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17. November

Hanauer Anzeiger

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ihn beglückwünschenden Mitgliede der griechischen Kolonie gegenüber, die offizielle Mittheilung seiner Ernennung habe er noch nicht erhalten, sondern uur die Aufforderung, sich be­reit zu halten. Er hoffe als Gouverneur durch strenge Ge­rechtigkeit gegenüber beiden Stämmen Kreta Frieden und Wohlstand wiederzugeben.

Krakau, 16. Novbr. 25 Studirende des Krakauer Polytechnikums und 9 Studenten des agronomischen Instituts Pulaw sind wegen angeblicher gemeinschaftlicher Verschwörung von der speziell dorthin delegirten Petersburger Gendarmerie verhaft-t und mitgenommen worden. Unter den Verhafteten befinden sich viele Russen.

Rom, 16. Novbr. Aus Santa Cruz wird gemeldet; Die kubanische Nationalversammlung beschloß, die Präsidenten- würde abzuschaffen. Die Verwaltung übernimmt ein Exekutiv­komitee.

Rom, 16. Novbr. In der Anarchistenkonferenz wird Canevaro den Vorsitz führen. Einige Mächte haben bereits für die Konferenz Separatanträge angemeldet.

London, 15. Novbr. Nach einer aus New-Dork ein- getroffenen Meldung ist eine amerikanische Flotte mit ver­siegelter Ordre nach Europa abgesegelt.

London, 16. Novbr. Chamberlain erklärte, es seien im letzten Jahre viele Streitfragen zwischen Frankreich und England auf der Tagesordnung gewesen. England habe in der Madagaskar-Frage, in Siam, Tunis und im Nigerfalle den Forderungen Frankreichs nachgegeben. Es sei aber jetzt entschlossen, diese Nachgiebigkeit nicht weiter fortzusetzen. Eng­land sei jetzt gerüstet und könne mit bewaffneter Hand seinen Wünschen Geltung verschaffen. Frankreich dagegen sei nicht gerüstet, die französischen Küsten seien den englischen Kriegs­schiffen preis gegeben. Er sei daher überzeugt, daß England jetzt alle Fragen, die noch zwischen den beiden Ländern schwebten, regeln werde, damit ein für alle Mal die beiden Nationen freundschaftliche Beziehungen zu einander haben könnten.Daily Chronicle" bemerkt zu der Rede, die französischen Politiker sollten sich ganz besonders den Theil der Rede Chamberlain's zu Herzen nehmen, wo er von der unzureichend vertheidigten französischen Küste spricht. Weiter meint das Blatt, England wolle keinen Konflikt mit einer europäischen Nation. Sobald die jetzt schwebenden Streit­fragen geregelt sein würden, werde kein Grund zu weiteren Streitigkeiten vorliegen.

London, 16. Novbr. Eine Reserve-Flotte von acht Kriegsschiffen in Chatiam erhielt Befehl, in der Nordsee eine Kreuzfahrt zu unternehmen.

London, 16. Novbr. DerGlobe" meldet aus New- I)ork: Für den Fall, daß Spanien seine Erwiderung länger als bis heute verzögert, hat Day Instruktion, ein Ultimatum bis zum 25. November zu stellen. Nach Ablauf dieser Frist wird Amerika sofort Jloilo und die übrigen noch in Spaniens Händen befindlichen Häfen auf den Philippinen besetzen und eine Flottendemonstration an der spanischen Küste vornehmen. Die Rüstungen in Amerika werden ziemlich lebhaft betrieben.

Aus Stadi- und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeHan. An;", gestattet.

