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genauer Anzeiger

23 August

bestehend aus drei prächtigen Missalen. Von dem Empfang war die gesammte auch die katholische Presse ausgeschlossen.

A«S GtadL- und Landkreis Hasra«. Archdruck naferer LokslarLike! nur »it Qxelloumsabt§«& Sag" gestattet

* Kreissparkasse. DieHau. ^tg/ läßt sich zu der vom Kreistag kürzlich beschlossenen Ärichtung einer Kreissparkasse berichten, daß derBeschluß" mit allen gegen drei Stimmen beschlossen" worden ist. 'Trotzdem von diesen drei Herren, zu deren Anwalt sich dieH. Ztg." macht, ein Bedürfniß für eine derartige Kasse nicht anerkannt worden sei, hätten doch alle übrigen Kreistagsabgeordnetenunter der Führung des Landraths" für die Kasse gestimmt. DieH. Ztg." ist hiermit offenbar sehr unzufrieden, sie scheint erwartet zu haben, daß, wenn von 20 Herren 17 von der Zweckmäßig, keit und Nützlichkeit einer Einrichtung überzeugt sind, letztere gleichwohl unterbleiben müsse, weil 3 Stimmen sich gegen dieselbe erhoben haben und daß nun gar der Landrath die­selbe Ansicht hat wie die überwiegende Mehrheit der Kreis­vertreter ist in den Augen derH. Ztg." anscheinend ein erschwerender Umstand. Die verehrte Kollegin, die sich sonst sehr wenig mit den Angelegenheiten des Landkreises beschäf­tigt, mag sich beruhigen: die Bevölkerung des Kreises hat volles Vertrauen zu ihrer Vertretung und erwartet, daß auch die neue Kaste ihr Vortheil bringen wird. Wenn der Kreis- sparkaste von freisinniger Seite keine Sympathien entgegen- gebracht werden, so bedauern wir dies zwar, können es aber verstehen, da man wohl für andere derH. Ztg." nahe­stehende Kreditinstitute besorgt ist, denen allerdings die Kreissparkasse mit der Zeit Konkurrenz machen dürfte.

Hk. Zoll- und Steuerkreditbuchungen. Eine allgemeine Erleichterung hatte die hiesige Handelskammer durch Eingabe an den Herrn Finanzminister vom 18. Ok­tober v. Jhs. beantragt. Infolge getrennten Buchungsver­fahrens könne es vorkommen, daß die Betheiligten, wenn sie einen der Kredite zu überschreiten genöthigt seien, im Betrage der Uebcrshreitung eine neue Sicherheitsleistung bezw. Ab­tragung zu geben hätten, während vielleicht der andere Kredit zur selben Zeit ganz unbenutzt bleibe und die dafür geleistete Sicherheit brach liege. Die Kammer sprach daher den Wunsch aus, daß entweder gemeinsame Buchung für beide Kredite stattfinden oder daß wenigstens zeitweilige Ueberschreibungen vom einen Kreditkonto auf den anderen zulässig sein möchten. Auf diesen Antrag ist es fraglos zurückzuführen, daß von dem Finanzminister die Haupt-Zoll- und Steuer-Aemter er­mächtig worden sind, bei gleichzeitiger Inanspruchnahme von Zoll- und Steuerkredit dem Abgabepflichtigen zur besteren Ausnutzung der Kreditsicherheit einen gemeinsamen Kredit für die in Frage kommenden Abgabenzweige gegen Bestellung voller Sicherheit zu gewähren, auf den die zu stundenden Beträge mit der Maßgabe anzuschreiben sind, daß die in den verschiedenen Kreditkonten zusammen offenstehenden Beträge heu bewilligten Gesammtkredit nicht überschreiten dürfen. Gleichzeitig ist von dem Finanzminister die weitere Erleich­terung zugestanden worden, daß, wenn ein Zollpflichtiger die Stundung des Eingangszolles gleichzeitig für mehrere Waarenposten oder Begleitscheine II begehrt, er der Amts­stelle fortan nur ein Anerkenntniß über den zu stundenden Gesammtbetrag statt der bisher erforderlichen Einzelanerkennt- nisse zu übergeben braucht. Bei bestellter voller Sicherheit kann zuverlässigen Zollpflichtigen von den Haupt-Zoll- und Steuer-Aemtern auch gestattet werden, über sämmtliche im Laufe eines TageS angeschriebene Zollbeträge am Schlüsse der Dienststunden nur ein Stundungsanerkenntniß abzu- geben.

