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Amtliches Organ für Htaöl- unö Landkreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 295

Montag den 19. Dezember

EinrückungS- gebühr

für Stadt- und Land­kreis Hanau 10 ^ bw 4gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

1898

Amtliches

LnnHArksriS ^anaxu NelMMAachMßes des Kömglicheu Landrathsamtes.

In Klein-Steinheim, Kreis Offenbach, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und die Gehöfts- und Gemarkungs- sperre angeordnet worden.

In Lichenroth, Kreis Gelnhausen, ist die Seuche erloschen und die Sperre aufgehoben worden.

Hanau am 19. Dezember 1898.

Der Königliche Landrath.

v. Schenck.

den Sp-zialtarif III zu zersetzen, und eben für Futtermittel Amtsantritte unangenehme D-mon trationen und selbst erneute einschließlich 1er Kleie den Spezialiarif III zu gewähren. Reibungen zwischm dm Muhamedanern und Christen be- Zu sehr eingehenden Verhandlungen führte die Frage einer fürchtet werden.

weiteren Tarifermäßigung für Tbomarpoosphatmehl in Ver- Wien, 18. Dezbr. Im Amtsblatt wird heute das bindung einer solchen für TvperptzoSphate. Die Mehrheit kaiserliche Patent publizirt, durch welches die Landtage mit des Landts-Eisenbahnratys war der Ansicht, daß z. Zt. noch Ausnahme derjenigen von Dalmatien, Jstrien, Salzburg und erhebliche Bedenken entgegenständen, und vermochte die Er- Tirol einberufen werden.

Mäßigungen nicht zu befürworten. Eine Vorlage, betreffend Venedig, 18. Dezbr. DieGazetta Venezia" bestätigt, Frachtermäßigung für Obst in Wsgrnladungen, wurce zur daß ein Theil des Dozeu-Palastes von der Gefahr des Ein- nochmaligen Berathung in den Ausschuß zurückoerwiesen. sturzes bedroht sei.

Wien, 18. Dezbr.

Im Amtsblatt wird heute das

!Zum Mitgliede des ständigen Ausschusses des Landes-Eisen-

^QönitCr dcsseN- Snlloertreter der Kommsrzien-RathArnyold gewählt.

Rom, 18. Dezbr. Die Anti-Anarchistenkonferenz wird, bahnraths an Stelle drs aus Gesundheitsrücksichten ausge- wie in gut unterrichteten Kreisen verlautet, am 21. ds. be- schiedenen Geheimen Kommerzien-Raths Dr. Websky wurde endigt werden.

d-r Staats-Minisür Graf von Zenlitz-Trützschler und zu

London, 18. Dezbr. , Es wird befürchtet, daß mit dem

Bekanntmachung.

An alle Zahlungspflichtigen ergeht hiermit die Auf­forderung, die noch zu zähmenden Beträge pro 1898 im Laufe dieses Monats, spätestens jedoch Dienstag den 27. Dezember vormittags oder Mittwoch den 28 Dezember d Zs. zu entrichten, da am 29. laufenden Monats für alle Rückstände das Mahnverfahren beginnt.

... v.uvuuuu ...,.uUuJw. v,«lu,v1u yi»»,.., bei South Shields gesunkenea DampferJlios" 20 Mann, Erhöhung des Diensteinkommens. 33500 Post- darunter auch der Kapitän zu Grunde gegangen sind. Unterbeamte sollen nach dem Etats Entwurf 1899 eine Er- Wenigstens hat man bisher nur von drei Geretteten Nach- köhung ihres Dunst-Emkommens e.Halten, und zwar 2800 richt, während die Besatzung 22 Mann zählte.

nicht an gestellte durch bte etatsmäßige Anstellung in neuen; Listabon, 18. Dezbr. Die Regierung dementirt Stellen, rund 1500 Land-Briefträger durch Beförderung! kategorisch vie Gerüchte von einem angeblichen Verkauf oder zum Briesttäger ober Postschaffner, 10200 Land-Brief- einer pachtweise» Urberlassaog der Delagoa-Bey.

träger durch die Erhöhung des Meist- Gehalts von

Paris, 18, Dezbr. Die von derLibre Parole" ver-

900 aus 1000 Mark; 14000 Briefträger und Post- anstaltete Sammlung für die Wittwe Henry ergab bis jetzt

schaffner durck die Erhöhung des Mindestgehalts von 800; die Summe von 56,000 Francs.Siöcle",Radical" und auf 900 M<vk, 5000 Briefträger und Postschaffner durchRappel" protestiren dagegen, daß verschiedeue Offiziere sich In der Zeit vom 29. Dezember 1898 bis zum Beförderung in gehobene Stellen mit,Zulagen bis zu 300 unter den Zeichnern der Liste befinden.

