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Amtliches Argan für Hisöt- unS LanSkreis Hanau.
Gescheittt täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Dienstag den 14. Juni
1898
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Amtliches.
>taöt&w 10 ^anau.
Zwecks Einbauens der neuen Straßendecke wird die Lam- boystraße für den Fuhrverkehr vom 15. -. Mts. ab auf die Dauer von drei Wochen gesperrt. Der Fuhrverkehr findet über die Leipzigerstraße statt.
Hanau am 13. Juni 1898.
Königliche Polizeidirektion.
P. 6420 v. Schenck.
Wiesenverpachtung
Die diesjährige Heu- und Grummeternte von dann wird das beglückende Bewußtsein ihn geleiten, daß er dem nachgenannten, rechts der Wilhelmsbrücke gelegenen nicht den eigenen Ehrgeiz, sondern das Wohl des Volkes zum
des großen Friedrich nennt. Wenn aber Kaiser Wilhem wieder
hinaus steht, um die Pracht des Nordlandmeeres zu genießen,
Wiesengelände in der Gemarkung Hanau, als: Karte GG Nr. 268/65 = — ha 11
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39
qm
^anö&ret* ^anau.
BtLaMtmachuugeu des Königlichen Landrathsamtes.
Behufs Ermittelung des Ergebniffes der am 16. d. Mts. stattfindenden Reichstagswahl habe ich nach Vorschrift des § 26 des Wahlreglemetts vom 28. Mai 1870 Termin aus
Montag den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr, in das Landrathsamtsgebäude, Paradeplatz Nr. 1 Hierselbst —
Sitzungssaal — anberaumt.
Hanau am 10. Juni 1898.
Der Wahlkommissar
für den 8. Wahlkreis im Reg.-Bez. Cafiel
v. Schenck,
V. 6597 Königlicher Landrath.
Unter dem Schafbestande des Metzgers Karl Dächert und Genossen in Windecken ist die Räude amtlich sestge- stellt worden.
Hanau am 14. Juni 1898.
Der Königliche Landrath
V. 6672 v. Schenck.
In Nidda, Kreis Büdingen, ist die Schweinerothlaufseuche e-loschen und Gehöstsperre wieder aufgehoben worden.
Hanau am 14. Juni 1898.
Der Königliche Landrath
v. S ch e u ck.
Unter den Schweinen in Ostheim ist die Rothlaufseuche sowie die Schweineseuche ausgebrochen; es ist daher für Ostheim die Orts- und Gemarkungsfperre für Schweine angeordnet worden.
Hanau am 14. Juni 1898.
Der Königliche Landrath
V. 6671 v. Schenck.
^taOt^rei0 ^anau.
Be^Mtmachnugm des Oberbürgermeisteramtes.
Am Mittwoch den 15. Juni d. J3., nachmittagsvon A1^ Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter Rathhauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Geiverbegevichts statt, in welcher Partheien etwaige Strei- tig leiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.
Hanau den 11. Juni 1898.
Der Vorsitzende des Gewerbegerichts
Dr. Gebeschus. 8880
Dicilstnachrichteil aus dem Kreise.
Verloren: Ein Portemonnaie (Krokodilschale) mit 10 Mk. Ein Portemonnaie mit 1,40 Mk. Ein goldnes Armband. Vier weißleinene Umlegekragen. Eine Brillantbroche (dem Wiederbringer eine gute Belohnung). Ein Portemonnaie mit 4 Mk. Ein braunes Portemonnaie mit 4—5 Mk. nebst 2 Billets und 2 Schlüsseln. Ein schwarzes Portemonnaie mit 5 Mk. Ein Sonnenschirm ohne Griff. Ein Regenschirm. Ein goldnes Armband. Eine silberne Uhr. Ein roth- und weißgestreifter Sonnenschirm. Ein Central-Schuh- macher-Kranken- und Sterbekassenbuch Hamburg. Ein goldner Trauring ohne.Zeichen.
Gesunden: Ein Portemonnaie mit 4,20 Mk. Ein eiserner Rechen. Ein schwarzer Beutel mit ein Paar weißen Kinderhosen. Ein Glatzöhandschuh, linker. Zwölf Stück L 5-Pfg.-Marken. Ein schwarzer Damengürtel. Eine blaue Kinderkappe. Ein schwarzes Portemonnaie mi 2 kleinen Münzen. Ein Doublö Armband. Ein brauner Spazierstock mit weißem Griff. Ein goldner Trauring mit dem Zeichen C. A.
Hanau am 14. Juni 1898.
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: Maßstab seines Handelns erwählte.
