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WI»MBemenW« Preis:

Z-Hrlich 9 M. MWährl. 4 J4 50 ^. vierteljährlich 2 41 25 ^

SK auswärtige Momente« mit dem betreffenden Pv-aufschlag.

Die einzelne Hemmer kostet 10 4.

Linrück««--» gebühr

für Stadt- und Stufe kreis Hanau 10 ^ fe ^gespaltene Tarnwtch» jede oder deren Rau», für AuswänS 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30^.

Amtliches Grgsn für öfaöi- unö LanSKreis Hansu.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 188

Montag den 15. August

1898

N-MMch-K.

^taöt^rei^ ^banau.

VkkLNLrNiichMM srs O^erdürgermeckeramleL.

Bekanntmachung.

Die Verstellung von ca. 349 m BackAeinsiel «laste I, 60/110 cm, in der Leipzigerstrage einschließl. ; aller zugehörigen Sonderbauten und etwaiger Nebenarbeiten soll auf dem Wege des öffentlichen Ausschreibens vergeben werden.

Die Pläne und Bedingungen liegen auf dem unterzeich­neten Amte Langstraße Nr. 41 in den Dienststunden zur Einsicht offen, woMbft auch die zugehö-izen Anerbietungs- formulare gegen Zahlung von 2 Mk. erhältlich sind.

Die Anerbieten find vollständig ausgefertigt, versiegelt,; frantirt und mit der Aufschrift:Anerbieten für die Her­stellung eines Backsteinsteles Klasse I in der Leipzigerstraße" spätestens bis

Freitag den 19. Angnst 1898, vormittags 11 Uhr, dem unterzeichneten Amte abzuliesirn.

Die ein gegangenen Angebote werben in Gegenwart der etwa erschienenen Anbieter eröffnet. Der Magistrat behält sich daS Recht der freien Wahl unter den Anbietern ohne Rücksicht aus das niedrigste Angebot vor.

Hanau den 12. August 1898.

Städtisches Sielbauamt 11873 Tharann.

DicuswüchriHtcu aus dem Kreise.

Gefunden: Am 7. d. Mts. eine silberne Damenremon- toiruhr mit zweigliedrigem silbernen Ketlchen. Ein weißer Kinderstrohhm (in einem Laden am 7. d. Mls. liegen ge­blieben). Ein lOO-Gr.-Gewicht. Ein Kopskringel.

vanan am 15. August 1898.

Tagesschau.

Verluste von Handelsschiffen 1897. In dem englischen BlattEngineering" sind jetzt in Tadellenform die I durch Unglückssälle und Verbrauch verursachten Verluste von Handelsschiffen im Verlaus des Jahres 1897 zusammen- i gestellt. Auf den Betrag von 1000 Tons ihres Schiffs- besitzes bezogen, stellen sich diese Verluste für: Großbritanniens auf 23,1, die britischen Kolonien auf 28,9, die Vereinigten > Staaten auf 23,3, Deutschland auf 20,0, Frankreich auf 33,2, Italien auf 32,5, Rußland auf 24,1, Holland auf 38,9, Dänemark auf 27,4, Schweden auf 40,0, Norwegen auf 56,0, Oesterreichs Ungarn auf 52,6. Aus diese Zahlen hat das Verhältniß der Dampfschiffe zu den Segelschiffen innerhalb der Handelsflotte eines jeden Staates sehr viel Einfluß gehabt, da Segelschiffe wehr Gefahren ausgesetzt sind, und auch das Alter der einzelnen Schiffe ist von großer Einwirkung auf die Erhöhung der Verlustzahl durch aus Altersschwäche zum Albium komuende Schiffe. Diese beiden^ Einflüsse treten besonders scharf bei Oesterreich-Ungarn, s Schweden und vor Allem Norwegen hervor, dessen alte hölzerne i Segler vielfach vor mehr als 40 und 50 Jahren entstanden sind und jetzt meistens nur noch mit Hmzladunq befrachtet sind. Das so äußerst günstige Verhältniß für Deutschland! entstammt hingegen wohl in erster Linie dem geringen Alter! des größten Theils unserer Handelsflotte, wodurch sie mit einem verhältnißmäßig großen, leistungsfähigen Dampfer- material versehen ist. Doch können wir, ohne ruhmredig zu sein, auch die geschickte Navigirung und die gute Fürsorge unserer Handelsschiffskapitäne für die ihnen anvertramen| Fahrzeuge unter die Gründe dieser so günstigen Stellung unter den seefahrenden Nationen rechnen.

