rkr>»Äei«e«tK. Mets:
' jährlich 9 â. stährl. 4 .ei. 50 ^. Merislsäbriich 2 ^ 25 ^.
Für auswärtige M^knenten mit de» betreffenden Psstaufschlag.
Die einzelne Itmmner saget
Im RcklameMheil di- Zeile 20 ^, für »uSwärtS 30 ^.
Einrückung-, gebühr
für Stadt- und Landkreis Hanau 10 -4 bi« -gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.
Amtliches Argun für $faöl- unö Lauökreis Hanau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Freitag den 16. März
1900
Amtliches.
^anöBretö ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
An der evangelischen Volksschule zu Fechenheim ist eine neu gegründete Lehrerstelle zu besetzen.
Das Grundgehalt der Stelle beträgt 1400 Mark, der Einheitssatz der Alterszulagen 150 Mark und die Mieths- entschädigung 400 Mark.
Bewerber, welche ihrer aktiven Militärpflicht genügt und die zweite Prüfung abgelegt haben, wollen ihre Meldnngs- gesuche nebst Zeugnissen binnen 10 Tagen an den stellvertretenden Vorsitzenden des Schulvorstandes, Herrn Pfarrer Fritsch zu Fechenheim, einreichen.
Hanau den 14. März 1900.
Der Vorsitzende
des Schulvorstandes der evangelischen Volksschule in Fechenheim
V 2378
v. Schenck, Königlicher Landrath.
Preußischer Landtag.
Abgeordnetenhaus.
(Sitzung vom 15. März.)
Die Berathung des Kultus-Etats wird fortgesetzt bei dem Titel „Medizinalwesen." Abg. Dr. E n d e m a n n (natl.) erklärt, seine Freunde seien mit der sogenannten Medizinalreform nicht zufrieden. Das ganze Medizinalwesen sei beim Kultusministerium nicht gut aufgehoben; es müsse dem Ministerium des Innern zugetheilt werden. Auch den Aerztekammern müsse die Regierung mehr Aufmerksamkeit zuwenden. Schließlich erklärt Redner es für wünschenswerth, daß ein Mediziner an die Spitze der Medizinalabtheilung berufen werde.
Abg. Dr. Ruegenberg (Ctr.) vermißt in dèm Etat die Errichtung von Untersuchungsstationen für sanitäre Zwecke in den einzelnen Provinzen und einer Zentralstation für das ganze Staatsgebiet. Die Militär-Medizinalabtheilung sei mit der Errichtung solcher Stationen bereits vorangegangen, ebenso haben die größeren Städte aus eigenen Mitteln solche Untersuchungsstationen errichtet. Es müßten Pest-Laboratorien
* Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau. Für den Kreis Hanau — Land — stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden- und Kranken-Renten in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Dezember 1899 wie folgt:__
^Davon sind erledigt
1 durch
Voa den Rentenempfängern sind bzw. waren beschäftigt
— =.
1 rl
5 S
57 ^
Gesammt-
Jahreè- betrag der bewilligten
Renten
M.
s
5 *
5
SS®
Nach Abgang durch Tod rc. bleiben noch zu zahlen
£ .x A
: Altersrenten
253-191
54 5
25665 60
101
401 .1
19211 9
203115030.60
Invalidenrenten
216 ! 58
39 19
20376 00
56
58’ 4
141313
94112135 00
Zusammen:
469’349
93;24|4604t;60
157
98; 5
33 34 22
297 27165 60
Von der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau, deren Bezirk die Regierungsbezirke Cassel und Wiesbaden, sowie das Fürstenthum Waldeck umfaßt, sind seit dem 1. Januar überhaupt bewilligt:
7518 Altersrenten im Gesammt-Jahresbelrage von 998,703.80 M.
^taöt^rei^ ^attatt.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Die Arbeiten und Lieferungen zur Verbreiterung der Stadtgrabenbrücke am Mühlthor sollen im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden.
Verdingungsunterlagen, allgemeine wie besondere Be- dingungen, Bauzeichnungen liegen im Stadtbauamt II werktäglich von morgens 10—1202 Uhr zur Einsicht aus. Ebendaselbst sind Angebotsscheine erhältlich.
Angebote sind bis Samstag den 24. d. Mts., morgens 11 Uhr, auf dem Stadtbauamt II verschlossen mit der Aufschrift : „Neubau Mühlthorbrücke" versehen, bei unterfertigtem Amt einzureichen, woselbst um diese Zeit die Eröffnung der Angebote im Beisein etwa erschienener- Bieter erfolgt.
Hanan den 14. März 1900.
eingerichtet und für genügende Herstellung Sorge getragen werden.
Abg. Dr. Douglas (freik.) wünscht Hebungen über die Fortschritte der Hygieine Alkoholismus.
des Pestserrms
statistische Grund über den
11347 Invalidenrenten „
„ 1,457,981.70 „
Das Stadtbauamt II. Leers.
4467
Bekanntmachung.
