorüber. Dies hat nicht allein seinen Grund darin, daß die immer fortschreitende Industrie durch Schnell- und Massenproduktionen alle Neu- heiten auch den minder gefüllten Geldbeuteln zugänglich macht, sondern auch darin, daß das Zeitungs- und Bcrichterstattungswescn bis zu einer Vollkommenheit gediehen ist, welche kaum noch überboten werden kann. Als Folge der Verallgemeinerung der Modeformen im Großen und Ganzen ist das Bestreben anzuschen, in Einzelheiten apart unb exklusiv zu sein. Die Mode läßt sich nicht mehr damit genügen in Formen und Farben Neues zu bringen, sondern sie sucht das spezielle Cachet, den besonderen Chik durch sorgfältig auSgeführte Kleinigkeiten zu erreichen. Schon einmal konnte man
eine ähnliche Strömung konstakireii, nämlich als^dic, nur von Männerhand wirklich tadellos ausführbaren Schneider- kleider aufkamen. Der Schnitt und Stoff, obgleich vom denkbar besten und vollständig tadellos, bot jedoch nichts außergewöhnliches ; nur die peinlich akknrate Arbeit, vor allem das
Bügeln bildeten die ganze Eleganz. Dies, von keiner Massenproduktion je nachgcahmte Geheimniß der Schneiderkleider, hat ihnen ihre lange, auch heute noch andauernde Belieb, hcit gesichert und auch in diesem Frühjahr gehören Schneiderkleider, besonders solche von schwarzem Tuch, zur höchsten Eleganz. t Jm Großen und Ganzen ist die momentane Moderichtung den Schneiderkleidern wenig günstig, denn sie bevorzugt das Weiche, Anschmiegende, Natürlichfallende. Ihr Bestreben nach Exklusivität hat sich daher auf ein anderes Gebiet begeben — auf das der Garnituren und Ausstattungen, denn die Grundformen sind, bis auf Kleinigkeiten auch für das Frühjahr fast die gleichen, wie wir sie schon von der letzten Hälfte des Winters her kennen. Die Taillen zerfallen in zwei Formen, Blouscn- und Jäckchenformen und für die Röcke ist die, schon den ganzen Winter über viel besprochene Faltenform ausschlaggebend.
Das Signum der Neuheit erhalten die Kleider also hauptsächlich durch ihre sorgfältige Ausstattung. Da sind an erster Stelle die Falten zu nennen, welche sich mit einer wirklich erstaunlichen Regelmäßigkeit und Konsequenz an fast allen Kleidungsstücken wiedcrfindcn. Nicht allein die Röcke find in der verschiedensten Art und Weise in Falten geordnet, sondern die Taillen, die Blousen, ja sogar die Jäckchen setzen sich aus Falten zusammen. Capes und Sackpaletots, ja selbst Hüte sind mit Falten und Faltengaypituren sehr ausgiebig ausgestattek. Daß diese Falten und Fältchen nicht in jedem Falle von der Massenproduktion nachgeahmt werden können, ist ja leicht erklärlich, denn z. B. die Faltenröcke müssen, wenn sie elegant und gut sitzend erscheinen sollen, speziell für
Konkursverfahren
Das Konkursverfahren über das Vermögen des Landwirths Friedrich Miller in Mittelb uchen ist durch rechtskräftig bestätigten Zwangsvergleich beendigt und wird deshalb aufgehoben.
Hanau den 3. April 1900.
Königliches Amtsgericht 5. 5770
und den erforderlichen besonderen Bedingungen in einem Loose »erkauft werden. Die Stämme vertheilen sich nach Länge und Durchmesser wie folgt:
550 Stämme, 4—8 m lang, 9—26 cm mittL Durchmesser 1109 „ 9—13 m „ 9—24 cm „ „
591 „ 14—18 m „ 11—23 cm „ „
Der Zopf-Durchmesser beträgt bei allen Stämmen 7 cm. Die Käufer haben die Gebote ohne jeglichen Vorbehalt pro fm des mit der Rinde gemessenen Holzes abzugebcn und bei dem Angebote ausdrücklich schriftlich zu erklären, daß sie die im Geschäftszimmer der Oberförsterei Hanau aus- liegenden Bedingungen als bindend anerkennen. Spätestens 8 Tage nach Ertheilung des Zuschlages, welcher bei annehmbaren Geboten alsbald im Termin erfolgt, ha: der Käufer 20% der ganzen Kaufsumme baar oder in kastenmäßigen Werthpapiercn als Kaution an die Königliche Forstkaste zu Hanau (bczwse. die Regierungshauptkasse zu Cassel) einzuzahlen. Die Gebote sind bis z«M 16. April 1900 an die unterzeichnete Oberförsterei cinzureichen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt Dienstag den 17. April 1900, vormittags 11 Uhr, im Geschäftszimmer der Oberförsterei Hanau.
Die Abfuhr des Holzes muß bis zum 1. Juni 1900 beendet sein. Fristverlängerung kann gewährt werden, wenn bis zu diesem Zeitpunkte das alsdann noch lagernde Holz vom Käufer entrindet wird.
Die Entfernung des Holzschlages auf der unmittelbar an demselben vorbèisührcnden Lamboystraße bis zur Verladestelle Bahnhof Hanau-Nord beträgt % Kilometer.
