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Erstes Blatt.

» Amtliches Kvgsn für Stsöt- unS Lanökreis Hanau

Erscheint täglich Mit ARsnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Mittwoch den 15. Juni

AmMches. ^attO&rcw ^anau.

He kvnmmachullgeu des Königlichen Landrathsamtes.

Unter dem Schweinebestande des Landwirths Wilhelm Emmerich in Wachenbuchen ist die Schwein eseiiche amtlich festgestellt und Gehöstsperre angeordnet worden.

Die Herren Ortsvorstände wollen Vorstehendes sofort ortsüblich bekannt machen.

Hanau am 15. Juni 1898.

Der Königliche Landrath

v. Schenck.

Jn Düdelsheim und in Grund-Schwalheim, Kreis- dingen, ist die Schweinerothlaufseuche ausgebrochen und Ge- Höstsperre angeordnet worden.

Hanau am 15. Juni 1898.

Der Königliche Landrath

v. Schenck.

gewonnen, wenn man einige Monate mehr Frieden hat." In Landes gewährt werden. In seiner letzten Sitzung hat nun diesem Sinne wird die Politik Deutschlands seit der Thron- der Bundesrath von dieser Ermächtigung gegenüber dem Ver- besteigung Wilhelms II. geleitet; es ist eine Friedenspolitik einigten Königreich von Großbritannien und Irland, sowie im wahrsten Sinne des Wortes. l dessen Kolonieen mit einer einzigm Ausnahme Gebrauch ge-

Ter Segen des Frieders aber empfängt seinen vollen Ge-! macht. Diese Ausnahme bildet Kanada, des mit seinem Be­schall erst durch Förderung der Wohlfahrt im Innern. Und! schluffe, der Einfuhr englischer Waaren besondere Vergünsti-

wahrlich, auch in dieser Hinsicht sind die verflossenen zehn; gungen zu gewähren, zu der Kündigung des deutsch-englischen

Jahre ein beder tun go voller Abschnitt deutscher Geschichte. Mit Handelsvertrages den Anstoß gegeben hatte. Kanada hat sich Feuereifer und männlicher Thmkrast hat Wilhelm II. das " " ' ...... - - -

Banner volkssrerndlicher Sozialreform ergriffen, welches sein Großvater einst entfaltet, und sonder Schwanken bis heute hochgehalten. Freilich nicht in dem engherzigen und einseitigen Sinne, wie manche unberufene Tadler es wünschen. Wahr­haft königliche Art ist es, den Blick stets auf die Gesammt-

Dienstnatzlichten aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Doub'ö-Armband. Ein Visitentäsch- chen. Eine versilberte Halskette. Ein silbernes Armband mit Goldverzierung. Ein Regenschirm, ein Portemonnaie mit 29 Pfg. baar nebst 1 Koupon K. I. Cahn und Rechnung von Mohrhardt für Frl. Drescher, im Postamt stehen resp, liegen geblieben. Ein schwarzer DamenregensHirm ohne Griff.

Verloren: Ein oxidirtes Armband mit einer sieben- zackigen goldnen Krone.

Zugeflogen: Eine Brieftaube, an den Füßen 1 Me­tallring mit Zeichen 31. V 54. und Gummiring mit Zeichen 870.

Abhanden gekommen: Ein Stoßkarren mit der Auf­schrift Gebr. Voltz.

Hanau am 15. Juni 1898.

Heit der. Unterthanen gerichtet zu halten. Demselben Boden landcsväterlicher Fürsorge, in welchem der Arbeiterschutz- und die Arbeiter-Versicherung wurzeln, ist darum zugleich auch die Steuerreform, die Handwerks Organisation und die ganze Reihe der den Nothstand der Landwirthschaft mildernden Maß­nahmen entsprossen.