* Außerordentliche Quittungskartenreviston. Sicherem Vernehmen nach findet von Montag den 21. d. M. ab in hiesiger Stadt eine außerordentliche Quittungskarten­reviston statt, welche von Büreaubeamten der Versicherungs­anstalt Hissen Nassau zu Cassel ausgeführt werden wird. Für Arbeitgeber, welche mit der Verwendung der fälligen Beitrags­marken etwa noch im Rückstände sind, empfiehlt es sich daher, zur Vermeidung von Strafen das Versäumte alsbald nachzu

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der fremden Beamten, der die Kosten der öffentlichen Bauten, die Zinsen der Anleihen bezahlt. Zwei Millionen Fellachen gibt es in Egypten; nicht weniger als 2000 davon mußten im Jahre 1890 ihren Landbesitz zwangsweise verkauft sehen, weil sie die Steuerrückstände in keiner Weise erlegen konnten. Dabei sammelten sich in den von den Engländern tadellos verwalteten Regierungskassen mächtige Reservefonds an. Erst in der jüngsten Zeit haben die Engländer begonnen, die Grundsteuern der am schwersten belasteten Provinzen einigermaßen zu erleichtern.

Jene verzweifelte Stumpfsinnigkeit, die einen so mar­kanten Zug im Charakter des Fellachen bildet, erklärt sich leicht daraus, daß er den Eindruck gewinnen muß, als ob Alles und Alle sich gegen ihn verschworen haben. Er will sein Recht gegen einen Bedrücker suchen, aber die ungeheuren Gerichtskosten vernichten seine Existenz, selbst wenn er sein Recht erlangt. Ein Fellache war einem griechischen Wucherer 8 Pfund schuldig; da er nicht zahlen konnte, mußte er die Verschreibung wiederholt erneuern, schließlich veisiel sein Grundstück dem Zwangsverkauf, und obgleich es dabei 85 Pfund trug, blieb^er infolge der hohen Gerichtsgebübren auch nach dem Verluste seines Eigens dem Wucherer noch 11 Pfund schuldig. Erst im Jahre 1892 wurden durch die per­sönliche Initiative des Khedive die Gerichtskosten um 50 Pro­zent ermäßigt. Der Fellache hatte einen einzigen Luxus, den Tabak, den er seinem Boden billig, wenn auch mcht m be­sonders guter Qualität abgewann. Da wurde der Tabakbau im Jahre 1890 von der anglo-egyptischen Regierung ganz untersagt, um die Einsuhr des türkischen und griechischen Tabaks zu begünstigen.Wir würden (sagt der öst-rre.chifch- Konsul Th. Neumann, ein langjähriger, eheran^lophl ae- sinnter Kenner des Nillandts) in der Geschichte der Volks- wirthschaft wohl kaum ein Beispiel finden, daß eine blühende, bedeutender Vervollkommnung fähige Kultur des eigenen Landes aus fiskalischen Gründen vernichtet wird, um eine große Einfuhr ausländischen Produktes zu ermöglichen.

holen. Auch empfiehlt eS sich für die Arbeitgeber, die Quit tungskarten der Versicherten in den nächsten Tagen be reit zu halten, damit die Karten etwa auch in Abw serbelt des Arbeitgebers von dessen Angehörigen und Beauflragien dem Koutrollbeamten alsbald vorgelegt werden können und dadurch öftere Störungen und Zeitverluste für beide Theile vermieden werden.

