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Jährlich 9 .«.
Mhrl. 4 â 90 ^ Mertetjähruch 2 ^t 25 <4.
Für auswärtige Msnnenten mit dem
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Die einzelne stamm« kostet
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Rk Stadt- und Landkreis Hanau 10 ^ die 4gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.
Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für
Auswärts 30 ^.
Zugleich
Amtliches «Argan für Siaöt- unö LanöKreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Rl. 60.
Montag den 12. März
1900
Amtliches.
(-Sanderet0 ^anau«
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
In dem Gehöft des Handelsmann Salomon Katz I. in Marköbel ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Die Sperre über das Gehöft wurde aufgehoben.
Hanau den 12. März 1900.
Der Königliche Landrath.
V 2804 v. Schenck.
In Rockenberg (Kreis Friedberg) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Zu Klein-Karben (Kreis Friedberg) und zu Alzenau gilt die genannte Seuche als erloschen.
Hanau den 12. März 1900.
Der Königliche Landrath.
V 2299____________v. Schenck.__________
^taöt&rei# «^anau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Grumdftücksverpachtung.
Die am Grünen Weg belegenen städtischen Grundstücke Karte E E Nr. 75/37, 386/36, 373/35, 374/35 und 375/35 — ca. 97,50 ar groß — sollen für die Zeit bis Martini 1900
Dienstag den 13. März er., vormittags 11 Uhr,
im Kämmereilokal — Rathhaus, Zimmer Nr. 10 — unge- theilt öffentlich meistbietend verpachtet werden.
— , Zuschlag -bleibt vorbehalten.
Hanau den 8. März 1900.
Der Stadtkänimerer.
________________Scherzberg.________ 3976
Bekanntmachung.
In der Nacht vorn 6. zum 7. März d. J. ist bei dem Uhrmacher Hermann Rebentisch zu F u l d a, Karlstraße Nr. 28 wohnhaft, ein Einbruchsdiebstahl verübt worden, und sind aus dem Laden goldene und silberne Herren- und Damenuhren, goldene Armbänder und Ringe, sowie goldene Brillen und Zwicker und ein Theil silberner Bestecke im Ge- sammtwerthe von einigen Tausend Mark entwendet worden.
Die vorläufigen Ërmittelungeii über die Ausführung des Diebstahls lassen es wahrscheinlich erscheinen, daß die That von einer mit allen zweckmäßigen Dicbeswerkzeugcn ausgerüsteten Bande verübt ist.
Einer der Diebe scheint Fachmann, Uhrmacher bczw. Gold- oder Silberarbeiter zu sein, da nur echte Waaren ausgesucht und mitgenommen, die unechten dagegen zurückgelassen worden sind.
Es wird um Forschung nach den Thätern und Mittheilung aller zur Feststellung der Thäter dienlichen Thatsachen zu den Akten I J 315/1900 ersucht.
Hanau den 8. März 1900.
Der Erste Staatsanwalt.
____ Pinoff. _______________4107
Aufgebot.
Auf Antrag der Vormünder der Nachgenannten wird das Aufgebotsverfahren zwecks der Todeserklärung eingeleitet.
1. des Geo r g, Heinrich P r i o r, geboren mit 21. August 1839, von Hanau, welcher im Jahre 1865 nach Amerika ausgewandert ist,
2. des Karl, Gottfried, Philipp Lochmann, geboren am 28. August 1846, von Hanau, welcher am 1. Januar 1867 nach Amerika ausgewandert ist, 3. des Carl, Louis Lochmann, geboren am 21. Mai 1852, von Hanau, welcher am 21. Februar 1868 nach Amerika ausgewandert ist,
4. des Goldarbcitcrs Tobias, Gottlob Daubert, geboren am 28. Oktober 1851, von Hanau, welcher im September 1884 nach Amerika ausgewandert ist.
Die Genannten, von deren Leben seit länger als 10 Jahren keine Nachricht eingegangen ist, und die verschollen sind, werden aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin am 5. Oktober 1900, vormittags 10V* Uhr, ZU melden, widrigenfalls ihre Todeserklärung erfolgen wird. . Alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu ertheilen vermögen, werden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen.
Hanau den 9. März 1900.
Königliches Amtsgericht, Abth. 2. 4137
Tagesschau.
Sozialdemokratisches.
