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Rr. 193
Samstag den 20. August ®$e®B@a®®^^
1898
MMLttchrs.
^iaM^rsie J^anau.
Folgende seit dem 1. Juni 1897 als gefunden an Polizeistelle abgelieferten Gegenstände sind bis jetzt nicht abgeholt worden;
Nr. 2 1 schwarze Schürze. 9 1 weißer Knopf von einem Stock. 10 1 schwarzseidere Tasche. 24 1 Messer. 25 1 gelber Adler. 26 1 ev. Gesangbuch. 28 1 Paar schwarze Handschuhe. 33 1 schwarzer Damengürtel. 34 1 Kamm. 35 1 Korallenhalskettchen. 37 1 Stockgriff. 49 1 Paar weißlederne Handschuhe. 52 1 Zwicker. 63 1 blauseidenes Knövftüchelchen. 67 1 Manschet! enknopf. 86 1 schwarze Schürze. 110 1 Brille. 116 1 Brille. 126 1 Handkörbchen. 136 1 Pickelhackc. 137 1 messingene Wagenkapsel. 165 1 50-Gr.-Gewicht. 168 2 Spazierstöcke. 179 5 Ortskrankenkassenmarken ä 22 Ps. 188 1 Rosenkranz. 189 1 Brenneisen. 190 1 Korallenarmband. 195 1 alte Pferdedecke. 200 1 goldner Ring mit rothem Stein. 213 27 Stück Fourmerbrettchen. 217 1 weiße Kinderschürze mit rothen Blumen. 219 1 Brille. 236 1 leinene karrirte Kuhdecke. 237 1 Paar weiße Manschetten. 238 1 Reitpeitsche. 249 1 Vergrößerungsglas. 265 1 Kneifer. 270 1 kleines Vorhemd. 288 1 neue Halsbinde. 289 1 schwarze Spitzenschürze. 292 1 kleiner Hammer. 293 1 Brenn- scheere. 307 1 Köcher von Blech. 312 1 Tasche. 313 1 Schecre. 314 1 rothes Kinderkleidchen. 315 1 sehr defekte Uhr. 317 1 Testament. 319 1 goldner Ring. 320 1 schwarze Tasche mit Kontobuch nebst Kamm. 322 1 messingene Stopfbüchse. 330 1 Paar neue gelbe Kinderschuhe. 334 1 Telegraphen-Jsolator. 339 1 Vorlage (Teppich). 344 1 schwarzer Herrnhut. 355 1 kurzes weißes Handtuch. 370 1 Peitsche. 371 1 Handtuch. 372 1 '/»-Ltr.-Gefäß. 385 2 Fenstervorhänge. 395 1 kleine Scheere. 415 I neuer unfertiger Pantoffel. 417 1 neusilberner Theelöffel. 422 1 Brache mit 3 Ringen, 3 Perlen und kleinem Herz. 428 1 Zahngebiß v. Unterkiefer. 437 1 Kinderumhängetäschchen. 448 1 schwarze Knabenpelzkappe. 457 1 Spazierstock. 458 1 Mundharmonika. 459 1 Stück Watte. 461 1 goldner Kinderohrring. 472 1 Zirkel. 490 1 goldne Vorstecknadel. 495 1 schwarzes Damenrädchen. 497 1 hellbrauner Kinderkragen. 507 1 Paar Strümpfe. 508 1 4eckiges karrütes Tuch. 511 1 unechte Broche. 525 1 Rosenkranz. 529 1 Double-Armband. 5411 goldner Ring. 543 1 Cigarren- etuis. 549 1 goldneS Armband. 569 1 schwarzes Eiswolltuch. 570 1 braunes Kinderrädchen. 573 1 Brille. 575 1 kleine leinene Wagendecke. 601 1 Handtuch. 619 1 weiße Doppelhalskette. 629 1 Zange. 641 1 goldner Knebel. 649 1 Henkelkorb. 651 1 alte silberne Cylinder- nhr. 652 1 gelbe Broche mit Kopf. 13 Regen- und Sonnenschirme. 27 Taschentücher. Eine Anzahl Herrn- und Damenhandschuhe, einzelne und Paare verschiedener Art. Verschiedene Schul- und Notizbücher und andere Bücher. 26 Portemonnaies mit je etwas Geld. Eine Partie Messer.
