27. Februar
Hanauer Anzeiger
Seite 8
hervortratcn. Da erst gegen Nachmittag der Arzt von! hiß AllMM' ^WW
Schmalnau kommen konnte, so hatte sich die Sache sehr ver-!
schlimmert und wurde das Kind noch am Abende in das Landkrankenhaus in Fulda verbracht, woselbst die nöthige Operation vorgenommen wurde. Hoffentlich gelingt es, das Kind am Leben zu erhalten.
Offenbach, 26. Februar. Infolge eines recht betrübenden Ereignisses ist am Samstag die Familie eines in der Bismarckstraße wohnenden Kaufmannes in große Trauer versetzt worden. Die Frau desselben, die schon seit längerer Zeit an Trübsinn litt und mehrfach Selbstmordversuche unternommen hatte, die indessen immer noch vereitelt werden konnten, hat sich am Samstag Vormittag, veranlaßt durch einen
neuerlichen Wahnanfall, im Buchrainweiher ertränkt. Der bedauernswerthe Gatte, der sich gegenwärtig auf einer Geschäftsreise befindet, wurde von dem traurigen Vorfall sofort telegraphisch benachrichtigt.
Patent-Ertheilungen.
Nr. 110 367. Verfahren zur Erzeugung dunkelblauer Färbungen aus dem Farbstoff des Patents 103 861 Kl. 22. — Leopold Cassella u. Co. in Frankfurt a. M., vom 29. Mai 1898 ab. Kl. 8.
Nr. 110 360. Verfahren zur Darstellung eines roth- braunen, Baumwolle direkt färbenden Schwefelfarbstoffes. — Farbwerke vorm. Meister Lucius u. Brüning in Höchst a. M., vom 4. Mai 1899 ab. Kl. 22.
Nr. 101 431. Vorrichtung zur Richtungsänderung eines Kohlenstaubluftstromes. — F. H aßl a cher in Frankfurt a. M., Bleichstraße 26, vom 10. Juni 1899 ab. Kl. 24.
Berlin, 27. Februar. Kultusminister Dr. Studt hat an das Abgeordnetenhaus die Mittheilung gelangen lassen, daß er sich mit der Absicht, am Donnerstag die zweite Berathung des Kultus-Etats zu beginnen, einverstanden erklärt.
Berlin, 27. Februar. Die politische Situation im Reiche hat sich, wie dem „Berliner Tageblatt" mitgetheilt wird, in den letzten Tagen zweifellos nicht unbedenklich zugespitzt. In parlamentarischen Kreisen sprach man schon am Samstag Abend von der Auflösung des Reichstages als von einer ziemlich sicheren Thatsache. Wenn nicht auch diese Auffassung vielleicht etwas pessimistisch gefärbt ist, so ist es doch Thatsache, daß das Zentrum über die Gemeinde-Wahlrechts-Vorlage in hohem Grade verschnupft ist und daß diese Stimmung sich auch auf die Beurtheilung der Flotten-Vorlage überträgt.
Halle, 27. Februar. Auf den Deutschenthaler und Ätedtener Gruben im Mansfelder Gebiet hat die Zahl der Streikenden um 930 Mann abgenommen. Die Sireiklage im Halle'schen Revier ist unverändert.
Statzfart, 27. Februar. Bei der gestrigen Reichstags- Nachwahl für dèn Kreis Kalbe-Aschersleben wurde der nationalliberale Kandidat Placke mit 120 Stimmen Mehrheit gewählt. Sein Gegenkandidat Schmidt (Soz.) erhielt zirka 17800 Stimmen.
Agram, 27. Februar. Die Demonstration der kroatischen Studenten gegen die Serben nimmt einen ernsten Charakter
Gebrauchs-Mu st er.
Nr. 128 036. Treibkette, deren Bolzen und Laschen aus Stahl u. dgl. und deren die Bolzen umgebende Röhren sowie die zwischen diesen und den Laschen liegenden Scheiben zwecks Reibungsverminderung aus einer Metalllegirung hergestellt sind. Zobel, Neuert u. Co. in Schmalkalden, vom
an. Gestern attaquirten die Studenten das serbische Bankgebäude. Die Polizei mußte einschreiten und viele Verhaftungen vornehmen.
Row, 27. Februar. Ein Telegramm aus Asmara in Abessynien berichtet, daß zwischen England und Menelik ein Vertrag abgeschlossen ist, betreffend die Grenz- Regulirung.
Washington, 27. Februar. Eine offizielle Meldung berichtet, Mac Kinley und sein Kabinct werden den zwischen England und den Vereinigten Staaten durch den Staatssekretär Hay vereinbarten Vertrag, betreffend den Bau des
23. Dezember 1899 ab. — Z. 1783. Kl. 47. I Nicaragua-Kanals unterzeichnen, wollte das Parlament den-
Nr. 126 799. Transparentes Spiegelschild aus einer i selben ablehnen, so würde die Regierung sich auf den früher
von hinten oder vorne theilweise abgedeckten Spiegelfläche, auf abgeschlossenen Clayton - Bulwcs - Vertrag stützen und Eng- der sich unmittelbar die ausgesparten Spiegelbuchstaben befin- ( land mittheilen, Amerika würde sich nicht mehr durcb den den. Karl Wirth in Frankfurt a. M., Baumweg 32, vom zwischen England und den Vereinigten Staaten sowie den 27. November 1899 ab. — W. 9267. Kl. 54. ■ Staaten von Central-Amerika bestehenden Vertrag als ge-
Nr. 126 775. Automatisch von der Maschine bewegtes bunden ansehen.
