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steil Hanau 10 ^M ^gespaltene GarauM»
Zugleich o
Amtliches Organ für $taöt- unö LanSKreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Im ReklamaNhckl
»urwärt, 30 4.
Samstag den 4. Juni
1898
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Hierzu
„Amtliche Beilage" Nr. 40
Frankreichs zerstört hatte, bot der damalige Leiter des britischen die Absichten der Regierung für die Zukunft ja auch voll
Auswärtigen Amtes, Lord Granville, beiden Völkern die kommen offen gezeigt. Heißt es doch auch in der Kaiserlichen Thronrede, mit welcher der Reichstag ge-
Amtliches, ^faöf^ret^ ^anau. UMmtDtchMUll des Olierdürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Die diesjährige Heu- und Grummeternte auf den Dörnigheimer Gemarkung am Wasserthurm liegenden, der Stadt Hanau gehörenden Wiesenflächen soll:
in
guten Dienste Englands zur Aufrechterhaltung des Friedens an. Im Jahre 1867 hatte Lord Derby bei der Luxembu ger Frage einen ähnlichen Schritt gethan, der von Erfolg gekrönt war. Das geschah übrigens gemäß dem Pariser Vertrage von 1856. Dieser Vorschlag des Lords Granville 1870 wurde nun von Bismarck angenommen, vom Herzog von Gramont aber abgelehnt. In dieser französischen Ablehnung glaubten wir den Beweis dafür zu sehen, daß die französische Regierung den Krieg um jeden Preis suchte und wollte, und ohne weiter auf unserem Anerbieten zu bestehen, ließen wir das Schicksal sich vollziehen.
Montag den 6. Juni 1898, nachmittags M Uhr,
an Ort und Stelle, unter den vor der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen, meistbietend versteigert werde«.
Hanau den 1. Juni 1898.
8257 Wasserwerks Direktion.
Wahlbewegung.
Die Borbereitung der Wahlen hat sich noch niemals so ruhig vollzogen, wie diesmal. — So ungefähr wird die augenblickliche Lage von verschiedenen Seiten gezeichnet. Nur über die Ursachen dieses relativ ruhigen Verlaufes der
schlössen ist:
„In Gemeinschaft mit Meinen hohm Verbündeten wird es auch ferner Mein ernstliches Bestreben sein, die w i r t h- schaftliche Entwickelung des Reichs zu fördern, ins- befondere den Druck, unter welchem die L a ndw irth- schaft die Erfolge ihrer Arbeit beeinträchtigt steht, mehr und mehr zu mildern, dem Gewerbefleiße, dem Handel und der Schissfahrt den Boden friedlichen Schaffens zu sichern und zu erweitern. Damit glaube Ich zugleich in wirksamster Weise für die Erwerbsgelegenheit der arbeitenden Klassen und für ihre zunehmende Wohlfahrt zu sorgen.
Ich weiß mich eins mit dem deutschen Volke, welches entschlossen ist, die verbündeten Regierungen in der Erreichung dieses Zieles zu unterstützen und die Grundlagen unseres staatlichen, kirchlichen
und bürgerlichen Lebens zu erhalten.
«
Bekanntmachung.
