Erstes Blatt
Heeeementt»
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für Stadt- und Landkreis Hanau 10 ^ Me 4gespaltene Garmondzeile oder deren Raum,
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Amtliches Organ für Staöt- und Lanökreis Hanau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage
Im Rcklammtheil die Zeile 20 ^, für
Auswärts 30
Nr. 296
Dienstag den 20. Dezember
Hierzu
Amtliche Beilage" Nr. 84
21. Bewilligung von M. 73 800 auf E.-O. Titel III, 3 —
_ _ Gesandter am Bundestage waren der Reihe nach: Fürst
Einbauung der Siele im Sandeldamm, Maulb,erallee, Schwarzenberg, Graf Buol, Graf Rechberg, Graf Mcnswrff und Herr von Beust, also sämmtlich Männer dentscheu
Gartenüraße, Grünen Weg, Müsithorwcg und Rhön-
Amtliches
^»<Ä>^VM« ^cm<cm. ^-rMtmachsuges des Königliches Landrathsamtes. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, etwaigen Bedarf an Formularen zu Gemeinde Boranschlägen, zwecks gemeinsamer Beschaffung, innerhalb 3 Tagen hier anzumelden. Hanau am 19. Dezember 1898
A. 4580
Der Königliche Landrath, v. Schenck.
straße.
22. Statut, betr. die Fristen für die Legung und Feststellung der städtischen Jatresrechnung.
23. Verträge mit dem Hanauer Anzeiger und der Hanauer Zeitung hinsichtlich der öffentlich n Bekanntmachungen.
24. Bewilligung von M. 3240 aus Titel XII, 3 für 1898/99 für Nothstandsarbeiten.
25. Anstellung eines Ingenieurs als Assistent für das Gas-, Wasser- und ElektrizilätSwerk.
26. Bericht über die Revision der Stadtkasse.
27. Anstellung eines weiteren städtüchen Polizeibeamtw.
28. Tarif für die bei den hiesigen Messen zur Erhebung
kommenden Standgelder.
18786
Dtcnftliichncht« aus dem Kreise.
Gefunden: Ein gelbledernes Portemonnaie mit 8,35 M. Inhalt. Ein schwarzer Damenregenschirm. Ein Trauring ohne Zeichen.
Hanau am 19. Dezember 1898.
Gefunden: Ein grüner Strumpfbeutel mit Inhalt.
Verloren: Ein gold. Trauring, gez. B. 8. Ein Portemonnaie mit ca. 5 M. Inhalt. Ein goldener Kneifer mit Futteral. Ein Packct Darmseide.
Zugelaufen: Ein junger schwarzer Hund mit weißer Brust und braunen Dorderpsotm, m. Geschl.
Hanau am 20. Dezember 1898.
Bekanntmachung.
Der. Magistrat beschloß in seinen Sitzung-n vom 20. September und 15. November ds. Js. folgende Aenderungen von Straßennennungen vorzuneomen. In Zukunft heißt: die neustädter Hospilalstraße: Leimenstraße, der Heumarkt (Almadt): Im Schloßhof, die Nebengasse (Altstadt): Rabengasse.
Ferner wirr dem Straßenzug von dem Kanalthor bis zur Vorstadt die Bezeichnung Nußallee Mge'egt.
Die jetzt mit vor dem Franks u-ter-THor Nr. 1 und Nr. 2 bezeichneten Gebäude werden für die Folge zur Fran furter- Straße gezählt.
Es heißen:
Namens. Von dielen hat insbesondere Beust in kritischer Zeit eine deutschfeindliche Politik betrieben, wie sie der en- ragirtefte Pole nickt schlimmer betreiben könnte; wenn Oesterreich in dem Kriege Frankreichs gegen Deutschland sich nicht auf die Seite Frankreichs stellte, so war dies nicht Beust's Verdienst.
Wrnn also die deutsche Abstammung keine Garantie für die deutschfreundliche Gesinnung eines österreichischen Staats, mannes gibt, aus welcher Nationalität soll bann der österreichische Minister des Auswärtigen ausgesucht werden? Ein Ruthene, Slovene oder gar ein Czeche würde doch gewiß nicht bessere Garantien geben, als ein Pole. Bliebe also ein Ungar. G-w ß, Graf Androssy war der Mitbezründ r des deutsch österreichischen Bundes und Graf Kulnoky hielt treu am Bunte fest. In den sechziger Jahren aber, gerade in der kritischen Zeit, in der Oesterreich die demiche Einheitsbewegung zu unterdrücken suchte und in der der Konflikt nit Preußen zum Austrag kam, war ein Graf Esterhazy der Spiritus rector der auswärtigen öste reichischen Politik unb Graf Mens mff war nur feine Puppe. Man wird doch überhaupt nicht behaupten wollen, daß die Ungarn persönliche Deutschfreundlichkeit besitzen, sondern wenn sie an dem Bündnisse mit Deutschland festhalten, so geschieht es, weil sie eS für eine Staatsnothwendigkeit Ha'ten.