Wiese im neuen ■ „Nicht zu zerschmettern, sondern aufzubauen ist des Fürsten edelster Beruf!" Nach diesem Worte hat unser Kaiser stets gehandelt. Ucberall sucht er Uebelständen und Mängeln ab- zuhelfen. Und: Sorgt er nicht in segensreicher Weise für seine Landeskinder? Tuffen wir nicht seine Bestrebungen anerkennen? Wissen wir nicht, welch' reges Interesse er der Landwirthschaft, dem Handel und Gewerbe, der Industrie in
Mühlfelde, das sog. Leclair'sche Stück,
, Holzungdaselbst, , Wiese daselbst, , Holzungdaselbst, } Wiese daselbst, j der Zimmerplatz;
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Wiese daselbst, neben der vorigen und der Kinzia, in sechs Abtheilungen, Wiese daselbst, eine Insel zwischen der Kinzig und dem alten Flußbett, Holzungdaselbst,
allen ihren Zweigen, der Kunst und Wissenschaft entgegen- bringt? Haben wir nicht hundertfältig Gelegenheit gehabt, wahrzunehmen, wie er gerade der Armen und Verlassenen sich angenommen, die Betrübten getriftet, die Bedrängten vor Vergewaltigung geschützt hat? Schlägt nicht sein Herz für alle ohne Unterschied des Standes und Ranges? Ist er uns nicht ein Vorbild aufopfernder Fürsorge und versöhnlicher Milde?
Das ist das schöne Ergebniß der vergangenen Jahre, das ist die Frucht der Zeiten, die vergingen seit dem 15. Juni 1888, daß Kaiser Wilhelm die Liebe seines Volkes, die er einst von den Vätern ererbte, sich auch durch eigene Thaten Möge diese Liebe sich allezeit in unserer Ge-
verdient sinnung
hat. und
in unsern Worten und Werken kundthun!
zusammen 3 ha 73 a 85 qm, soll öffentlich meistbietend verpachtet werden. Termin hierzu ist auf Donnerstag den 16. dieses Monats, vormittags
10 Uhr, in das Sälchen der Kaifer'fcheu Bierwirthschaft in der Altstadt dahier anberaumt.
meffene Gebote erfolgt der Pachtzuschlag ohne eines weiteren Termins.
Hanau am 10. Juni 1898.
Der Königliche Domänenrath Bell.
Auf ange- Abhaltung
8792
Zum 10jährigen Regierungs-Jubiläum des Kaisers.
Ein Gedenktag.
Am 15. Juni sind zehn Jahre verflossen, seit Kaiser Friedrich, der tapfere Dulder, die Augen schloß und Kaiser Wilhelm II. den Thron der Hohenzollern bestieg. In den Tagen kräftigsten Mannesalters wurde der Vater abberufen, in einer Zeit, da sonst das Leben noch weiten Raum gibt zu tüchtigem Handeln. In blühender Jugend folgte ihm der Sohn, um einen Beruf aufzunehmen, dem an Verantwortung kein anderer gleicht. Hoffnungsvoll begrüßte den jungen Hohenzollern das deutsche Volk. Eng schloffen sich die Fürsten unsers Vaterlandes um seinen Thron; an den Stufen stand der gewaltige Mann, der des Reiches Banner trug, stark und fest wie in alter Zeit, und vor den Mauern des kaiserlichen Schlaffes hielten Vertrauen und Liebe der Nation die Wacht.
Nur wenig war bisher bekannt geworden über den neuen Kaiser; vor seinem herrlichen Großvater, vor seinem edelsinnigen Vater war er im Hintergrund geblieben. Viel hatte man gesprochen und gesungen von dem alten Helden, der die Pforten des Kyffhäusers sprengte, und vom Kronprinzen Friedrich, dem Sieger von Wörth; Prinz Wilhelm dagegen glich einem weißen Blatt, auf dem erst wenige Schriftzeichen zu lesen waren. Aber diese Schriftzeichen gaben Kunde von einem frommen, religiösen Sinn, von ernster Thatkraft und tüchtigem Streben, von tiefer Pietät für die Thaten unsrer großen Männer und von nationalem Schwünge deS Geistes.