** Ferien-Strafkammer. (Sitzung'vom 22. August.) Vergehen gegen das Viehseuchengesetz. Unter dem Viehbestand auf dem Mittelleinbachhof bei Rückers war die Schafräude ausgebrochen und es wurde deshalb vom Landrathsamt über das verseuchte Gebiet die Gemarkungs- specre verhängt. Der Besitzer des Hofes, Landwirth F., sollte die Absperrungsmaßregeln dadurch wissentlich verletzt haben, daß er während der Zeit der Sperre Schafe an einen Metzger in Fulda und andere verkaufte. Das Schöffengericht zu Hünfeld hatte ihn von der Anklage freigesprochen, weil die Beweismittel gegen ihn nicht ausreichten, wogegen der Amtsanwalt Berufung einlegte. Die Strafkammer kommt

zu demselben Ergebniß wie das Schöffengericht und verwirft die Berufung. Diebstahl. Die Ehefrau B. hier hatte am Ostbahnhof eine Laufbohle im Werthe von 3 Mk. ent­wendet und war deshalb vom Schöffengericht zu 2 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Sie hat Berufung eingelegt und bittet um eine gelindere Strafe; da dieselbe jedoch vom Schöffengericht ohnedies schon sehr gering bemessen ist, wird die Berufung verworfen.

* Nachfeier. Der Kriegerverein Hanau beschloß die aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens arrangirten Festlich­keiten durch eine gestern Abend imKaiserhos" abgehaltene Nachfeier, wobei die Kämpfer'sche Kapelle konzertirte und bei Eintritt der Dunkelheit der Oberfeuerwerker Herr Hennig (gestern wurde irrthümlich Hepping gedruckt) ein kleines Feuer­werk arrangirte, während in der Halle Alt und Jung nach dev Klängen der Musik lustig dem Tanze huldigte.

** Gartenfest. In den Räumlichkeiten des Deutschen Hauses feierte am Sonntag dieTurngesellschaft" ihr dies­jähriges Gartenfest, verbunden mit Kommers zu Ehren des Siegers 6du deutschen Turnfest in Hamburg. Mit welcher W und Liebe die M-tglieoer der Turngesellschaft der edlen, und Geist kräftigenden Turnsache sich hingeben, haben auck a^^^ ^ würdigen Veranlassung genommen und aeremt mf°W% ^ben die turnerischen Vorführungen wieder m b Ä" *= «« $= d-, Tumg-Mchast

' '8 ^------' und Reckiyrneir, Pyramiden und die

zum Schluß gestellten effektvollen Marmorgruppen wurden ganz vorzüglich ausgeführt und fanden den ungetheilten Bei­fall der zahlreichen Theilnehmer. Dem Sieger beim deutschen Turnfest, Herrn I o d r y, wurde seitens des Herrn K o b u r g e r eine von der Turngesellschaft gestiftete goldene Uhr überreicht. Zwischen den einzelnen Nummern des Programms sorgte die Kapelle für den nöthigen Ohrenschmaus.

* Zigeunerkonzert. Gestern Abend fand das 1. Konzert der ungarischen Zigeunerkapelle im Konzertgarten deS Deutschen Hauses" statt. Die Leistungen derselben sind ganz vorzügliche, besonders Herr Kapellmeister Domby Caroly über­raschte das zahlreich erschienene Publikum durch seine künst­lerische Fertigkeit als Violinvirtuose. Für das heutige Kon­zert ist neues Programm vorgesehen und können wir den Besuche nur empfehlen.

* Schießprämien Bei dem am Sonntag Abend zu Ende gegangenen Sommerfestschießen des Zimmerschützenver­bandesMaingau" in der Rosenausstellung zu Frankfurt a. M. kamen auch die Verbandsjahresprämien für Tabellenschießen pro 1898 zur Vertheilung und erhielten aus Hanau den 2. Preis mit 134 Ringen I. Eitzenberger, den 5. Preis mit 129 Ringen L. Schomber, den 8. Preis mit 125 Ringen W. Rauch, den 12. Preis mit 123 Ringen W. Schlingloff, den 13. Preis mit 123 Ringen Eller.

