Abonnements- Preis :
Jährlich 9 M.
Hakbjährl. 4 M 50 ^.
Vierteljährlich
2 '^ 25 ^.
Für auswärtige Abonnenten mit bw betrcjscnben
P»si«n-jchl«z.
4
Die ein,eine
Nummer fest aCNIVERSIT
-• ^ ( BIBLIOTHEK
Nr. 1.
Zugleich o
Amtliches Grgun für 6faöf~ uuö LsuöKreis HanLU
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit beKetrifhicfer Beilage
Dienstag den 2. Januar
Einrückun-s- gebâhr
für Srndk- und Landkreis Senat 10 ^ die sgeivalres- Garmond- zeile oder deren Raum, ter Auswärts 15 ^.
Im Rrü-unemhÄ die Zeile 20 ^, ter Auswärts 30 ^.
1900
Amtliches.
Lcrnö^eis ^aitaxt.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Behufs Verhütung einer weiteren Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird für Langendiebach und zwar für die Wilhclmstraße, Brunnenstraße, Ringstraße, Mittelstraße und Karlstraßc ein Beobachtungsgebict gebildet.
Aus demselben dürfen Wiederkäuer und Schweine ohne ausdrückliche Genehmigung der Polizeibehörde nicht entfernt werden. Die Genehmigung wird versagt, wenn die Gefahr einer Seuchenverschleppung nicht durch polizeilich anzuordnende Maßnahmen beseitigt werden kann.
Zum Zweck der sofortigen Abschlachmng kann jedoch die Ausführung der unter Beobachtung gestellten Thiere — als solche gelten alle innerhalb des Beobachtungsgebietes befindlichen Wiederkäuer und Schweine, auch wenn dieselben der Ansteckung nicht verdächtig sind — unter den nachstehend abgedruckten Bedingungen durch die Ortspolizeibehörde gestattet werden.
Wird die polizeiliche Erlaubniß zur Ausfuhr von Schlachtthieren ausnahmsweise ertheilt, so muß der Führer der Thiere den Erlaubnißschein der Ortspolizeibehörde während des Transports mit sich führen. Dieser Erlaubnißschein, sowie die thierärztliche Bescheinigung verlieren mit dem Ablaufe des dem Tage der Ausstellung folgenden Tages ihre Gültigkeit.
Hanau den 2. Januar 1900.
Der Königliche Landrath.
J.-N. 0 1 v. Schenck.
Die Ausführung der der Ansteckung verdächtigen Wiederkäuer und Schweine aus dem gesperrten Gehöfte, der Ortschaft, der Weide, der Feldmark oder einem anderen Sperrgebiete zum Zwecke sofortiger Abschlachtung darf nur gestattet werden, wenn die unmittelbar oorauSgchcnde thierärztliche Untersuchung ergibt, daß kein Thier des betteffenden Transportes von der Maul- und Klauenseuche befallen ist. Mit dieser Maßgabe ist sie unter der Bedingung zu genehmigen, daß die Thiere zu Wagen oder auf Wegen transportirt werden müssen, die von Wiederkäuern oder Schweinen aus seuchefreien Gehöften nicht betreten werden:
1. nach benachbarten Orten;
2. nach in der Nähe befindlichen Eisenbahnstationen, behufs der Weiterbeförderung nach solchen Schlachtoiehhöfcn oder öffentlichen Schlachthäusern, welche unter geregelter veterinär-polizeilicher Aufsicht stehen, vorausgesetzt:
a) daß die Polizeibehörde des SchlachtortS sich mit der Zuführung der Thiere vorher einverstanden erklärt hat;
Fvmllvlou.
Das Jahr 1900 tein Lchalljahr!
Nach einer alten Regel sind alle Jahre, die sich durch vier theilen lassen, Schaltjahre. DaS Jahr 1900 macht eine Ausnahme. Warum? Bei den jahrtausendelangen Wirrnissen, die unsere Zeitrechnung und der Kalender durchgemacht hat, die aber auch. Herne, selbst bei den Kulturvölkern christlichen Bekenntnisses, noch nicht völlig überwunden sind, mag die Begründung des bevorstehenden AusnahmefaUes am Platze sein. Wir übergehen dabei die Wirrnisse, welche bei den ältern Völkern in dem Bestreben, die Zeitabschnitte durch ge- meinschaftliche Berücksichtigung des Mond und «Sonnenlaufs zu bestimmen, viele Jahrhunderte lang bestauben und beschränken uns auf die Zeit und Kalender-Rechnung, die sich allein auf die Umdrehung der Erde um ihre Achse und den Unilauf der Erde um die Sonne gründet. Tie erstere gibt uns unmittelbar die Länge des Tages, die letztere die Länge des Jahres.