Die Franzosen in Südchina. Die jüngsten be­unruhigenden Nachrichten über gewisse^ Schwierigkeiten der Franzosen in China werden von der offiziöwn Presse Frank­reichs abgeschmackt. Die Sachlage ist nach amtlichen Mit­theilungen folgende: Frankreich hatte im April das Fort Leitschau in der Bucht von Kunangtschenuan besetzt, nachdem das Tsungli Damm seine Zustimmung zu dieser Besitznahme ertheilt hatte. Es war dies eine der Genugthuungen, welche die französische Diplomatie nebst einer Art von Pfandrecht auf die Südprovinzen ChinaS zu jener Zeit verlangt hatte, als Deutschland, England und Rußland gewisse Garantien für den Fall drohender Ereignisse begehrt und erhalten hatten. Die Besitzergreifung von Fort Leitschau durch die französischen Truppen erfolgte unter dem Schutze dreier Kriegsschiffe, welche in der Bucht vor Anker lagen. Die Besitznahme ging zwar!

obne Feindseligkeiten vor sich, allein seither und infolge von Intriguen, deren verantwortliche Urheber noch nicht mit Be­stimmtheit angegeben treiben können, läßt sich die chinesische Bevölkerung die französische Besatzung nur ungeduldig gefaJttcn. Der Admiral La Bsdoliöre, der das Kommanda über die französischen Truppen in China führt, verlangt nun vom Marineminister Verstärkungen. ES wurden seinem Wunsche entsprechende Befehle gegeben und man hofft, daß die feind­seligen Kundgebungen der chinesischen Bevölkerung zu keinen ernsten Ereignissen führen werden.

Politische und unpolitisch» Nachricht»«.

(T evesLen-BureaKHerold'.)

Bodapeft, 14. August. Aus Jschl wird hierher ge­meldet: Der Empfang Bavffys beim Kaiser sei äußerst mäßig gewesen. Wie verlautet, wird die endgültige Entscheidung über die schwebenden Fragen erst Ende dieses Monats er­folgen. Allseitig wird aber bestätigt, daß sich die politische Lage bedeutend gebessert habe. Eine baldige Lösung der Krisis soll in Aussicht stehen.

Brüssel, 14. August. Bei der gestrigen Grubenkatastrophe in Marien,ont sind 14 Bergleute verunglückt. Ein 19jähriger Arbeiter wurde todt heraufbesördert, ein anderer ist seinen Wunden erlegen. Die übrigen 12 Bergleute befinden sich im Hospital.

Antwerpen, 14. August. Nachts brannte hier eine

der freiwillige Eintritt zweifellos großen Vo.tyr.l bietet, weisen wir etwaige Interessenten aus unserem Leserkreise auf diese günstige Gelegenheit hin und machen gleichzeitig darauf auf­merksam, daß die Meldung bei dem Bataillon wegen dem be­vorstehenden Manöver spätestens bis zum 18. bi. Mts. und zwar unter Vorlegung eines Meldescheines zu erfolgen hat.

* Sommerfest des verein, evangel. Waisen­hauses. Ein frohbewegtes Leben und Treiben entfaltete sich am Samstag Morgen an den Bahnhöfen unserer Stadt, wo­selbst mit den verschiedenen Zügen die außerhalb unterge­brachten Pfleglinge des ver. ev. Waisenhauses ankamen, um im Verein mit den hier in Pflege befindlichen Kindern ein ihnen vom Vorsteheramt arrangirteS Sommerfest zu begehen. Und zu einem wirklichen Freuden- und Festtage getastete sich der Tag ebensowohl für die Kinder, wie für die gesammte Wohlthätigkeitsanstalt, das ver. ev. Waisenhaus, da eine der­artige Veranstaltung als großes Familienfest bezeichnet werben kann, das für alle Glieder auf längere Zeit in angenehmster Erinnerung bleibt. Selbst bei dieser festlichen Gelegenheit werben wir gewahr, wenn uns nicht verhärmte Gestalten, sondern frisches, fröhliches Leben entgegenlacht, daß eine ge­ordnete Waisenpflege wie in diesem Falle an sich schon einen nationalen Zug trägt, die Fürsorge für die Waisen den Keim der Zukunftssrbeit in sich birgt, denn eS gehört zu ihren hohen und gesegneten Zielen, nicht nur den leiblichen Hunger zu stillen, sondern auch den jugendlichen Herzen den Duell des göttlichen Lichtes zu spenden, schlummernde Kräfte