Kgl. Oberförsterei Hanau zu Forsthaus Neuhof Hanau. 5788
Zu den Konfirmationen.
Die Sorge um die Jugend unseres Volkes nimmt in den Herzen aller Vaterlandsfreunde stetig zu. Wir sehen eine Zunahme der sittlichen Verwahrlosung und geistigen Verwilderung bei unserer Jugend, die uns von Jahr zu Jahr mehr erschreckt. Es ist der Geist der Zeit, der Geist eines glaubens- und ehrfurchtslosen Wclt- und Fleischcsdienstes, der in unser öffentliches Leben herrschend cingczogcn ist und nun auch über die Herzen der Jugend unseres Volkes Gewalt gewinnt. Gegen dieses Verderben ist mit äußeren Zwangsmaßregeln nichts auszurichten; und doch dürfen wir ihm nicht thatenlos zuschen, wenn nicht unser Volk zu Grunde gehen soll. So ist es unser aller Pflicht, an der Erncuenmg des Volksgeistes und an der Wiedergeburt unseres Geschlechts zu arbeiten. Daß aber solche Erinnerung und Wiedergeburt durch nichts anderes bewirk: werden kann als durch Umkehr von dem goitextfrembeten
Geuoffenschaftsregister.
Der Kaplan Franz Emil Weber in Hanau ist aus dem Vorstand des St. Joseph-Bauvereins zu Hanau a. Main, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, ausgetreten. Der Kaufmann I e a n Erbs in Hanau ist in den Vorstand gewählt.
Hanau den 30. März 1900.
Königliches Amtsgericht 5. 5796
Nachdem der Landes-Ausschuß zu Cassel die Errichtung einer Agentur zur Vermittelung des Versatz-Geschäfts bei der diesseitigen Leihbank genehmigt hat, bringen wir hiermit zur Kenntniß, daß wir die Verwaltung der Stelle dem Schneidermeister Guck es hier übertragen haben.
Derselbe ist berechtigt, die zum Versätze offerirten Pfänder gegen Gewährung eines Vorschusses und Ertheilung einer Jnterimsquittung über den Empfang der eingelieferten Gegenstände anzunehmen.
Für seine Bemühungen kann der Genannte eine Gebühr von 5 Pfg. für eine Mark Kapital verlangen.
Die Einlösung von Pfändern kann er ebenfalls besorgen und dafür eine Gebühr, die jedoch nicht mehr als 10 Pfg. für jedes Packet betragen darf, erheben.
Die Annahme der Pfänder erfolgt in der Wohnung des Agenten — Salzstraße Nr. 3 — zu jeder Tageszeit.
Hanau den 23. März 1900.
Die Leihbank-Direktion.
___________________ Dr. Geb eschu s.________5143 ReMMgsbkzirk Cassel.
Kiefern - Grubenholz - Verkauf.
Kgl. Oberförsterei Hanau.
Aus dem Distrikt 13a Lamboywald sollen auf der zur Kaserne abgeholzten Fläche des 52jährigen Kiefernbestandes 2250 Kiefern-Grubcnholzstämme mit rund
459 sm Kubikinhalt
im Wege des schriftlichen Aufgebots unter den für die Staatsforstverwaltung bestehenden allgemeinen, sowie nachstehenden
jede Person angefertigt werden. Bei den ganz aus in
Fältchen gesteppter Seide bestehenden Blousen ist die Sache schon einfacher, denn hierbei wird der Stoff vor dem Zu- schnciden gleichmäßig in Fältchen gesteppt. Ebens» bei den farbigen Seidenem sätzen und Garniturtheilen. Und in der
That, die Industrie hat sich diese Mode bereits zu Nutze gemacht, denn in der verschiedensten Art in Fältchen gesteppte Seide bildet einen der neuesten Handelsartikel. Bald sind die Fältchen gruppenweise quer, dann gruppenweise schräg im Karo, dann wieder gleichmäßig schräg im Karo oder wieder in einem andern Falle mit andersfarbiger Seide gesteppt; kurz man hat bereits eine große Auswahl in diesen fertig zu kaufenden Fältckengamiturftoffen.
Die Mode bringt außerdem als Garnitur immer wieder die direkt in den Stoff einzuarbcitcndcn Verzierungen, von denen Stepplinien, Rppli- kationen, unterlegte Durchbruckarbeit und /Of Stickereien an sich ja nichts durchaus Neues py sind, die Art jedoch, wie man sie in diesen: * - Jahr wieder anwendet, ist neu. Tic Stepp- /-; % linitn z. B., welche übrigens, stets abstcchend . M vom Stoff zu halten sind, treten nicht mehr W ,. / lediglich als Streifen und in Begleitung von J aufgesteppten Stoff streifen auf, sondern man / "A verwendet sie, wie jede Art von Stitferei zu i l ornamentalen Mustern. Applikationen und V ; I unterlegte Durchbrucharbeit kommen besonders j | „ an den hochmodernen, kurzen Jäckchen vor / >
theilhaft zur Geltung, woselbst sie entweder •. A das ganze Jäckchen oder nur die Vordertheile / nach hinten verlaufend, bedecken. Stutereien y f I \ dagegen bringt man gern an einzelnen Kleider-V ) l \ \ theilen, wie Steh- und Sebultertragen, Koller- theilen, Einsätze u. s. w. an.