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We einzelne Kummer kostet

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Erstes Blatt.

Zugleich

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

EinrückungS« gebühr

für Stadt- u$i Ba* freie Hanau 10 ^ bk ^gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

»r. 259.

Erscheint täglich Mit Ausnahme der Sonn- und Ferertage, mit belletristischer Beilage.

1898

WL«

UmMchsK.

^tadfftreie ^an«u. Bekanntmachung.

Auf Grund der allgemein ertheilten höheren Ermächtigung wird hierdurch für Sonntag den 6. uno Sonntag den 13. November d. J. eine vermehrte Beschäftigungszeit für alle Zweige des Handetsgewerbes in der Stadt Hanau und zwar bis 7 Uhr abends zuge! assen.

Während des Gottesdienstes und zwar in der Zeit von 91/* bis lP/4 Ubr vormittags und von 2—3 Uhr nach­mittags ist jedoch jede Art der Beschäftigung im Sinne des § 105b Ab,. 2 der Reichs-Gewerbeordnung ausgeschlossen.

In Betreff des Offenhalleus der Verkaufsbuden auf der hiesigen Herbstmesse bleiben die seitherigen Bestimmungen «»berührt, nur ist den Verkäufern von Verzehrungsgegen- ständen (Konditorei- und Backwaaren, sowie Obst u. A. m.) an den vorbenannten Sonntagen in den für das Handels­gewerbe frei gegebenen Stunden ebenfalls das Feilhalten gestattet.

Hanau am 2. November 1898.

Königliche Polizeidirektion.

P. 11075 v. Schenck.

Plan, Materialaufstellung und Bedingungen sind bei der — Reuters Bureau meldet aus Wei-Hai-Wki: „Alle britischen unterzeichneten Amtsstelle — Zimmer 24 des Rathtzsuses — Kriegsschiffe sind jetzt vollständig mit Kohlen versehen und

aufgelegt, können auch gegen Erstattung von 1,50 Mark im Zustand kompleter Kriegsbereitschaft. Alles Holzwerk ist Herstellungskosten daselbst bezogen werden.

Angebote sind verschlossen mit tec Ausschrift „Saalbe­leuchtung Stadtschloß" bis zum

14. November - I., vormittags 11 Uhr, bei unterfertigter Amtsstelle ernzureichen, woselbst die Eröffnung

von ihnen entfernt. Dies geschieht gewöhnlich nur vor einer Aktion, um eine Fenersbrunst durch feindliche Granaten zu verhindern." Offiziös wird dazu Humoristischer weise bemerkt, die Lage in China sei vollkommen friedlich, und die Rüstungen

hätten nichts zu bedeuten. Auch die heimischen Rüstungen zu der genannten Zeit im Beisein etwa erschienener Be- schreiten rapid fort. In Chatham werden große eiserne : Transportschiffe zum Landen von Truppen aus den Kriegs- ' schiffen gebaut. Sämmtliche Küsten- und Hafenwochtschiffe haben jetzt Mobilmachungk-Ordre. Zwei Volontär-CorpS

theiligten erfolgt.

Hanau den 4. November 1898.

Stadtbauamt I. Thyriot.

16553 erhielten Befehl, sich bereit zu halten. Admiral Sir Comp-

— — . - ~ ; ton Domville erhält das Commando des fliegenden Geschwa-

X'^^^^^^^^£8 ZAH ÄM MltlfC« ders, dem nach den neuesten Meldungen zehn Schlachtschiffe Gefunden: Eine' aelbe Rohrpeitsche. Eine graue und vier Kreuzer zugewiesen werden sollen. —Marineminister Pferdedecke. Eine graue Herrnweste. Eine blaue Knaben- Goschen lehnte eine Einladung zum gestrigen Messcherschmiede- trikotmütze mit Quaste. Ein Wandcrgewcrbeschein, lautend Fest in Shesfield ab. Er schrieb dazu: „Es ist mir absolut auf den Namen Georg Möller zu Langcnselbold. ! unmöglich, die Admiralität zu verlassen. Meiue fortwährende

Entlaufen: Ein junger grauer Mopshund m. Geschl. Anwesenheit ist nothwendig. Sheffield wird dies bei dem gegen- " " " wärtigen Stande der Dinge verstehen. Vor allem bitte ich

Hanau am 5. November 1898

^a-nOUreie ^banau.

Marmtmachungeu des Königlichen Landrathsamtcs.

Unter dem Viehbestände des Handelsmanns SigMUnd Strauß in Wachenbuchen ist die Maul- und Klauen­seuche amtlich festgestellt und infolgedessen für die Gemeinde Wachenbuchen die Orts- und Gemarkungssperre an­geordnet worden. Das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen ist sonach verboten.

Die Bestimmungen der Bundesrathsinstruktion zur Aus-

Sie, den großen Fabrikanten und den Arbeitern Sheffields zu erklären, daß ich mich bei meinem jüngsten Besuch dort von ihrer Fähigkeit überzeugt habe, die nationale Vertheidigung mit dem zu versehen, was sie vielleicht gebrauchen wird."