* Mordgedanken. Ein hier beschäftigter Schreib­gehilfe aus Neu-Jsenburg, Anton L., sprach am Mittwoch voriger Woche, wie wir nachträglich erfahren, auf dem Bahn­höfe der Kleinbahn dahier die bestimmte Absicht aus, den Stationsverwalter K. in Hüttengesäß todtzustechen und zeigte zur Bekräftigung seines unheimlichen Gedankens einen neuen Dolch vor, den er sich zuvor gekauft hatte. Als er in Langendiebach ankam, um sich weiter nach Hüttengesäß zu begeben, wurde ihm von dem dortigen Gendarm der Dolch abgenommen und er selbst nach Hanau zurückoerwiesen.

$ Ertrunken. Die treulosen Mainstromswellen for­derten abermals zwei jugendliche Opfer. Die Seligenstädter Fischer Peter Burkard und Adam Acker stießen nämlich gestern Vormittag auf ihrem Fischzuge bei Klein-Welzheim auf die unbekleidete Leiche eines Knaben im Alter von etwa 14 Jahren. Dieselbe scheint identisch zu sein mit jenem Knaben, der schon seit einigen Tagen in Klein-Ostheim vermißt wird. Weiter ländeten genannte Fischer bei Mainflingen die Leiche eines etwa 20 Jahre alten Jünglings. Diese konnte als die des bei Schlossermeister Haus in Stockstadt beschäftigten Schlossergesellen Schick aus Muggensdorf bei Rastatt ermit­telt werden. Schick ist am Samstag Nachmittag beim Baden ertrunken. Das Seligenstädter Amtsgericht vollzog gestern Nachmittag in Klein-Welzheim und in Mainflingen die beider­seitige Leichenschau.

* Die Hitze hält immer noch au, sie wird nachgerade unerträglich. Menschen und Vieh leiden unter den Ein­wirkungen der Sonnenstrahlen und versuchen alles Erdenk­bare, um sich einigermaßen gegen diese zu schützen. Recht übel sind auch die Hausthiere und die Bewohner der Vogel­käfige daran, wenn ihnen nicht die nöthige Sorgfalt geschenkt wird. Möge man diese nicht außer Acht lassen!

Für heute. Im Gartenzum deutschen Haus": Abends 8 Uhr: Zigeunerkonzert. Evang. Männer- und JünglingSverein: Ebenfalls abends 8 Uhr: Unterhaltung oder Vortrag; Näh und Flickabend für Jungfrauen (Evang. Vereinshans); Turn- u. Fechtklub: Abends von 810 Uhr: Fechten. Abends 9 Uhr: Kath. KasinoEin­tracht" (Vereinslokal:Goldne Gerste"): Vereinsabend; Erster Hanauer SchwimmklubNeptun": Vereinsabend im Schützenhof"; Dramatisch - litterarischer VereinMel- pomene" (im Gasthauszur Sonne"): Geselliger Abend; Zitherverein Hanau; Probe in der RestaurationAlle- mania"; AthletenklubGermania": Abends von 910 Uhr: Riegenstemmen; von 1011 Uhr: Musterriegenar- beiten (Restauration Wagenbach, Paradeplatz).

Für morgen. Hanauer Schützenverein: Nachmittags von 2 Uhr ab: Schießen auf den neuen Schießständen.

® Kilianftädten, 22. August. Hier wurde der Tag- löhner Ad. Zinkhan aas Nmengronau festgenommen. Der­selbe hat sich mehrerer Sittlichkeitsv ergehen schuldig gemacht.

