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Hanauer Unzerger
10 Juni
die Garnison von Manila sich den Amerikanern als kriegs gefangen bereits ergeben habe.
New Uokik, 9. Juni. Nach einem auf Haiti um- laufenden Gerücht habe vorgestern früh bei Caimanera, westlich von Santiago, eine große Seeschlacht stattgefunden, in welcher die Befestigungen durch fünf amerikanische Kriegsschiffe vollständig zerstört sein sollen. Die Spanier hätten sich in die Stadt zurückziehen müssen und seien auch von dort später geflohen. Gestern sollen die Amerikaner eine Landung versucht haben.
TageSschau.
Von -er Marine. Laut telegraphischer Meldung an das Ober-Kommando der Marine ist S. M. S. „Schwalbe", Kommandant Korvetten-Kapitän Hoepner, am 7. Juni in Sansibar angekommen.
Eine große deutsche Kundgebung gegen die Ver- tschechungs-Hochschulen für Mähren fand Sonntag den 5. d. M. in Brünn statt. Es wird der „Ostd. Rsschau." darüber berichtet: „Zur Bekundung seines Deutschtums und seiner Entschlossenheit, sich gegen den frechen slavischen Ansturm aus Leibeskräften zu wehren, hatte sich Brünn in den Schmuck schwarz roth-goldener und schwarz-gelber Fahnen gehüllt. Eine
Massenversammlung im Deutschen Hause nahm unter be
geistertem Beifalle einmüthig eine Entschließung an, welche die moderne Entwickelung am schwersten gefährdet sind und sich aufs Nachdrücklichste gegen die Errichtung tschechischer; das beste Bollwerk gegen den revolutionären Sozialismus Hochschulen in Mähren ausspricht und die Errichtung ■ bilden, d. h. der L a n d w i r t h s ch a f t und der Mitte l- einer deutschen Uniüerfität verlangt. Um die Mit-! st ä nd e, aber auch formale Verbesserungen und sachliche Ver- tagszeit wurde die an dem Hause Nr. 8 der tiefung und Ausdehnung der Arbeiteroerstcherungszesetze im Rudolfsgasse angebrachten Gedenktafel mit der Inschrift: Interesse der Handarbeitenden Bevölkerung. Schließlich auf „Hier wohnte der große deutsche Patriot Karl Freiherr v. । der einen Seite eine herbe Verurtheilung der Kreise, welche Stein im Jahre 1840", unter den Klängen des Liedes „Der zu schwachherzig oder zu kurzsichtig sind, um den revolutionären Gott, der Eisen wachsen ließ" feierlich enthüllt. Um 2 Uhr ’ Sozialismus zu erkennen oder zu bekämpfen nnd auf der
begann der große Festzug der deutschen Vereine nach dem anderen Seite ein Apell an alle bürgerlichen Parteien, über
Schreibwalde, wo ein großes Fest zu Gunsten der deutschen kleinliche Fraktions-Jnteressen fort eine geschlossene Front- Schulanstalten in den Vororten stattfand. Vier mit schwarz-' stellung gegen die radikale sozialistische Bewegung einzunehmen. roth-goldenen Schärpen geschmückte Turner zu Pferde eröff- |— Wenn man bisher von der Regierung gefordert oder er= neten den Zug, dann folgten zahlreiche mit Kornblumen und wartet hat, daß sie für die Wahlen ein bestimmtes Programm Eichenlaub geschmückte Wagen. Deutsche Frauen und Mäd- ,verlautbaren würde, so ist durch die Ausführung des Grafen von Posadowsky jene Erwartung in einer Weise erfüllt, die
chen warfen Kornblumen unter die Menge, welche mit fortwährendem Heilrufen und Tücherschwenken antwortete. Unter den Theilnehmern an der Auffahrt befanden sich auch die Reichstags - Abgeordneten Lecher, d'Eloert, Budig, Chiari, Groß, Götz, Menger u. A., von denen
besonders Dr. Lecher stürmisch begrüßt wurde, ferner 24 Gemeinderäthe der Stadt Brünn. Dann folgte
der endlose Zug der Vereine von Brünn, dann sprechen, am Wahltage persönlich vurch Abgabe ihrer Stimmen