Die Lieferung des diesjährigen Bedarfs an Brennmaterial für die gesummte städtische Verwaltung inkl. Schulen, und
Wahlbewegung ist man verschiedener Meinung. Am meisten
vertreten haben wir die Avffassung gefunden, daß es den \ ifi^wi
zwar
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zirka: m Tannenscheitholz I. Klasse, Doppel Waggon englische Anthracitkohlen,
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Nußkohlen Ia,
gewaschene Kohlen, halb Stück und halb Nuß 3,
Ite melirte Kohlen,
demokratischen Parteien an ehrlichem Agitationsmaterial gebreche, daß die Regierung denselben keinerlei Anzriffsvuvkte geboten habe und daß daher die hetzerische Vollsanfwühlung nicht so wie gelegentlich früher einsetzen könne. Der ruhige, überlegende Theil der Bevölkerung sei überdies der Neber- zeugurra, daß sich die jetzige Regierung der Interessen des Reiches, wie derjenigen aller Volksklassen mit Kraft und
deutschen Volkes wird es sein, durch die Wahl am 16. Juni diese Absichten und diese Ueberzeugung, die in der Thronrede ausgesprochen sind, zu unterstützen und zu stärken. — Und dann weiter: Hat nicht Se. Majestät der Kaiser bei dem Festmahle im Residenzschlosse den heimgehenden Reichstagsabgeordneten, bei denen koch auch die wirksamste Einflußnahme auf die Wähler vorausgesetzt werden müßte, einen
warmen Appell an das V erantwörtlichkeitsge-
Waggon von den gewaschen«« Kohle«
— letztere sowie
find auf Abruf zu liefern — wird hiermit zur SAbmission gestellt. Angebote'-mit Preisangabe für die Kohlen und für die Fracht bis Bahnhof hier mit Bezeichnung der Zeche, sowie für Holz wolle man schriftlich und versiegelt bis zum Mittwoch den 15. Juni d. Js., mittags 12 Uhr, auf
dem Rathhaus abgeben.
Hanau den 1. Juni 1898.
Der Magistrat Dr. Gebeschus.
8338
Da am 1. Juli d. I. mit der Verlegung der Kabel des Elektrizitätswerkes begonnen werden soll und die Herstellung der Hausanschlüsse nach dem jeweiligen Fortschvriten der Kabelverlegung vorgenommen werden muß, so werden die Hausanschlüsse derjenigen Häuser, deren Besitzer definitive Anschlüsse angemeldet haben oder bis zum 1. Juli d. J. anmelden werden, durch die Stadt ausgeführt werden.
Hanau den 2. Juni 1898.
Der Magistrat Dr. Gebeschus.
8401
Dienstnachrichten aus dem Kreise. _
Gefunden: Eine neue gefugte Fußbodendiele. Eine Aufrechnungsbescheinigung der Quittungskarte Nr. 1, auf den Namen der Dienstmagd Anna Maria Ochs zu Neuenhaßlau lautend.
Vom Wasenmeister eingefangen: Ein Seidenpudel, ein schwarzer Spitz, beide m. Geschl.
Hanau am 4. Juni 1898.
TagsSfchatt.
Von der Marine. Laut telegraphischer Meldung an das Oberkommando der Marine ist S. M. S. „Wolf", Kommandant Korvettenkapitän Schröder (Johannes), am 1. Juni in Kapstadt angekommen.
Reichstagswahlrecht. Das „Süddeutsche Korrespondenz-Bureau" bezeichnet die Nachricht, daß ein königlich bayerischer Staatsminister oder Bundesrathsbevollmächtigter beim Bundesrath einen Reichstagswahl-Gesetzentwurf vorgelegt oder Abänderungsvorschläge bezüglich des Reichstags- wablgesetzes gemacht habe, als vollständig aus der Luft ge-
griffen.
