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betreffenden PsHaufschlag.

Die einzelne

Nummer kostet

10

Nr. 240

Amtliches «Argan für StaSt- unS LanSkreis Bansn

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Freitag seit 14. Oktober

Hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 65

4 ha

Einrückung-. gebühr

für Stadt- i=k& 8a* kreis Hanim 10 ^ Ma ^gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

K KMchrs. .

^taöt&rew ^artait.

MMlttMchAlM des ObeMrMkueifterLMtes.

Grulldstücksverpachtmlg.

Dienstag den 18. Oktober er., vormittags 11 Uhr, sollen im Lokal der Stadtkömmerei folgende Grund­stücke auf die Dauer von 6 Jahren meistbietind unter Vor­behalt des Zuschloges verpachtet werden.

Die Pochtbedingungen werden im Termin bekannt gemacht, können auch vorher im Zimmer Nr. 10 bei Neustädter Rath­hauses eingesessen werden.

a. in Hanauer Gemarkung.

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68 ar 67,5 qm Karte W Nr. 4/6 rechts der Roden- bacher Straße, stößt auf Dieselbe und dem Lehrhofer- Weg, Abtheilung 1.

b. in Grotzauheimer Gemarkung.

10 ar 42,1 qm Karte A Nr. 52 auf dem Bettmen- gewann das 23te Stück,

32 ar 19 qm Karte A Nr. 54 daselbst am grünen Weg neben dem folgenden,

33 ar 25,3 qm Karte A Nr. 55 daselbst das 27te Stück,

33 ar 96,8 qm Karte A Nr. 104 in der Gewann nach dem rothen Stein, das 9te Stück,

74 ar 34,9 qm Karte A Nr. 386 am Kinzigheimer- Weg das erste Stück auf dem Bettmengewann, ein Anwender,

12 ar 41 qm Karte A Nr. 461 zieht über den Kinzigheimer- Weg.

Hanau den 13. Oktober 1898.

Althanauer Hospitalkaste.

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Grundstücksverpachtullg.

Dienstag den 18. Oktober er«, vormittags 11 Uhr, sollen im Lokal der Stadtkämmerei folgende Grund­stücke auf die Dauer von 6 Jahren meistbietend unter Vor­behalt des Zuschlages verpachtet werken.

Die Pachtbedingungen werden im Termin bekannt ge­macht, können auch vorher im Zimmer Nr. 10 bei Neustädter Ratbhauses eingesehen werden.

ha 04 ar 61 qm Karre M Nr. 213 Grasstück (Weg), das frühere Wallthor, auch Hühnerloch genannt, von

FeMMetsn.

Auf -er Folter.

Tibetanische Erlebnisse von Henry S. Landor.

(Nachdrucks verboten.)

Als vor Monaten die ersten Nachrichten über Henry S. Landor's Erlebnisse in Tibet durch die fresse bekannt wurden, erhob sich gegen sie eine lebhafte Kritik. Diese Be­richte, so hieß es, seien Ausgeburten einer überreizten Phan­tasie. Dinge, wie Landor sie erlebt haben wolle, hätten wohl zu James Coot's Zeiten Vorkommen können, in unseren Tagen seien sie Unmöglichkeiten. Wohl ist Tibet von je all ein Land der Abenteuer, ber Gefahren, der Schrecknisse be­kannt. In dies, von den höchsten Gebirgen der Welt um­wallte Hochland, haben bisher nur wenige Europäer eindringen können/ und so mancher von ihnen hat seine Kühnheit mit dem Tode oder mit schweren Leiden bezahlt. Mit grausamer Energie hütet die herrschende Priesterkaste der Lama's das Geheimniß dieses sonderbaren Landes und seiner uralten Kultur von derPlenli's".

Seitdem nun aber die Wahrheit der Berichte Landor s durch amtliche Untersuchungen beglaubigt worden ist, erwartete die litterarische Welt mit der größten Spannung den authen­tischen Bericht des Reisenden über seine Erlebnisse. Nunmehr steht die Ausgabe dieses Buches, das in der modernen Rerse- litteratur eine ganz einzige Stellung einzunehmen berufen ist, unmittelbar bevor; F. A. Brockhaus in Leipzig hat die Herausgabe der deutschen Ausgabe,Aus verbotenen Wegen", übernommen, die mit reichem Bilderschmucke ver­sehen ist (Preis 10 Mk.) Nachdem wir durch die Freund lichkeit der Verlagsbuchhandlung bereits jetzt Einsicht in das

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der Gärtnergasse nach dem Stadtgraben zwischen! Jakob Kurz und Ealpor Hüdner,

