Einzelbild herunterladen
 

«ronuementS. Preis:

Jährlich » *

Vierteljährlich 2 ^ 25 ^.

Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffenben Postaufschlag.

Die einzelne flummer kostet 10 ^.

faunier UHMM

S Zugleich G

EinrückungS» gebsthr

für Stadt- und 8o* kreis Hanau 16 ^ die Igespaltme Garrnond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^_

Nr. 221

Amtliches Organ für Hlaöt- unö Lanökreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, tät Auswärts 30 ^.

Donnerstag den 22. September

1898

Amtliches.

SlcrHM^ers hartem.

^fmwIogM des ObekdürgermeisteramLes.

Bekanntmachung.

Ich mache darauf aufmerksam, daß abgeschaffte, abhanden gekommene oder eingegangene Hunde spätestens bis zum 15. Oktober, wenn der Hund in der Zeit vom 1. April bis 30. September, und spätestens bis zum 15. April, wenn der Hund in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März abgeschafft, abhanden gekommen oder eingegangen ist, auf dem städtischen Steuerbüreau abzumelden ist, widrigenfalls die Steuer fort­bezahlt werden muß.

An- und Abmeldung der Hunde ist lediglich Sache der Besitzer, eine Aufnahme der Hunde zum Zwecke der Veran­lagung zur Steuer findet überhaupt nicht mehr statt, sondern nur eine Kontrole, ob alle vorhandenen Hunde versteuert sind.

Hanau den 17. September 1898.

Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.

13916

Bekanntmachung

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach § 3 der

Marktordnung für Abhaltung der Wochenmärkte in der Stadt Hanau vom 11. September 1895 in der Zeit vom 1. Ok­tober bis 15. Dezember leere Wagen, Karren u. dergl., sowie solche Wagen u. s. w., welche zur An- und Abfuhr von Gegenständen dienen, die nicht vom Wagen aus verkauft werden, auf dem Marktplatz nicht aufgestellt werden dürfen.

Hanau den 21. September 1898. Städtische Polizeiverwaltung.

Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.

wurde in dem Augenblick, als er seine Wohnung verlassen wollte, auf Grund einer Anzeige wegen Meineid durch einen Kriminalbeamten verhaftet.

Berlin, 21. Septbr. Der bekannte Schriftsteller Theo­dor Fontäne ist gestern Abend im 79. Lebensjahre infolge eines Herzschlages plötzlich gestorben.

Darmstadt, 21. Septbr. Heute Vormittag fand die Grundsteinlegung zum Landesdenkmal für den verstorbenen Großberzog statt. Die Feier verlief in einfachster Weise. Anwesend war ein Vertreter des Großherzogs, die Mitglieder des Komitees, der Ministerpräsident, der Provinzialdirektor und der Oberbürgermeister von Darmstadt.

Stuttgart, 21. Septbr. Der erst vor zwei Monaten gewählte Biichos von Rottenburg, Dr. v. Linsenmann, ist an einem Herzschlage gestorben.

Wien, 21. Septbr. Die deutsche Volkspartei in Steier- mark hat beschlossen, die Abgeordneten aufzufordern, die Obstruktions Politik gegen die Regierung wegen der ungari­schen Ausgleichsfrage solange fortzusetzen, bis die Sprachen- Verordnungen aufgehoben sind.

London, 21. Skplbr.Daily Mail" läßt sich aus Rom melden, daß Admiral Canevaro, um die kretensische Frage zu erledigen, Oesterreich und Deutschland aufgefordert hat, sich dem europäischen Konzerte wieder anzuschließen. Oesterreich hat eingewilligt, Deutschlend hat aber seinen An­schluß verweigert. Um die kretensische Frage nun schnellstens zu erledigen, hat Admiral Canevaro die Unterhandlungen mit dem Sultan abgebrochen und beabsichtigt nun energische Maß­regeln zu ergreifen.

London, 21. Srptbr.Daily Chronicle" meldet aus Kairo, General Kitchener werde zum Lord Kitchener of Char- tum ernannt werden und eine Gratrsikation von 25,000 Pfund erhalten.

Gerichtssitzung. Man erfährt überdies, daß ein Konflikt zwischen dem Kriegsminister Chanoine und dem Genera! Zurlinden besteht, da Chanoine von der Verhaftung Picquarts nichts wissen will. Dieser Konflikt kann Konsequenzen Haben, welche die Feinde der Republik wünschen. Heute will Zur- linden die formelle Eingabe behufs Auslieferung Picquarts machen. Wie verlautet, liegt gegen Picquart noch eine andere Anklage als die wegen der Fälschung der Rohrpostkarte vor.

