M»»»eme«tS- Preis:
Jährlich 9 ^. DWjährl. 4^50*
Vierteljährlich 2 »* 25 &
Für auswärtige Momenten mit beut betreffenden Postaufschlag.
Sie einzelne Hemmer kostet 10 ^
M
Zugleich
EinröckungA- gebühr
für Stadt- und 2a* kreis Hanau 10 ^ Ht 4gespaltene Garrnond« zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.
Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 184
Mittwoch den 10. August
1898
atw«idi«e
Arbeiters. Die Arbeitslosigkeit schwand, und Hunderttausende bettet, das mit einer horizontalen Drehachse auf der eigens deutscher Arbeiterfamilien hatten von neuem einen auskömm- lichen Lafette ruht und seine Drehung in senkrechter Ebene »!!mmLachMM der KömM-ll L°ndmth«°mt°«. S“”™^ “"' b<-«-°-°,-B°° «dqm» «rtMt ^ ,^WMUtt M R°b-.S M
r i r 7 von 1879. Selten- und Hohennchtmaschmen angebracht, deren Drehrader
In Rudrgherm ist die Maul- und Klauenseuche erloschen; Aber noch ein anderes als die Gabe, im rechten ^eit- aber so dicht nebeneinander gelegt wurden, daß ihre Be- und sind die ungeordneten Sperrmaßregeln wieder a«fge-; Punkte das Rechte zu treffen, tritt in jener segensvollen dienung gleichzeitig vom selben Manne erfolgen kann. Das hoben worden. Wendung von 1879 zu Tage. Wir meinen dm Bismarck-- Geschütz ist ein Schncllfeueraeschütz. was nickt allein durch die
^anö^rew ^anau
Hanau am 10. August 1898.
V. 8719
Der Königliche Landrath v. Schenck.
Dienpmchrichtcu aus dem Kreise.
Verloren: Ein kleines Packet mit der Aufschrift Firma Speier.
Hanau am 10. August 1898.
^faöt^ret0 ^anau.
MMtAschllUM des Oöerbürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Die Zimmer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten für das Hauptgebäude des Uten Wasserwerkes werden hiermit öffentlich ausgeschrieben.
Pläne, ArbeitSauszüge und Bedingungen sind von heute an im Stadtbauamt I, Zimmer Nr. 23 des Rathhauses, für Interessenten zur Einsicht aufgelegt.
Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Zimmer- rc. Arbeiten für das Ilte Wasserwerk" bis zum Montag, 15. d. M., vormittags 11 Uhr, bei der genannten Amtsstelle einzureichen, woselbst die Eröffnung eventl. in Gegenwart betheiligter Unternehmer um diese Zeit statifinden wird.
Hanau den 9. August 1898.
Wendung von 1879 zu Tage. Wir meinen den Bismarck- Geschütz ist ein Schnellfeuergeschütz, was nicht allein durch die schen Grundsatz von der Gemeinsamkeit aller wirthschaftlichen veränderte Munition, sondern auch durch die Konstruktion der Interessen der Nation. Die damalige Zollpolitik beruhte auf Lafette zum Ausdruck kommt, die ein neues Richten nach der praktischen Bethätigung dieses Grundsatzes, und nicht jedem Schuß nicht mehr erforderlich macht. Zwar ist von mude ist auch späterhin Bismarck geworden, unS wieder und ' — - — - - - -
wieder die goldene Lehre zu verkünden, daß nur im Frieden der einzelnen Berufsstände, daß nur im Frieden von Landwirthschaft, Industrie und Handel vornehmlich das Interesse der schaffenden deutschen Arbeit voll und ganz gewahrt werden könne. Das V-rmächtniß des Wirthschaftspolitikers Bismarck werden wir deshalb nur dann getreulich erfüllen, wenn wir ollen wirthschaftlichen Sondergeist bannen und seine Lehre von der Zusammengehörigkeit der erwerbsthätigen Berufsstände vor jeglicher Verdunkelung schützen. w.