Mit innigen Tank gegen Goit vermögen wir auf d'e ersten zehn Jahre der Regierungszeit Kaiser Wilhelms II. zurückjublicken. Gottes Segen ruht sichtbarlich auf dem Thun des Kaisers, insonderheit auf dem Friedenswerke, dem unser Herrscher sein bestes Können geweiht. Wir wissen aber auch, daß der Born, aus dem das kaiserliche Handeln quillt, Gott- ergebenheit und Gottesfurcht ist, und daraus schöpfen wir die Zuversicht, daß die fernere Regierung Wilhelm II. ebenfalls von Segen gekrönt sein wird.

im Gegensatz zu allen anderen britischen Kolonieen geweigert, dem Deutschen Reiche dieselben Begünstigungen vorläufig ein- zuräumen, so deß es von dem Beitritt zu dem Handelsprovi- sorium ausgeschlossen ist. Vom 1. August d. I. ab werden deshalb die deutschen Erzeugnisse in Kanada durchweg um 33 Vs pCt. böhere Zölle zu entrichten haben als die englischen Fabrikate. Damit wird die deutsche Ausfuhr nach Kanada zum größten Theile lahmgelegt sein. Sie hat im Jahre 1896 bereits 15,3 Millionen Mark und im Jahre 1897 sogar 17,5 Millionen Mark betragen. Den Hauptantheil daran hatte der deutsche Rohzucker mit 121 252 bezw. 176 058 Doppelzentnern. Die deutsche Zuckerindustrie ist demnach durch den Ausschluß Kanadas von der Meistbegünstigung in allererster Linie geschädigt. Sie wird sich darauf gefaßt machen müssen, vom 1. August ab, da sie nahezu 3 Mill. Mark mehr an Zoll zu tragen haben würde und dazu schwerlich in der Lage wäre, den kanadischen Markt ganz zu verlieren.

Die Ansprache des Kaisers an die Berliner Schntzmannfchaft hatte nach amtlicher Meldung folgenden Wortlaut:Der Berliner Schutzmannschaft spreche Ich an ihrem heutigen Ehrentage Meinen Glückwunsch aus. Wie hoch Ich diesen Tag ansehe und auch die Stellung, die Ihr

Wahlbewegung.

An die deutschen Wähler!

Der Tag der Wahl steht bevor. Morgen haben wir zu entscheiden, von wem wir die nächsten fünf Jahre im Reichs­tage vertreten sein wollen. Für die Freunde des Vaterlandes kann die Entscheidung nicht schwer sein. Wer nicht die Partei über das Vaterland stellt und sich des Gefühls der Verant-

Zum 10jährigen

Regiernngs Anbilänm des Kaisers.

Ein Rückblick.

Von der Grabstätte des Großvaters und des Vaters hinweg beruf die Vorsehung unsern jugendlichen Kaiser Wilhelm II. aus den Thron. Wohl mochte sein Inneres noch schmerzvoll zucken, aber die Hand ergriff fest und kraftvoll das Szepter des Hohenzollernstommes.Mein ganzes Streben rnd Meine ganze Arbeit ist darauf gerichtet, Mein Vaterland groß, mächtig und geachtet zu sehen. Von diesem Vorsatz beseelt, bestieg Ich den Thron." So das Gelübde unseres Kaisers, und wahrlich, it hat es bisher treulich erfüllt.

Wahre Fürstengröße beruht auf dem schnellen und sichern Verständnisse für die wechselnden Anforderungen der Zeit. Und eben dieses Verständniß ist unserm Kaiser im höchsten Grade eigen; in dem thatkräftigen Erfassen dessen, was der Zeit vornehmlich noth thut, liegt das Geheimniß seiner staats- männischen Größe. Daher lautet fein Wahlspruch:Vom Fels zum Meer!" Die geschichtlichen Verhältnisse haben sich von Grund auf geändert. Die politische Haltung der übrigen Staaten uns gegenüber wird schon jetzt und noch mehr in Zukunft wesentlich dadurch bestimmt werden, ob sie mit unserer Flotte, mit unsern auswärtigen Stationen und Hilfs­mitteln rechnen müssen oder nicht. Das hat unser Kaiser klar erkannt, und deshalb nimmt in seiner landesväterlichen Für­sorge das Streben für die Flotte und dasgrößere Deutsch­land" eine der ersten Stellen ein.