Paris, 22. Septbr. Der Kriegsminister soll in dem gestrigen gemeinsamen Ministcnathe den Prozeß gegen picquart für nothwendig zum Beweise der Unparteilichkeit und der öffentlichen Darlegung geheimer Machenschaften erklärt haben.

Paris, 22. Septbr. Die Minister hielten im Beisein des Polizeipräsidenten gestern Abend einen Ministerrath ab. Die Regierung ist entschlossen, die angekündigten Demon­strationen der Te^oulöbi^en Gesellschaft nicht zu dulden. Die Auflösung der Patriotenliga steht bei dem ersten Anlaß in Aussicht.

Aus Stadt- und Landkreis Hanau.

Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeHan. Anz". gestattet.

* Nachweisung. ImAmtsblatt" wird die Nach- weisung über die von den Schulverbänden in den Rechnungs­jahren 1897/98 und 1898/99 an die Alterszulagenküssen für Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Volksschulen des Regierungsbezirks Cassel gezahlten bczw. zu leistenden Beiträge veröffentlicht. Darnach betrug

des Schnlverbandes

Namen

13889

Die Ereignisse in Frankreich.

Am Freitag den 23. September 1898, nachmittags von! ?2 - ______y

5 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter > führliche Meldung. DaS Zuchtpolizeigericht verhandelte heute Rathhauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des gegen den Advokaten Leblois und den ------1

Gewerchegerichts statt, in welcher Partheien etwaige Strei- Veröffentlichung von !

tigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können. l

Paris, 21. Septbr. (Prozeß Picquart.) Aus-

Nr. 1,

Hanau den 21. September 1898.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts Dr. Gebeschus.

Leblois und den Oberst Picquart wegen l die Landesvertheidizung berührenden Ge­heimnissen. Zahlreiche ausländische und französische Journa

LandwirthschastliHcr Kreisverein Hanm

listen sind anwesend. Die Sitzung wird um 12 Uhr mittags eröffnet. P cquart wird von zwei Sicherheitsbeamten vorge- 13878 führt. Lebiois erscheint allein. Der Staatsanwalt beantragte die Vertagung, weil aus Antrag des Gouverneurs Zur Linden

eine neue Untersuchung gegen P'cquart von den Militär be-

. Horden bezüglich kesPetit bleu eingeleitet werde. Um die

Eingetretener Hindernisse wegen muß bie auf Sonnabend 1 Ueberzeugung von der Lcyalirät Picquarts bei den von ihm den 24. d. M. anberaumte Sitzung um 8 Tage verschoben! zwecks Nachweises der Unschuld vonDrryfnS gethanen Schritte

werden.

Tagesordnung wird demnächst bekannt gegeben werden. Hanau am 22. September 1898.

Der Vorstand.

v. Schenck.

zu gewinnen, müsse man wissen, ob er der Urheber des

Stadtkreis Hanau. Hanau.....

Landkreis Hanau. Windecken .... Bergen.....

DienMilchlichten aus dem Kreise.

Gefunden: Ein großer Gewichtstein.

Verloren: Ein Spazierstock mit silbernem runden Griff. Ein Portemonnaie mit 3 Mk. und einigen Pfg. und einem kleinen Schlüssel, gegen Belohnung abzugeben.

Hanau am 22. September 1898.

PEischs und Unpolitische Nachricht««.

(Depeschen-Vurea»Herold'.)

Berlin, 21. Septbr. Der Kaiser hörte im Jagdschloß Hubertusstock heute Vormittag die Vorträge des Chefs des ^ivilkabinets, Dr. v. Lucanus und dcs Chefs des Marine- kabinets Freiherr« von Senden-Bibran.

Berlin, 21. Septbr. Die deutschen Postunterbeamten wollen sich auch in diesem Jahre mit einer Petition an den Reichstag wenden, um ihre Lage zu verbessern. Es wird u- A. gewünscht: die Beseitigung der WohnungSnoth durch Bereitstellung außerordentlicher Etatmittel, die Erweiterung der Laufbahn der Postunterbcamten durch Erschließung besser dotirter Stellen an befähigte Kräfte, Anrechnung der Militär- zeit bei Militär-Anwärtern als Diätare, Fortgewährung der Avaliditäts-Pension an im Unterbeamtendienst angestellte Atär.Anwärter, Reform des Strafverfahrens und Zu- ^'gung des PrädikatsHerr" an Unterbeamte bei Zu- IWÜung amtlicher Schriftstücke.