einer Einheit!Patrone, wie man sie bei Revolver- k. Ge-
schützen findet, Abstand genommen, weil Geschoß und Kartusche vereinigt zu umfangreich geworden wäre, um einen sicheren Transport in der Protze und dem Munitionswagen zu gestatten, aber man hat die Ladung in einer mit Zentral- zündungsvorrichtung am Boden versehenen Metallkartusche untergebracht, welche gleichzeitig die volle Liderung (Dichtung) beim Schuß selbstthätig bewirkt. Von der Kartätsche ist beim neuen Feldgeschütz ganz Abstand genommen worden. Granate und Chrapnel bilden die ausschließlich verwendeten Geschosse, die mit dem Doppelzünder versehen sind, der sowohl als Aufschlag- wie als Brennzünder benutzt werden kann. Die
Der Magistrat Dr. Gebeschus.
11726
Fürst Bismarck und die nationale Arbeit.
Wollte man das Wesen Bismarck'schcr Politik in einer umfassenden Formel zum Ausdrucke bringen, so könnte man dieselbe vielleicht am zutreffendsten als die Kunst bezeichnen, in jedem gegebenen Momente daS gerade Zweckentsprechende und Zeitgemäße zu thun. Fürst Bismarck war kein Mann der unwandelbaren politischen Grundsätze. Mit jener alten Art von Politik, die ihre Größe in starrer Prinzipientreue suchte, hat er gründlichst gebrochen. Besonders gilt das von seiner Wirthschaftspolitik. Nirgends rächt sich das Festhalten an veralteten Grundsätzen bitterer alS gerade aus diesem Gebiete. Im wirthschaftlichen Leben vor allem verlangt der
LageSscha«.
Von der Marine. Laut telegraphischer Meldung an ^tte Wte eine verminderte Rad- und gleichzeitig verringerte " - - — - - • -------- . Lagerhöhe, die hohe Lafettenachse geht durch die Wände hin
durch. Zur Einschränkung deS Rücklaufs beim Schießen genügt unter gewöhnlichen Verhältnissen die vom bisherigen Feldgeschütz übernommene Drahtseilbremse; wenn sie zu diesem Zweck nicht ausreicht, wie bei festem oder sehr glattem Boden, oder wenn das Geschütz an Hängen steht, so soll der an der Lafette angebrachte pflugschaarähnliche Sporn gebraucht werden, der für gewöhnlich umgeklappt auf dem Lafetlevschwanze liegt. Dieser gräbt sich in den Boden ein und verhindert so ein Zurücklaufen des Geschützes nach abgegebenem Schuffe. Die Munition wird im Protz- wie im Munitionswagen in leicht tragbaren, zu je gleichzeitigem Transporte von vier Geschossen und Metallkartuschen eingerichteten Rohrgeflechtkörben aufbewahrt und herzugeschafft. Die Bedienung erfolgt wie bisher durch einen Ge'chützführer und fünf Kanoniere, wozu bei der reitenben Artillerie noch zwei Pferdehalter für jedes Geschütz hinzutreten. Im Aussehen sind die neuen Geschütz; bei flüchtigem Hinschauen von den alten kaum zu unterscheiden, sie sind etwas niedriger und zierlicher, die Geschützrohre ziselirt, die bisherigen waren ganz unverziert.
lebendige, wandlungsreiche Fluß der Dinge ein stetes An-
das Ober-Kommando der Marine ist der Reichs-Postdaupfer „Bayern" mit einem Ablösungstransport aus Ost-Asien, Transportsührer: Kapitän-Lieutenant Litzmann, vorgestern in Aden eingetroffen und hat an demselben Tage die Heimreise nach Suez fortgesetzt.