10. Januar 1899 einschlietzlich können wegen Mark. Daneben gehen natürlich für viele Tausende die vor- Paris, 18. Dezbr. Die Antisemiten beschlossen, bei der

Ueberschreibung der Bücher Zahlungen nicht malen A terszulagen ihren Weg; es erhalten also zahlreiche Ankunlt Max Regis in Paris großartige Kundgebungen zu

entgegengenommen werden; Ausnahmen hiervon Unterbeamle doppelte Gehalts- ;c. Erhöhungen. .

werden jedoch wie üblich bei denjenigen Büchern jederzeit In einer halbamtlichen Auslastung über die

Paris 18. Dezbr. Die Antisemiten beschlossen, bei der

Veranstaltern

Paris, 18. Dezbr. Der gestern hier eingetroffene

gestattet, deren Inhaber gleichzeitig abgemeldet werden. yiuyt. u» <Jiuuu.myiyun.ti IVI'V vuiumj ^uiycwicicr, i'un yc- pn |i|U,e x.yivnjv<yn WIIV vit yu

Für das Rechnungsjahr 1899, welches mit dem wissermaßen als Begleiterscheinung der fortgesetzt sich günstiger^uno sich dann nach Nizza begeben.

2. Januar beginnt, werden die Bücher vom 11. Januar gestaltenden materiellen Lage der Beamtenschaft, sich eine stets

Frage der Beamtengehätter wi'd darauf Hingewiesk!'

bat? ge-

persische Thronfolger wird die ganze Woche hier verbleiben

ab wieder entgegengenommen.

Hanau, 13. Dezember 1898.

Der Vorstand der Hanauer Ortskrankenkaffe.

Ph. Müller,

Vorsitzender.

Paris, 18. Dezbr. Das Budget der Stadt Paris für

anwachsende Agiiation zu Gmisten fernerer Gehaltsauf- dieses Jahr belauft sich auf 350 Millionen Francs.

Paris, 19; Dezbr. Die Spionage-Affaire, welcher die

Tagesschau.

! besserungen bemerkbar gemacht und immer weitere Kreise der i Unterbeamten in ihren Bennkreis gezogen habe. Die Be­the l-gung an diestn agitaiorischen Bestrebungen sei nicht ge- 18639 eignet, der Erfüllung der von den Unterbeamten gehegten -""1" ; weiteren Wünsche die Wege zu ebnen. Für die Hebung der

Lebensunterhaltung der Beamtenschaft gebe es eine Grenze, ; die namentlich durch die Höhe der für solche Zwecke zur Ber­

Regierung auf die Spur gekommen ist, scheint einen großen Umfang anzurehmen. Wie neuerdings verlautet, handelt es sich nicht um Verrath des neuen Gewehrmodells, sondern des neuen französischen Feldgeschützes. Der mit der Untersuchung betraute Richter Flory beobachtet strengste - Zurückhaltung, sovaß authentisches bisher nicht in Erfahrung zu bringen war.

Paris, 18. Dezbr. Die letzten Nachrichten aus Mada­gaskar lauten sehr schlimm. Die Sakalaven haben mehrere französische Soldaten und Ansiedler getödtet. Es wird des­halb eine Strafexpedition nach dem Gebiete der Sakalaven abgehen. Was die Pest anlaugt, so hat dieselbe keine weitere Ausdehnung angenommen.

Amsterdam, 18. Dezbr. Esterhazy wird nächsten Dienstag nach Haag übersiedeln. Esterhazy führte einem Journalisten gegenüber Klage darüber, daß ihm zahlreiche anonyme Schmähbriefe und Dlohungcu zugegangea feien.