Nach Ablauf von 14 Tagen wird über diejenigen Gegenstände, welche auch bis dahin nicht reklamirt sind, anderweit verfügt werden.
Hanau am 15. August 1898.
Königliche Polizeidirektion.
P. 8586 o. Schenck.
Dimstsachri-tr» aus dem Kreise.
Gefunden: Ein Hundert-Markschein. Ein Reisesack nebst einem Scmmersahrplan und einem weißen Tüchelchen. Ein Kinderstühlchen. Ein weißes Taschentuch.
Hanau am 20. August 1898.
Slctölkveis ^anatt. ___ALsMwachvLtzrv deß Odkrdmgermelsteramtek.
Bekaimtmachimg.
Die geringe Zahl der bither eingcriichtcn Pläne für die Jr stallatwn der" elektrischen Snla^n in len Häusern — 5 Eiück — rerenlaßt uns, daraus aufmerNam zu machen, daß diejenigen, welche an das städtische Elektrizitätkwerk an- schließen wollen, so bald als möglich die Ins allationsplöne zur Genehmigung bei dem diesseitigen Bureau rorlegen müssen, wem sie darauf rechnen, sofort mit Inbetriebnahme des Werkes elektrische Energie zu erhalten. Es sind bis dahin nur noch ca. 2 Monate und ist bei längerer Verzögerung sowohl jür die Bouleitung die Prüfung der Pläne, die nur in der Rkilensolge dir Eingänge siatifinden tönn, als für
die Installateure die rechtzeitige Ausführung der Arbeit unmöglich. 12222
Hanau den 17. August 1898.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus.
Tagesschau.
Von der Marine. Nach einer Meldung an das Oberkommado der Marine ist der Reichs-Postdampfer „Bayern" mit den Ablösungen von Ost-Asien, Transportführer: Kapitän- Lieutenant Lietzmann, vorgestern in Genua angekommen und beabsichtigte, gestern die Heimreise fortzusetzen.
Ein Versuchsschießen mit einem neuen Infanterie-Gewehr fand, wie mehreren Blättern geschrieben wird, am Mittwoch auf dem Tegeler Schießplatz durch Offiziere der Spandauer Gewehrprüfungskommission statt. Die in Aussicht genommene Zukunftswaffe der deutschen Armee soll ein noch geringeres Kaliber haben, als das jetzige Gewehr, Modell 1888, sie soll bei erhöhter Rasanz und vermehrter Durchschlagskraft für weitere Entfernungen als jetzt verwendbar fein. Die Proben seien auf Distanzen von über 2000 Meter mit Erfolg ausgedehnt worden.
Thomasmehl-Angelegenheit. Die „Deutsche Tageszeitung" theilt mit, daß der Vorstand des Bundes der Land- wirthe gegen die „Hauptverleumder" des Vorstandes in der Thomasmehl-Angelegenheit Strafantrag gestellt habe.
gewährleisten. Der Magistrat soll ersucht werden, recht bald mit einer anderen Vorlage heranzutretm. Der Antrag wird angenommen. Herr Kehl jr. regt an, in Anbetracht der Höhe des Reingewinns der Sparkasse eine Erhöhung des Zinsfußes für kleinere Einlagen in Erwägung zu ziehen, um Anreiz zum Sparen zu geben.
Für die Beleuchtungsanlage im Stadtverordneten-Sitzungs- saal wird ein Verlag bis zu 900 Mk. nachverwilligt.
Herr Wörner gibt aus den Protokollen der 10., 11. und 12. Sitzung der Elektrizitätskommission das Wisfens- werthe bekannt. Wegen der gebraucht werdenden großen Wassermenge für die Maschinen soll ein Kühlthurm errichtet werben, in welchem das Waffer nach Gebrauch gekühlt und infolgedessen stets wieder benutzt werden kann.