In der Freitags-Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses hat der Abgeordnete Barth das Verfahren gegen den ehemaligen Privatdozenten Arons wiederum in die Debatte gezogen. Eine Wendung in der Angelegenheit selbst herbeizuführen, konnte natürlich nicht die Absicht des Herrn Abgeordneten sein, da es sich hier durchaus um eine res judicata handelt. Es lag ihm offenbar lediglich daran, seiner vom Standpunkte der Regierung abweichenden Stellung gegenüber der Sozialdemokratie Ausdruck zu geben. Das ist sein gutes Recht. Nach den unzweideutigen Kundgebungen aber, die im Reichstage vom Bundesrathstische und im Landtage vom Regierungsttsche aus erfolgt sind, wird sich Herr Barth schwerlich der Hoffnung hingeben können, die Vertreter der Regierung einer Auffassung zugänglich zu finden, deren „Sittlichkeitsgefühle" es entsprechen würde, daß in einem monarchischen Staate Personen zu autoritativen Stellungen zugelassen werden, die sich offen als Angehörige einer auf die Vernichtung der Monarchie und der bestehenden Gesellschaftsordnung ausgehenden Partei bekannt haben. Herr Barth wird aber anch darauf verzichten müssen, die Umsturzparrei mit seiner Theorie der Nothwendigkeit eines weiteren Entgegenkommens zu gewinnen. Der sozialdemokratische „Vorwärts" fertigt ihn in seiner folgenden Nummer mit folgenden Worten ab:
„Barths allgemeine Betrachtungen über die Mauserung der Sozialdemokratie, seine Meinung, die Partei sei über ihre „revolutionären Träumereien" hinaus, und seine Hoffnung, unsere Partei würde sich infolge der Theilnahme am politischen Leben allmählich mit der heutigen Gesellschaftsordnung abfinden, sind freilich nur fromme Wünsche. Unsere „revolutionären Träumereien" sind — mnscr Programm."
Teutsch-Südwcftafrika.
Die neuesten Nummern des „Windhoeker 'Anzeigers" bekunden durch eine Anzahl Geburts- und Verlobungs-Anzeigen, daß die Bevölkerung des Schutzgebietes in erfreulicher Vermehrung in sich begriffen ist. Die Nummer vom 17. Januar ist auf rosafarbenem Papier gedruckt und enthält folgende charakteristische Erklärung:
; „Das am 25. September v. I. von Hamburg verschiffte Druckpapier ist heute, am 17. Januar, noch nicht in Windhoek eingetroffen, und das Blatt muß, da anderes Papier nicht zu erlangen war, in der vorliegenden Gestalt erscheinen. Die Thatsache zeigt, wie mangelhaft es um die Verbindung zwischen der Heimath unb hier immer noch be- fteHt ist, und von welchen Zufälligkeiten man hier abhängt. Die freundlichen Leser werden nachsichtig sein!"
In Windhoek ist ein Turnverein in der Bildung be- griffeit. Der Geburtstag des Kaisers wurde durch eine Parade der Garnison und die sonstigen üblichen.Festlichkeiten begangen.
In Krüger einigten
Ehrensäbel für Ohm Krüger.
Solingen ist ein Ehrensäbel für den Präsidenten in Arbeit und der Vollendung nahe. Die ver-
Vierundsechzigcr des Kreises Solingen hatten in ihrer Generalversammlung am 3. Februar d. J. beschlossen, „Ohm Krüger", dem Präsidenten von Transvaal, als Zeichen der Bewunderung eine solche Waffe zu überreichen, und insbesondere von den alten Angehörigen jenes Mgiments, den Veteranen von den Jahren 1864, 1866 und 1870/71,
wurde die Idee mit heller Begeisterung aufgegriffen. Auch sind Mitglieder der Vereinigung persönlich an der Anfertigung des Säbels betheiligt. Die Klinge besteht aus echtem Rssen- Damaszener-Stahl; auf der einen Seite derselben sind die Symbole der Landwirthschaft eingravirt, auf der anderen Seite diejenigen des Krieges und ferner der Solinger Waffen schmied. Am Gefäß befindet sich ein vorspringender Lappen, auf dem das Bild Paul Krügers angebracht ist. Der Bügel des Gefäßes trägt einen Buren in plaslisch-hcrvortretrnder Form, vom Knopf droht ein Kanonenrohr und unter der Figur des Buren sind die Embleme des in Transvaal so fleißig gepflegten Bergbaues angebracht. Die Ausbuchtung des Gefäßes nimmt das Wappen von Transvaal ein mit der
bekannten Umschrift „Eendragt maakt Magt“. Diese
Ehrengabe, für deren Ueberrcichuug ein besonders feierlicher
Akt geplant wird, dürfte ein Meisterstück der Solinger Waffen- neralversammlung des 'Vereins Ausschusses'' der Landwirth schmiedeknust darstellen. -------* ---- - :- - ---*
Politische und unpolitische Nachrichten.
Depeschen -Bureau Herold.
Berlin, 11. März. Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, ist dem Bundesrath der Entwurf eines Gesetzes über die privaten Versicherungs-Unternehmungen nebst Begründung zugezangen.
