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Sette 2

Hanauer Anzeiger

14 Februar

war gewichen; die Sonne hatte sich Bahn gebrochen, und kurz vor der Ankunft des Prinzen lag Berlin in hellem Sonnen­schein. Der Kaiser, der unter dem grauen Pelerinenmantel die Parade-Uniform des I. See-Bataillons mit den Insignien deS Schwarzen Adler-Ordens trug, dazu das Käppi mit dem schwarzen Busch, fuhr in offenem, mit den bekannten Grau­schimmeln bespannten Wagen vor. Mit jugendlicher Frische entstieg er demselben, wandte sich noch einmal dankend an die ihn mit lebhaftesten Jubelrufen begrüßenden Mcnschenmasseu und schritt rasch dem Bahnsteig zu. Nachdem der Monarch der Ehrenkompagnie einen guten Morgen geboten und ihre Front abgeschritten hatte, begrüßte er zunächst die anwesenden Prinzen und wandte sich sodann einzelnen Ministern zu, denen er die Hand reichte und sie in ein kurzer Gespräch zog. Auch eine Anzahl höherer Militärs wurden durch An­sprachen ausgezeichnet. Kurz vor 11 Uhr erstattete der Stationsvorsteher die Meldung, daß die Einfahrt des Zuges signalisirt sei. Der Kaiser trat nun hart an daS Bahngleis und blickte erwartungsvoll und weit vorgeneigt nach der Richtung, auS welcher der vom Geheimen Oberbanrath Dr. zur Nieden von der Plattform der Lokomotive geleitete, fahr­planmäßige O-Zug eintreffen sollte.

Um 11 Uhr 5 Minuten fuhr der Zug langsam in die Halle ein. Hinter dem Beiwagen der Lokomotive war ein Salonwagen eingeschaltet, an dessen erstem Fenster Prinz Heinrich in der Uniform eines Vizeadmirals mit dem orange­farbenen Bande des Schwarzen Adlerordens stand. Der Zug fuhr an dem zugelassenen Publikum vorüber, das bei Ansicht bei Prinzen in rauschende, nicht endenwollende Wlllkommenrufe ausbrach. Scharfe Kommandorufc ertönten, die Truppe leistete unter den Klängen des Prâsentir- marsches die Ehrenbezeugung. Als der Kaiser den Prinze« erblickte, trat er bis dicht an den Zug heran, während Prinz Heinrich einstigen Schrittes dem Salon­wagen entstieg. Der Kaiser umarmte den Prinzen innig und küßte ihn dreimal. Während hierauf nach dieser überaus herzlichen Begrüßung Prinz Heinrich seinen Schwager, den Erbprinzen von Sachsen-Meiningen umarmte und küßte und die beiden preußischen Prinzen warm begrüßte, zog der Kaiser den im Gefolge des Prinzen befindlichen Hofmarschall Kontre- Admiral von Seckendorff ins Gespräch. Prinz Heinrich, dessen Aeußeres lebhaft besprochen wurde, sicht sehr gut aus; sein Gesicht ist tiefer gebräunt, die Züge sind etwas schärfer geworden. Er ging auf den Reichskanzler zu, mit dem er, ihm die Hand reichend, ein kurzes Gespräch führte. Hierauf schritt er an der Seite des Kaisers die Front der Ehrenkompagnie ab, die sich sofort zum Vorbeimarsch formirtei Nach Abnehmen des Letzteren wandten der Kaiser und Prinz Heinrich sich den Fürstcnzimmern zu und begaben sich, diese durchschreitend zu dem am Ankunftsportal harrenden Wagen, in welchem der Kaiser gekommen war, wobei Prinz Heinrich zur Linken seines Kaiserlichen Bruders Platz nahm. Die für den Fall schlechten Wetters vorgcfahrcne geschlossene Gala­karosse kam nicht in Verwendung. Dem Kaiserlichen Gefährte folgten die beiden Wagen der Prinzen, denen sich jene der Würdenträger anschlossen. Mit sichtlichem Wohlgefallen dankte Prinz Heinrich für die stürmischen Ovationen, die ihm vom Publikum dargebracht wurden, während der Kaiser lächelnd an dem freudigen Wiedersehen Antheil nahm. Der Kaiser fuhr mit dem Prinzen durch die Königgrätzerstraße, das Brandenburger Thor und die Linden zum Königl. Schloß. Dort fand das Dejeneur im engen Familienkreise statt. .Im Lustgarten wurden 21 Salutschüsse abgefeuert, die Wachen sind im Paradeanzug aufgezogen.

