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Jährlich 9 .*. WW. 4^50^, Merteljührlich 2^25^. $

M auswärtige Momenten mit dem

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für Sradt- und Land­kreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30 ^.

Amtliches Organ für Staöi- unö LanöKreis Hanau.

10 ^.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 302

Mittwoch den 28. Dezember

1898

Hterzn

Amtliche Beilage" Nr. 85

Dienstmchrichtm aus dem Kreise.

Gefunden: Ein goldener Herrenring mit zwei rothen Steinen, im Packetraum der Post liegen geblieben. Eine blaue Knabenmatrosenmütze. Ein grünlederncs Portemonnaie mit 4 36 Mk., in einem hiesigen Laden liegen geblieben. Ein Messer.

Verloren: Auf der Straße von Großaiheim nach Hanau eine Herrenmansch.tte mit goldenem Knopf.

Zugelaufen: Ein rother Spitzhund.

Entlaufen: Ein schwarzer Schäferhund m. Geschl.

Hanau am 28. Dezember 1898.

^rige Unter-Direktor im Auswärtigen Amt, Jullemier zumBrauerei Kaiser". Abends 9 Uhr: Hanauer Schützen- l französischen GZandten in Kopenhagen ernannt worden. i verein: Vereinsabend imSchützenhof"; Ärevds'scher ! Madrid, 27. Dezbr. Gegen den Eintritt des Gene- - StenographcvvereinApollobund" (Lokal: Gasthaus zum rals Weyler in das Kabinet Sagasta proteftnt ein größerer >Grafen Philipp Ludwig"): Vereinsabeud; Katholischer Theil der liberalen Partei. Es wird eine neue Spaltung

im liberalen Lager befürchtet.

Mus Stadt- und Landkreis Hanau.

Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeHau. ?w.' gestattet.

Verliehen. Den Domänenpächtern Reinecke zu

Ärevds'scher

Männerverein; Verrinseknd im Gasthauszur Sonne"; Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp. imgoldnen Herz"; Steiger-Korps bei Beck. Männerabtheilung der Turnge- meinde: Abends von 910 Uhr: Turnen.

0 FechenhriM, 26. Dezbr. Herr Maurermeister G. Müller ließ heute früh seine Pferde, denen die Sonntags­ruhe im Stalle nicht gut zu bekommen schien, von seinen

Jmmichenhatn, H a r t m a n n zu Coverden und Lüuivg zu Knechten auf der La^strcße auf- und abfuhren. Durch einen Bellenhausen, Regierungsbezirk Cossel, ist der Charakter als dem Rade dahersahreuden Arbetter scheu,g-worden, schlug Köni'liä er vb-ramtman» beigelegt ' I ^8 ber Pferde aus und traf den Vorübersahrenden so uv-

* Reichsbank. In Apenrade wird am 2. Januar 8^ ^p er wei fortgeschleudert wurde uns einen doppel- * KrankenrMe'^^D^ Kränkendste' Allaemeine^ " ^t8echeuheim^2T Dezbr. Am Abend des zweiten Festtages Krankenkasse. ©er Kravken.asfc.Allgemeine beaina der hiesige evangelische Jünglings- und Jungfrauenverein ae-

Polttische und unpolitische Nachrichten.

(Depeschen-BureauHerold".)

Berlin, 27. Dezbr. Der Kaiser beabsichtigt heute Abend daS Observatorium in Potsdam zu besuchen, um von dort aus die totale Mondfinste niß zu beobachten.

Berlin, 27. Dezbr. Nach einer Mittheilung des Aus­wärtigen Amtes hat Herr Marrcqutn die Uebernahme der Präsidentschaft der Requblik Coluwbien dem Kaiser ang^zeigt.

Berlin, 27. Dezbr. Das Staatsministerium Mt um 2 Uhr unter dem Vorsitz des Fivanzministers Dr. Miquel in seinem Dienstgebäude zu einer Sitzung zusammen.

Berlin, 27. Dezbr. In der Willmersstraße in Char- lortenburg ist heute Nacht eine Frauensperson durch Erwürgen erwerbet worden. Der Thäler ein Barbier Namens Friedrich

Busse ist festgenommen worden. Er hat die That bereits eingestanden.

Danzig, 27. Dezbr. Das Schöffengericht vetzurtheilte heute den verantwortlichen Redakteur der Gazzette Gdar.ski, von Paledzki wegen Beleidigung des Andenkens des ver­storbenen Fürsten Bismarck zu sechs Wochen Haft und ver­haftete ihn sofort wegen Fluchtverdacht.