Der Tod Gladstone's hat einen sehr interessanten Beitrag zur Vorgeschichte des deutsch-französischen Krieges zu Tage gefördert. In der „Revue bleue- erzählt Georges Gueroult von einer Unterredung, die er im Jahre 1879 met Gladstone, der 1879 Premierminister war, gehabt hat. Danach äußerte Gladstone: Als die spanische Thronkandidatur Hohenzollern die schon gespannten Beziehungen Preußens und
Einsicht annehme und deshalb liege kein Grund zn lebhaft /
teer Wtttiwsatf.it nm. - Wir meinen mm «ter, d°ß^u»l unb du G ° w. s, s -» h ° st>gk-» l-d s -m- »m, st« d>-a°s,ch»g<° «--«- «irgend« damit «rieben geben -»>- «>>- «M°rd°-u°g, sich der AI. -»/'^ kll-n, daß sie selber ite U-b-rj-ugung qX* Setter k-" »->-»« zu werden und b--°Wt zu z-z^, mu aus den Absichten der Regierung trugen suud^n s,e müssen bestrebt »« -°-^°s ~ »* Ä*BÄÄS? fein, liefe Ueberzeugung ,u>n Gemetnaut der weit-st-n Kreise »»-? -urch 4° °fs-»>l-ch-S Austretm meisten ^^ u meeSen, damch die muß- MchrzM der »-hier bet ta/1* WM 5*r Ueberzeugung flt-v-nbM Muhn- b-°°rst-h-»d-° Suhl solchen Kuu°id°I-n ihre Stimmen giBt,.”«« -j0 H «s Herz gedrungen sind - Ww Hub u die mit der R eoirrnna das von dieftr vroklamirte Vro- allerdmgs schon damals unsere Befürchtung ausgesprochen, Die mtt der Regierung oaS von e ^ ^nche Wortführer des politischen Kampfes durch einen
APpell an ihr Gewissen nicht zu anderen Wegen
gramm durchzuführen gewillt sind.
gramm;
„Schutz d-r «ttimulm Arbeit ull-r pruduktiu-u,-'°-°*?7'd-» «"»-«, »-r w,r hub« auch schon daw-IL Stidtde, Erhaltung undS-irtuug eine» g-i-ud-u Mitt-l- b--°°t, M ilta dw Wühler ,hr M M stand r,Be-»-tzsun, j-d-SUmSurze-i ,°dSchutzW.r m-chtm hier -men Tb.,l dchen me-erh-le», 1 htn. 9irLhamis‘ loX* wks wir damals in den „N. P. N." gefunden haben:
der I-r e 1 he 1 t der A rbertswll gen j ,D-r Appell des Kaisers an das Verantwortlichkeitsgefühl und
könne« wohl nrrgends Zweifel bestehen. Warm lte ernst- f j,^ Gewissenhaftigkeit muß auch von allen Mitgliedern der sich möglich, so würde die Regierung allerdings wohl noch ' national gesinnten Parteien und auch von d eu Angehörigen einmal offiziell das Wort ergriffen haben. Eine solche er- aller Stünde, die sich keiner Partei znrechnen, gehört und be- neule Erklärung der Regierung scheint man aber ist manchen ^-^t werden — Das allgemeine, gleiche Rcichstagswahlrecht gcht Kressen auch ohnehm erwartet zu haben. Aber es sind dazu
wohl Mißverständnisse urÄrlansen. Nun lesen wir in einigen
eben nicht nur ein Recht der Bürger, sondern auch eine moralisch? > Pflicht. DaS allgemeine, gleiche Reichstagswahlrecht hat der Ge- ; sarmntheit und jedem einzelnen der Staatsbürger ein Stück der Mit- i Verantwortlichkeit für des Vaterlandes Wohlfahrt auferlegt. Und ! dicscc Mit-Verantwortlichkeit soll sich jeder Einzelne bewußt werden. Bei den letzten Reichstagswablen ist die Wahl der meisten revolutionären und antinationalen Abgeordneten, die dem Reichstage an= gehört haben, nur dadurch zustande gekommen, daß sich ein großer Theil der sonst national gesinnten Wähler der Abstimmung enthüllen hat, weil er vielleicht nicht mit den Grundanschauungen der damals geschäftsführenden Mitglieder der Regierung übercinstimmte oder nicht mit allen Eir^elforderungen der nationalen Kandidaten einverstanden