Grotz-Krotzenburg, 22. August. Millionen von Eintagsfliegen" durchschwirren neuerdings allabendlich die Lüfte und dringen durch die geöffneten Fenster in die erleuch­teten Wohnräumen, die Insassen stark belästigend. Ge­nanntem Insekt ist bekanntlich die kürzeste Lebensfrist ge­setzt. Er entschlüpft zur Abenddämmerung der Puppenhülle schwärmt einige Stunden umher, setzt seine Eier ab und ver­endet meist noch in derselben Nacht. Auch aus anderen Ufergemeinden unserer Nachbarschaft wird das außergewöhn­lich massenweise Auftreten derEintagsfliegen" gemeldet

toi der Provinz und den Nachbargebtete«.

0 WLchtersbach, 20. August. Am Donnerstag'M in unserer Kirche der Herr Generalsuperintendent eine Visitation ab, die besonders auf das Gebiet des Religionsunterrichtes sich erstreckte. Einer der Herren Ortspfarrer hielt eine An­sprache an die Kinder, während zwei hiesige Lehrer mit den Schulkindern katechisirten. Am Schluß hielt der Herr Generalsuperintendent eine packende, ergreifende Ansprache an die Kinder, der auch die anwesenden Erwachsenen mit großer Andacht lauschten.

O Birsteitt, 20. August. Am Mittwoch den 17. August weilte der Herr Generalsuperintendent Pfeiffer in unserem Orte, um die Kirch molsitatton für die Gemeinden der Aemter Birstein und Wähle sbach in der hiesigen Kirche vorzunehmen. Die vorgeschriebene Predigt hielt Herr Pfarrer Römheld- Schlierbach, während die Katechese mit der konfirmirten Jugend durch den Octspfarrec üotgmontnen wurde. Nach

Beendigung der Katechese richtete der Herr Generalsuperintendent ernste, eindringliche Worte an die versammelte Gemeinde. Nachmittags fand im Gemeindesaal eine Besprechung mit den Geistlichen des Bezirks statt, in der verschiedene Zeitfragen in eingehender Weise erörtert wurden.

Fulda, 20. August. Daß ein Personenzug von einem Rehbock gestellt werden kann, dürfte wohl ein recht seltener Fall und doch hat sich dies erst am vergangenen Sonntag auf der Strecke FuldaGießen ereignet. Als der in Fulda um 12 Uhr 28 Minuten abgehende Zug 523 die Strecke zwischen Zell und Ehringshausen, die sog. Wasserscheide pas- sirte, sprang ein feister Rehbock aus der dichten Waldung hervor, rannte gegen die Lokomotioe und stieß an ein etwas vorstehendes Luftleitungsröhrchen, welches durch den Anprall abbrach und Luft entweichen ließ. Dadurch trat die selbst­thätige Luftdruckbremse in Wirksamkeit und stand nach etwa 30 Meter der Zug vollständig still. Erst nachdem die Ma- schinenbremse abgestellt war, konnte der Zug nach einem Aufenthalt von 3 Minuten seine Fahrt wieder fortsetzen. Der starke Rehbock jedoch hat sein frevelhaftes Beginnen mit dem Tode bezahlen müssen und wird sein Fleisch wohl schon als schmackhafter Braten Verwendung gefunden haben.

Fttlda, 22. August. Ueber die Vorderröhn entlud sich gestern Abend ein schweres Gewitter. Nach den Erzählungen der Ausflügler hat dasselbe besonders in dem uns zunächst gelegenen Theile der Rhön bös gehaust auf der Fohlenweide, Milse- burg und in den davor gelegenen Gemarkungen. Der Regen fiel strichweise wolkenbruchartig, so daß z. B. auf der Fohlen- weide, in Dtpperz rc. das Wasser meterhoch stand. In Finken­hain zündete der Blitz, wodurch 2 Scheuern und 1 Wohn­haus eingeäschert, ein weiteres Wohnhaus von den Flammen beschädigt wurde. In dieser Gegend fand auch eine Störung der Telegraphenleitung gleichzeitig statt. Furchtbar wüthete das Gewitter auf der Milseburg. Don einem Augenzeugen wird darüber erzählt: Als das Gewitter losbrach und strömen­den Regen ausschüttete, flüch teten alle Touristen in das Schutz­haus, in dem neben unerträglicher Schwüle bange Angst unter den Geflüchteten herrschte; denn Schlag auf Schlag machte die vollgepfropfte Hütte erzittern und rauschende Wasser­massen brachen sich an ihren Pfosten. Plötzlich befand man sich in einem blendenden Feuerschein. Schwefelgeruch erfüllte den kleinen Raum, einige kurze Aufschreie der Blitz hatte eingeschlagen! Er traf den in der Wirthschaft des Schutz­hauses sonntäglich aushelfenden Schreiner Storch aus Ober- bernhards, der in den Keller stürzte und wie todt aus dem­selben getragen wurde; ferner traf er Herrn Dr. Kiel aus Geisa nebst Sohn und Tochter, die alle drei auch Brand­wunden davontrugen. Letztere stürzte im Schrecken zur Hütte hinaus und sank bei der Kapelle nieder. Der Blitz wurde durch den Telephondraht abgeleitet, ehe er noch weitere Be­schädigungen anrichten konnte.

