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Nr. 153
1898
Amtliches.
^and&rew ^^nau.
Bekaalltmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
In Düdelsheim und Nidda (Kreis Büdingen) ist die Schweinerothlaufseuche ausgebrochen und die Gehöstsperre angeordnet worden.
Hanau am 4. Juli 1898.
Der Königliche Landratb.
I. V.: Dr. Becker, Reg.-Assessor.
Berlin, 4. Juli. Das Schulschiff Moltke ist gestern vorrath am Anfang des Jahres 245 cbm, am Ende des- c ■ selben 200 cbm. Im Jahre 1896/97 betrug die Wasser-
förderung 760,802 cbm, während die Zunahme nur 24,539
in Odde eingetroffen und beabsichtigt am 8. ds. nach Dront-
Gefunden: Ein kleines Portemonnaie nebst 27 Pf. Inhalt. Zwei Rechen. Ein ev. Gesangbuch.
Zugelaufen: Ein junger rehbrauner Spitzhund w. Geschl.
Verloren: Ein Dienstbuch nebst Quittungskarte auf den Namen Maria Kirchner aus Langenbergheim. Ein Platin- uhrhängsel mit spanischer Münze.
Hanau am 5. Juli 1898.
SlctHIA^eis ^a/naxt.
HMMtrMchMM des Oberömgermeisteramtes
Am Mittwoch den 6. Juli d. Js., nachmittags von 5 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter Rathhauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegekichts statt, in welcher Partheien etwaige Streitigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.
Hanau den 4. Juli 1898.
Der stellvertretende Vorsitzende des Ccwcröegerichts
Dr. Bulle.
9982
Tsgesschau.
Von der Marine. Laut telegraphischer Meldungen an das Oberkommando der Marine ist S. M. S. „Olga", Kommandant: Kapitän-Lieutenant von Dassel, am 2. Juli von Tromsö in See gegangen; S. M. S. „Oldenburg", Kommandant: Korvetten-Kapitän mit Oberst-Lieutenantsrang Wahrendorff, ist am 1. Juli in Tanger und der Reichspostdampfer „König" mit der abgelösten Besatzung S. M. S. „Condor" — Führer: Lieutenant zur See Mommsen — am 4. Juli in Neapel angekommen und beabsichtigte, am gleichen Tage die Heimreise fortzusetzen; S. M. S. „Geier", Kommandant : Korvetten-Kapitän Jacobsen, ist am 3. Juli in Kingston auf Jamaica angekommen und wird am 5. Juli nach Santiago de Kuba gehen; S. M. S.^ „Moltke", Kommandant: Korvetten-Kapitän mit Oberst Lientenantsrang Schröder (Ludwig), ist am 3. Juli in Odde eingetroffen und beabsichtigt, am 8. Juli nach Droutheim in See zu gehen.
Der industrielle Mitbewerb Japans. Die
pessimistische Anschauung, daß der industrielle Mitbewerb Ja-
heim in See zu gehen.
Berlin, 4. Juli. Reichskanzler Fürst Hohenlohe begibt sich auf einige Tage nach Schillingsfürst.
Berlin, 4. Juli. Der am Sonnabend hier eingetroffene Präsident von Brasilien stattete dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe einen Besuch ab, welchen später der Reichskanzler erwiderte. Heute Mittag fand beim Reichskanzler zu Ehren des Präsidenten ein großes Frühstück statt, an welchem u. A. der Herzog-Regent von Mecklenburg, der brasilianische Gesandte am hiesigen Hofe, Handelsminister Bre- feld und Unterstaatssekretär Freiherr von Richthofen theil- nahmen.
Kiel, 4. Juli. Im Prozeß des Oberförsters Lange gegen den Fürsten Bismarck entschied das hiesige Oberlandesgericht in der Berufungsinstanz, daß Fürst Bismarck einen zweifachen Eid zu leisten hat: 1. daß er nicht zugesagt hat, Lange ganzes Einkommen sei pensionsberechtigt, 2. daß er nicht zugesagt hat, Lange solle in Allem gehalten werben, wie ein preußischer Oberförster.