Entspräche nun die Länge des Jahres genau einer ganzen Anzahl von 365 ober 366 Tagen, so wäre nichts einfacher als die Zeitrechnung denn alle Jahre hätten gleichviel Tage, sie wären genau gleich lang. Tas trifft aber nicht zu; das bürgerliche oder tropische Jahr wirb bestimmt durch die Zeit, in der die Erde oder die Sonne vom Frühlingspuukt aus geht, bis sie wieder zu diesem Punkt zurückkehrt. Dieser Frühling-punkt kommt der Erde aber jedes Jahr um 50 Se landen entgegen, so daß die Erde im Laufe eines Jahres nicht einen vollen Umkreis 360 Grad, sondern nur 360 Wrab weniger 50 Sekunden zu beschreiben hat: dies geschieht abe> in abb tagen 5 - lunden is Minuten 51 Sekunden, Ober ziemlich nahe in 365'/* tagen. Iulius Cäsar gab
b) daß die Thiere diesen Anstalten direkt mittels: der! Rückständig: Lit. C. Nr. 291 â 5 0 M. und Lit. B. Eisenbahn oder doch von der Abladestatio« ans , Nr. 223 â 1000 M.
mittelst Wagen zugeführt werden. Durch vorgängige Vereinbarung mit der Eisenbahnverwaltung oder durch unmittelbare polizeiliche Begleitung ist dafür Sorge zu tragen, daß eine Berührung mit anderen Wiederkäuern oder Schweinen auf dem Transporte nicht stattfinden kann.
Unter dem Viehbestand des Friedrich August Kreis in Ravolzhausen ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt und infolgedessen Gehöflsiperre angeordner worden.
In Bischofsheim ist die genannte Seuche erloschen. Die über verschiedene Gehöfte verhängte Sperre wurde wieder aufgehoben.
Hanau den 2. Januar 1900.
Der Königliche Landrach.
J.-Nr. V 2 v. Schenck.
^taöt^re 10 ^anau.
Bekanntmachungen des Lberbürgermeisteramtes.
Anleihe der Stadt Hanan.
Ziehung am 28. September 1899, Auszahlung am 31. März 1900.
I Anleihe vom 30. September 1880. tPrivilegium vom 30. Juni 1880 I. Reihe zu 4° » XIX. Ziehung).
Lit A. Nr. 87,-94, 105, 153 i 1000 M.
„ B. „ 2, 35, 199, 228, 240, 30-5 â 500 M.
„ C. „ 8, 27, 43, 56, 67, 110, 23 <, 310, 43 7, 443, 501, 522, 642, 651, 717, 743 â 200 M.
Rückständig: Lit. C. Nr. 317 und 613 â 200 M.
II. Anleihe vom 1. April 1888. (Privilegium vom
30. Juni 1880 EL Reihe zu 39,0 ° (X. Ziehung). Lit. A. Nr. 1, 47, 128 â 1000 M.
„ B. „ 103, 123, 173, 288 â 500
„ C. „ 94, 102, 182, 274, 336, 358, 473, 629, 638 und 731 â 200 M. .
Rückständig: Lit. A. Nr. 65 â 1000 M. und Lit. C. | Nr. 98 â 200 M.
HI Anleihe vom 1. Oktober 1889 H Serie zu 31 *0 o (X. Ziebungst
Lit. A. Nr. 103, 106, 149 â 2000 M.
„ B. „ 173, 281 â 1000 M.
, C. „ 229, 241, 304, 397 â 500 M.
„ D. „ 304 â 200 M.
baber auf Vorschlag des egvptischen Mathematikers Sosigencs dem Jahre gewöhnlich 365 Tage, jedem vierten Jahre aber 366 Tage, damit der Fehler des Vieneltags, um den das Jahr länger ist als 365, und der immer nach vier Jahren auf einen vollen Tag anwächst, beseitigt wird. Dura die Einschaltung eines Tage», des 29. Februar, alle vier Jarre wird als» die bürgerliche Jahreslänge nahezu mit der astronomischen in Einklang gehalten, und auch beute noch rechnet man in Rußland nach diesem Kalender.
Nun ist aber das Jahr nicht genau 1 * Tag ober 6 Stunden länger als 365 Tage, sondern nur 5 Stunden 48 Minnien 51 Sekunden; also wird durch den Schalttag alle vier Jahre 11 Minuten 9 Sekunden zu viel eingeschaltet. Dieser kleine Fehler der Schaltregeln summirt sich aber in den Jahrhunderten zu vielen Tagen auf. Dieser Fehler betrug von Julius Cäsar bis Gregor XIII. schon dreizehn Tage. Während also im Julianischen Kalender, wie er noch in Rußland gilt, jedes Jabr, dessen Zahl durch vier ohne Rest theilbar ist, ein Schaltjahr ist (alter Stil), fallen nach dem Gregorianischen Kalender (neuer Süll, alle Jahre, deren Zahlen ein Vielfaches von 400 sind, wieder als Schaltjahre aus, so daß also auch das Jahr 2000 wieder ein Gemein jahr ist.