Nothwendig vorzunehmender Reparaturen hglber bleiben die Räume des
Römisch-Irischen und des Douche-Bades von Montag den 19. März er. ab bis auf Weiteres geschlossen.
Hanau, 16. März 1900.
Städtische Badeanstalt.
4498
Deutscher Reichstag.
(Sitzung vom 15. M ä r z.)
Dritte Lesung der Lex Heinze. Die Berathung wird fortgesetzt bei § 184 (Feilhalten, Vertheilen, Verkauf, Vor- räthighalten, Ausstellen re. von nuzüchtigen Schriften, Darstellungen u.s.w.). Auch die §§ 184a, der eigentliche Kunstparagraph (Schriften, welche ohne unsittlich zu sein, das Schamgefühl gröblich verletzen) und 184b, den sogenannten Theaterparagraphen, werden gleich mit zur Berathung gestellt. Zunächst spricht Abg. von Vollmar (Soz.), Dann tritt Abg. H i lb e r t-Haiuburg (kons.) kurz für die drei Paragraphen ein. — Abg. Müller -Meiningen (frei). Volksp.) verurtheilt das Verhalten des Zentrums in dieser Sache. Redner bittet um Ablehnung des Gesetzes. — Staatssekretär Nieberding betont die Nothwendigkeit, Schamlosigkeit und Gemeinheit zu bestrafen. — Abg. Gröber (Centr.) wehrt die Angriffe der Vorredner entschieden ab und empfiehlt die Annahme der Kompromiß-Axträge. — Geheimrath Kruse bittet int Ramen der verbündeten Regierungen den § 184 b als überflüssig abzulehnen. — Dir Abgg. Deinh ardt (natl.) und Payer (Südd. Bolksp. )Èbekümp,fen lebhaft die Kompromiß- Vorschläge. Nach einer Bemerkung des Abg. Stockmann (Rp.) wird um 6 Uhr Vertagung beantragt, jedoch vom Zentrum und den Konservativen abgelehnt. — Abg. Singer (Soz.) beantragt nochmals Vertagung und zugleich namentliche Abstimmung. Bei Beginn der Abstimmung verlassen die Freisinnigen und Sozialdemokraten den Saal. Die Abstimmung ergibt infolgedessen Beschlutzunfühigkeit des Hauses. — Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der heutigen Debatte und Gewerbe-Novelle.
Minister Dr. Studt behält sich vor, auf die Anregungen des Grafen Douglas einzugehen.
Abg. Dr. Endemann: Darnach ist also die ganze Medizinalreform ad Calendas graecas verschoben und es wird ja nun wohl heißen: Eile mit Weile!
Regierungskommissar Geh. Rath A l t h o f f. legt dar, daß noch eine Reihe von Aufgaben in Bezug auf die gerichtliche Medizin zu erledigen seien. Es seien zu Kreisärzten qualifizirte Mediziner nicht zahlreich vorhanden.
Der Titel wird darauf genehmigt, ebenso ohne wesentliche weitere Debatte der Rest des Ordinariums. Beim Extra- ordinarium treten verschiedene Abgeordnete für die Erweiterung der Sternwarte in Breslau ein.
Die Regierungskommissarien G e r in a r und Althoff erwidern, daß das Bedürfniß für Breslau nicht so dringend sei. Die geforderte dritte Rate für den Neubau der medizinischen Klinik in Kiel, 120,000 Mk., wird dem Anträge der Kommission gemäß gestrichen. Der Rest des Extraordinariums wird genehmigt. Damit ist die Berathung des Kultusetats beendet.
Es folgt die Spezialberathung der B au - Lerwal t u n g. Ausgabe-Titel „Minister." Abg. Schall (kons.) erörtert die Nothwendigkeit einer Regulining des havel- ländischen Bruchs und der Havelmündungen. Auch eine Aenderung der Brückenbauten bei Havelberg sei nöthig, um den ungehinderten Abfluß der Wafsermassen der Havel zu ermöglichen.
Minister Thielen: Ein neues Regulirungsprojekt für die Regulirung der Unter-Havel wird dem Hause in der nächsten Session zugehen. Solche Neberschwemmungsperiodeu, wie jetzt in der Havel hat es seit Jahrhunderten schon gegeben.
Abg. v. ©albern (f.) unterstützt die Wünsche Schalls.
Abg. v. K a r d o r f f (freit): Dieselben Mißstände wie in der Havel bestehen auch bei der Oder; sie kommen daher, daß diese Ströme nur nach den Grundsätzen des Schiffahrts- verkehrs regulirt werden.
Abg. G o t h e i n (fr. Vz.): Der Vorwurf, die Wasser- regulirung erfolge lediglich nach den Interessen der Schifffahrt, ist durch die eingereicbtc Denkschrift ausreichend wiederlegt.
Auf eine Anfrage des Abg. Stanke (Ctr.) wird vom Regierungstisch erwidert, daß bei den Regulirungsarbeiten an der oberen Oder die mögliche Gefährdung der Umgebung genau geprüft worden ist und voraussichtlich vermieden werden wird. — Weiterberathung morgen 11 Uhr. Schluß 4l/s Uhr.