auS den Vororten und den Dörfern der deutschen Sprach- für das Wohl der Gesammtheit einzutreten! insel, voran die Turner unter Trommelschlag; an der Spitze der Studentenschaft wurden korublumengeschmückte Tafeln mit der Aufschrift: „Hoch die deutsche Universität Brünn", an
der Spitze der Lehrerschaft Tafeln mit den Worten: „Hoch die freie Schule" getragen. In der Rudolfsgasse hatte eine Horde Tschechen, darunter auch Studenten, Aufstellung ge- nommen und erfrechte sich, den Zug mit Pereatrufen, sowie dem Anstimmen des „Hrom a peklo" nnd anderer Hetz- lieder zu begrüßen, was die Deutschen mit schweigender Vw- achtung belächelten. Als sich aber bei dem tschechischen Ver- eiushaus in Allbrünn dieses Gebühren wiederholte, erschollen
dorfelden zu einer wahrhaft patriotischen Kundgebung. Interessant waren die Darlegungen des Herrn Sieg bezüglich aus den deutschen Reihen stürmische Gegenrufe: „Nieder mit! der Judenfrage, welche er auf eine aus der Mitte der Versamm- den Tschechen! Pfui!" Im Schreibwalde fand dann bei lung gestellte Interpellation machte. Auch waren seine Schilde- herrlichem Wetter das Fest einen ungetrübten, prächtigen Ver-Münzen über den Lebenslauf des Getreide-Kornes vom Belauf." — Wie von anderer Seite berichtet wird, wurden drei j ginn der Aussaat bis zum Magen des Konsumenten packend. Tschechen wegen Ruhestörungen verhaftet. ' Die Frage, das wievielteste Korn sich die Landwirth: im
Grotzbütannien. Die Unmöglichkeit eines deutsch- Durchschnittssatze berechneten, wurde von einem Landwirthe englischen Bündnisses ist niemals schlagender bewiesen wor- dahin beantwortet, daß es daS 12, sei, d. h. 1 Zentner Aus- den, als gestern von dem oppositionellen Unterhausmitgliede saat bringe 12 Zentner Ertrag. Und somit bringe 1 Korn
John Morley in einer Rede, die er in Leeds hielt. Morley erklärte zunächst, alle Parteien seien dafür eingenommen, daß
die Bande der Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten schaftlichen Lasten einschließlich der Feldarbeiten, Steuern und und Großbritannien gefestigt würden, aber er frage, ob die
_ . , „ , , : Versicherungen gegen Feuer und Hagel, 2. der Getreide-Kom-
Allianz den Jntereffen des Friedens dienen oder eine Kriegs- Missionär, 3. der Großhändler, 4. der Müller, 5. der Mehl-
drohung in sich schließen solle. Indem er dann auf den
thut, so gibt sich das beklemmende Gefühl, welches uns zunächst ■ beschleicht, von selbst. Merkwürdigerweise haben die Patienten selber keine Angst dabei, sie äußern wenigstens keine. Ich habe nie gesehen, daß ein Erwachsener, an dem der Luftröhren- schnitt gemacht wurde, sich geanstigt oder gesträubt hätte. Vor der Chloroformnarkose haben sie dagegen vielfach ganz gewaltige Angst, und häufig fragen sie Einen: „Habe ich auch nichts am Herzen? Werde ich auch wieder aufwachen?" u. s. w. Was aber die Hauptsache ist, die Operation läßt sich in der nötigen Ruhe ausführen." In manchen Fällen, besonders bei kleinen Kindern, die niemals still halten, lassen sich Chloro- formnarkose und Cocäinbetäubung in der Weise mit einander verbinde», daß man die Patienten mittels Chloroform in einen benommenen Zustand, in eine halbe Narkose versetzt und dann den Ort des Eingriffes durch Cocaincinspritzungen unempfindlich macht. Bei weiterer Vervollkommnung dieser Methoden wird es — wie ein Chirurg neulich drastisch bemerkte — bald dahin kommen, daß der Kranke, der einen schweren Eingriff glücklich überstauden, jubelnd ausruft: „O welche Last, operirt zu werden!