Hersfeld, 21. August Gestern gegen Mittag brach hier in der Tuchfabrik des Herrn Braun Großfeuer aus, welches das ganze Etablissement mit Ausnahme des Maschinen- hauses in Trümmer legte.

Marburg, 20. August. Gestern Nachmittag wurde hier ein 2jähriges Mädchen vom Hitzschlag getroffen.

Witzenhausen, 20. August. Von dem gemeldeten Brande in Bischhausen verlautet noch, daß ein niederstürzeu- der Schornstein, als das Feuer bereits erheblich beschränkt war, einen Feuerwehrmann getödtet habe. Der auf so schreck­liche Weise um das Leben gekommene brave Arbeiter war in der hiesigen Papierfabrik beschäftigt gewesen. Er war Wittwer und Vater eines fünf Jahre alten Mädchens. Die Theilnahme, welche man empfindet, ist allgemein recht groß.

Witzenhausen, 21. August. Der Eigenthümer eines der in Bischhausen niedergebrannten Häuser, Stockmacher H. wurde am Sonnabend unter dem Verdacht der Brandstiftung zur Haft gebracht. Derselbe ist dem hiesigen Gefängniß ein­geliefert worden.

Hofgeismar, 22. August. Beim Manöver starb der Soldat Hoßfeld an Hitzschlag.

Wiesbaden, 22. August. Bei Schierstein ertranken gestern beim Baden im Rheine drei Männer, welche die Strömung fortriß.

Biedenkopf, 21. August. Es ertrank vorgestern Abend beim Baven in Dahlbruch der 20 Jahre alte Postbote Hahn. Der Unglückliche konnte weder von dem anwesenden Bruder noch von einem Freunde aus dem fünf Meter tiefen Wasser errettet werden.

Frankfurt a. M, 22. August. Fräulein Käthi'Paulus, welche am Sonntag Abend um 6 Uhr mit ihrem Ballon vorn Zoologischen Garten aus aufstieg, landete nach einer Fahrt von zirka 25 Minuten, bei förmlicher Windstille in der Nähe des hiesigen Staatsgüterbahnhofs. Ein in den 50er Jahren stehender Gärtner, der bei der Landung behilflich war, wurde durch die ausströmenden Gase des Ballons betäubt und t>n städtischen Krankenhause ausgenommen.

Darmstadt, 22. August. In vergangener Nacht ist ein Theil der Wirthschaftsgebäude auf dem beliebten Aus­flugspunkte Ludwigshöhe bei Darmstadt abgebrannt. Wasser­mangel erschwerte die Löschungsarbeiten.

® Mühlheim a. M., 22. August. In unserer Ge­markung wird demnächst auf Beschluß der maßgebenden V'r- wallungSkörperschasien eine Kreis-Ob st baumschule errichtet wwden. Für dieselbe werden 17,300 qm Gelände angekauft. Durch die Schule soll dem Mangel an geeigneten Oöltöäumchen für die Straßenpflanzungen im Kreise Offenbach abgeholfen werden. Für die Neuanlage erhielt unsere markunz aus Dem 8runde den Vorzug, weil die älteren Zöl' linge der hiesigen Kreis-Erziehunzsanstalt in der Baumschule beschäftigt und in der für ihr späteres Fortkommen offenbuc sehr nützlichen Obstbanmzucht ausgebildet werden sollen. Der