Und dies ist überhaupt der springende Punkt: nicht die persönlichen Sympathien eines Staatsmanne? biloen die Grundlage für seine Anhänglichkeit an ein Bedürfniß, -onde-n
seine Ueberzeugung von der Nothwendigkeit des Bündnisses
SI^Ht^ois ^artaxu
Al»MAschMHW drs OlrerbürgeEeisteramtes
Sitzung der Stadtverordneten- Bersummlung
am Donnerstag den 22. Dezember 1898, nachmittags 5 Uhr, im oberen Saale des Rathhauses.
Tagesordnung:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Voranschlag des städtischen Wasserwerks für 1899. städtischen Badeanstalt „ „
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«der
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: von
gewerbl. Fortbildungsschule für 1899.
Armenverwaltung
Stiftungen und Nebenfonds „
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studtischen Sparkasse „
M. 373.50 auf Titel VII aus Titel
8.
Bewilligung
IV, 2 Spez.-Et. für 1898/99 — Beschaffung eines Mikroskops für das Schlachth«usbureau.
Ordnung, betr. die Einführung und Untersuchung von nicht im städtischen Schlachthose ausgeschlachtetem frischem
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
Die Straße um den einma^^ beut^ LudM^ ^
Dratomstenstraße, der Weg no. buch des beutfaen rerledhois: < -..... ■ - " "
Fr-cherhüttenweg uno d-r nördliche Theil der Vorstadt: kleine ^,-^ock d7r Gemein,Sast'"i?de/
der Ausdruck beiderseitiger dauernder Interessen," „ber
Hainstraße.
in reit
Hanau den 16. Dezember 1898.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus.
18807
Der am 6. September 1874; dabier geborene Heinrich Wilhelm Deckel meper hat um Entlassung aus dem
preußischen Staatsoe»bände nachuesucht. Hanau den 19. Dezember 1898.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus.
18799
Politische Uebertreibungen.
Mit d;r Rede des Staaissckrelärs von Bülow und der Ueberreichung eines Handschreibens des deutschen Krisirs an Kaiser Franz Joseph kann man wohl den ledigen Zwischeu- fall, der durch die Unge'ch'cklichk it des Grafen Thun hervor-
Gefahren, die die Mächte zu laufen haben." Diese Gemeinsamkeit ist die Grundlage des Bündnisses, nicht die persönlichen Neigungen Der leitenden Staatsmänner. Das wäre ein gewissenloser Staatsmann, der die Interessen des StaateS, für biffen auswärtige Politik er die Verantwortung trägt, feinen Neigungen und Abneigungen unterorbnen wollte. Bis jetzt hat Graf Goluchowski noch keinen Anlaß gegeben, ihm eine derartige Gewissenlosigkeit zuzuirauen.
Angriffe von deutscher Seite gegen den Grafen Goluchowski sind also einstweilen wenigstens ungerecht; sie sind aber auch zwecklos, bem Deutschland kann den Kaiser Franz Joseph nicht zwingen, sich Minister auszusuchen, deren Haarfa-be oder Gesichtsschnitt eine Garantie für deutschfreundliche Gesinnung zu bieten scheint. Da also die Angriffe nicht er- i iitn können, daß Graf Goluchowski entlassen wird, so könnten sie höchster s erreichen, daß er gegm seine Angreifer verstimmt wird. Ob dadurch seine Deurschfreuudlichkiit ge-
gerufen wurde, als erledigt ans-hen. Allzulange bci einem steigert würde, mag sich Jeder selbst beantworten, solchen Zwischenfalle zu beharren, empfiehlt sich auch vom
deutschen Standpunkle nicht, und am allerwm-g'-en empfiehlt Die Interpellation Breton, betr. die Ueber- es sich, Personen hineinzuziehen, die sich selbst von einer Ein- - - —
Mischung in den Fall ferngehalten haben; dies geschieht bei- ” spielsweise, wenn man den Grafen Goluchowski verdächtigt, daß er als Pole die Lockerung des Bündnißverhältniffes zwi-
Fleisch.
Bewilligung von M. 72 aus Titel I, 2 Spez. Et. B. für 1898/99 — Versehung einer Oberlehrerstelle an der höheren Mädchenschule.
Nachbewilligung von M. 54 auf Titel VII, 3 Spez Et. c. für 1898/99 — Vertretung eines Lehrers an der Knabenmittelschule.
Schenkungsweise Ueberweisung von Notmmaterial an den Oratorienverein.