„Miktne einzige Passion". Ein Wiener Blatt hat eine Rundfrage bei Bühnenkünstlern verunstaltet, welches ihre Lieblingspasston sei. Aus den hierauf erfolgten Antworten geht hervor, daß ein nicht unbeträchtlicher Theil sportliche Neigungen hat. So schreibt Ernst Hartmann, daß er schon seit seinem neunten ?ahre dem Segelsport huldige und gegenwärtig auf dem Wörthersee eine eigene Naht von l1/* Tonnen habe und an den Wind inklusiv: Top 60 Quadrat- meter Segel führe. I« den letzte» Tagen sei er auch unter!
Vorschlag eines Bündnisses mit Deutschland einging, erklärte er, die Politik Deutschlands sei eine do ut des ^olitit, und fragte, was Großbritannien zu bieten habe, um Deutschlanv zu veranlaffen, sich für den englischen Handel in Gefahren zu begeben, da im Auge behalten werden müsse, daß Deutschland Englands großer Handelsrivale sei, das den Brand in China entzündet habe.
Wahlbewegung.
Der hochinteressante Brief des Grafen von Posadowsky, für dessen Veröffentlichung unseres Erachtens die bürgerlichen Parteien den „Steueft Nachr." aufrichtig dankbar sein können, scheint zwar nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen zu sein, aber selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte die im Interesse des Reiches zu befolgende innere Politik nicht klarer und bestimmter festgelegt werden können. Auf der einen Seite die Charakterisirung der sozialdemokratischen Partei als einer in ihren Zielen und ihren Mitteln unzweifelhaft revolutionären Partei, mit welcher keine bürgerliche Partei paktiren kann, ohne die Interessen der be- stehenden Staatsordnung preiszugeben; auf der anderen Seite ein positives Programm: Vertheisigung der nationalen wirth- schaftlichen Interessen im internationalen Wettbewerb, Pflege insbesondere der Interessen der Erwerbskreise, welche durch
■geeignet ist, allen deutschen Patrioten als fester Sammel- und Stützpunkt zu dienen. Wir wissen jetzt jedenfalls, welche Politik Graf Posadowsky, soweit sein Rath von Einfluß in der Regierung ist, zu verfolgen gedenkt. Möchten doch alle Wähler, welche imstande sind, den Ernst der vor der Thür stehenden Wahlen zu erkennen, auch seiner Mahnung ent-
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® Wähler - Versammlungen im Landkreise Hanan. Ueber die am 9. Juni nachmittags in K il i anst ädten und abends inNiederdorfelden abgehaltenen Wähleroersammlungen der konservativen und nationalliberalen Partei behalten wir uns einen näheren Bericht vor. Jedoch wollen wir schon heute erwähnen, daß dieselben in durchaus zufriedenstellender Weise verlaufen sind. Namentlich gestaltete sich die von Hunderten besuchte Versammlung in Stiebet;
12 Körner. An diesen 12 Körnern partizipiren folgende
Interessenten: 1. der Besitzer mit seinen sämmtlichen wirth-
Händler, 6. der Bäcker, 7. der Detailoerkäufer von Brot-