76 ar 19 qm. Karte V Nr. 86/19 Wiese, das großes Rohr zwischen dem Großauheimer-Weg und dem aufstoßenden Felde, auch theils an der Großauheimer Grenze her, spitz auslaufend, in Abtheilungen,

07 ar 08 qm Karte V Nr. 81/19 Land, das große Rohr zwischen dem Großauhcimrr-Wea und dem aufstoßenden Felde, auch theils an der Großauheimer Grenze her, spitz anslaufend, in Abtheilungen,

39 ar 86 qm Karte EE Nr. 75/37 Land im

Schwindefon, Weg nach dem Nürnbrrgerthor, ein Schlüsselstück, von einem Abzugsgraben durchzogen, 09 ar 15 qm Karte WW Nr. 62a Land, links der

Windeckerd raße neben dieser und den Aufstößern, vom sog. Klausenweg bis an den Thiergarten Bruch- köbler Forstes ziehend,

21 ar 24 qm Kart YY Nr. 74 Wiese, Anlagen und Weiden vor der Kinzigbrücke oberhalb derselben, die alte Bleiche genannt, zwischen der Brüsturgs- mauer an der Windeckerstraße und dem Kinzigflusse spitz an den KrebSbach stoßend,

35 ar 41 qm Karte ZZ Nr. 24/31 Wiese am rechten User der Fallbach (Böschung), bei der Meisteret der Saurasen und der Fallbachacker ge­nannt, der Falldach zieht durch,

47 ar qm Karte ZZ Nr. 91b/31 Wiese, bei der Meisteret der Saurasen und der Fallbachecker ge­nannt, der Fallbach zieht durch,

65 ar 79 qm Karte ZZ Nr. 91d/31 Land (Acker), bei der Reiftet ei der Saurasen und der Fallbach-

acker genannt, der Fallbach zieht durch. Hanau den 13. Oktober 1898.

Stadtkämmerei.

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Bekanntmachung.

Die Arbeiten zur Befestigung ber Kinzigufer am Hoch- waflerdamm zwischen der Kinzigbrücke unb dem Grund- schleusengraben sollen auf dem Wege des öffentlichen Aus­schreibens vergeben werden.

Zeichnungen und Bedingungen liegen aus dem unterzeich­neten Amte Langstraße Nr. 41 aus, und sind Kosten- anschlagsexemplare gegen Erstattung von 0,50 Mk. pro Exemplar daselbst erhältlich.

Die eingegangenen Angebote werden in Gegenwart der etwa erschienenen Anbieter eröffnet.

Der Magistrat behält sich das Recht der freien Wahl unter den Anbietern ohne Rücksicht auf daS niedrigste An­gebot vor.

Hanau den 14. Oktober 1898.

Städt. Sielbauamt.

_____ Tharann.__ 15316

RechnungsäbWW

der Grtskrankrnkasse für den Landkreis Hanau pro 1897.

I. Kassenrechnung.

a. Einnahmen:

1. Baarer Kassenöestand am 1. Ja­nuar 1897 .

4. Beiträge.....

5. Ersatzleistungen für gewährte Kranken- untcrsiützungen .

6. Ersatzleistungen von Berufsgenossen- schaftcn, Unternehmern und Ver­sicherungsanstalten

7. Zurückgezogene Kapitalien

8. Aufgenommene Darlehen, Vorschüfle

9. Sonstige Einnahmen .

Summa der Einnahmen

b6 Ausgaben:

1. Für ärztliche Behandlung

2. Arzneien und sonstige Heilmittel

3. Krankengelder:

a. an Mitglieder .

b. an Angehörige derselben

4. Unterstützungen an Wöchnerinnen .

5. Sterbegelder .

6. Kur- und Verpflegungskosten an Krankenanstalten .

7. Ersatzleistungen für gewährte Kranken- unterstatzungen .

8. Zurückbezahlte Beiträge wnb Eintritts­gelder .....

9. Kapitalanlagen .

10. Verwaltungsausgaben:

a. persönliche

b. sächliche

1297 M. 54 Pf.

965

2779

91162

195

177

8500

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74

60

97

43

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105245 M. 81 Pf.

16463 M. 64 Pf.

11476

37539

665

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Die Anerbieten sind vollständig ausgefertigt, versiegelt und mit der Aufschrift:Kinriguferdefeftigung" versehen, bi§ Mittwoch den 19 d. Mts., vorm. 11 Uhr, bem i H. Sonstige Ausgaben ______________

unterzeichneten Amte abzuliefern. ! Summa der Ausgaben 104946 M. 58 Pst

Werk nehmen durften, müssen wir allerdings gestehen, daß die schlichten Erzählungen des englischen Reisenden an kühnen Wagnissen, unerwarteten Abenteuern, schrecklichen Schicksalen wohl das Phantastischste berichten, was in neuerer Zeit euro­päischen Forschern widerfahren ist.