London, 4. Novbr. Aus Kairo wird berichtet: Mar- chand ist ein kleiner, zierlicher, lebendig aussehender Mann mit lebhaften Augen und kurzem, schwarzem, schöngepflegtem Bart. Die Wirkungen der Tropensonne zeigen sich in dem | i mageren, stark verbrannten Gesicht. Er trägt dunk'lgraueS Nister, denen sich zuletzt der Chef der Admiralität Herr Ciwl und grauen Filzhut, er wurde am Bahnhof vom fran- Goschen an geschlossen hat. Wenn heute in einem englischen zölischen Geschäftsträger und Konsul abgeholt. Der britische Blatte zu lesen ist, daß die Situation in China friedlich sei, Kapitän Fitton und zwei seiner Senegalesen, sowie ein Diener so können wir darin nichts Anderes als einen Scherz er- begleiteten ihn. Marchand erklärte, er habe alle Mitglieder blicken. Alle Anzeichen sprechen vielmehr dafür, daß gerade seiner Expedition wohl und reichlich mit Privant und Mani- die Verhältnisse in China, insbesondere die Besetzung Ni- Oon versehen zurückgelassen. Er sprach seinen Dank für die Liebenswürdigkeit der englischen Offiziere auf der Reise von

Will England Krieg führen?

Die Frage, ob England wirklich beabsichtigt, Krieg zu führen, kann natürlich außer Lord Salisbury und seinen Minist erkollegen Niemand zuverlässig beantworten. Indessen die fortgesetzten Rüstungen lassen doch mit Sicherheit daraus schließen, daß das englische Kabinet mindestens mit der Mög­lichkeit eines Krieges rechnet. Dafür sprechen auch die theils mündlichen, theils schriftlichen Auslassungen verschiedener Mi-

führung des Reichsviehseuchengesetzes (R.-Ges.-Bl. 1895,!

Seite 358 ff. — §§ 58, 59 ff. —) sind genau zu beachten.: Die Herren Ortsvorstände wollen Vorstehendes sofort

ortsüblich bekannt machen.

Hanau am 5. November 1898.

V. 12020

Der Königliche Landrath, v Schenck.

j^^M&^w ^anau.

ÄttWtALchüMR des OberLürZerrlmsteraAtes.

Bekanntmachung.

Die Jnstallationsarbeiten für die elektrische Beleuch­tungsanlage im Saale des Schlosses sollen in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden.

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ulschwar gs durch die Russen bei den englischen Rüstungen eine große Rolle spielt. England sieht «ein Prestige in China untergraben und muß versuchen ts wiederzugewinnen; gelingt es ihm, einen moralischen Erfolg zu erzielen, ohne loszuschlcgen, so wird es gewiß damit zufrieden sein, allein es scheint beinahe, alS ob es anderenfalls zum Aeußersten bereit sei. Es hofft aber vielleicht, dieses Aeußerste am ehe­sten vermeiden zu können, wenn es am besten darauf vorbe- mals die hohe See erreichn, ohne sich einer Niederlage aus- reitet ist, wie es ja im Wesen-lichen alle Staaten thun. zusetzen wegen der numerischen Ueberlegenheit der englischen

Ueber die gegenwäitste Lage liegen folgende Nach- Flotte. Sie würden dabei in den Häfen bleiben müssen, da richten vor: die Kommandeure ihre Schiffe nicht unnütz der Gefahr au3=

London, 4. Novbr. Die Rüstungen werden mit solcher setzen und die Blokadelmie nur durchbrechen würden, falls Energie fortgesetzt, als ob der Krug morgen ausbrechen sollte, sich die Gelegenheit biete. „Ich jede nicht ein, wie sich die

Khartum a»s. Ueber die weiter en Schritte, die er zu thun hat, wird nichts bestimmt, ehe Baratier eintrifft.

London, 4. Novbr. Vizeadmiral Colomb erklärte einem Interviewer auf die Frage, ob er von der Ueberlegenheit der englischen Flotte über die französische absolut überzeugt sei: , Ja, vollständig. Die französischen Geschwader könnten nie-

richten vor:

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Kleines Feuilleton

Aus Kunst und Leben.