Flotte und Wirthschafts Potttik.

Gelegentlich der ersten Berathung des Flotten-Geietzes hielt der Staatssekretär des Innern, Graf von Posadowsky,

Gemenge von Soldaten, Zigarrenmädchen, Arbeitern, Studenten der Hochschule, Fabrikarbeiterinnen wirbelt umher nach den zündenden Rhythmen Sousascher Märsche und Galopps und anderer feuriger Weisen. Man tanzt Walzer, Polka, Marzurka und vor Allem die so beliebteHabanera", ein Tanz, bei welchem sich die Paare fest umschlungen halten und kaum von der Stelle bewegen. Der Bolero entzückt hier, ein wilder Fandango dort das Auge. Hier ruft eine Tarantella dort eine altmodische ehrwürdige Madrilenna über den von Masken einzestauten Platz. Und Ailes raucht, raucht und raucht den buftenbften Tabak der Havana und trinkt den hitzenden Palmwein und wohl auch agua ardiente. Dort rauscht eine Rakete auf, hier leuchtet eine bengalische Flamme, dort zischt ein Schwärmer durch die Luft, hier donnert ein Kanonenschlag und dazwischen fröhliche Juchzer, lustiges Kreische«, ausgelassenes Gelächter und Gerufe und Gesinge und Musik und Masken, Masken und immer wieder Masken und Kastagnetten und Tambourins und Guitarren und Mandolinen und immer wieder Masken, Masken ein Chaos der Lust, ein Wirbel bei Entzückens, ein Meer der Wonne.

Und nun erst im Theater!

, "Hier wüthet der Lärm am ärgsten. DiS zum Erdrücken ist der große Raum des Tacon gefüllt. Ein Kreuzfeuer von Maiskörnern, Kaffeebohnen und Bonbons regnet auf die Menge. Da fliegt der Vorhang in die Höhe! Ein Schwarm weißer Tauben mit bunten Bändern geschmückt, schwirrt von der Bühne auf in den Zuschauerraum ei ist der Karnevals­gruß der Schauspieler. Unter Heulen und Pfeifen hetzt man die Tauben umher, bis sie sich entweder todtmüde auf die Armleuchter setzen oder todt auf die Parquettzxschauer hinab- fallen. Auf den Gang bei Stückes oder auf die Musik achtet selbstredend Niemand. Man sucht alles Mögliche hervor, «m die Schauspieler auS der Rolle zu bringen.

im Reichstage eine Rede über die hohe wirthschaftliche Be­deutung der Flotten-Vorlage, die umso mehr Beachtung ver­dient, als in ihr wichtige Ergebnisse jener Produktions- Statistik verwerthet wurden, die aus Anlaß der kommenden HandelS-Verträge im Reichsamt des Innern durchgeführt wird. Zunächst ging aus den Ausführungen des Staatssekretärs unwiderleglich hervor, daß Deutschland im Verhält­niß zu der Größe seiner Handelsflottc nur eine sehr kleine Kriegsflotte besitzt, b. h. daß Deutsch­land zum Schutze seines stetig wachsenden Handels bisher im Vergleich mit anderen Staaten wenig gethan hat. Einige Zahlen mögen diese Thatsache beleuchten. In Deutschland fällt 1 To. Kriegsflotte auf 7,58 To. Handelsflotte; in den Vereinigten Staaten aber 1 To. Kriegsflotte auf 5,6 To. Handelsflotte, in Italien sogar schon auf 2,88 To. Handelsflotte. Noch günstiger ist das Verhältniß für den Handelsschutz in Rußland, wo 1 To. Kriegsflotte auf auf 1,72 To. Handelsflotte fällt, und in Frankreich, das sogar schon auf 1,67 To. Haudelsflotte 1 To. Kriegsflotte besitzt. In England allein sind die Zahlen scheinbar un­günstiger als in Deutschland (1 auf 8,15). England kann aber nicht zum Vergleich hcrangezogeu werden, weil cs die absolut stärkste, das heißt allen andern überlegene Flotte besitzt.