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Zwei oder drei Leute zogen mich ungestüm vom Sattel herunter. Die Schmerzen im Rücken, die die Stacheln ver­ursacht hatten, waren furchtbar. Ich bat um einen Augen­blick Ruhe. Sogar dies wurde mir von meinen Wächtern verweigert, die mich brutal vorwärts stießen und sagten, daß ich sofort enthauptet werden würde. Das ganze um mich versammelte Volk verhöhnte mich und machte mir Zeichen, daß mir der Kopf abgeschlagen werden würde; die feige Menge der Lamas aber überschüttete mich mit Beleidigungen aller Art. Ich wurde nach dem Richtplatze gedrängt, der

Von Nordwesi-Jndien aus drang Landor in Tibet ein. Da hier von dem Tarjum von Barka seinem weiteren Vor­dringen Schwierigkeiten entgegen gestellt wurden, so entschloß er sich, durch die Wildniß zum Mansorowar-See vorzudringen. Furchtbar war der Weg über! Hochgebirge in der Nacht unter entsetzlichem Schueesturme; an senkrecht aufsteigenden Felswänden, in tiefen Abgründen, im E chnee, im Eise um­lauerte der Tod in tausend Gestalten die Verwegenen, die die ewige Ruhe der Alpen störten. Als Landor endlich durch unbegangene Wildnisse nach Mansorowar gelangt war, ließen ihn seine Leute im Stiche; er hatte schließlich nur noch einen Träger und einen Kult, und als er auch seine Vorräthe ver» lor, sah er sich genöthigt, die Bewohner des Landes um . ^ uupt u» ^^^ ^ ^^------ ,------- .-.-o-

Lebensmittel und Pferde anzusprechen. D*s wurde sein Der-1 bunden. Mehrere Männer mußten diese Stricke anziehen, derben. und zwar so fest, daß sie an verschiedenen Stellen um die

aus der linken Seite des Zeltes lag.

Ein langer dreikantiger Balken lag auf dem Boden. Man stellte mich auf die scharfe Kante Desselben, und meh­rere Männer hielten mich fest, während vier oder fünf an­dere unter Aufbietung ihrer vereinten Kräfte meine Beine so weit auseinanderjogen, als möglich war. In dieser pein- vollen Stellung festgehalten, wurden mir von den Unholden die Füße mit Stricken aus Yakhaaren an den Balken festge-

Die Tibetaner, unter denen sich bereits das Gerücht verbreitet hatte, Landor wolle nach der Hauptstadt, dem Heiligen Lhassa, überwältiglen am 19. August 1897 ihn und seine Diener, fesselten ihn in grausamer Weise und brachten ihn am nächsten Tage nach Galschio, indem sie ihn umschnürt auf einem mit Stacheln versehenen Packsattel sitzen ließen. Zweimal schoflen tibetanische Soldaten auf den hilflosen Mann, zum Glück ohne Erfolg. Dann band man einen Strick an seine Handschellen und zog mit aller Gewalt daran, um Landor so vom galoppirenden Pferde zu reißen und ihn unter die Hufe der nochsolgenden Reiterschaar zu bringen. Auch dies schlug fehl, Landor kam lebendig in Gal­schio an. Doch hier stand ihm erst das Furchtbarste bevor, die Folter. Der Reifende erzählt hierüber;

und zwar so fest, daß sie an verschiedenen Stellen um die Knöchel herum und an den Füßen tiefe Rinnen in Haut und Fleilch schnitten; viele von diesen Schnitten, die Dr. Wilson einige Wochen später maß, waren bis zu 8 Zentimeter lang!

Dos Schauspiel vor mir machte einen tiefen Eindruck auf mich. Dort, bei dem Zelte bei Pombo (obersten Be­amten), standen in einer Reihe die schändlichsten Schurken, die meine Augen je gesehen haben. Der eine, ein kräftiges,

widerwärtiges Individuum, hielt einen großen knotigen Holz­schlegel in der Hand, der zum Zerbrechen der Knochen ge­braucht wird; ein anderer trug einen Bogen und Pfeile; ein dritter hielt ein großes zweihändiges Schwert, während wieder andere verschiedene gräßliche Folterinstrumente zur Schau stellten. Die nach meinem Blute dürstende Menge stellte sich in einem Halbkreise auf und ließ mich diese Parade