* Hofbrauhaus Hanau vorm. G. Ph. Nieo- lay. Vorgestern Nachmittag fand im Gasthauszu den drei Rindern" die 2. ordentliche Generalversammlung statt, in welcher 1568 Aktien vertreten waren. Der zum Vortrag gekommene Geschäftsbericht betonte, daß das Unternehmen sich in erfreulicher Weise weiter entwickele. Im abgelaufenen Geschäftsjahre habe sich der Bierverkauf exelusive Haus- trunk auf 58 050,31 hl belaufen gegen 53105,93 hl im Vorjahre, mithin wurden 4944,38 hl mehr verkauft. Seit dem zweijährigen Bestehen der Altien-Gesellschaft habe sich der Umsatz um 15 000 hl gehoben. In seinem weiteren Berichte erwähnte der Vorsitzende des AussichtSraths, daß behufs Abstoßung der bestehenden Hypotheken und zur Er- böhung der Betriebsmittel eine Obligations-Anleihe von 1300 000 Mark ausgenommen wurde und zur Deckung der hieraus entstandenen Unkosten eine stille Reserve von 40 000 M. teilweise Verwendung fand. Trotz des außerordentlichen Auf­schlags der Rohmaterialien, des milden WinterS u. s. s. sei eS möglich, wiederum 6 Prozent Dividende zu verteilen und mit einem Saldovortrag von über 31 000 Mark ausgerüstet ins neue Geschäftsjahr zu treten. In Gerste, Malz und Hopfen habe die Verwaltung äußerst vortheilhafte Abschlüsse gemacht. In einer auswärtigen Zeitung wurde bei Besprechung des Geschäfts­berichts bemängelt, daß bei der TantiLmeberechnung der Ge­sellschaft der Vortrag aus dem Vorjahre ron 31448 Mk. tantiömepflichtig eiudezogen wurde, ein Verfahren, daS des­halb nicht als korrekt angesehen werden könne, weil aus die­sem Betrag bereits im Vorjahre Tantiöne berechnet und somit aus dem Betrag zweimal Tantieme bezahlt werden solle. Der Vorsitzende des Anssichtsrathes Herr F. Canthal betonte, daß die Rechtsauffaffung der Verwaltung, bei Berechnung der Tantöme dem Reingewinn den Vortrag aus dem Jahre 1896/97 hinzuzurechnen, eine berechtigte wa--, wie auch einer unserer anerkannten Rechtsgelehrteu, Dr. Herm. Staub, in dem Kommentar zum Allzem. deutschen Handelsgesetzbuche, Art. 192 § 5, ausgeführt habe. Die betreffende Stelle lautet;

Die Art der Vergütung ...... In der Praxis geht man sogar noch weiter und legt nicht immer den ganzen für die Aktionäre vertheiluugsfähigen Bilanzgewinn der Tantiämeberechnung für den Auffichtsraty zu Grunde. Man zieht z. B. den sog Ge- Winn-Vortrag aus dem vorigen Jahre von der Summe ab, von welcher die Tantieme berechnet wird, weil dies kein Gewinn des betr. Jahres und von jener Summe schon im Vorjahre Tantieme gezahlt ist. Die Praxis erscheint nicht begründet. Wenn die Tantieme in Prozenten des R-ingewinns besteht, so ist der ganze bilanzmäßige Reingewinn darunter zu verstehen. Der Einwand, daß von dem Gewinnvortrage schon einmal ein prozentualer Theil als Tantieme vertheilt ist, ist nicht stichhaltig. Denn der Gewinn-Vortrag ist eben in das neue Geschäftsjahr hinüber­genommen, die ihn darstellenden Vermöoenswerthe haben in dem Geschäfte mitgearbeitet, sind von den Verwaltungsorganen mit ver­waltet worden, und für diese Verwaltung besteht die gleiche Ver­antwortlichkeit wie im Nebligen. Selbstverständlich kann sich auch hier aus den Statuten das Gegentheil ergeben.

Aus den Statuten der Gesellschaft ergibt sich nichts Gegen- theiliges. Trotzdem hat sich die Verwaltung veranlaßt gesehen, nunmehr nur den Nettogewinn des Geschäftsjahres bei Ansehung der Tantieme in Berechnung zu ziehen. Der Abschluß ge­staltet sich folgendermaßen: Mit Hinzurechnung des Gewinn- vortrages vom vorigen Jahre (31448 Mk.) weist die Bilanz einen Bruttoüberschuß auf von 263 085.86 Mk. Hiervon werden zur Abschreibung verwendet 94253.91 Mk., zur Dotirung des Reservefonds 6869.19 Mk., für Tantiemen ^WM bHlml «MMMMMIfflWilfi'i J IWiiHiaWBMMMMMMB^fimn^ Die Zölle füllten die Staatskassen, dem Fellachen aber war wieder ein Theil seiner spärlichen Lebensfreuden ge­nommen.