Saarbrücken, 4. Juli. Wegen Beleidigung Stöckers verurtheilte das hiesige Landgericht den früheren Redakteur der „Neuen Saarbrücker Zeitung", Peter Schwuchow, wegen zweier Artikel in der „Neuen Saarbrücker Zeitung" zu je 200 Mk. Geldstrafe. Freiherr von Stumm erhielt unter Aufhebung des Neunkirchener Urtheils 300 Mk. Geldstrafe oder 20 Tage, Gefängniß.
Darmstadt, 4. Juli. Der Großherzog erließ an den aus dem Amt scheidenden Staatsminister Finger ein dessen Verdienste in schmeichelhaftester Form anerkennendes Handschreiben. Der Großherzog läßt für den Staatsminister das Bild seines Vaters, Ludwig IV., malen.
Budapest, 4. Juli. Der Professor der hiesigen Musik-Akademie, Rudolf Lenz, stürzte sich aus dem vierten Stockwerk eines Hauses, wo er zu Besuch weilte, auf die Straße und blieb sofort todt. Das Motiv ist unglückliche Liebe.
Lemberg, 4. Juli. Nachdem überall wieder Ruhe ein- getreten ist, wurde das Militär aus mehreren Bezirken theil- weise wieder zurückgezogen. In Neu-Sandtck wurde die Abhaltung des Wochenmarktes neuerdings gestattet.
Antwerpen, 4. Juli. Gestern Nachmittag 5 Uhr wurde ein Boot, worin 11 Personen sich befanden, auf der Scheide durch einen Windstoß umgeworfen. Sieben Personen ertranken.
London, 4. Juli. Aus Chicago kommt die Meldung, daß die Buchdruckergehilfen der Stadt einen Streik organi- stren. Dieselben verlangen 4 Dollar gegen 3'/, Dollar jetzt Tageslohn. Die Bevölkerung ist aufgeregt, weil sie jetzt über die kommenden Kämpfe vor Santiago keine Meldung bekommt.
Warschau, 4. Juli. Ein schrecklicher Unglücksfall hat
cbm = 3,33 pCt. war. Der Gesammtwafferoerbrauch ver- theilt sich auf die einzelnen Monate wie folgt:
April Mai Juni Juli August
Im Vorjahre Zunahme Abnahme 1897 54582 cbm 52477 cbm
September Oktober November Dezember
55383 82567 84694
82371
68425 65789 63316
64963
Januar 1898 62127
■ebruar tärz
53887
61080
75468 76421 74904 66692 58310 56102 50786 61243
67427 60746
60181
%
2105 cbm . 4- 4,2
— 10085 cbm — 13,36
6146
9790 15679 10115
9687 13030
3720
899
6300
6859
809684 „ 760757 „ 48927
+ 8,03 + 13,07 + 23,51 + 17,34 + 17,26 + 25,65 + 6.07 — 7,96 - 11,29 + 1,49 + 6,43
Der in den Monaten Januar und Februar verzeichnete Minderverbrauch ist nicht als Rückgang des Wafferkonsums zu Genußzwecken zu betrachten, sondern hat vielmehr seine Veranlassung durch die außerordentlich milde Temperatur in diesen Monaten, welche es gestattete, die Wafferanskäffe an Endsträngen oder nach Überschreitung einer Brücke, theil- weise oder fast ganz zi schließen, welche sonst zur Verhütung von Einfrierungen hätten geöffnet bleiben müssen. Der stärkste Wasserverbrauch pro Tag war am 26. Juni 1897 mit 3594 cbm, im Vorjahre am 16. Juni mit 3400 cbm, der geringste war am 19. August mit 1053 cbm. Die