große Seilfabttk nieder. Der durch das Feuer angerichtete.

Schaden ist bedeutend. ! zu wecken und so zu stärken, daß sie für die Gesammtyeit

Rom, 14. August. DaS Programm des Mariruministers1 nutzbar werden, aus den Wurzeln gesunde Pflanzen heran- verwirtt den weiteren Bau groger Kriegsschiffe wie Duilio: zubilden, die dereinst Blätter und Blü.hen treiben, bescheidene unv Danvolo und empfiehlt die Vermehrung ter Panzer-Blüthen zwar, aber doch solche, die das Auge erfreuen, kreuzer vom Typus der Barere und Garibaldi, den Bau einer i Kehren wir nun nach dieser kleinen Abschweifung zurück zum sehr schnellen Torpcdojäger-Flottille und einer Anzahl sehr eigentlichen Feste. Die kleinen Festtheilnehmer wurden nach schneller Kreuzer von der Art des Benedetti und Brin. ihrer Ankunft nach der Stadt Bcemen geleitet, woselbst nach Einige Torpedojäger sollen bei Schichau in Danzig in Auf- einer leiblichen Stärkung eine Morgenandacht abgehalten trag gegeben werden, andere in Italien gebaut werden. wurde. Nach Absingung eines die Andacht einleitenden

Paris, 14. August. Im Velodrom NN Parque de Liedes hielt der Vorsitzende des Vorsteheramtes vom verein. Frarce begann gestern Abend 6 Uhr das internationale eoang. Waisenhause, Herr Landrath v. Schenck, eine An- 72 i&tunbenrennen. Bei der Abfahrt zählte man 35 Th-il- i spräche, die auf den Zweck der alle 2 Jahre stattfindenden netzwer. Die Sonnenhitze vertrieb heute über die Hälfte der Zusammenkunft hinwies, die Kinder zur Dankbarkeit für das Theilnehmer. Um 6 Uhr abends liefen nur noch 15. Den ^m Gebotene ermähnte und Denjenigen Dank aussvrach, 500 Franc-Preis für die ersten 24 Ständen errang der durch deren Hochherzigkeit und Thätigkeit dieses Werk der Schweizer Frederique mit 696 Km. Zweiter war der Amerikaner Nächstenliebe ermöglicht wv.b. Hierauf folgte eine erbauliche Müller. Bisher waren leichte Unfälle durch Stürzen zu ver- Ansprache des Waisenvflegers, Herrn Stadtmisstonars He se- zeichnen. Der hier anwesende Botschaften Marquis de wann, der den Kindern auf Grund des Bibelwortes den Noailles weilte eine Zeit lang unter den Zuschauern. 12)ährigen Jesus als Vorbild in der Frömmigkeit, dem

Paris, 14. August. Der Marineminister Lockrcy be- Lerneifer und dem Gehorjam hinstellte und zur Nacheiserung absichttgt im September an ten Flottenmanövern des Mittelmeer- ermähnte. G^bet und Absingung eines geistlichen Liedes Geschwaders theil zn nehmen, welche zwischen Toulon, Corsika bildeten den Schluß der Andacht. In geordnetem Zuge ^ "^ "° " " ' ' - ~ - . wurde nun nach dem Waisenhause marschirt, das sinnigen

und Biscrtä stattfinden und bei dieser Gelegenheit alle Ver- thetbibungswerke der französischen Mittelmeer-Küste zu be­sichtigen.

wurde.