ischr wichtig waren auch die bisher unbekannten Zahlen, die Graf von Posadowsky über die Zunahme bei Werthes unserer Einfuhr an Rohprodukten für die Industrie beibrachte. Sic hat allein in den Jahren von 1889 bis 1898 über 500 Millionen betragen. Und doch hat die Steigerung der Ausfuhr fertiger Fabri­kate in einem einzigen Jahre noch 8 Millionen mehr betragen als die gejammte Steigerung der Einfuhr von Fabrikaten in zehn Jahren! Aus diesen Zahle« folgt, daß es der deutschen Fabrikation gelungen ist, die Einfuhr fremder Fabrikate einzuschränken, daß der Konsum in Deutsch­land selbst infolge des steigenden allgemeinen Wohlstandes er­heblich zugenommen hat, und daß wir trotz dieses höhern Konsums im Inland genöthigt sind, einen großen Theil un­serer Fabrikate auszuführen, wenn wir die Industrie auch nur auf der Höhe erhalten wollen, die sie heute einnimmt.

Aus diesen Zahlen ergibt sich aber anderseits auch, welche großen Gefahren für unser ganzes gewerbliches und Handels­leben entständen, wenn mir. in kritischen Zeitläuften nicht im­stande wären, unsere Handelsflotte, die alle diese enormen Werthe hin- und herüber vermittelt, durch eine starke Kriegsflotte wirksam zu schützen. Endlich verdient noch das Zahlenmaterial des Staatssekretärs beson­ders hervorgehoben zu werden, das sich auf den Antheil Süddeutschlands am Außenhandel bezog. Aus diesen Zahlen geht klar hervor, daß Süddeutschland an derstarken Flotte" ebenso interessirt ist, wie b ie nördlichen B u nd e s st a aten. So bezieht z. B. die hochentwickelte süddeutsche Baumwoll-Spinnerei 90 v. H. ihres Schafwolle-Bedarfs aus überseeischen Ländern. An der Maschinen- namentlich Lokomotiven-Fabrikation, von deren Produkten ein großer Theil über See ausgeführt wird, ist Süddeutschland mit 50 v. H. betheiligt. Die Pforzheimer und Gmünder Gold- und Silberwaarcn-Jndustrie, die würt- tembergische Metalltuch-Fabrikation, die Nürnberger Spiel- waaren-Jndustrie, alle sind von der Einfuhr der Rohmaterialien oder der Ausfuhr der fertigen Fabrikate über See abhängig; ebenso die auch in Süddeutschland in Blüthe stehende chemische Industrie, Zement- und Cellulosen-Jndustric. Aus diesen An­gaben folgt unwiderleglich, daß die Behauptung eines süd­deutschen Abgeordneten, Süddeutschland werde durch die Flotten- Vorlage geschädigt, absolut irrig ist.

Die caballeros werfen den Schauspielerinnen schön ge­kleidete Puppen zu. Die Damen überschütten die Schau­spieler mit Parfüms und Essenzen und unter einem Meeres­schwall von Jubel und Entzücken beginnt um 11 Uhr Nachts ein solenner Maskenball, der sich am zweiten Karnevalstag wiederholt. Getanzt wird nicht; anch nur wenige Masken sind zu sehen. Hier verkehrt die Creme von der Havana. Die sennoras und sennoritas von Stande erscheinen ohne Maske und züchtig, um von den Logen aus dem Auf- und Abwogen der Menge drunten zuzuschauen. Dann und wann spazieren sie auch wohl unten mit den Masken herum und nehmen Theil am allgemeinen Jubel, wenn die von der Decke des Theaters herabhängendenpinatas mit Bonbons und Konfitüren, gefüllte Ballons, geöffnet werden, und ihren süßen Regen über den bunten Menschenschwarm er­gießen.