Von der Marine. .^"Un, 15. Dezbr. La^ tell^ ^gung stehenden materiell!N Miit'l des Staates gezogen ist. graphischer Meldung an daS Oberkommando der ^Jtarine ( haben folgende Schiffsbewegungen stattgefunden: Der Reich s- PostdampferBayern" mit den abgelösten Besatzungen der Schiffe des Kreuzer-Geschwaders, T'ansportfuhr^ Einige Organe der freisinnigen und wzia-

zur See Koellner, ist am heutigen^Tage in Colombo ernge- Eschen Presse beschäftigen sich heute mit einem angeblich in troffen und alsbald nach Aden in see geganflen. S. . S. Aussicht stehend- n neuen Flotienplan. Wir sind in der Lage Prinzeß Wilhelm", Komandarst: Fregatten-KaMa^ eaf das Bestimmteste feststellen zu können, daß an keiner Mit dem Geschwader Chef, Vize Adm.ral von Drederichs "stelle die Vorlage eines neuen FloNenplants orer einer

Bord, ist am 16. Dezember tn Nagastki eingetroffen und " - - - -

beabsichtigt, am 27. Dezember nach Shanghai in See zu gehen.

Kaiserliches Geschenk. Der Kaiser hat dem Reichs­tage wieder ein Geschenk übcrwiesen, eine Wandtafel deutscher Kriegsschiffe, welche unter Benutzung amtlichen Materials und unter Mitwirkung des Marinemalers Willi Stöwer bearbeitet ist. Die Tafel ist in der Bibliothek des Reichstages aufge- bänat worden. Sie zeigt in kolorirter Lithographie eine ------- u ~

Seitenansicht und den Durchschnitt des Linienschiffes Kaiier: Kaiser empfangen und hielt einen anderthalbstündigen Vor-1 zurückgeftellt werden. Wir werden in nächster ^ridrich III d.s KreuzersGeier", der beiden großen trag über die Verhältnisse im deutschen Schutzgebiete. Auf «>---* ««* »«. h^i^M w«äs«« «« #ti«AAbts Kreuzer Kürst Bismarck" undFrrya" sowie zwei Tor- seine Bemerkung, daß in Kamerun ein bischen zu viel regirt doboote werde, erwiderte der Kaiser, dann kann ich ja die Hälfte

Dan'kadreffe an den Kaiser. Der Verband der meiner Leute zurückkommen lassen. Die Herren sollen wissen,

Keine Agitation werde die Staatsregierung veranlassen können,

diesi Grenze zu überschreiten.

I Offiziöse Erklärung Die

Nordd. Nllgem. Ztg.

//

Abänderung des Floltengesetzes beabsichtigt wird. An der ganzen Sache ist kein wahres Wort.

Politische und unpolitische Nachrichten.

(Depeschen-Bureau§erolb".)

Berlin, 18. Dezbr. DasKleine Journal" meldet:

Dr. Esser, welcher aus Kamerun nach siebenmonatlicher Ab­wesenheit znrückzekhrt ist, wurde gestern Nachmittag vom

Fridrich III.,

pedöboote.

Aus Stadt- und Landkreis Hanau.

Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeH«n. ? n,." gestattet.

DC Infolge des Jnferatenandrangs zu vor­gerückter Stunde mußten verschiedene Artikel

Nummer für den heutigen Ausfall zu eutschädi-

gen versuchen.

* Fernsprechverkehr. Vom 1. Januar 1899 ab sollen versuchsw- ise Gesp ächsanmeldungen für Doppelge- sp äche von 6 Minuten Dauer im Fernsprechverkehr zuge- n^eu werden. Zwischen denselben Korrespondenten ist ein