Zehn Jahre sind keine lange Zeit in der Geschichte der Völker, und doch kann diese Frist genügen, über einen Herrscher ein Urtheil zu fällen, dessen Thaten und Werke vor Aller Augen stehen. Der Zeit der Kämpfe, des Ringens und Werdens mußte die Zeit der Gestaltung folgen. DaS hat Kaiser Wilhelm II. begriffen; und indem er die Hoffnungen auf Sieg und kriegerischen Lorbeer begrub, Hoffnungen, die alle feuerigen Geister erfüllen, suchte er dies Ziel in den Werken des FriedenS. AlS Kaiser Wilhelm den Thron bestieg, als er später in flammenden Worten die Kraft des deutschen Schwertes pries, da ahnte wohl niemand, daß der junge Herrscher, der über die Waffengewalt des mächtigsten Reiches gebot, nicht eine neue Aera kriegerischer Ehren, sondern eine Aera friedlicher Thattn herbeiführen wollte. Hierin aber, in diesem Bescheiden liegt mit die Größe unseres Kaisers. Denn ungleich leichter ist es, den Namen eines großen Fürsten zu erwerben in blendenden kriegerischen Unternehmungen, als in dem mühseligen Tagewerk des Friedens. Noch heute vergißt man den Namen Friedrich Wilhelms I., wenn man den
Die
über
Der Krieg.
den amerikanisch-spanischen Krieg eingelaufenen
Nachrichten stehen, wie schon so oft, mit einander in Wider- sprch. Es scheint, als habe bei Guantanamo zwischen den von den Amerikanern gelandeten Truppm und den Spaniern ein etwas bedeutenderes Gefecht stattgefunden. Auf den Philippinen haben die Ausständigen den spanisch-gouvernemen- talen Berichten zufolge den entscheidenden Angriff auf Manila noch nicht unternommen. Dadurch bekommt das Ministerium, das die verzweifelte Lage der Spanier noch immer nicht zugeben will, Wasser aus seine Mühle. Inzwischen hat Primo di Revera im Senat eine Interpellation eingebracht, um die Gelegenheit zu einer Antwort auf die gegen ihn in der Kammer gerichteten Angriffe zu erhalten. Die Minister sprangen ihm bei, und Correa erklärte geradezu, die Belohnung, die Brauca seiner Zeit für den Friedensschluß mit den philippinischen Insurgenten erhalten, sei nicht nur zu billigen, sie erscheine sogar noch als zu geringfügig. — Nachstehend geben wir die vorliegenden teleqraphischen Nachrichten:
Madrid, 13. Juni. Eine Depesche aus Havanna meldet, daß vor Santiago 24 amerikanische Kriegsschiffe gesehen worden sind, und daß man eine demnächstige Truppenlandung fürchte. Die ministeriellen Deputirten hegen sehr optimistische Anschauungen bezüglich der Philippinen.
Madrid, 13. Juni. Ein Telegramm aus Manila berichtet, daß die ganze Provinz sich erhoben habe. Die Einwohner der Hauptstadt ständen zur Regierung. Man verstärke die Vertheidigungswerke und hoffe, daß die FortS mit Hilfe der Einwohner den Feind zurückschlagen würden. Es seien Lebensmittel für zwei Monate vorhanden. Der Ministerrath hält alle neuen Meldungen zurück.
London, 13. Juni. Es bestätigt sich, daß bei Guantanamo amerikanische Truppen gelandet sind. Die Mannschaften bräunten die am Hafen liegenden Blockhäuser wegen der Fiebergefahr nieder.
London, 13. Juni. In Guantanamo wurden 850 Mann amerikanischer Marinetrnppen vom Kriegsschiffe „Panther" gelandet, dieselben wohnen in einem verlassenen spanischen Lagerplatze. Gegenüber kampiren 3000 Spanier. — Man wird gut thun, eine Bestätigung dieser Nachricht abzuwarten, da sie, mit den sonstigen Meldungen darüber verglichen, vcr- früht erscheint.
Madrid, 13. Juni. Ein Telegramm des Generals Blanco meldet: Ein amerikanischer Kreuzer und zwei Kanonenboote liegen vor Havanna, zwei Schiffe vor Mariel, eins vor Cardenas und zwei vor Caibarien. Dagegen befinden sich vor Matanzas und Cienfuegos keine feindlichen Schiffe. Wir sind ohne Nachrichten ans Caimanera. Fünfzehn Schiffe liegen sieben Meilm von Santiago.
Newyork, 13. Juni. Hier ist folgendes von Bord des Zeitungs-Depeschenbootes „Dauntleß" auf der Höhe von Guantanamo von gestern früh datirtes Telegramm über Mole St. Nicolas eingegnngen: Die am Freitag gelandeten Marinemannschaften sind seit gestern Nachmittag 3 Uhr in einen Kampf mit spanischen regulären Truppen und Guerillas verwickelt, der fast ununterbrochen 13 Stunden gewährt hat. Der Kreuzer „Marblehead" hat Verstärkungen gelandet. Vier Amerikaner sind todt, einer ist verwundet. Man hat