So naht dann endlich der Morgen des Aschermittwoch und damit daS Ende descarnes tollendas*1 für die Ha­vana. Die Fastenzeit mit ihren stillen und frommen Be­trachtungen, ihren Enthaltsamkeiten und Oeden nimmt ihren Anfang und Niemand sicht ei dem feierlichen Treiben der Stadt an, daß sie drei Tage gerast im Uebermuth irdischer Lust. Die Einförmigkeit der Lebensgewohnheiten der Kreo­linnen tritt wieder in ihre Rechte; ihre Zurückhaltung, ihre Ruhe, welche aber wieder schon einen eigenthümlichen Reiz an ihnen darstellt, zumal man weiß, welch' leidcnschaftfiche Gluth unter der Aschendecke der Buße glimmt, ihre Ruhe könnte Einen den ganzen Karneval vergessen machen.

Ob die Okkupation durch die Amerikaner nicht schließlich diesen rauschenden Blumenschanzen ein Ende machen wird? Ach nein, lieber Leser! Die jungen, lebenslustigen Töchter der Union, welche sich immer mehr und mehr auf der Insel und in ihrer Hauptstadt einfinben werden, werden schon dafür sorgen, daß wenigstens diese Eigenart des Lebens in der

Deutscher Reichstag.

(Sitzung v o m 13. F e b r u a r.)

Ohne Debatte wird zunächst die Samoa-Vorlage in dritter Lesung genehmigt. Es folgt die zweite Lesung des Etats der Schutzgebiete in Verbindung mit den auf die Kolonialverwal­tung bezüglichen Theile des Etats des Auswärtigen Amtes. Die Debatte erstreckt sich zunächst über die dem Etat beiliegende Denkschrift betr. die anderweite Regelung der Bezüge der Kolouialbeamten in den afrikanischen Schutzgebieten. Auf Anregung des Abg. Müller-Sagan (freis. Vp.) bemerkt Kolonialdirektor v. Buchka, er halte bai Klima von Süd- wcstafrika für ein durchaus erträgliches und zu Ansiedelungs- zwecken geeignetes. Bei der Hinaussendnug von Beamten sei er stets bestrebt, mit größter Sorgfalt bei der Auswahl vorzugehen. Abg. Hasse (nl.) wünscht, daß sich die Kolouialverwaltung bei Auswahl ihrer Beamten nicht auf Juristen beschränke, sondern auch auf Ingenieure, Wasserbau­techniker, Kaufleute ihr Augenmerk richte. Beim Etat für Ostafrika bringt Abg. Bebel (Soz.) einen Fall zur Sprache betr. einen Leutnant, der eine Frau erschossen unb das Kind todt geprügelt habe. Den Namen des Leutnants wolle er einstweilen nicht nennen. Kolonialdirektor von Buchka weiß von diesem Falle nichts. Beim Ausgabetitelfür weiße Hülfskräfte" empfiehlt der Referent Prinz A r e n b e r g zwei Resolutionen a) betr. Anstellung christlicher Eingeborenen als untere Beamte, b) betr. Vorbildung des einheimischen Elements zur niederen Bcamtenlaufbahn speziell in Ostafrika nach bestimmten Grundsätzen, insbesondere betr. Aufnahme von Muhamedanern in die zur Zeit bestcheuden religionslosen Schulen, sowie auch in neu zu gründende staatlich fubventio- nirte Missionsschulen, und zwar in diese unter Dispens vom Religionsunterricht. Ueber diese Resolutionen entspinnt sich eine längere Debatte, in welcher sich die Abgg. Graf Stol­berg (kons.) Dasbach (Centr.) und Stockmann (kons.) für die Resolutionen aussprechen. Abg. B eb el (Soz.) bekämpft dieselbe. Kolonialdirektor v. Buchka theilt mit, daß die Regierung mit den Resolutionen einverstanden sei bis aufdenPassus, der von der Aufnahme von Muhamedanern auch in staatlich subventionirte Missionsschulen unter Dispens vom Religionsunterricht handeln. Abg. Bebel (Soz.) kommt auf den von ihm zitirten Fall zurück und erklärt sich bereit, dem Herrn v. Buchka den Namen des betreffenden Leutnants privatim zu nennen, ebenso in einem zweiten Mißhandlungs­falle. Damit endet diese Debatte. Die Abstimmung über die Resolutionen wird einstweilen ausgesetzt. Die Be­soldungen bei der Schutztruppe werden debattelos in der, von der Kommission beschlossenen Höhe (unter Abstrich von 30000 Mk.) genehmigt. Die Erledigung der Einnahmen erfolgt fast debattelos. Es folgt der Etat für Kamerun. Eine Debatte entsteht hierüber nicht; ebensowenig bei Togo. Es folgt der Etat für Südwestafrika. Abg. Bebel (Soz.) bemängelt die Form der Arbeitsverträge, welche mit deutschen Arbeitern bei Anwerbung derselben für Bahnbauten in jener Kolonie abgeschlossen würden. Weiter bringt Redner den bekannten Fall Arenberg zur Sprache. Es handele sich hier um qualifizirtesten Mord. Kaum glaublich sei es, daß er mit nur 2 Vs Jahr Gefängniß oder gar nur Festung be­straft sein solle. Das Schlimmste aber sei die angenehme Reise nach Deutschland, sein freier Aufenthalt mit Dienerschaft in Hamburg. Ucbrigens habe schon vor 2 Jahren ein Sergeant Hübner an einem Untergebenen einen Mord ver­übt. Kolonialdirektor von Buchka kann über den Fall Arenberg zur Zeit nichts Näheres mittheilen. Ein Erkennt­niß, welches die kaiserliche Bestätigung gefunden hätte, liege noch nicht vor; die Sache sei noch im Stadium der Unter­suchung. Bemerken wolle er noch, daß gegen den Prinzen von hier aus völlig ohne Ansehen der Person verfahren worden sei. Der Prinz befinde sich noch in Untersuchungs-