Eine längere Debatte ruft hervor eine beantragte Nach- verwilligung von 1547 Mk. zur Herstellung der äußeren ^a§abe des Altst. Rathhauses, die den Charakter der früheren Zerr wiedergeben soll. Die Finanzkommission beantragt Zurückweisung der Vorlage, da der vorliegende Plan, wie eine alte Photographie beweise, dem früheren Aussehen des Gebäudes nicht entspreche, auch nach der vorgeschlagenen Art und Weise der Ausführung etwas Dauerhaftes herzustellen nicht möglich sei. Dr. Heraeus beantragt nochmalige Prüfung der Vorlage durch Sachverständige. Die Herren Wörner und Brüning dagegen plaidiren dafür, daß der Magistrat mit einer neuen Vorlage herantreten möge, die die Herstellung der Farads nach historischem Charakter zur Grundlage habe, wofür ein Verlag von 4—5000 Mark vorzusehen sei. Der Autrag Wöruer-Brüning findet Annahme.
Frau van der Fink, welche krankheitshalber die Aufsicht im Theater nicht weiterführen kann, erhält eine Unterstützung von jährlich 400 Mark zugebilligt. Die zu 300 Mk. veranschlagte Wohnung im Theater wird Herr Marktmeister Sturm erhalten, der als Gegenleistung die Kastellansstelle daselbst übernimmt.
Einer Nachverwilligung von 157.50 Mk. auf Tit. II.4.4 Schlachthofkaffe für den Heizer wird zugestimmt, desgleichen eine Mittheilung des Magistrats, betr. Anstellung des F. Hummel als Hilfskanzlist, zur Kenntniß genommen.
Zur Theilnahme an dem in Köln staufindenden Kongreß für öffentliche Gesundheitspflege wird Herr F. Canthal belegtet.
Die Wasierkülamität.
Herr Bailly nimmt Veranlassung, der allseitigen Verstimmung über die Wasserkalamität bezw. der Handhabung der Wassersperre Ausdruck zu geben, führt an, daß unter Mitwirkung des früheren Gemeiudeausschuffes die öffentlichen Brunnen beseitigt wurden, die jetzt recht gute Dienste ver- ! richten könnten und fragt an, ob von Seiten der Waffer- werksdirektion die Kalamität nicht habe vorausgesehen werden und rechtzeitige Mahnung habe erfolgen können. Herr Oberbürgermeister Dr. Geb e s ch u s nimmt in seiner Entgegnung auch Bezug auf die im „Hau. Avz." erschienenen Artikel, legt die Verhältnisse dar, die dazu geführt haben, daß die Waffer- werksdirekticn die lakonische Erklärung erließ, hebt des Weiteren hervor, daß man geglaubt habe, am
Sonntag werde nach alten Erfahrungen ein Weniger- verbrauch an Waffer ein treten, was jedoch nicht
der Fall gewesen, und weist darauf hin, daß Hanau nicht allein von dieser Kalamität betroffen, sondern auch die Großstadt Frankfurt in gleicher Lage sich befände. Die Wafferwerkedirektion sei stets darauf bedacht gewesen, entsprechend des vermehrten Bedarfs auch für vermehrten Wafferhub zu sorgen. Durch Einholen der Obergutachten für das zweite Wafferwerk habe sich die Angelegenheit verzögert, vnd als das Gutachten zur Stelle war, habe man schleunigst eine Vorlage gemacht und am 22. Mai sei die Anssi"lhrung beschlossen worden. Die Maschinen habe man mit bin kürzesten Lieferfristen ausgeschrieben, aber vor 1. Dezember d. Zs. lasse sich das Werk nicht fertig stellen. Was die Fürsorge des fiüheren Ausschusses betreffs Beseitigung der Brunnen onlange, so müffe er darauf Hinweisen, day eine seinerzeitige Untersuchung die gesundheitsschädliche Beschaffenheit des Waffers ergeben habe. Einer solchen Verantwortung hätten sich die Körperschaften nicht aussetzen wollen. Herr Dr. Heraeus bitont, daß an dieser Stelle zum Ausdruck kommen möge, daß die Angriffe auf die Wasserwerksdirektion vollständig ungerlchtfertigt, eine Schuld höchstens die städtischen Körperschaften treffen könne. Herr König regt an, die Gewerbetreibenden etwas früher Mittheilung zu machen. Herr Schroeter meint, es sei angebracht, Angriffe auf den früheren Ausschuß Inbir zu unterlassen. Jeder Brunnen habe auch im Ausschuß seinen Liebhaber gehabt, der mit Wärme
Nur chiLdi-- «ud KaudSrsts gatmä« St^i-iMci wnfet« LmLlsrtikel <st mit O««lKv«A^ -Her. U^ g^sitel
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 19. August.