Wie man sieht, har die Neuordnung der egyptischen Ver­waltung, dies so sehr gerühmte Werk, recht verschiedenen Werth für das Egypten der Schmarotzer und das der Egypter selbst. Doch kommt die Empfindung des eigentlichen eyptischen Volkes ja kaum zum Ausdrucke. Der Brite ist und bleibt der Herr im Nilthale, und in welchem Maße die eng­lischen Rothjacken von den ängstlichen egyptischen Behörden als ein Blümlein Rührmichnichtan angesehen werden, dafür gibt eine Polizeivorschrift vom Jahre 1885 ein beinahne er­götzliches Zeugniß. Da heißt es:Jeder Eingeborene muß darauf achten, daß einem englischen Soldaten kein Leid ge­schieht. Er hat auch zu vermeiden, sich einem betrunkenen Soldaten zu nähern, obwohl er verpflichtet ist, ihm, wenn es sein Zustand ersorbern sollte, beizustehen!" Bemerkenswerth ist übrigens, daß trotz alledem die englische Sprache, die doch in allen Schulen gelehrt wird und in zwei Ministerien Amtssprache ist, bisher noch immer keinen rechten Boden im Lande zu fasten vermocht hat. Die Abneigung der Egypter gegen England mag zu dieser Erscheinung mitgewirkt haben. Auch das Französische ist von seiner dominirenden Stellung herabgesunken und ist eigentlich nur noch längs des Suez- konals von Bedeutung. Dagegen stimmen mehrere Beobachter in der Ansicht überein, daß seit mehreren Jahrzehnten die deutsche Sprache und Kultur in Egypten auffallende Fort­schritte gemacht hat. Berlin und Wien nehmen jetzt für viele Egypter die Stellung ein, die früher unbestritten Paris be­hauptete, und in beiden Städten findet man junge Egypter, die hier ihre Ausbildung genießen. So wird man schließlich zu der Auffassung gelangen, daß Albion, der Herr im Nil­thale, doch nicht durchaus und auf allen Gebieten auch der moralische Sieger im Lande der Pyramiden ist.

9011.26 Mk., als sechsprozentige Dividende an die Aktionäre 108 000 Mk., zu Gratifikationen an Beamte 4000 Mk., dem Delcredere-Conto 9000 Mk. und zum Vortrag auf neue Rechnung 3195150 Mk. Die Generalversammlung ge­nehmigte den Abschluß und die Entlastung der Gesellschafts­organe für das Geschäftsjahr 1. Oktober 1897/30. Sep­tember 1898.

* Kunstnotiz. Im Kunstsalon Hermes in Frank­furt a. M. sind dte von Professor Norbert Schrödl Cronberg gemalten, soeben vollendeten Portraits des Kronprinzen und der Kronprinzessin von Griechenland nebst deren 3 Kindern auf kurze Zeit ausgestellt.