Berlin, 11. März. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus London: Der von Portland kommende Stahldampfer Planet Merkury ist an der Küste von Neu-Schottland mit 40 Mann Besatzung und mehreren Passagieren untergegangen.
Wien, 11. März. Zu der gestern zu Ehren des hier weilenden rumänischen Minister-Präsidenten stattgehabten Hoftaiel war auch der Oberbürgermeister Lueger geladen.
Wien, 11. März. Wie in Hofkreisen verlautet, wird der Graf Lonay am Tage seiner Vermählung mit der Kronprinzessin Stefanie in den Fürstenstand erhoben werden.
Mährisch-Ostrau, 11. März. Die Vertrauensmänner- Versammlung der Streikenden beschloß, wie allgemein erwartet, die Fortsetzung des Streiks.
Graz, 11. März. Die Sektion Graz des Bundes österreichischer Industrieller hat sich in ihrer letzten Sitzung gegen ein engeres Zoll-Bündniß mit Deutschland sowie gegen das von der Regierung geplante Jndustrie-Förderungs-Gesey ausgesprochen.
Carmaux, 11. März. Das Protestations-Comitö der ausständischen Arbeiter hat Waldeck-Rousseau dringend gebeten, als Schiedsrichter zu interveniren, damit er nicht für morgen den Aus-ruch eines Bürgerkrieges in Carmaux zu bedauern . Habe. Die Lage gestaltet sich bedeutend ernster als gestern. . Die Ausständischen sind entschlossen, heftigen Widerstand zu : leisten und greifen auf den öffentlichen Plätzen und Straßen die Arbeitswilligen an.
Madrid, 11. März. Silvela erklärte, die Kammer nicht eher zu schließen, bevor nicht das Alkohol-Gesetz erledigt ist.
Madrid, 11. März. Der angebliche Besuch des Königs in allen Kriegshäfen wird bementirt.
Ria de Janeiro, 11. März. Die Regierung entdeckte eine anarchistische Verschwörung gegen die Republik, welche die Ermordung des Präsidenten Campo Salis und die Ein- setzung einer provisorischen Regierung bezweckte. Mehrere stark fompromittirte, angesehene Persönlichkeiten und einige bestochene Polizeibeamte wurden verhaftet.
Aus SLsdt- und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalarrikel nur mit Quellenangabe .Han. An;", gestattet
* Versetzt sind: Amtsrichter Hofmann in Birstcin als Landrichter nach Cassel und der Amtsrichter Slrorh- mann in Sontra nach Hofgeismar.
* Offen e Steffen für Militär - Anwärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Griesheim, Bürger meifterami, Bureaugehilfe, 1000 Mk. Gehalt. Daselbst P*lizeisergeant„ 1200—1700 Mk. Gehalt. — Im Bezirk der Kaiserl. Oberpostdirektion in Darmstadt, Briefträger, 900 Mk. Gehalr und der gesetzmäßige Wohnungsgeldzuschuß. Daselbst' Landbrieftrüger, <00 RL Gehalt und der gesetzmäßige Woh- nungsgeldzusLuß. — Jm Bezirk der Kaiser!. Oberpoüdirekrion in Frankfurt a. M., Briefträger und Postschaffner, 900 Mk. Gehalt und der gesetzliche W-Hmmgsgeldzuschuß. — Nassau, bei der Stadrgcmeinde Nassau, Polizei- und Gemcindedicncr. 800 Mk. und 50 Mk. für Umformkleidung. — Oberursel, Polizeivcrwaltung, Feldhüter, 700—750 Mk. Gehalt.
LanDwirthschaftlicher Kreisvercin Hana«. Der für die SamstagS-Äersammlung des landwirthschaftlichen Kreisvereins angekündigte Vorirag des Herrn Dr. Kirstein aus Berlin über das aktuelle Thema: „Race und Aufzucht der Schweine" hatte eine große Anziehungskraft ausgcübt sodaß das Versammlungslokal dicht gefüllt war und einige der Theilnehmer sogar noch den Vorplatz besetzt hielten m^t Genugthuung kann fomtaiirt werden, daß der Vortrag alle sich aus dem Thema ergebenden Fragen eingehend und ge- mcinocrständtlch erschöpfte und sicherlich vielen Veriammlunas- theidtehmer-c wenhvolle Fingerzeige auf dein bereuten Gebiete erbrachte. An den Vortrag knüpfte sich noch «ne rege Dc- batie bezw. -vragenellung, auf die der Referent gleichfalls in gewandter Speise einging. Reicher Beifall lohnte seine belehrenden Ausführungen. — Von den geschäftlichen Ver Handlungen rft hervorzuheben, daß als Delegirte zur 6. Ge
schaftskammcr die Herren Wilh. KochBruderdiebacherhof und Peter S t e i n-Hochstadt gewählt wurden.