18865 Renten mit einem Gefammi-Jahresbetrage von 2,456,685.50 M. Hiervon sind nach Berücksichtigung der durch Tod :c.
erfolgten Abgänge Ende Dezember 1899 noch zu zahlen:
3963 Altersrenten im Gefammt-Jahresbetragc von 540,015.50 M. 7341 Invalidenrenten „ „ „ „ 949,905.80 _
11304 Renten mit e nem Gesammt-Jahresbetrage von 1,489,921.30 M.
Der von dem Reiche zu leistende Zuschuß beträgt 565,200.— „ Mithin bleiben Ende Dezember 1899 aus Mitteln der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau an Renten zu zahlen jährlich............ 924,721.30 M.
* Stadttheater. Für das Benefiz der Herren Kron und Sch mit h herrscht lebhafte Nachftage. — Der Billet- vorverkauf für die Sonntags-Nachmittagsvorstellung „Anna- Lise" ist (nicht Sonntag), sondern morgen Samstag von 12—1 und 5—7 Uhr. Preise der Plätze 20 bis 50 Pfennige.
* Bortrag im Flottenvercin. "Wir machen auch an dieser Stelle nochmals auf den heute Abend 8 Uhr im Saalbau zum „Deutschen Haus" stattfindenden Vortrag des Kapitänleutnants a. D. Weyer über „Deutschlands Handelsinteressen und die Flotte" aufmerksam. Freunde des Vereins sowie Damen sind willkommen.
* Weinser-Konzert. Wir wollen nicht verfehlen, heute schon an dieser Stelle auf das am 29. b. Mts. in der Ceniralhalle ftattfindcnde Weinser-Konzert aufmerksam zu machen. Auf dem uns vorliegenden Programm finden wir Chöre von Frz. Abt, Robert Schumann, Kremser, Goldmark u. A. m., auch einen größeren Chor oon Edvard Grieg mit Baritonsolo. Die Solisten des Abends, die Herren Fred. Lamond (Klavier) und Adolf M ü l l e r (Bariton), werden gewiß von unserm, die Wcinser - Konzerte mit Vorliebe besuchenden Publikum mit Freuden begrüßt werden. Herrn Lamond, bent wir schon einmal in einem Weinser-Konzert begegneten, geht der Ruf »oraus, einer der hervorragendsten unter den lebenden Klaviervirtuosen zu sein. Etwas zum Lobe des Dirigenten der Weinser vorzubringen, können wir uns versagen. Die prächtige Stimme und der vornehme, echt künstlerische Vortrag des Herrn Adolf Müller sind hier all- g enteilt bekannt und geschätzt. Beide Solisten bieten also allein schon Gewähr für einen hohen Kunstgenuß. Mit dem Konzert verknüpft ist eine Gedächtnißfeier zu Ehren des im Dezember v. I. verstorbenen Mitbegründers, langjährige« Dirigenten und Ehrenmitgliedes des Vereins, des Airmeister Wilh. Weins.
* VI Symphonkek-nzert. Mit der gestrigen Veranstaltung in der nun zur Neige gehenden Konzertsaison fand der Cyklus der dieswinterlichm Somphonickonzerte unserer Jnfanteriekapelle einen würdigen Abschluß. Rosfini's^ Ouvertüre zu „Wilhelm Tell" eröffnete den Abend, deren Schönheit und Erhabenheit in der Wiedergabe durch die trefflich ge- schlllte Kapelle zur vollen Geltung gelangte. Einen ungetrübter, Genuß gewährte auch die Wiedergabe der beiden Sätze,
Aus Stadt und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. Anz". gestattet.
* Ersatzgeschäfi. Samstag den 17. März: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Gronau, Gronauerhof, Großauheim, Großkrotzenburg, Hüttengesüß und Hochstadt. — Das Ersatzgeschäft findet im Gasthaus „zum ^anb^of" in Hanau statt und beginnt morgens um 81/* Uhr. Die Militärpflichtigen hahen behufs Verlesens und Rangirens um 7V* Uhr morgens pünktlich im Musterungslokal in Hanau zu er-
scheine«.
die Don Schubert's H-woN-Symphonie vorhanden sind: „Allegro moderato“ und „Andante con moto“. Besonders ansprechend schien uns der zweite Say, der als das glänzendste Dokument für die Tiefe des Schuderi'schen Geistes bezeichnet werben kann. In diesem Sinne ihn wirken zu lassen, das war auch das Verdienst des Herrn Kapellmeisters Schmidt und des ihm unterstellten Orchesters. Den Beschluß bildete die herrliche Lassen'sche BaRetmusik zu „Ueber allen Zauber Liebe". — Im Rahmen des reizenden Programms galt das hier erstmalige Auftreten des Konzerrmeisters Herrn Louis Reich aus dem benachbarten Frankfurt als eine »illkomniene und dankbar begrüßte Ersckeimmg. Der tdelinfünftler brachte