durchschnittliche Abgabe pro Monat war 67,307 cbm gegen 63396,41 cbm im Vorjahre, desgleichen pro Tag 2218,31 cbm gegen 2084,24 cbm im Vorjahre. Bei einer Bevölkerung von Hanau (ausschließlich Kesselstadt) von 29091 berechnet sich weiter: die durchschnittliche Wasserabgabe pro Kopf und Jahr 31,26 cbm gegen 26,69 cbm im Vorjahre, desgleichen pro Kopf und Tag 76,24 Liter gegen 73,12 Liter im Vorjahre. Der höchste Wasserverbrauch pro Kopf und Tag war 123,54 Liter, der geringste Wasserverbrauch pro Kopf und Tag war 36,13 Liter. Die angeführte Wasserförderung von 809,639 cbm erforderte an Feuerungsmaterial : 291,550 kg Kohlen im Betrage von M. 5540.81, 265,350 kg Coaks tm Betrage von M. 2653 50, zusammen 556,900 kg im Betrage von M. 8194.31. Dazu kommen ferner noch zur Anfeuerung 11 Fuhren Holzlpähne zu M. 154. Der Breunmaterialien-Verbiauch pro 100 cbm gehobenes Wasser berechnet sich demnach zu 68,78 kg gegenüber 62,92 kg im Vorjahre. Die Ausgaben betrugen: Für Zinsen und Abschreibungen M. 35,790 00, an Unkosten M. 30,401.77, zusammen M. 66,191.77, so daß sich demnach die Selbstkosten eines Kubika eters geförderten Wassers belaufen auf 8,17 Pfg. gegen 7,24 pro 1896/97. Dagegen wurden insgesammt an Einnahmen erzielt und zwar: 1. für Wasser nach Veranlagung M. 72,406.86 gegen M. 66,838.25 im Vorjahre, 2. für Wasser nach Messung M. 22,145.47 gegen M. 18,379.39 im Vorjahre, 3. für Wasser für Bauzwecke M. 691.90 gegen M. 517.62 im Vorjahre, 4. für Wasser für öffentliche Zwecke M. 1150.00 gegen M. 850.00 im Vorjahre, 5. für Wasser an die städt. Badeanstalt M. 720.00 gegen M. 720.00 im Vorjahre, 6. son-rge Einnahmen 3698.65 gegen M. 1050.43 = M. 100,812.88 gegen M. 88,355.69 im Vorjahre und ergibt sich hieraus
S Z b ”^ ta »n N M- b« Stationen « «tat
Jnduini- das -uropSW- Erw-rbSl-h-n bereits in einer reta- 6“ unnertoto jener 3am bai G-lm- fabrenber fit, nahm Sühnst mit einer Krise id/merfter Art bedrohe, ®“a t™«£« mit12 MMa mürbe ton einem beram wirb durch ben thatsächlichen Cruwickeiungsgmg der BerWib i ieiu™lmt' i^0E
Nisse Nichi unterstützt. Schon seit geraumer Zeit steht Japan s-areu iosorl toot, eine chwer verletzt, .eur Zwei Personen im Zeichen -itt-r wirthschastlschen D-pr-süou, welche aus Handel '“ « mit dem Sehen baoan. Der B-huwa-t-r wurde Der. und Industrie dieses Landes einen lähmenden Einfluß übt.;9 •
Die Einfuhr nach dort übertrifft den Ausfuhrhandel in _
steigendem Betrage, und stellte sich nach dem Abläufe der ÄU^ s»M6 ESKvrkGM
ersten 4 Monate des laufenden Jahres um mehr als 51 ^^ «werer Lokal-rNkel « S - 6«
Millionen Yen höher. Dabei geht der Ausfuhrhandel noch immer weiter zurück, während die Einfuhr stetig wächst, fo; __Ä , 1QQ7,QO ,
daß, wenn diese Konjunktur von Bestand bleibt, die japani che Wasserwerks rm Zahre 189 - 9b belauft sich aus