katholischen Studenten-Vereinignngm Deutschlands Hot an den daß sie dazu da sind, dem deutschen Kapital den Weg zu sp äche von 6 Minutru Dauer im Fernsprechverkehr zage- Kaiser aus Anlaß der glücklichen Heimkehr von der Orient-- ebnen und das deutsche Kapital zu schützen. Zum Schloß laff-n werden. Zwischen denselben Korreipondenteu ist ein reife und der Scher kung der Dorwition eine Adresse gerich-' überreichte der Kaiser Herrn Dr. Esser den Kronenorden länger als 2 Einheit-n dauerndes G speäch nur dann statt- tet aus welche der Kaiser ein Antwortschreiben sandte. In 2. Klaffe, indem er sagte: Ich gebe Ihnen die höchste Aus- haft, wenn vor oder während dieser Zeit keine weitere An- demselben beißt er: Er freue sich über die Kundgebung trener' Zeichnung, w-lche ich Ihnen geben kann, um damit zu ^melvring erfolgt ist. Die mue Bestimmung tritt zunächst nur Eraebenheit von der katholischen akademischen Jugend und dokumentiren, wie ich eS anerttnue, nunn ein wüthiger Mann für ten Verkehr innerhalb des Reichs Telegrapheugebietes in nnnp hte 91brtffe dem Hobemollrrn-Museum zur Aufbewahrung wie Sie drei Mal sein Leben aufs Spiel setzt, sich Mühen Kraft.

Ergebenheit von ... ...

habe die Adresse dem Hohenzollern-Museum zur Aufbewahrung

überwiesi». L n t , ,

Tarifiragen. In der Sitzung des Landes Eisenbahn- raths am 16. d. M. wurde über zahlreiche, für Handel, Gewerbe und Landwirihschast wichtige Tariffragen verhandelt. Von allgemeinerem Interesse waren insbesondere die folgen­den: Schon seit langer Zeit schweben Berathungen darüber, ob es angängig sei, den denaturirten und den zur Dena- türirung bestimmten Spiritus in den Spezialtarif III auf- zunehmen. Spiritus tarisirt in der Allgemeinen Wagen- ladungsklasse, eine solche Deklasfifikalion würde also eine be­deutende Ermäßigung der Fracht bedeuten. Der Landes-Eisen- bahnrath hat sich für die Deklassifikation des denaturirten Spiritus ausaesvrocken. Ferner wurde mit großer Mehrheit^»»»..»» «»,«.....- ... -------- o--m- .

besürmart-e Qn/#or ltIr sMiisFüRr n»a hem ß^nerialtarif T in Berufuna des Prinzen Georg herrscht und daß bei seinem

Beförderung unverpackter ^a^träb«?. Nach

und Entbehrungen auferlegt, um unseren Kolonien den Segen * Beförderung unverpackter Fahrräd-r. Nach

des deutschen Kapitals zu Theil werden zu lassen und ich einer von dem Minister der öffentlichen Arbeiten erlassenen

werde dieses deutsche Beispiel im Auslande zu schützen wissen. Verfügung an die Kgl. Eisenbahndirektionen ist vom

Ich wünsche, daß nicht lauter abgebrochene Existenzen ihre '

letzte Zuflucht zu den Kolonien nehmen, sondern daß ich für jede dieser Kolonien einen Mann hätte wie Sie. Die einzig dastehende Auszeichnung, Dr. Esser ist erst 32 Jahre alt, um so höher zu bewerthen, als Esser bisher noch keinen

1. Januar ab die Beförderung unverpackter Fahrräder ohne

preußischen Orden besessen hat.

Wien, 18. Dezbr. Eine bemerkenswerthe Athener Mel­dung derPol. Korresp.", die effenbar aus diplomatischer Quelle stammt, besagt, daß unter den Muhamedanern auf : Kreta besonders in Kandia große Unzufriedenheit über die

Lösung von Fahrtausweisen (Expreßgut) mit alleiniger Aus­nahme des Berliner Vorottsverkehrs nach den Bestimmungen des Staatsbahn-Personen- und Gepäcktarifs wieder g e- st a t t e t. Die Entscheidung darüber, in welchem Umfange Schnellzüge für Beförderung unverpackter einsitziger Zweiräder zugelasseN werden dürfen, bleibt vorbehalten.

* Stadttheater. Für die am Mittwoch Nachmittag 3 Uhr statlfivdende Kinder - VorstellungHäusel und Gre- tel" undDer Weihnachtsmann" werdenBiillets (zu halben Preisen) schon moraen Diensiar Nackmitta- von 46