Trübe Nebel der Verstimmung hingen noch vor Monden auf Deutschland hernieder. Da erscholl die Kunde von der Erwerbung Kiautschous an Chinas Gestade. Unsere aus­wärtige Politik hatte einen ungeahnten Triumph gefeiert, der wirthschaftlichen Entwicklung war eine neue Bahn eröffnet worden, auch wir hatten im fernen Osten unsern Platz an der Sonne erhalten. Niemand anders aber als unser Kaiser selber ist die treibende Kraft der so überaus planvoll und zielbewußt durchgesührten Aktion gewesen; ihm in erster Linie verdanken wir jenen wundersamen Erfolg mitten im Frieden.

Mitten im Frieden! Ja, Kaiser Wilhelm H. ist ein Friedensfürst durch und durch. Im vertrauten Freundeskreise hat er es einst ausgesprochen:Ich würde einen Krieg nicht be­ginnen, wenn ich wüßte, daß ich, wenn ich ihn aufschiebe, noch ein einziges Jahr, nein, einen einzigen Monat den Frieden sichern könnte; ich würde auf den Sieg meiner guten Sache bauen, auch wenn die Aussichten aus beiden Seiten gleich wären und ich keinen Vorsprung auf der meinigen hätte. Es ist viel

wortlichkeit bewußt ist, der wird sich bei der Ausübung seiner höchsten Pflicht als Staatsbürger blos von dem großen natio­nalen Grundgedanken leiten lassen; für den wird nur die

zu Mir und Meinem Hause einnehmt, mögt Ihr daraus er­

sehen, daß Ich Euch zu Mir in Mein Haus eingeladen habe. Frage maßgebend sein, welcher Kandidat die beste Gewähr Ich betrachte Euer Fest auch als das Meine. In schwerer! gibt, daß er thatkräftig für die Größe und die Macht des Zeit begründet von Meinen Vorfahren, habt Ihr den Er- einigen deutschen Vaterlandes, für die Wahrung unserer Wartungen vergangener preußischer Könige voll entsprochen, l nationalen Errungenschaften und für alle die Forderungen Ich wünsche Euch von Herzen, daß die vorzügliche Reputation,! eintritt, deren Erfüllung die Voraussetzung einer ersprießlichen die die Berliner Schutzmannschaft überall genießt, auch fernem Entwicklung unsers rationalen Lebens bilden.

Eurcm Korps erhalten bleibe. AIs brave und tüchtige Sol-! Da scheidet gleich von vornherein der Kandidat der Sozial- daten und brave und zuverlässige Schutzleute, den Bürgern demokratie aus. Denn die Sozialdemokratie ist eine Revo- Berather, Helfer, Retter, den Verbrechern ein Schrecken, seid lutionspartei, die den gewaltsamen Umsturz der be- Jhr der Arm, den Ich brauche, Gehorsam zu erzwingen, stehenden Staatsordnung erstrebt. ~ wenn es nothwendig ist. Und da wir unsere Kraft aus dem Nichten, was dem Vaterlandsfreunde hoch und theuer ist, was Christenthum nehmen, so haben wir urs heute vor Gottes i^ ^a »pw««««« f»f ^a «nr..«s «e.!»;«;»» sna m^--. Altar versammelt. Ich wünsche Euch Allen, daß Ihr in

Sie will alles das oer-

er als Bedingung für das Blühen und Gedeihen des Vater­landes erkannt hat. Nieder mit der Soziald-mo- kratie! bleibt daher naturgemäß die Parole, die jeden

demselben Geiste treuer Selbstaufopferung und Hingabe in,..»».... ....v. vuV« »»»«»^«..»p Vic Vmvir, uic ^u Euerm Beruf aushalten möget wie bisher, dann wird Euch Patrioten dazu verpflichtet, unter keinen Umständen für einen der Lohn und die Anerkennung niemals verweigert werden". i x ~ "