die Radfahrer gegangen, „aber Rad nnd ich find noch sehr oft verschiedener Meinung über unser Ziel". Georg Engels berichtet: „Meine Leidenschaft ist die Jagd. Während meines ganzen Berliner Engagements halte ich eine Jagd von 5000 Morgen, 400—500 Hasen, bis 600 Hühnern, einige Trappen und Reh- und Rothwild. Für mich war und ist keine Reise für eine Jagd zu weit. So fuhr ich aus Telegramm des Grafen Nikolaus Esterhazy wiederholt von Berlin nach Totis. Ja meiner Gewehrsammlung sind alle in den letzten Jahren aufgetauchten Gewehrsysteme vertreten". Alexander Girardi bemerkt ganz kurz: „Rad'lfahren, bitte!" Ein echter Renn- mann ist Paul Bulß, bessert Passion Pferde sind, namentlich edle und schnelle Pferde. „Ich fahre meine Pferde selbst ein und habe schon verschiedene erste Preise sowohl mit Zweier- als mit Viererzügen gewonnen. Leider ist dem Herrenfahrer in Berlin zu wenig Gelegenheit geboten, dem Rennsport zu huldigen. Vielleicht, daß ich noch einmal ein Gastspiel auf der Wiener Rennbahn absoloire". Hans Pagay meint lakonisch: „Im Sommer angeln!" Drastisch schildert Hanst Niest ihre sportliche Passton: „Das Radfahren! Aber leider Gottes darf ich jetzt kein Radel sehen, sonst ist's mit der jugendlichen Soubrette Rest! Ich bin vom Radfahren zu dick geworden. Das Radeln macht hungrig und durstig. Da hab' ich eine Knackwurst in Essig und Oel verzehrt, manchmal auch zwei, hab' mein Liter Pils getrunken, und wie ich heimkommen bin, hab ich glücklich einen halben Kilo mehr gehabt. Nun will ich mir mein „zartes Körperl" erhalten und hab' mein geliebtes Rudel verkaufen müssen.
waaren, 8. der Konsument. Jeder beanspruche doch mindestens eins von den 12 angesetzten Körnern. Ein Müülen- besitzer rief scherzend, er beanspruche 2 Körner. Jedenfalls bewies dieses aus der Praxis genommene Bild, daß es nicht der Landwirth allein ist, welcher für die Höhe der Brotpreise verantwortlich gemacht werden könne. Die Landwirthe erstreben nur mittlere Preise, Preise, welche für die Rentabilität der Landwirthschaft unbedingt nothwendig sind. Diese mittleren Preise zu erzielen, muß das Ziel für die zukünftige Zollpolitik werden. Sie würden alle angeführten Interessenten, am meisten von Allen den Konsumenten befriedigen. Solche Brotverthenerungen, wie sie zur Zeit durch die Spekulation heroorgerufen sind, wären dann unmöglich. — Herr Sieg wendete sich am Ende seiner Rede an die deutschen Arbeiter, die keineswegs alle der sozialdemokratischen Partei angehörten, und forderte sie auf, sich loszulösen von den falschen Propheten, die ihre Interessen in keiner Weise richtig vertreten. Die Arbeiter sollten andere Männer auf ihren Schild erheben, die auf der Grundlage unserer bestehenden Gesellschafts- und Staatsordnung die Arbeiterfrage lösen wollten. Also: „Nieder mit den jetzigen Parteiführern der Sozialdemokratie, und zwar durch das schmerzlose und doch so wichtige allgemeine, direkte und geheime Wahlrecht."
Arrs Stadt- WNd £$mMs?$B HamKN. ü»chdr»ck unserer ßotriartitel nur mit Quellen «Mb» »Ha«. Nuz." gestattet.