_@in Zugeständniß. In einem Artikel über die „Sozialreform des Fürsten Bismarck" schreibt der „Vorwärts" ; „Was nun die Erfolge der „positiven Förderung des Wohles der Arbeiter", die Zwangsversicherung, anbelangt, so wird man heute anerkennen muffen, daß sie immerhin größer sind, als man anfangs seitens der Gegner glaubte — Gegner der allgemeinen Grundgedanken ist wohl der linke Flügel der Liberalen, nicht jedoch die Eozialdemokratie ge-! wesen. Auf diesem Gebiete fielt heute Deutschland an der Spitze aller Staaten; selbst auS dem letzten Bericht ber eng-- lischen Kommission, welche zur Prüfung der AltersversorgungsPläne eingesetzt war, klingt etwas wie Neid gegen die deutsche Institution heraus." Diese Aeußerung deS sozialdemokra- -tischen Central-Organs nimmt sich anders aus, als die : Redensarten vom „Linsengericht", vom „armseligen Brocken", ; von „bischen Sozialreform" und andern, mit denen man ge- i wohnlich von Seiten der Partei die staatliche Arbeilerver- sicherung .Deutschlands abzuthun pflegt. Die deutschen Arbeiter * spüren doch mehr und mehr die Wohlthaten ihrer vaterländischen Gesetze am eigenen Leibe, und da muß man denn allmählich in der Polemik wider jene Gesetze schon
,-ffm der W^Äu» »VÄ *- J**l« -°°7> ->»-r ^«n, marck dieser Forderung mit gewohnter Meisterschaft nachkam, L A T,".^hp»' L ^StiA^
ruht sein Geheimniß als Wirthschaftspolitiker, darin sein un-
jetzt so darzustellen sucht, als sei nicht die sozialdemokratische
M ö -m i^Ä*M &Ä”±^iÄ ^L
Es gab eine Zeit —und sie liegt nur wenige Jahrzehnte h^«’^^ hinter uns — da Deutschland ein wesentlich Landnurthschast treibendes und allein landwnthschaftliche Erzeugnisse in weiterm
sicherungSgesetze gewesen. , DaS ist durchaus unrichtig. Die
Umfange auSführendes Land war. In jener Zeit war es kein Wunder, daß stch zahlreiche Helle Köpfe der Nation zu den Lehren des Freihandels bekannten. Auch Bismarck hat ihnen einst gehuldigt. Aber allmählich änderten sich die Ver- Hältnisse. Die deutsche Industrie begann ihre Schwingen mehr und mehr zu regen, damit aber zugleich auch in immer stärkere Konkurrenz mit dem Auslande zu gerathen, und chnderseits setzte auf dem Weltmärkte der Wettbewerb der unter günstigem Bedingungen erzeugenden Ackerbaustaaten mit stetig zunehmender Schärfe ein. Da galt es, den Weg vom Freihandel zur Schutzzollpolitik rechtzeitig zu finden, und Bismarck hat ihn gefunden mit jener unbedingten Sicherheit, die alle seine Entschlüsse kennzeichnet.
Das Jahr 1879 bezeichnet den entscheidenden Wendepunkt, den Uebergang zum Schutzzollsystem, zum Schutze der vaterländischen Arbeit. Aus dem heimischen Markte sollten der heimischen Arbeit, wie natürlich und billig, Vorzugsrechte gesichert werden. Und wahrlich, der Ersolg blieb nicht auS. Für die Landwtrthschast freilich konnte man zunächst höchstens von einer Abwehr deS allrrärgsten Uebels sprechen. Machtvoll dagegen offenbarten sich alsbald die günstigen Wirkungen auf dem Gebiete der Industrie.
Hier trat wie mit einem Schlage fast in dem Rückgänge des deutschen Erwerbslebens ein Stillstand ein. Ein Hochofen nach dem andern wurde wieder angeblasen, eine Fabrik nach der andern öffnete sich wieder dem Fleiße des deutschen
eine leere Ausflucht. Die Eozialdemokratie hat die Arbeiter- versicherungsgesetze so gut wie der Freisinn niederzustimmen versucht. Diese Thatsache steht unabänderlich fest, und wir wolltn dieselbe zu Nutz und Frommen der Zukunft ebenso festhalten, wie das nachträgliche Zugeständniß der Sozialdemo- kratie, daß die von ihr verworfenen Gesetze über Erwarten große Erfolge gezeitigt haben.