Schutzgitter. Walther Keßler in Frankfurt a. M., Mainzer.
Landstraße 175, vom 10. November 1899 ab. — K. 11 333.
• Staaten von Central-Amerika bestehenden Vertrag als ge^
Die Einschließung Cronjes und seiner Streitkräfte ist jetzt v o l l st ä n d i g. Die Buren sind unserer Willkür au-geliefert und Lord Roberts könnte ihr Lager jeder Zeit erstürmen, aber die Verluste an Menschenleben würden in diesem Falle sehr schwere sein. Der Einschlleßungsriug ist immer enger gezogen. Unser Artillerie-Feuer dauert ; ununterbrochen fort und das Gcwchrfeuer wird stündlich ! wirksamer. Die Transvaal-Buren in Cronjes Lager ^wollen nichts von Uebergabe w issen. Entsalz sei ganz bestimmt zu erwarten.
London, 27. Februar. Der hartnäckige Widerstand Cronjes gegen Lord Roberts wird von den Morgenblättern sehr erregt besprochen. „Daily Telegraph" bezeichnet die Hartnäckigkeit Cronjes als eine unnütze Opferung von Menschenleben. „Morning Post" erklärt, Cronje sei vollständig in den Händen Roberts. „Daily Mail" veröffentlicht ein Telegramm aus Paardeberg, nach welchem die Zahl der Buren unter Cronje auf 4000 ; zusammengeschmolzen sei. Aus dem Telegramm geht hervor, ’ daß Cronje's Truppen am Modder River vollständig in die ; Ence getrieben sind. Die Lage sei hoffnungslos.
London, 27. Februar. Die Lage Lord Roberts wird in hiesigen militärischen Kreisen als eine â u ß e r st ^günstige angesehen. Eine ganze Reihe von Offizieren i vertritt die Ansicht, daß die Buren unter Cronjes Befehl ! schon längst geschlagen und gefangen seien, Roberts zögere indeß damit, Nachrichten über einen endgültigen Sieg in die i Welt zu schicken, weil es seine Absicht sei, die verschiedenen Verstärkungs-Kommandos, welche von allen Seiten Cronje zu Hülfe kommen, zu überraschen und gleichfalls zu vernichten. Die Transvaal-Regierung sende die Verstärkungen aber nur, i weil sic der Ansicht sei, Cronje leiste mit seinen Truppen i noch Widerstand.
London, 27. Februar. General Buller de- ! peschirt, daß seine Truppen während der letzten Kämpfe am ! Freitag und Samstag allein an Offizieren 7 Todte, darunter ' 2 Oberste, und 23 Verwundete verloren haben. — Bom Sonntag wird aus Pietermaritzburg telegraphirt: Bullers Truppen sind noch immer in schwerem Kampf begriffen. Nach Telegrammen aus Kapstadt soll Buller angeblich täglich zwei englische Meilen vorgehen und am Freitag schon bis auf 7 Meilen vor Cäsarscamp, dem äußersten Posten des Generals White gelangt sein.
Lorenzo-Marqnez, 27. Februar. General Buller hat vor einigen Tagen den Befehl gegeben, zwei Eisenbahnzüge mit Lebensmitteln von Durban nach Ladysmith abzusenden.
Kl. 58.
Schiffsbericht.
Der Hamburger Dampfer „Pennsylvania"
ist am 25
VöM Kriegsschauplatz
Berlin, 27., Februar. Das „Berliner Tageblatt" , meldet aus Brüssel: Obwohl keinerlei amtliche Nachrichten i über die Kämpfe bei Paardeberg vorliegen, herrscht hier doch [ kein Zweifel, daß General Cronje noch immer
London, 27. Februar. Roberts telegraphirte aus Paradeberg: Heute früh hat sich Cronje mit dem gärigen Heer bedingungslos ergeben. Cronje wurde gefangen
Februar wohlbehalten in New-Dork eingetroffen.
Hamburg, 24. Februar. Der Dampfer „Brisgavia" st ie greich e n Widerstand leistet. Auch steht fest, daß von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgestern in Philadelphia' er mit Pretoria in Verbindung steht. — Alle Nachrichten eingetroffen. jüber eine bereits eingeleitete oder bevorstehende Friedens-
Bremen, 24. Februar. Der Dampfer des Norddeutschen!Vermitteluttg worden deMeNtirt. Solange keine Lloyd „EmS" ist gestern in New-Jork und der Dampfer : entscheidende Schlacht geschlagen ist, könne von einer Friedens- „Stuttzart" vorgestern in Hongkong eingetroffen. ' Vermittelung keine Rede sein, auch nicht wenn Blömfomein
London, 24. Februar. Der Castle-Dampfer „Garth genommen ist.
Castle" ist auf der Ausreise vorgestern in Durban einge troffen.
LonDon, 27. Februar. Aus Puardeberg wird vom Sonntag Abend telcgraphirt: Die Lage i st unverändert.
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genommen, unbekannt.
siud bei uns
Die Zahl der weiteren Gefangenen ist nach
weiter eingegangen :
1,20 Mk. von F. N.
27,— Mk. von der Kegelgesellschaft im kürgerverem.
Die Redaktion des „Han. Anz
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ff ist wieder zu haben.
W aieenhsus-Buchhaudlung,