. Jetzt hat die Regierung ein Programm aufgestellt, dem alle vaterlands liebenden B ü rgcr folgen können. Jetzt muß jeder Staatsbürger durch sein Gewiss. . dazu gedrängt werden, sich durch Stimmabgabe für einen nationalgesiunten Kandidaten seiner Mit-Verantwortung bewußt zu zeigen l
rechtsstehenden Zeitungen:
„Es hieß eine Zeitlang, es würde eine programmatische Erklärung Bor den Wahlen an erwarten stehen; es ist davon bald still geworden, und es scheint jetzt, daß nichts mehr dergleichen erfolgen wird. Verständltch wird diese Taktik im Lichte einer Aeußerung, welche beiläufig im Abgeordnetenharcse am Regierungstssche gefallen ist, des Inhalts, daß man die Parteien ihrer eigenen Initiative zu überlassen gewillt sei. Da das Verfassungsleben des Deutschen Reiches die Initiative in vollem Umfange den Regierungen zuweist,, so kann man sehr im Zweifel sein, ob diese Methode, die Dinge: war gehen zu lassen, wie sie eben gehen wollen, der Gipfel stsatsmanui- scher Weisheit ist/ ,
Die hier angedeutete Aeußerung vom Regierungstische im preußischen Abgeordnetenhaus"- ist in dieser BeurtheilrMg gänzlich mißverstanden worden. Jene Aeußerung ging darauf hinaus, daß die Regierung in der laufende« Tagung des Parlaments keine Gesetzentwürfe einzubringen gewillt sei, die nach sicherer Voraussicht doch nicht mehr erledigt werden könnten, um damit nicht in die Initiative der Parteien für die Wahlvorbereitung einzugreifen. Die Regierung hat damit vermeiden wollen, daß in den Wahlkamps ein etwaiger Streit um einzelne Paragraphen, ein Streit um gesetzgeberische Einzelheiten getragen werde, über Fragen, in deren we s en t. ltchen Umrissen die nationalen Parteien einer Meinung sind. Diese Möglichkeit hat man hintan halten wollen, damit sich die Initiative der großen Parteien für die Wahlen aus große, gemeinsame Gesichtspunkte stellen könne. Wir sind direkt erstaunt, daß man aus diesem, wie wir meinen, anerkennenswerthen Verhalten der Regierung die Auschauung ableiten zu können geglaubt hat, die Regierung wolle „die Dinge gehen lassen, wie sie eben gehen wollend Wir laben Grund zu der Ueberzeugung, daß die Regierung, wie in Preußen, so im Deutsche« Reiche, sich der Pflicht der gesetzgeberischen Initiative durchaus bewußt ~ --------
ist und sie in allen Fragen zu erfüllen bestrebt sein wird.| troffenen Maßnahmen Bericht erstattet wurde. Den musika- Jn großen Umrissen haben die leitenden Regierungsstellen lrschen Theil haben die beiden Regimentskapellen und die
en
Atts Stadt" «Kd ÄandkrttS HaKStZ. lachdruck unserer Lokslartitel nur mit CatUenengale „Hau. So,." gestattet.
* Erkannt. Der außerordentliche Pfarrer Heck zu Hanau ist an Stelle des außerordentlichen Pfarrers Wöruer zum Gehülfen des Pfarrers Zimmermann daselbst ernannt worden.
* Attfsichtsbeamter. Infolge anderweitiger Organisation des Aufsichtsdienstek an den nicht schiffbaren Gewässern des Regierungsbezirks Cassel ist vom 1. April d. I. ab für den dritten Aufsichtsbezirk, umfassend die Kreise Fulda, Geln- haufe«, Hanau, Schlächtern und den nicht zum Werrage- biete gehörigen Theil des Kreises GerSfeld, als AufstchtSbeam- ter der Wiesenbautechniker Thielmann bestellt, mit dem Wohnsitz in Schlächtern.
* Jubiläum-fest des Hanauer Kriegervereins. Vorgestern Abend hielt das für die Jubiläumsfeier des Kriegervereins gebildete große Komitee eine weitere Sitzung ab, in welcher über die bisher von den Einzelkomitee's gc-
Die heutige Nummer umfaßt außer dem Unterhaltungsblatt 14 Seiten.