Das neue deutsche Feldgeschütz ist nach einer Beschreibung in der „Allgemeinen Militär- zeltung" ein EinheitSgeschütz für die ganze deutsche Feld- artiuerie mit einem Kaliber von 7,7 Centimeter. Nur ist die Laseite der reitenden Batterien durch Wegfall der Achsensitze um etwas erleichtert worden. Nach Angaben der „Jahrbücher U-r Armee und Marine" besteht das Rohr, als wichtigster ...7-.ö---------- Theil des Geschützes, aus dem widerstandsfähigsten Metall 2,600,000 Mark, der Gegenwart, also aus Nickelstahl, und hat eine größere ~ ‘ ~ “
Anzahl von Zügen wie beim bisherigen Feldgeschütz, und zwar über 30 mit einem wachsenden (Progressiv-) Drall bis zu 7 Grad. DaS Rohr hat einen Flachkeilverschluß nach Kruppsschem System, der im Gegensatz zum bisherigen Feldgeschütz von der rechten Seite an8 bedient wird. Zum Keil gehört eine Verschlußschraube, ein Auswerfer, ein Schloß mit Schlagbolzen, Schlagfeder und Abzug, sowie eine Sicherung gegen selbstthätiges Oeffnen beim Fahren, wie gegen vorzeitiges Abfeuern. Das Rohr hat nicht, wie das bisherige, seitliche Drehzapfeu, sondern einen senkrechten Zapfen, der ihm die seitliche Drehung gestattet. ES ist in ein Lager ge-
Politische und unpolitische Nachrichten.
(Depeschen-Burea« .Herold".)
Berlin, 9. August. Der Kaiser hat für den 23. September seinen Besuch in Stettin zugesagt, wo er der feierlichen Eröffnung der neuen Hafenanlage und der Einweihung des der Stadt vom Kaiser aus dem Kunstfonds zum Geschenk gemachten Monumentalbrunnens des Professors Menzel beiwohnen wird.
Berlin, 9. August. Wie eine Korrespondenz wissen will, gedenkt die konservative Reichstagsfraktion den Frei- herrn von Manteuffel als ersten Vizepräsidenten des Reichstages in Vorschlag zu bringen.
Berlin, 9. August. Wie der „Post" aus Breslau gemeldet wird, wollen die oberschlesischen Industriellen im Oktober am Tage der Beisetzung des Fürsten Bismarck eine große Trauerfeier veranstalten.
Berlin, 9. August. Anfangs Oktober wird im Reichsjustizamt eine Sachverständigen-Konferenz zusammentreten, welche zu dem Eniwurf einer Revision des Urheberrechts
Stellung nehmen soll.
Berlin, 9. August. Die Bonner Studentenschaft hat beschlossen, die gesammte deutsche Studentenschaft aufzusordern, eine Ehrung des Andenkens des Fürsten Bismarck in einer Form zu schaffen, welche dauernde Bedeutung haben soll.
Karlsruhe, 9. August. Der Bürgerausschuß genehmigte den Bau eines Rheinhafens mit einem Aufwande von
Bozen, 9. August. Dom Kollerberg stürzte die Gattin eines Meraner Baumeisters ab und wurde schwer verletzt
aufgefunden.
Madrid, 9. August. Durch königliches Dekret wurde die Erhöhung des Notenumlaufes bis auf 21/» Milliarden Pesetas unter gleichzeitiger Erhöhung der Hilfsreservoirs angeordnet. — An der Börse beging wiederum ein Groß- spekulant Selbstmord.
Paris, 9. August. Picquart wird von den Dreyfus feindlichen Blättern verhöhnt, weil er gegen den Entscheid der Anklagekammer in der Klagesache gegen Dupaty de Clam Berufung beim Kassationshofe eingereicht hat. Man ist der