Mannheim, 27. Dezbr. Die Pure Oil-Kompauy pachtete in Ludwigshafen ein großes Terrain zur Anlegung eines Petcolenwtanks.

Wien, 27. Dezbr. Die Prostituirte Franziska Hofer wurde Nachis von einem unbekannten Thäter in ihrer in Ottakring belesenen Wohnung in bestialischer Weise ermordet.

Wien, 27. Dezbr. Unter den bei dem Neuhäuseler Eisenbahn-Zusammenstoß verwundeten Personen befand sich such der Fabrikant Tokolows'i aus n.

Paris, 27. 3>jbr. Tem Figaro zufolge ist der lr?-

Aeranrenraye. ^kr Kranteniaije.Allgemeine beging der hiesige evangelische Jünglings- und Jungfrauenverein ge- Kranken-Unlerpützuvgskaffe zu Langeusklbold (E. H.)" ist «einsam die Feier des Weihnachtsfestes im großen Saale des Ver- die Bescheinigung ertheilt worden, lag sie, vorbehaltlich der' einshauses, welcher festlich widerstrahlte im Glänze der Hochaufge- Höhe des Kranlengeloes, den Anforderungen des § 75 des A'tm hellleucht-nd-n Weihnachtsbaumes Nach ^

» , ° > Gesang des EboralS: .Wir singen Dir Emmanuel 2c. hielt Herr

Kran^noeisicherungsgesitze? gerügt. > Pfarrer Fritsch eine Ansprache, in welcher er auf Grund der Epistel-

* Eladtthsaisp. (Conrad Dreher- G.a stspiel.) textes des 2. Weihnachtstages hinwies auf die in Bethlehem er- Mit besonderer Freude steht man diesmal dem einmaligen schienene Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes und seine Zuhörer Gastspiel des berühmten Künstlers entgegen. Waren doch ^M nmahu^ um

l t n ' - - °a , .dereinst auch mit ihm Erbe Des ewigen Lebens zu werden.

gerade he>e 3 Rollen, in denen L ^er diesmal au t- tt, öte»; folgten nun zahlreiche gesangliche, deklamatorische und musikalische senilen, die sich jedesmal Fürst Kismarck, der sonst in letzten i Vorträge, an welchen sich außer den Mitgliedern der genannten Ver­fahren nie das Threter besuchte, in Kissin-en von ihm vor-' eine auch solche des Kirchenchors und Zitherklubs in dankeswerther

^i-i.y r;.6 ^rehnÄ faichtiicnhe Komik sein olänrend Weise betheiligten. Herdorhebcn möchten wir die Festspiele: .Die

spte.en Leg. Dreher S saicwucuvk «ömt^ fein gf-anzerv Christnacht" und .Zum Jahreswechsel", ferner die gesanglichen Vor-

P0t«ilrter Kouplet-Voistag und seine seltene Chara-.enmunzs träge des Jungsrauenvereins. Ungetbeilten Beifall aller Anwesenden

kunst werden Luch diesmal wieder zu voller Wirkung ge- f«nd sodann die Ueberreichung eines Weihnachtsgeschenkes an Herrn langen i Pfarrer Fritsch durch den Jünglingsverein, durch welches der Dank

^ hMk Qitr tou.iw» Kais.r-V^arnma ' des Vereins für die selbstlose, unermüdliche Arbeit des LeiterS, die 6ur tzeute.ZU. «arttsune . Kats.r-Morawa, gewi6 nW ohne bleibenden Segen für die ganze Gemeinde sein

geüffr.et von 10 Usr 0 orgevs bis 10 u«i ubeav». , werbe, zum Ausdruck gebracht wurde. In seiner Erwiderung dankte

Stadttueater in Hanau: Gcst piel dts Königl. Hofschauspie- i dieser wie hierfür, so auch seinen Mitarbeitern für ihre Hilfe und

br§ Conrad Dreher:Schloß Mr-nbeliar»)"Ein blauer Unterstützung, besonders Herrn Kandidat Krannepuhl für sein stets

^s.,« _ ^r^J sZrhättniff « A^sana 7 Uhr bethätigtes Interesse an dem Gedeihen und den Bestrebungen des