* Elektrische Bahnen im «reise Offenbach. Unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Lammert von Bürzel fand am letzten Sonntag im Hofbrauhaus zu Groß-Steiu- heim eine Besprechung der Ortsvorstände von Klein-Auheim, Groß-Steinheim, Klein-Steinheim, Dietesheim, Mühlheim, Rumpenheim und Bürzel statt. Außer Mühlheim waren alle Gemeinden vertreten. Es sollte in dieser Versammlung über den Bau der projektirten elektrischen Bah» nach diesen Ortschaften und insbesondere über die Frage der Gelände- stellung verhandelt werden. Herr Lammert warf einen kurzen Rückblick aus die Bahnbaufrage und erwähnte, daß nunmehr ein Abkommen getroffen werden solle zwischen dem Konsortium Darmstädter BankH. Bachstein und den betheiligten Ge­meinden, wonach sich Ersteres verpflichtet, die projektirten Bahn­linien nach ertheilter Konzession auszvführev und zu betreiben, wenn die Gemeinden für diese Bahnanlage den Grund und Boden kosten- und lastenfrei zur Verfügung stellten. Damit sei die Sache um einen Schritt vorwärts gegangen. Nur mißlich sei die Thatsache, daß bei dieser Geländestellung die eine oder andere Gemeinde unverhältnißmäßig hoch herange­zogen und belastet werde. Seines Erachtens entspreche es deßhalb der Billigkeit, wenn die genannten Gemeinden sich vereinigen und die Kosten für die Geländestellung gemein­sam tragen würden. Es käme hier die Allgemeinheit der be­theiligten Ortschaften in Betracht, alle hätten von dem Bau dieser Bahn Nutzen und Vortheile und müßten kleine Sonder- intereffen hier in Wegfall kommen. Es müsse den Arbeitern Rechnung getragen werden, damit sie billig und rasch an Ort und Stelle kommen könnten. Auch die Frage der in Aussicht gestellten Beleuchtung, sowohl der öffentlichen als privaten, und die Frage der Krastabgabe sei wohl zu be­herzigen, namentlich wenn man bedenke, welche Kosten und Mißhelligkeiten die derzeitigen Beleuchtungsverhältniffe den Gemeinden verursachten und wie die Industrie sich mit Auf­stellung von Motoren rc. entwickeln könne. Aus allen diesen Gründen empfahl er den Gemeinden seinen Antrag zur An­nahme. Die sich hieran anschließende Diskussion hatte das Endergebnis daß die Gemeinden Klein- und Groß- Steinheim sowie Klein-Auheim sich überhaupt weiger­ten, Gelände herzugeben, es sei denn, daß für sie eine Bahn nach Hanau erbaut werde, da nur diese Stadt und nicht Offenbach für sie in Betracht kommen könne. Es wurde diesen Gemeinden nunmehr von Herrn Lammert die Ausstck tslosigkeit ihres Vorhabens an der Hand von Er­fahrungen klar gemacht und ihnen gezeigt, daß die preußische Regierung doch nicht so rasch mit Konzession sertheilungen bei der Hand sei, als man vielleicht annehme. Zudem könnten doch die unterhalb Steinheim gelegenen Ortschaften jetzt nicht erst abwarten, bis die Verhandlungen mit Preußen zu Ende geführt seien, es gelte, diesen Gemeinden so rasch als mög­lich eine Bahnverbindung zu schaffen, nachdem sie schon seit mindestens 8 Jahren eine solche anstreben. Da eine Einigung nicht zu erzielen war, beschloß man, diese 3 Gemeinden vor­erst außer Acht zu lasten und es werden nunmehr die Ge-

Huntes Allerlei.

(Nachdruck ------- verboten.)

Wieder wall'n des Spätherbst's Nebel Ueber Fluren hin und Hain, Zieht mit ihnen WehmuthSftimmuug In der Menschen Herzen ein: Fahle Blätter, dürre Zweige Aus dem sonst belebten Raum, Ja vergänglich sind die Zeiten, Und das Leben ist ein Traum Freilich klingen rings noch Lieder, Doch die haben eig'uen Klang, Nicht sinds jubelnd frohe Weisen, Trauer tst's und Grabgesang; Freilich winden wir zu Kränzen Blumen noch zu später Zeit, Aber die find unter Thränen Theuren Tosten nur geweiht. Ja so bringt unS Lust und Freude Unsres Daseins kurzer Lauf, Schlägt die Zeit unS tiefe Wunden, Und bricht kaum vernarbte auf; Lacht der Lenz mit seinen Blüthen Und des Sommers Sonnenschein, Lädt der Herbst mit seinem Ernste Uns zu stiller Einkehr ein. Und deckt erst mit weißen Flocken RingS der Winter Flur und Feld, O dann sind von Freude wieder Unsre Herzen all erhellt, Da das schönste Fest auf Erden Mit der Christbaumkerzen Pracht, Mit der Fülle reinster Liebe Wieder naht die hetl'ge Nacht. Ja vom WeihnachtSfest die Zeichen Längst schon sind sie wieder da, Und viel tausend fieiß'ge Hände Rüsten sich in fern und nah. Und ein gar geschäftig Walten Ist die Signatur der Zeit Zieht in Millionen Herzen Ungeahnte Seligkeit. Wall' drum auch jetzt dichte Nebel Ueber Fluren hin und Hain, Können doch wir alle wieder HoffnungSfrohen Muthes sein, Da die Sonne doch aufs neue Wieder scheint nach Sturm und Nacht, Und dem trüben Herbst und Winter Folgt deS Frühlings Blumenpracht.

Wetterbericht.

Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch im Allge­meinen Fortdauer des bestehenden Witterungs-Charakters.