Stärkere Besteuerung der Grotzbazare. Jn^ der Angelegenheit ter stärkeren Besteuerung der Großbazare^ hat der Finanzminister Dr. v. Miguel dem Vorstände des revolutionären internationalen Sozialismus schttdet die national- Bundes der Handel- und Gewerbetreibenden ein Schreiben i gesinnte^Wählerschaft eine unüberbrückbare Kluft, und es ist zugehen lassen, worin er der Erwartung Ausdruck gibt, ba§ die Kommunen ter an sie ergangenen Aufforderung der Re­gierung durch geeignete Vorschläge entsprechen werden. Dann heißt es weiter in dem Schreiben:Sollte es sich bestätigen, daß eine den kommunalen und sozialpolitischen Rücksichten entsprechende Umgestaltung der bestehenden Gewerbesteuer im Wege ber kommunalen Autonomie keinen ausreichenden Er­folg erwarten läßt, so würde auch der Eventualität eines landesgefttzlichen Eingreifens näher getreten werden müssen, wenn auch bei Einschlagung dieses Weges trotz »sorgfältiger Erwägung die besonderen Verhältnisse und Bedürfnisse der einzelnen Gemeinden, wie dies auch von verschiedenen Seiten in der Konferenz anerkannt wurde, nur in geringerem Maße

Cozialeemokraten zu stimmen.

Wo es einen Socialdemokraten

zn bekämpfen gilt, darf sich kein deutscher Mann

der Stimme enthalten. Von den Vertretern des

kein Fall denkbar, wo ein Umstürzler auch nur dadurch unter-

Berücksichtigung finden könnten.

Die han-elspolilischen Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien sind bekanntlich nach Kündigung des Meistbegünstigungs-Vertrages durch bie; englische Regierung provisorisch insoweit geregelt worden, als der Bundesrarh durch ein besonderes Gesetz ermächtigt wurde, den Angehörigen und den Erzeugnissen deS Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, sowie den An­gehörigen und Erzeugnissen britischer Kolonieen und aus-

stützt werden dürfte, daß ein Wähler der Wahlurne fernbleibt, weil ihm keiner der übrigen Mitbewerber um das Reichstags­mandat zusagt.

In seiner Thronrede beim Schlüsse des Reichstages sagte der Kaiser:In Gemeinschaft mit Meinen hohen Verbündeten wird es auch ferner Mein ernstliches Bestreben sein, die wirth- schaftliche Entwickelung des Reiches zu fördern, insbesondere den Druck, unter welchem die Landwirthschaft die Erfolge ihrer Arbeit beeinträchtigt sieht, mehr und mehr zu mildern, dem Gewerbefleiße, dem Handel und der Schifffahrt den Boden friedlichen Schaffens zu sichern und zu erweitern. Da­mit glaube Ich zugleich in wirksamster Weise für die Er- werbs-Gelegenheit der arbeitenden Klassm und für ihre zu­nehmende Wohlfahrt zu sorgen. Ich weiß Mich eins mit dem deutschen Volke, welches entschlossen ist, die verbündete» Regierungen in der Erreichung dieses Zieles zu unterstütze» und die Grundlagen unsers staatlichen, kirchlichen und bürger­lichen Lebens zu erhalten."

Wohlan denn, deutsche Wähler, auf zur Urne, damit diese Politik des Schutzes der nationalen Arbeit in Stadt und Land, die jedem Vortheile bringt, im nächsten Reichstage durch-

wärtiger Besitzungen für die Zeit bis zum 30. Juli 1899 geführt werden kann 1 Nutzt die kurze Frist aus, seid uner- diejenigen Vortheile einzuräumen, die seitens des Reiches den müdlich thätig, werbet und wirket von Mund zu Mund, von

Angehörigen oder den Erzeugnissen des meistbegünstigsten

Haus zu Haus! Keine Laschheit, keine Gleichgültigkeit! Nur