Bei der Gregorianischen Kalender-Reform 1582 wurden aber, da drei tage des Irrthums de» Julianischen Kalenders bereits früher unter Augustus schon berichtigt worden waren, nur noch zehn Tage ausgelassen, und statt des 5. Oktober 1582 wurde der 15. Oktober geschrieben. Das Jahr der folgenbett Jahrhundertwende. 1600, sollte als Schaltjahr bei behalten werden, wie auch die übrigen Schaltjahre alten Stils. Dagegen sollten die folgenden, 1700, 1800, 1900 wieder Gemein fahre sein, unb dieselbe Ordnung sollte in allen folgenden Reihen von 100 auf einanderfolgenden Jahren statt finden. Bei dieser Zeitrechnung wird der Anschluß bei
IV. Anleihe vom 1. Oktober 1889 I Serie zu 3* * ’ • I VIII. Ziehung).
Lit.
A. Nr. 9 â 2000 M.
, B. , 33, 63, 99 â 1000 M.
„ C. „ 55, 164 â 500 M.
„ D. „ 90, 127 â 200 M.
Rückständig: Lit. C. Nr. 150 â 500 M.
V. Anleihe vom 21. Juni 1898 3' - ;
(I. Ziehung L
Lit A. Nr. 34, 134, 175, 220, 270, 287 â 2000 M. , B. „ 101, 200, 232, 236, 254, 312, 344, 36 9, 398 â 1000 M.
„ C. „ 45, 46, 277, 294, 305, 344, 414, 418, 4.4, 545, 580 582 â 500
. D. , 95, 101, 211, 260, 317, 327, 343, 447, 461, 469, 472, 546, £18, 668, 746 â 200 TL
Hanau den 2. Oktober 1899.
Der Magistrat.
Dr. Gebr sch» s. 5
Am Mittwoch den 3. Januar 1900, nachmittags von 5 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter Rach- Hauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Styling des Gewerbe- gerichts statt, in welcher Parteien etwaige Sweittgketten, Klagen ec. zur 5 c Lichtung anbringen können.
Hanau den 29. Dezember 1899. 82
Der Vorsitzende des Gewcrbegerickis: Dr. Bulle.
Handelskammer in Hanau.
Plenarfitzung
am Mittwoch Den 3. Januar 1900, nachmittags 4 , Uhr, im Bureau der Handelskammer.
Tagesordnung.
1. Komtiwirung der Handelskammer.
2. Prüfung der Legitimationen der neugewLitten Mitglieder der Handelskannncr.
3. Ministerialerlasse.
4. Miitbeiiungen.
5. Der Jahresbericht für 1899.
6. Handelsbeziehungen mit Jen Per. 5l v. Nordamerika.
7. Die Zölle auf Baumwollgarn.
8. Zölle für frisches Obst.
9. Konst: largcbübren für Beglaubigung porürc eüBer Zolldeklarationen.
bürgerlichen Jahres an das astronomiiche 'ehr nahe erreich:: denn nach 400 Jahren ist das Kalenderjahr gegen das astronomische um nur 2 Stunden 20 Minuten zurückgeblieben, so daß erst nach 4100 Jahren wieder een Schaltjahr des Gregori attischen Kalenders als Gememjahr gerechnet werden muß.
Ob ne Zweifel ist es ein empfind!: Her Uebelstand, daß Rußland und das übrige Europa «aL verschiedenen Kalendern land zum Anschluß an die berrschendr ZetwechNnng gescheitert sind. Anderseits har, besonders auch wegen des ungleich mäßigen Wechsels der Zriwechnung ::t den verschiedene» Ländern bie Einführung des weniger einsamen Gregorianischen Kalenders für awonew.Nche und wwr wmraw Forschungen mancherlei Zeitrechnung;:: bie als Ht:::::::::ß empfunden werden, zur Folge gehabt.
ÄMlMlcr in Hasan.
..Der Herr im Haute,"
Lumâ in 4 5Ktm von Pam Aâu.
eilten recht anettennenswerwr» «ra enneiJeit unsere èfceacerCeintng in der usneNen Erwerbung und HrrausdrrnGUNA der erantanfebet Seu« denen. So wnme die SrümwL-rnng von »FuuammnIver' ch^chreirrg mit der Berliner Premiere an Vahaachttr. üannnde» und »re Ltvsrr« des SeutäbrStage» , Der Herr t Harr,;' :a -i.a Uren: tNLN, eiü de aomtmen Wege über die Büd:«» .: .s tu uns gelangt, Sa und wir in der angeil : rnen Lage k.e ^r erechi. .;e» der rye rierarr-^drr.'rger des neuen Hw re» mit eenem K»mr!::n«t ter untere Eadncute.rnng degmnen j-.t können und da ja der ZmtrrWwechÄ d e Ze.: der Wüniche r-r. •» hegen wir d.e ^anacung darrt auch :n ZrUunu ne.» i:.-: eu Bllegen bett zu dâden Hie gemige »ru'ier^ug bei Ltndau'rchea rârrei« .Der Herr im Hawe' batte sied hier einer guten Sutn^tne za W«. und mit Recht denn es : r 1 ein awümnte« Saus iM» Zeichnen unb erscheint unter dem w en Untwut das »w Prernrrr-aidudr-en von Bertin ans übevtmuben. «Mna. a.i Bia:«, dre jw« na-- Be-errnde rung nicht von tu erregen, ede.s nrnnerdnr ;- ge-eUe:: vermag. ?