Anwesend die Herren: g^ Canthal, Vorsitzender; Bader, Bailly, Bier, Brüning, Eberharrt, Füll, Glaser, Dr. Heraus, Hock, Jost, Jung, Kehl jr., Koch, König, Kreuter, Körner, Lucht, Meyer, Müller, Rodde, Roth, Schroeter, Schwabe, Seitz, Spatz, Steinheuer, Treusch, Voltz, Weber und Wörner.
^.ie Stadtverordneten Herren Ott und Treusch berichten über die Prüfung der Rechnung der Stadtkasse Abth. I, der Asservaten und Vorschüsse pro 1896/97, woraus hervor geht, daß das Rechnungsjahr einen Ueberfchuß von ca. 102 000 Mk. ergeben hat, gleichzeitig gibt Herr Ob-rbürgermeister Dr. Gebeschus Kenntniß von dem Abschluß des Rechnungsjahres 1897/98, das, obwohl im Etat nicht vorgesehene Ausgaben von etwa 80 000 Mk. (u. a. rund 51 000 Mk. Ein- quartirungskosten, 29 000 Mk. für Erhöhung der Lchrerge- Hälter) auftraten, doch einen Reinüberschutz von 60 432 Mk. verzeichnen kann. Diese Ersparnisse der Verwaltung sollen als sog. eiserner Bestand fortgeführt werden, um später für Instandsetzung der Straßen, wofür ein Betrag von ca. 200 000 Ölt erforderlich -ist, Verwendung zu finden. Hieraus ist zu ersehen, daß die Finanzverhültniffe unserer Stadt als gute^zu ^zeichnen sind.
Für den Ausschuß zur Wahl der Geschworenen nnd Schöffen pro 1899 werden als Vertrauensmänner gewählt die Herren Fritz Koch, Ernst Schlingloff und Ernst Treusch. — Zur Berathung eimS EirquartierungSßatms, dessen Nothwendigkeit die vorjährige Eit quartierung ergeben hat, wird eine Kommission von zwei Mitgliedern, bestehend aus den Herrn ^ritz Koch und Fritz Voltz, gewählt. Diese Kommission soll später als Einquartierung! kommission bestehen bleiben.
Weiter erfolgt die Neuwahl der Schietsmönner und deren Stellvertreter auf die folgenden 3 Jahre.
Der Verpachtung von Theilen der Parzelle FF 199/32 wird zugestimmt.
Die Kommission für die Stiftung „Lungenheilstätte" hielt kürzlich eine Sitzung ab, in welcher beschlossen wurde, an die Regierung zu Ccssel das Ersuchen zu stillen, Sammlungen für die Stiftung in der Stadt Hanau genehmigen zu nullen, außerdem wurde dem Wunsch Ausdruck gegeben, die städtischen Körperschaften möchten einen jährlichen Beitrag bewilligen, um die Stiftung zu einer Wohlthätigkellsanstalt ausbauen zu können. Mit Eenugtdnvg begrüßte der Referent, daß der Magißrat sich bald der Sache angenommen habe und mit einer Vorlage herangetreten sei, die Hälfte der Betrieb!über- schüffe der s ädt. Sparkaffe an die Stiftung „Lungenheil- stülte" für die nächsten 5 Jahre von 1898/99 an zu überweisen. Der Reingewinn hat bis jetzt etwa 9000 Mark jährlich betrogen. Die Finonzkou missiou beantragt die Vorlage zmückzuverweißn, da die Verhältnisse der Epar- koffe, für welche ein neues Statut in Vorbereitung begriffen, nicht derart geordnet seien, um den beabsichtigten Zweck zu