Bon der Anwendung flüssiger Luft in der Heilkunde erwartet man, wie der amerikanische „Medical Record" mittheilt, geradezu fabelhafte Erfolge. Es soll näm­lich durch die flüssige Luft nichts Geringeres geleistet werden, als die Möglichkeit, überall, wo es nöthig ist, eine vollkom­men bakterten- und pilzfreie Lust zu schaffen, indem man eine

große Menge flüssiger Luft in einem Raum verdampfen läßt. Die Vortheile würden sogar noch größer sein, als sie schon durch den Mangel aller schädlichen Keime erscheinen würden. Man kann nämlich der flüssigen Luft beliebige Mengen an flüssigem Sauerstoff oder flüssigem Ozon zusetzen und so der Atmosphäre eines Zimmers eine beliebige, den Bedürfnissen entsprechende Zusammensetzung geben. Für die Behandlung mancher Krankheiten kann die anregende Wirkung einer be­sonders sauerstoffreicheu Luft von Nutzen sein. Dazu kommt noch die Eigenschaft, daß die verdampfende flüssige Luft na­türlich kalt ist und dadurch eine wohlthätige kühlende Wirkung auszuüben vermag. So können z. B. die Säle in Kran­kenhäusern bis zu jedem gewünschten Grad, wie er von den Aerzten verschrieben wird, ahgekühlt werden, was be­sonders in den Tropen von ungeheuerer Bedeutung sein würde. Wenn man die Luft in der Umgebung von Gelben fieberkranken dauernd auf dem Gefrierpunkt erhalten könnte, so wäre der Krankenwärter vor jeder Ansteckung geschützt und die Genesung der Kranken erleichtert, da der Bazillus des gelben Fiebers eine so niedrige Temperatur nicht verträgt. Ä den Tropen würde wohl überhaupt jeder gern alle Tage sein Quantum flüssiger Luft verbrauchen wollen, um die Tem­peratur seines Zimmers in mäßigen Grenzen zu erhalten.

Auch andere bedeutsame Anwendungen traut man ärztlicher­seits dem Elexir der flüssigen Luft zu. So wird daran ge­dacht, die ätzende Kälte, die durch diese Flüssigkeit hervorge­bracht wird, mit großem Vortheil zur Fortbeizung von äußer­lichen Krebsgeschwulneu zu brnutzen, und davon ein besserer Erfolg erwartet als von Höllenstein, da die flüsst eLuft das Fleisch, mit dem sie in Berührung kommt, gänzlich zerstört, während man ihre Wirkung beständig beaufsichtigen und in jedem Augenblicke unterbrechen kann. Auch Asthmatiker, vielleicht sogar Schwindsüchtige können in solcher künstlich er­zeugten kalten und staubfreien Luft ohne Klimawechsel Er­leichterung finden.

Ernst v H-fl-Wartegg über Deutsch China und seine Zukunft. Der b.kannte China Reisende E. v. Hesse-Wartegg hielt am 1. d. Mts. einen fesselnden Vor- trag in der Berliner Sektion der Kolonial-Gesellschaft über Deutsch-China, worunter, wie er richtig bemerkte, eigentlich nicht Kiautschou (Leim-Stadt), sondern der Hafenplatz Tsing- tau („Reinheits-Jnsel") zu verstehen sei. Mit anerkennens- werther Offenheit gab der Vortragende zu, daß die bedauerns- werthe Ermordung zweier Missionare die Veranlassung gewesen sei, das letzte noch freie Eingangsthor in China zu besetzen. Der eigentliche Grund sei die seit lange geplante AnSdehnung des deutschen Exporthandels, welcher in der großen fruchtbaren und kohlenreichen Provinz Schantung die besten Aussichten habe. Infolge dessen müsse selbstverständlich drüben eine Zivil-Verwaltung an die Stelle der militärischen treten, so nothwendig die letztere für den Anfang gewesen sei. Der gemeine Mann in China, allerdings an so viel Militär nicht gewöhnt, glaube immer noch fest daran, daß sein Kaiser die deutschen Soldaten nur vorübergehend zur Vertreibung der, gerade in der Nähe von Kiautschou, zahl­reichen Räuber hinbeordett habe. Dem gegenüber wurde unS als Neuigkeit die interessante Thatsache mitgetheilt

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daß nunmehr die Arbeiten der GrenzreguNrungs-Kommission beendet seien. Es ist höchst anerkennenswerth, daß das Publikum von einem nicht-sinologischen Reisenden allgemein verständliche Aufschlüsse über Schantung als heiliges Land der Chinesen zu Theil wurden, wobei die zum überhaupt ersten Male aufgenommenen Photographien von der Grabstätte des National-Heiligen Kong-fu-dse zur Beranschaulichung ge­langten.

Sei Der Und

Albumblätter.

still in Liebe, sei wie Thau, still vom Himmel sinkt,

morgens auf der grünen Au' In tausend Kelchen blinkt. Jul. Sturm.

Mit der Freude zieht der Schmerz Traulich durch die Zeiten.

Schwere Stürme, milde Weste, Bange Sorgen, frühe Feste Wandeln sich zur Seiten.

Hebel.

Der Der Und Die

Zeiten Zeiger stehet niemals still, trügt sich selbst, der ihn zurücke wendet, jene, die ein Gott verderben will, hat er alle Zeit vorerst verblendet. Avzevgruber.

Humoristisches.

Ein vielseitiger Autor. „Wenn Ihnen das Trauerspiel nicht gefüllt, mache ich Ihnen gern ein Lustspiel oder ein Ballet daraus."

Die hetttige Nummer umfaßt außer dem Unterhaltungsblatt 16 Seiten.