Havana dauernd erhalten bleibt. Wenn dann im Laufe der Jahre der amerikanische Unternehmungsgeist sich stetig weiter entfaltet und Insel und Stadt zu jener Blüthe bringt, benen Beide werth und fähig sind, bann wird der Fastnachtstrubel noch einen ganz andern Aufschwung erhalten, als er ihn in den letzten Jahren gezeigt. Wenn erst die letzten Reste jener spanischen Steifheit und Klassenherrschaft in derNivcllirungs- kunst der Amerikaner aufgehen werden, dann wird der Karneval in der Havana erst recht zu Ehren kommen. Ob er aber seine relative Harmlosigkeit und Unschuld dabei auch wird behaupten können, das ist eine Frage an die Zukunft, die nur diese selbst beantworten kann. Zu wünschen wäre es, daß nicht Rohheit und wüste Zügellosigkeit eine nationale Eigenthümlichkeit verdrängen, welche in ihrer Art so reiz­voll und werth , ist, von Kind auf Kindeskind varerbt zn werden.

Aus Kunst und Leben.

Eine Bedingung. Der Inhaber eines bekannten Waarenhauses zu Köln, Herr Leonhard Tietz, spendete für die Ausschmückung des Carncvalsfcstzuges 1000 Mark. In einer Sitzung der großen Kölner Carncvals-Gescllschaft be­dankte sich der Vorsitzende für die Spende mit folgenden Worten:Meine Herren! Herr Leonhard Tietz, der auch heute hier anwesend ist, hatte wieder die Güte, 1000 Mark für unS zu zeichnen. Als Anerkennung dafür überreiche ich ihm unseren höchsten Orden, unter der Bedingung, daß er ihn nicht ins Schaufenster legt uud billiger verkauft, als was er mir selbst kostete."

Das Ewig-Weibliche", die neue satirische Vers- komödie von Robert Misch, die jüngst ihre erste Aufführung am Stadtthcatcr zu Zürich fand, wurde für dasNeue Schauspielhaus" in Hamburg angenommen.