Nach Absingung eines die Andacht einleitenden

Fahnen- und Guirlanden schmuck angeegt hatte. Nach einem Rundgange im Hofe ging es nach dem ©artenetablijferneut zumKaisirtof". Dorr angetommett, wurde bald darauf das Mittagessen eingenommen, das durch der Feier angemessene

London 14. August. Ein Telegramm aus Shanghai erklärt, Rußland habe das Versprechen von Lihung Tschang erhalten, daß der Zolldirektor Sir Robert Hart bei gelegcn-.r Zeii durch einen Russeu ersetzt werde. Lihung Tschang be­günstigt den jetzigen Gesandten Rußlands Pawlow als Nach- solger. England wird wahrscheinlich bezüglich der Bahn vor, Nmtschwar.g nach Schauhaitwan eine neue Niederlage er- fabren. Rußland hat große Landstrecken daran erworben, welche die Bahn beherrscht. _ Der Kaiser von China erließ wichtige Edikte. Eines befiehlt den Vicekönigen und den Taitaren-Geueralin die Bildung neuer Flotten mit europäischen ^ -----,?- » - . ,

Justruktorm, ein anderes fordert die Provinz-Gouverneure zur Danlbarkeit gegenüber ihren Pslegeeltein und vracyie auf, die althergebrachten chinesischer. Ideen zu Gunsten der den lchter^ ein Hoch, während Herm Am^ modernen westlichen Methode aufzuoeben ebenfalls Mitglied des Vorsteheramtes, Änlav nahm, der u

*________ j e.mndlichen erfolgreichen Thätigkeit des nunmehr m dm Ruhe-

«ss* eu»t. und Sossuns <^a !£rbr^^

Kaiserparade bei Mainz. Das hiesige Infanterie-1 amt, die in gewinnender anmutiger Wette die Awutyung Regimtut Nr. 166 wird zwecks Theilnahme an der nächsten j der Kleinen ausführten. Ber Ko^t und^eran ia . g Samstag bei Maivz statifirdevden Kaiserparade bereits Frei- schuldiger Spiele entschwanden die ^achmtttagss un.en nur all-

Tischreden gewürzt wurde. Das Tischgebet sprach Herr Superintendent Sopp. Hierauf folgte eine Ansprache des Herrn Landrath v. S ch e n ck, gipfelnd in dem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Den Dank ier Kinder an das Vorsteberamt für das bereitete Fest stattete ab der Wais-n- hauszögling Müller, der von dem Waisenhause für den Lehrerberuf ausgebUdet wird und fich z. Z. in der Präparanden- anstalt befindet. Herr Fabr.kant L. Limberk, Mitglied des Vorsteheramtes, ermähnte die Kinder zum Gehorsam und

tag Morgen per Bahn von hier noch Maivz befördert wer­den. Somit beginnen für das Regiment die Herbflübungen etwas srüher, da ursprünglich als Tag der Abrückung auS der Garvison der 22. b. Mts. vorgesehen war.

* Zweijährig Freiwillige. Wie wir aus guter Cuefle er jähren, können bei dem 1. Bataillon des hiesigen Infanterie Regiments Nr. 166 noch einige Zweijährig-Frei­willige eingestellt werden. Schreiber und Handwerker werden bevorzugt und Voraussetzung für die Annahme ist, daß die Be­treffenden noch nicht bei der Aushebung für brauchbar be­funden und einem bestimmten Truppentheil überwiesen sind. Da

zu rasch. Bevor jedoch geschieden wurde, fand noch ein sinniger Akt statt: es galt, den Kindern, die sich durch gutes Betragen und Fleiß in der Schule hervorgethan hatten, durch Aushändigung von Medaillen auszuzeichnen. Herr Professor Israel richtete bei diesem Anlaß an die Kinder btherzigens- werthe Worte, worauf 9 Kindern Medaillen überreicht wurden, 3 silberne und 6 kupferne. Mit Gebet schloß das Fest und nun wurde die Heimreise, wohl versehen mit Mund- oorcath für dieselbe, angetreten. Bemerken wollen wir noch, daß auch vom Marthahaus in Frankfurt 2 Schwestern und 14 von der hiesigen Anstalt daselbst zur Ausbildung unte.-