Handelsbilanz am Ende des Jahres ein Defizit von weit^ ' ^)N von der si irektwn tritaiteten Jahres-
über 100 Millionen Yen aufweisen dürfte. Als Hauptmiß- "c )men wir folgendes:
******* W als 'auch an ;°« slidL'Sitlm "
Ö^T»ÄM3'K''bamT^e Hnb^g «"^b-sah,- 1897/98 «l.ichsaüs eine -t-mlich. Zuuahm. im ......... ^ "^ “" ®^W"
eine durchschnittliche Einnahme von 13,43 Pfg. pro cbm abgegebenes Wasser, während hierfür im Vorjahre nur 11,61 Pfg. erzielt wurden. Der höchste Wasserstand in den Brunnen war am 22. Februar 1898 mit 3,35 m, im Februar vorigen Jahres betrug derselbe 3,70 m. D-r niedrigst Brunvenwasserstand, der im vorigen Jahr 0.10 w betrug, rcumu «r™CM ^.cDo ging im Berichtsjahre verschiedene Male auf 0 zurück, so daß ; Die sich stets mehrenden in diesem Moment die Wasserförderung überhaupt avshsrte.
stand wird vom i-ponisch-n GesichtSpunkie aus der hoch <"i*”« “"“ ”\"\"1"">V™ di- W-ff-,l-iw°g sowohl, Sie gSe leweratur beS Seto^^
' als auch an das stadtliche Sielnetz, -allen tm abgelaufenen! v'e nredngste b , gegen io u. uno , j v
tÄ’“ Ae“^ 1b bamit iebe 'ÄÄ^^Mte 1897/98 «fabS eine zi-mlich- 3n>m6m= im | ® - 8 S 0 6 r n 1^6*™ • ^
, lDchwieri-keit aufrecht erhalten werden. In einzelnen Fällen 2) Fasanerieweg
...IX » ■ sogar konnte nur ein im letzten Momente glücklich noch ein- 3) Ramsaystraße (Durchbr ch) ^,
Po5i1ischk und UNpolitirHk AtaHr'iHren. i getretener Regen das Einstellen des Betriebs und somit her j 3) Gruuerweg, iq-'31
40 60
StädtischeS Wasserwerk. Der Reingewinn des
296,00 lfde. Mtr. D 125 mm
386,83
(Depeschen-Bureau „Herold".) Wasserlieferung überhaupt verhindern. Der Tag, und Nacht- 5) Auguftastrahe
Berlin, 4. Juli. Der Kaiser hat heute Vormittag an betrieb, der im Vorjahre bereits während 70 Tagen noch-, Bord der Hohenzollern von Travemünse aus die Reise nach wendig war, mußte in 1" ‘ 2 ~ _
Norwegen angetnten. ausgedehnt werden. Der Wasserverbrauch im Be-
Berlin, 4. Juli. Der „Norddeutschen Allgemeinen triebsjahre betrug 809,684 cbm, was eine Zunahme von
Zeitung" zufolge wird mit der ersten Einrichtung der deut- 48,927 cbm oder gleich 6,4 pCt. gegenüber der Abgabe von schen Niederlassung in Hankau ein konsularischer Berufsbe- 760,757 cbm im Borja re gleichkommt. Die Masser- amter betraut, welcher demnächst dort eintrifft. förderung betrug 809,639 cbm und war der Waßer-
e verens wayreno zu ^azen noig-.-y ™7. . ,„ "m.rM..c, ^
di-!-m Johre Bereits auf 160 T-g- ?) Derbmd-»,^E °ß- ) 62 50
8) Haingaffe (verlängerte ) Ramsaystraße )
9) Aepfelallee
24,30
270,00
H * M *
* V * W
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Im Ganzen 1399,79 lfde. Mtr.
100
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50
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