Verpachtung der für die Kläranlage in Dörnigheim an- gekausten Grundstücke.
Einstellung des Spa-markenverkehrs.
Nachbewilligung von M. 326,10 auf Titel IV, 1 Spez.- Et. für 1898/99 — Subsellien rc. für die Oberrealschule.
Verwaltungsordnung für das städtische Elektrizitätswerk. Enteignungs- bezw. Emschädigungsoerfahren des in Straße Nr. 16 fallenden Abschnitts von dem Grundstück 212/36 der Joh. Daniel Lotz'schen Stiftung.
Berichte aus der 18., 19. uns 20. Sitzung der Elektri- zitä'.skommisston.
Bewilligung von M. 20 000 ä. Konto des Extra-Ordinär iums des Etats 1899 zur Beschaffung von Pflastermaterial.
scheu Deutschland und Oesterreich nicht ungern sehen würde.
Ob Graf Goluchowski persönlich dem Bündnisse starke Sympathien entgegen bringt, sei dahingestellt. Wäre dann aber eine Garantie für persönliche Hinneigung zum Bündnisse mit Deutschland gegeben, wenn an des Grafen Gulochowski Stelle ein Deutscher dns Ministerium des Auswärtigen übernähme. Graf Thun ist doch ein recht naheliegendes Beispiel dafür, daß mau deutscher Abstammung sein unb doch die Antipathien des Slaventhums gegen das Bündniß tördern kann. Fürst Bismm ck war gewiß berufen,v ein kompetentes Urtheil über die österreichischen StaatSmännir abzugeven,
Die über die
des „geheimen Dossier" an den Kaffationshof.
Paris, 19. Dezbr.
Kamm-r verhandelt nach der Interpellation Lazies
Vorlage, betr. die Anpassung der Weinsteuw an den
italienischen Handelsvertrag. Ueber den Verlauf der Kammersitzung berichtet ein Telegramm der „Frkf. Ztg." wie folgt: Im Hause herrscht jedoch eine solche Unruhe, daß kein Mensch auf den Redner achtet. Nach halb sechs Uhr endlich wird die Debatte abgebrochen zu Gunsten der Interpellation Breion, die lautet: Unter welchen Bedingungen whb die Regierung den geheimen Dossier an den Kassationshof anglisiern ? Millerand führt in der Begründung aus, die Erklärung Freycinets habe die ganze Kammer beunruhigt, zumal man sie in Zusammenhang bringe mit zweideutigen Streichungen, die Dupuy unb Freycinet schon nach einer früheren Debatte im „Journal Osficiell" Vornahmen. Thatsächlich sei durch
Einstellung eines Verlags von M. 4600 in den Haushaltsplan ‘ für 1899 — außerordentlich — für Herstellungen im Schulhause Erbsengasse Nr. 1.
20. Nachverwilligung von M. 341,80 auf Titel E.-O. 1,12
19.
und gera: e er hat einmal einen nichtdeulschm österreichischen Minister be5 Auswärtigen in einen sehr erfreulichen Gegensatz zu seinen Vorgängern deutscher Abstammung gestellt. I _ Am 19. Februar 1878 rühmte er daS Ver alten des Graten die Reserve, di- Fnycinet g-mocht habe, die Arbeit Andraffy gegen Deutschland. Man könne sich auf die des Kassrlionsrofs ko nprimittirt; denn das Land, auf dem freundschaftliche Gesinnung des Grafen gegen Deutschland der Fluch eines Unrechts schwer laste, erwarte, daß der und auf seine unbedingte Wahrheitsliebe verlaffen. In srü- Kassasionshos in voller Souveränetät die Revision vornehme Herrn Zeiten sei es freilich anders gewesen; da habe er öfter-1 und die Regierunz habe niemals das Recht, überhaupt Bereichische Kollegen gehabt, denen er gesagt habe: „Er ist ■ dingungen an die Sitten zu knüpfen. Millerand protefttrt mir gleichgiltig, ob sie reden, oder ob der Wind durch den schließlich gegen die agitatorische Art, wie Lazies die Parteien Schornstein geht, ich glaube kein W rt von dem, was Sie gegen den Kassationshof ausspielt. (Beifall links.) Dupuy sagen." Die Vorgänge Andrassys von der Zeit ab, in der s antwortet Millerand: Die gestellte Frage ist delikat, aber
zur Einiübruna der elektrischen Leitung in das Marstall-! Bismarck eine Rolle in der preußischen auswärtigen Politik; derart, daß eine Ablehnung der Antwort Zweifel erwecken gebäube 8 'zu spielen begann,^also seit dem Antritte seiner Stellung als müßte. Wir haben von vornherein uns für den Schutz der
Die heutige Nummer umfaßt außer demttuterhaltuugSblatt 12 Leiten.