. Vereins und das schöne Gelingen des heutigen Festabends, ferner Äbends 8 U ^ r; K-.rchenchor der .w^nmsurchc. ^.sio^e Schwester Wilhelmine für ihre umsichtige und trefstiche Leitung im UebuNgssälchen der Johanniskirche; Evang. Männer- des Jungftauenvereins. Sinnige Gegengeschenke wurden sodann an und Jünalingsverein: PosaumWlajen (Ev. Beremshaus); sämmtliche Mitglieder des Jünglingsvercins vertheilt; auch die ^ ^«-w (W. w Is*Mbm7.Ä

fasse Nr. 64) ; Außerordentliche Generalv-rfammlung in ber unb ba au6 roie überall auch hier Fortuna bei der Vertheilung der Zrauerei Weismantel". Abends 81/» Uhr: Christ- Gewinne mitunter sehr launig war, so entbehrte auch diese nicht gar licher Arbeiterverein: Gesangstunde im Vereinslokalzum ergötzliche und hestere Moments Gemeinschaftlicher Gesang:

Banbmnte.a^rBrt«; 3»i.«MSi5f*S8?'1 ***** ' "

Elephanten"; . ........

in derAllemania"; Arends'icher Stenographen - Verein (Lokal:Zum Brauftüb'l"): Abends von 8x/s91/« Uhr: Unentgeltlicher Kursus; von 9*/»10^$ Uhr: Lesen im Ver- einsblatt. Turn- ü. Fechtklub: Abends von 81/*10 Uhr: ______

Turnen her Herren ahtheisvM; hierauf; Vereinsabend in der im rächnen Fr-bjrbr in unserer Vo stadt Web!hei«en zu er-

W» VM MsVi^; ut» d<m SmchK«kKMet<«!

Cassel, 26 Dezbr. Als Beitrag für des B-u eiucs

LettMetsn

er seinen Hunger nur mit Bros und Kaffee. Er entkräftete dabei so sehr, daß, als er Berlin zu Fuß wieder verlassen

KtMtheatrr in Ama«.

Hanau 27. Dezbr.

Stückes ist mit theatralischer Findigkeit hurcbgefübrt, mit ungewöhn­licher Spannung weiß der Autor sein Publikum an die Vorgänge auf der Bühne zu fesseln und mit starken äußeren Wirkungen zu blenden. Die Situationsspannung der drei ersten Akte ist mit Ge- . . - - . . _ , ,. -. ,. -

schick ausgeführt bis zum dramatischen Höhepunkt, der am Schluß hmauskam, obgleich er es zweimal versuchte. Die hikstgen des dritten Aktes liegt; die Lösung des Konstiktes im vierten Akte Arbeitsnachweise für Bäcker konnte er nicht mehr in Anspruch weckt Erinnerungen an eine ähnliche Lösung in einem Stücke eines nehmen, da ihm das Geld zumEinschreiben" fehlte und äSSBb^^ °»i-.d-m°°°d-, -n-imz-hl d-,»Wo

allen Theilen äußerst sorgfältig vorbereitete, die szenische Ausstattung nur einige Stellung erhielten. Voller Verzweiflung uocr seine ' " ' " x - girt; traurige Lage trug er sich schon mit Selbstmorrgedanken, und

lieber roer we^ roojU sie geführt hätten, wäre er nicht in der letzten Noth zu uns gekommen. Er war nun vor Hunger schon so wzienraths Satorius große An- schwach und krank, daß er kaum laufen sonnte und fas( ju- "^^'~L 7 ", einem so bewährten Darsteller wie sammenbrach. Auf Zureden wandte er sich jetzt an seine

er"Herr Linzen in unserem Ensemble ist, für seine prächtig anze- Schwester, die ihm" das Geld zur Heimreise sandte. Kurz

1Ich habe es immer nicht ge-

wollte, er vor Schwäche nicht über Lie Grenzen der Stadt

Arbeitsnachweise für Backer konnte er nicht mehr in Anspruch

bekannten französischen Autoren, nur daß sie dort weit feiner und

FelixPhilippi'sneuesvieroktigesSchauspiel .DasiErbe" gmg^am Ä»»r-M« Kraft und d-m «Um »Mttitu» in M«. Kron Sari »

würdiae^feurigc'Besiv^^ ^dst Bevormundung seines Unter- ^gt7undHit größer trefflicher Gestaltungskraft durchgeführte Leistung ^derselben faatTer noch"