Berlin, 21. Septbr. Der Kriminalkommissär a. D. und Direktor deS Detektiv-Instituts Greif, Egon Grützmacher,

Petit bleu sei. Man müsse daher die Beschlußfassung über das Picqaart vorgeworfene Vergehen der Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen o lange vertagen, bis man über das Petit bleu aufgeklärt sei. Labori widersetzte sich entrüstet der Vertagung und verlangte, man solle vor aller Welt Auf­klärung geben. Er wolle nicht, daß Picq tart den bürger­lichen Gerichten entzogen werde, um ihn der Militärgerichts­barkeit onszulikfern. Der Berthe idig-r Leblois', Fable, schloß sich den Aussührnngen Laboris an, ebenso erklärte P'cquart, er widersetze sich der Vertagung und fügte hinzu: Vielleicht ist eS heute das letzte Mal, daß ich öffentlich spreche. Heute Abend übernachte ich vielleicht in der Cherche Midi. Nun wohl, wenn ich dort die Schlinge Leme:cirr-P!cards oder das Rastimessrr Henrys finde, so bedeutet das Mord, dann denke ich nicht daran, mich zu ermorden. (Lange Biwegung. Es lebe Picquart!) Der Gerichtshof zog sich zur Berathung zurück.

Berlin, 22. Septbr. Aus Paris wird demKleinen Journal" telegraphirt; Die Aufregung wächst wieder stünd­lich wie in den ärgsten Zeiten des DreyfuS-Rummels. DaS ganze Offizierkorps scheint einig in dem Bestreben, die Re­vision zu hintertreiben, oder eine neue Verurtheilung DrcyfuS zu erzwingen. Brisson wird Doppelspiel vorgeworfen, da alle seine Kriegsminister offen die anti revisionistische Bewegung fördern. * Wie gespannt die Lage ist, beweisen die umlanfen- den Gerüchte über ein bevorstehendes militärisches Pronun- ciamento. Picquarts neue Verfolgung gilt allgemein als ein Komplott des Generalstabes gegen die Reviston.

Paris, 22. Septbr. Gestern erschien beim Direktor des ©ante Gefängnisses ein Gendarmerie Kapitän, um im Auftrage deS Platz-Kommandanten den Obersten Picquart ab- zuholen. Der Direktor antwortete, die Civil-Justiz habe Picquart nicht freigegeben, weil der Prozeß nur vertagt ist. Dieser Zwischenfall gewinnt Bedeutung durch Picquarts in allen Kreisen sensationell wirkenden Worte in der gestrigen

Bischofsheim . . Bruchköbel . . . Dörnigheim . . Eichen . . . . Enkh-im . . . Elbstadt . . . Fechenheim. . .

Gronau . . . Großauheim . .

M

Großkrotzenburg .

Hochstadt . . . Hüttengesäß . . Kesselstadt . . . Kilianstädten . . Langendiebach . . Langenselbold . .

(isr.)

(kath.)

(kath.)

(isr.)

(isr.)

Marköbel..... Mittelbuchen . . . . Neuwiedermuß . . . Niederdorselden . . . Niederissizheim . . . Niederrodenbach . . . Oberdorfelden .... Oberisstgheim .... Oberrodeubach . . . Ostheim..... Pulverfabrik bei Hanau. Ravolzhausen .... Roßdorf..... Rückingen..... Rüdigheim..... Wachenbuchen....

(isr.)

Beitrag für

1897/98

1898/99

1 L

19696

20079

95

864 1533

255 529

511 529 353

766 176

2299 511 176

255 1533

766 255 353 353

766 529

864 1944

216 529

353

176

353

176

353

176 176

176 353 255 255

176 529

353 353

176

50

50

50

50

50

50

50

50

50

50

50

50

50

50 ,

50

50

50

50

50

50

50

50

50

880 1560

260 541

520 541

520 780

180 2600

520 180

260 1667

780 260

360 360

780

541

880 1981

220 541

360, 180 360 260 360 180 180 180 360 260 260 180 780 360 360 180

80

20

20

40

40

25

80

80

20

80

80

20

20

80

40

80

80

40

40

40

80

40

80

80

40

EröffnungS - Lustspiel

Jm

* SLadttheat-r. Das

weißen Röß'l" beherrscht ununterbrochen den Spielplaa sämmtlicher Theater und findet überall allabendlich den unge­wöhnlichsten Lacherfolg. Die hiesige Jnszevirung richtet sich zenau nach den Vorschriften des Originals, so ist für daS im 1. Akt niedergehende Gewitter ein Regenapparat be-