Aubiläumskonferenz der evangl. Geistlichen
2 Hanan, 9. Juni.
Die Konferenz der evangl. Geistlichen des Hanauer Landes einschließlich Fulda tagte am vorigen Dienstag in Geln- hausen im Saale des Gasthauses „zum Deutschen Haas". Die Zusammenkunft war diesmal von besonderer Bedeutung, weil die Konferenz das 25jährige Jubiläum ihrer Begründug am 4. Juni 1873 festlich beging. Dementsprechend waren die Herren Gastlichen zur Festfeier zahlreich erschienen und aus Aller Augen leuchtete freudige Erregung über den seltenen festlichen Tag; das brüderliche Begrüßen und Wiedersehen gab der Versammlung schon von vornherein ein besonoers festliches Gepräze. Um 11 Uhr nahm die Konferenz im festlich geschmückten Sitzungssaale ihren Anfang. Nach dem gemeinschaftlichen Gesang von „O hl. Geist, kehr' bei unS ein" eröffnete der Vorsitzende, Herr Pfarrer Hufnagel- Kesselstadt, die Jubiläums-Konferenz und ertheilte ali« bald dem Herrn Baumann-Windecken das Wort zu einer erbaulichen, brüderlichen Ansprache die an das Wort „Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" anknüpfte und mit einem innigen Gebet schloß. Alsdann begrüßte der Vorsitzende die Versammlung in warmen, herzlichen Worten, wies auf die hohe Bedeutung dieses Tages für die gemeinsame Arbeit und den brüderlichen Verkehr der Geistlichen unter einander hin, gedachte in Liebe und Dankbarkeit der Vielen, die im Laufe der 25 Jahre heimgegangen sind, — nur 5 von den ehemaligen 40 Begründern der Konferenz waren noch anwesend, — begrüßte den anwesenden Herrn Generalsuperintendenten bei seinem erstmaligen Erscheinen unter der gesammten Diözesangeistlichkeit mit herzlicher Zusicherung deS Vertrauens und der Treue und forderte die jüngeren Geistlichen auf zum treuen Festhalten an dem Bande der Zusammengehörigkeit und der brüderliche« Gemeinschaft, das auch in den letzten 25 Jahren kein Sturm der Zeit zu lockern vermocht hat. Herr Generalsuperintendent P s e i s f e r-Cassel antwortete mit freundlichen Dankes Worten für die warme Begrüßung und richtete an die Versammlung erquickende Worte brüderlicher Liebe und oberhirtlicher Fürsorge. Zum Schlaffe des festlichen AkteS erstattete der Herr Vorsitzende einen Festbericht über die Gründung der Konferenz und deren Thätigkeit in den abgelaufenen 25 Jahren ihres Bestehens. Auf Grund der vorhandenen Protokolle und seiner eigenen Kenntniß wies der Vortragende nach, in welch hervorragender Weise die Konferenz für die Belebung und und Förderung der kirchlichen Arbeit und des kirchlichen Lebens thätig gewesen ist, indem alle die segensreichen Einrichtungen und Ordnungen, die heute in Geltung sind, von der Konferenz angeregt, vorbereitet und und zur Ausführung bereit gestellt worden sind. Er betonte, daß die Konferenz nicht nur in Erörterungen theologischer Fragen sich bewegt, vielmehr thatkräftig und. in rühriger Arbeit ins praktische Leben eingegriffen habe, daß sie ihre Zeit, in der so Vieles neu werden mußte, wohl verstanden und redlich daran mitgearbeitet habe, um die neuen Aufgaben der heimischen Kirche zum Segen gereichen zu lasten. Der Herr Vortragende erinnerte an die Ausarbeitung und Einführung deS neuen Gesangbuches, die Ausgestaltung der neuen Azende, an die Einführung, Ausdehnung und Vertiefung der Inneren Misston, an die gegründeten Diakouistenstationen, Kleinkinderschulen, an die Thätigkeit in der Fürsorge für Arme, Nothleideade, Verwahrloste, an die Gründung der Kinderheilanstalt in Bad Orb. Das Alles verdanke der Konferenz wesentlich seine Entstehung und Durchführung. AlS daS jüngste Ergebniß der praktischen Arbeit der Konferenz wurde die von der Ist- biläumskonfereaz gutgeheißene Errichtung einer „Volksheil- stätte" in Bad Orb von dem Herrn Vortragenden freudig begrüßt und zur weiteren thatkräftigen Mitarbeit an der Hebung und Gesundung unseres Volkolebeus in begeisterude» Worten aufgefordert. Die Versammlung nahm den Bartrag mit dankbarer Freude auf und beschloß dessen Drucklegung. Damit hatte der festliche Akt sein Ende, and nunmehr gi«S die Konferenz zur Abwickelung der gewöhnlichen Tagesordnung über. Von den gemachten Mittheilungen erwähnen wir nur, daß der Hanauer Bezirksverein der Gustav-Adolf-Stiflung fein Jahresfest am 8. August d. Js. in Sterbfritz bei Schlüch-