&£ä »xttÄ S Kärswsä wU'«&^w**-rw* MS &? ^> »Ä't^ÄE '"«^ä.s,?,",»« !!fr^j£Ä!l*ffA -E^

lobenswerth, die Massenentfaltung im dritten Akte brillant arrav! das Regietalent des Herrn Direktor Oppmar hat sich hier w auf das Glänzendste bewährt. Auch die Einzelleistungen der Dar­steller waren durchweg befriedigend. Des Stück stellt besonders an den Vertreter des Geh. Kommerzienraths Satorius große An-

forderungen und wir freuen uns,

versteckte Kündigung seines ^ '' -in Werk b-llassm,

jungen Barons. Nun soll Der an»uivu« ' fcrber a[5 das das er mit Sorgen und Aengsten geschah ' Noch einmal

Erbe seines seligen Herrn anzuseh-n , wohnt war. Noch stemmt' sich sein -ts-rn-s MchZ^

des Barons und er versucht trotzdem z u yaron

»m Wmtrt, tat « M »"RiS. ZL> bereut und emlenken will, ist es »u wi , _

Satorius läßt ein gemeinsames Arbeiten mjt » W | Ein Zug ungesunder Sensationssuch^ wr cht »jj in einem an- JW da« «»«-?»-d""W ». M-»

deren Gewände, m da grelle »ewu^m« ^^ thun, den

versucht. Dem VerfasserL'L^;^ dem durch die Gegen- gezeichneten Gestalten die Elaubwurd g p, D , ^ Wahrschein- fäße der Charaktere bedingten Konst t ^ ^ ^p Sensationr- lichkeit zu geben, als durch wohlfeli VP-nn n ^^ (r ^ mit gelüste der Massen zu befriedigen. » die ibm der Theater-

einem gewissen Geschickl^-i^ seinem Stücke zu

apparat bietet, um den srenischen A S m r u wohlbekannte sichern. Das auö seinen früheren «maen w i ^ ^

Glockengeläute, dann Gesang und^Must hmt r ^annfreig dieser zug u. s w. tragen dazu t MHJ ' der Aufbau des rasfinirtcn theatralischen Mache zu hallen.

Ein-

doch der schauspielerischen Wiedergabe zu danken ist, so gebührt Herrn ma[ hj^ (* nach Berlin gegangen, jedoch nie wieder". Linzen hier der erste Platz. Eine überaus fnne imd dezente ^^ diese Notiz allen jungen Leuten zur Warnung dienen, Wiedergabe ward dem Baron Karl von Laruu durch H-rru«t^ n ^A Li,t mfln L s^, Beruf uns

Götter, während Herr Hille den Abtheilungschcf Matthiescn etwas zu scharf charakterisirte. Eine ebenso sympathische wie liebenswürdige Gestaltung ward der Frau Heuriette Satorius durch Frau Lehm ann.

die da glauben, in Berlin findet man in jedem Beruf vny

Vermischtes

* Als Warnung gegen den leichtsinnigen Zu­zug nach Berlin wird uns von derGescllschafl zur Für­sorge für die einwandernde männliche Jugend" (Berlin C., Sophievstr. 19) folgender Fall mitgetheilt:Im Sommer kam ein junger Bäcker aus dem Rheinland nach Berlin, weil er in einigen kleineren Städten keine dauernde Arbeit fand und hier sofort solche zu finden hoffte. Doch seine Be mühuugen um Arbeit hatten nur den Erfolg, daß er zweimal auf kurze Zeit Aushilfsstellen bekam. Seine wenigen Mittel

zu jeder Zeit Stellung.

Der Ritter vsm Darf. Aus Wien berichtet das Neue Wiener Tageblatt: Dieser Tage ist von der Staats­anwaltschaft die Anklage gegen den berüchtigten Tarfschwindler Alois Ritter erhoben worden. Ritter, der mißrathene Sohn eines verdienstvollen Ministerialbeamten, führte schon seit Jahren eine hochstaplerische Existenz. Nachdem er Offiziers- stelloertceter und Forstadjunkt gewesen war, verlegte er sich aus den Tursschwindel und wurde erst im Februar d. J. nach einer fünfjährigen Kerkerstrafe aus dem Zuchthaus ent-

lassen. Die Eltern nahmen ihn wieder auf, allein wenige Tage später entzog er sich der ihm unbequemen Aussicht und eilte aus den Trabrennplatz, wo er einen ansehnlichen Gewinn

AuchM^r ^Aufbau' des gingen deshalb schnell zu Ende und fast 3 Wochen befriedigte erzielte. Von da ab spielte er die ihm geläufige Rolle des